Zeremonie und Chaos

•September 29, 2009 • 2 Kommentare

Ich gebe es ehrlich zu: Das Thema Magie ist in diesem Blog bisher ein wenig zu kurz gekommen, es war einfach nicht so mein Ding. Irgendwie scheint sich das aber in der letzten Zeit zu ändern; schuld daran sind einige Bücher zum Thema, die ich mit wachsendem Interesse zu lesen begonnen habe, ausserdem der angenehme Luxus eines exklusiven Einzel-Coachings, welches mir von Mythomagier Bernhard Reicher gewährt wurde und mich im Rahmen des LOA-Themenkreises mit hochinteressanten magischen Techniken bekannt gemacht hat.

In den letzten Tagen (und Nächten) habe ich viel recherchiert, quergelesen, war irritiert und fasziniert. Was ich nach wie vor kaum aushalte, ist die sicherlich ehrwürdige, nichtsdestotrotz fürchterlich unzeitgemässe Zeremonial-Magie. Man nehme als Beispiel nur die leichteste aller magischen Übungen, das „Kleine bannende Pentagrammritual“ : Es ist dies eine furchtbar langwierige Angelegenheit, bestehend aus dem Ziehen des „Kabbalistischen Kreuzes“ , dem mehrmaligen Schlagen von Pentagrammen, der Imagination eines Hexagramms, dem Ziehen eines magischen Schutzkreises, der Anrufung von vier Erzengeln, einem weiteren „Kabbalistischen Kreuz“ und der Rezitation einer „Entlassungsformel“ .

Frater V. D. aka Ralph Tegtmeier

Frater V.·.D.·. aka Ralph Tegtmeier

Frater V.·.D.·. (alias Ralph Tegtmeier) rät in seinem Buch „Schule der Hohen Magie“ (welches auch für Nichteingeweihte einen recht interessanten Blick hinter die Kulissen der magischen Zunft bietet), dieses Ritual mindestens zweimal täglich zu vollführen – es gehört sozusagen zur „Grundausrüstung“ der Magie und begleitet deren Ausführenden ein Leben lang – ausserdem ist es, der Name verrät es schon, nur das „kleine“ Ritual, kaum auszudenken, wie lange man für das „Grosse bannende Pentagrammritual“ brauchen mag.

Auch ein Magiesystem: "The Secret"

Magische Techniken: "The Secret"

Man verstehe mich nicht falsch: Ich habe nichts gegen Traditionen und auch Rituale finde ich im richtigen Rahmen äusserst sinnvoll (dazu später noch mehr). Wozu man aber mindestens zweimal täglich eine dermassen aufwendige Litanei herunterbeten soll, nur um sich 1. in Imagination, Visualisierung und Konzentration zu üben und 2. sich gegen die beschworenen Mächte schützen zu können, ist mir wirklich ein Rätsel. Dieses Ritual erscheint mir eher als Geduldsprobe und/oder als Abschreckung: Erdung und eine schützende Hülle kann sich heute schon in Sekundenschnelle imaginieren, wer auch nur einmal „The Secret“ oder Ähnliches gelesen hat.

Es ist für mich auch nicht einzusehen, warum man sich freiwillig mehrmals täglich an Bewußtseinsfelder der jüdischen Mystik und noch dazu der katholischen Kirche andocken soll, nur um Magie betreiben zu können. Und das mit den „bösen Mächten“ , vor denen man sich mit einem Bannkreis schützen muss, ist auch so eine Sache – während Frater V.·.D.·. in seinem Buch eingangs mehrmals darauf hinweist, dass „Angst“ der grösste Hemmschuh der Magie sei, malt er kurz darauf in den Erklärungen zum „Kleinen Pentagrammritual“ bereits in düstersten Farben aus, was passieren könnte, wenn man den einmal imaginierten Bannkreis vorzeitig verlässt: da blühen dem Magier nämlich Wahnsinn und Tod.

Ob diese Aussagen für den erste Schritte in der zeremoniellen Magie unternehmenden Adepten besonders sinnvoll sind, sei dahingestellt; meine anfängliche Irritation wandelte sich allerdings in Verständnis durch Bernhards Erklärung, dass das „Angstmachen“ zu der „Initiation“ als Magier dazugehört – damit würde sich die Gilde der Magier so quasi ihren exklusiven Status bewahren und die Mysterien schützen sich selbst. Tegtmeier erzählt also mit voller Absicht „Geistergeschichten am Lagerfeuer“ und agiert somit wie die patriachalischen Geheimgesellschaften früherer Zeiten, vermutlich sowas wie eine Art „Berufskrankheit“ dieser Zunft.

Scheibenwelt-Meister: Terry Pratchett

Scheibenwelt-Meister: Terry Pratchett

Heutzutage gibt es keine Isis mehr zu entschleiern – die „ultimative Blasphemie“ , also dass der Mensch gleich Gott ist, muss nicht mehr in jahrzehntelangen geheimen Unterweisungen erfahren werden, sie bildet die Grundlage modernen, positiven Denkens. Wenn ich die langwierigen Unterweisungen der Zeremonial-Magie studiere, muss ich automatisch an eine grossartige Szene in Terry Pratchetts Scheibenwelt-Roman „Das Licht der Phantasie“ denken, in welcher der altehrwürdige Obermagier Galder Wetterwachs vor seinen ebenfalls altehrwürdigen Kollegen das Ritual von Ashk-Ente durchführt; in einer, wie Pratchett schreibt, sehr „ernsten, okkulten Atmosphäre“ : „Überall lagen Widderhörner, bleiche Totenschädel, verschnörkeltes Metall und dicke Kerzen – obgleich einige jüngere Magier herausgefunden hatten, dass man das Ritual von Ashk-Ente problemlos mit drei kleinen Holzstücken und vier Kubikzentimetern Mausblut durchführen konnte“ .

Nach langer Intonation von mit bebender Stimme vorgetragener Beschwörungsformeln erscheint dann endlich eine grosse, dunkle Gestalt: „Eine schwarze Kutte samt Kapuze verhüllte den grössten Teil des Körpers, und das war auch besser so. In der einen Hand hielt der Unbekannte eine lange Sense, und selbst den kurzsichtigen Magiern entging nicht, dass die Finger nur aus weißen Knochen bestanden. In der anderen Hand sah Galder einige Käsewürfel und eine Ananasscheibe am Spieß. ‘NUN?’ fragte der Tod mit einer Stimme, die kälter war als ein Eisberg. Er bemerkte die verwunderten Blicke der Magier und sah auf den Käse. ‘ICH HABE GERADE EINE PARTY BESUCHT’ fügte er ein wenig vorwurfsvoll hinzu“ .

Der coolste Typ der Scheibenwelt: Tod

Der coolste Typ der Scheibenwelt: Tod

Der Tod (der sicherlich die allergenialste Figur in Pratchetts fantastischem Paralleluniversum darstellt) reagiert recht ungehalten auf das bitter ernste, ewig andauernde Ritual, da er wenig Zeit hat – er will zurück auf die Party, auf der einstweilen noch eine prächtige Stimmung herrscht – was sich um Mitternacht ändern wird, denn dann erwarten die anderen Gäste nämlich von Tod, dass er seine Maske ablegt. Soweit die Szene aus Pratchetts „Das Licht der Phantasie“ (deren äusserst hintergründigen Humor man nur schwer wiedergeben kann); neben den humorvollen Aspekten der Scheibenwelt kommt man nicht umhin zu bemerken, dass Pratchett einen mehr als tiefgründigen Blick hinter die Kulissen der zeremoniellen Magie geworfen haben dürfte; immer wieder parodiert er überkommene magische Traditionen und deren Protagonisten auf köstliche Art und Weise.

Obwohl natürlich noch jede Menge konservativer Seilschaften den beschriebenen traditionalistischen Formen der Zeremonial-Magie huldigen (und dabei am liebsten auf ewig unter sich bleiben wollen) hat zum Glück für uns moderne Menschen schon vor längerer Zeit eine Revolution in der Magie und damit ein Zusammenbruch der überkommenen Werte stattgefunden. Es ist gar nicht hoch genug einzuschätzen, was die zu ihrer Zeit „jungen Wilden“ Aleister Crowley, Austin Osman Spare und später Peter Carroll bewirkt haben: sie haben die Magie von alten, hindernden Fesseln gelöst und für den heutigen Menschen erschlossen. Während mir persönlich Crowley vermutlich immer suspekt bleiben wird, ermuntert mich die von Spare entwickelte „Sigillenmagie“ und Carroll’s „Chaosmagie“ dazu, meine eigene Kreativität spielen zu lassen.

Gerade die Chaosmagie mit ihrem erfrischend respektlosen Umgang mit dem „magischen Erbe“ ist mir dabei höchst sympathisch. Für entsprechende Systeme wird ausgewählt, was Spaß macht, da finden sich Elemente aus Terry PratchettsScheibenwelt„-Romanen wie Symbole, die von den Fantasy-Werken Michael Moorcocks inspiriert sind, da findet der absurde Witz der seligen Marx-Brothers ebenso seinen Platz wie das verrückte Universum des „Illuminatus!„-Erfinders Robert Anton Wilson. Am besten gefällt mir der sogenannte „Paradigmenwechsel“ , ein grundsätzliches Element chaosmagischer Beschwörungen: Magiemodelle werden (auch oder gerade wenn sie als unvereinbar gelten) je nach Lust und Laune verwendet – der Magier gestattet sich, für die Zeit des Rituals fest an das dahinterstehende Paradigma zu glauben; in diesem Sinne wäre dann sogar auch das eingangs erwähnte „Pentagrammritual“ mit Spaß an der Sache durchführbar.

Chaosmagier werden oftmals als lustige, weltoffene Menschen beschrieben – welch ein angenehmer Unterschied zu der (bewusst angestrebten?) muffig-düsteren Selbstdarstellung der magischen Zunft. Mir macht das unglaubliche Lust, „magisches Lego“ zu spielen und mein eigenes magisches System zu entwerfen – „ObskuriMagie“ würde ich das dann nennen und das zugehörige Grundlagenwerk „Liber Obskuristan“ .

Mythomagier: Bernhard Reicher

Mythomagier: Bernhard Reicher

Abseits von solchen Spielereien hat mein Freund Bernhard Reicher in jahrzehntelanger Arbeit ein geniales System entwickelt, welchem er den Namen „Mythomagie“ gegeben hat. Mittels der bildhaften Sprache von Mythen, Sagen und Legenden werden dem Interessierten „symbol-logische Veränderungen in Teilen des Unbewußten [und damit] auch Änderungen in der persönlichen Wahrnehmung ermöglicht“ (Zitat). Einige „magische Techniken“ von Bernhard durfte ich, wie eingangs erwähnt, vor kurzem kennenlernen – in einer meiner Meinung nach genialen Verquickung zwischen den LOA-Prinzipien (mehr dazu hier) und Ritualen, welche die Realisierung des Gewünschten oder Herbeigesehnten verstärken.

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Die Homepage der Mythomagie mit weiterführenden Informationen.

Mehr zur Chaosmagie.

Tipp: Um Chaosmagie geht es auch in der nächsten CROPfm -Sendung am 06.11. 2009!

Nachdenken mit… Charles W. Leadbeater

•September 23, 2009 • 2 Kommentare

Es wurde der Versuch gemacht, einem abwesenden Freund in einem weit entfernten Land einen liebenden, hilfreichen Gedanken zu senden. Das Ergebnis war sehr bezeichnend. Es bildete sich eine Art von vibrierendem Energiefeld in der Materie der Ebene und verbreitete sich nach allen Richtungen um den Denkenden herum, ganz ähnlich den Kreisen, die sich auf einer glatten Wasseroberfläche von dem Punkt aus, wo ein Stein hineingeworfen worden ist, bilden, nur mit dem Unterschied, dass sich diese Kreise nach vielen Dimensionen verbreiten, anstatt, wie im Wasser, nur auf der Oberfläche desselben.

[...] Auf der Mentalebene ist somit jedes Wesen ein Zentrum ausstrahlender Gedanken, und demnach kreuzen sich alle diese Ausstrahlungen nach allen Richtungen, ohne aufeinander im Geringsten hemmend einzuwirken, ebenso wie die Lichtstrahlen hier unten. Dieses sich ausdehnende Energiefeld leuchtete in verschiedenen Farben und schimmerte opalisierend. Die Farben wurden aber mit ihrer weiteren Ausbreitung immer schwächer.

Die Wirkung auf der Mentalessenz der Ebene war nun aber eine ganz andere. In dieser verursachte der ausgesandte Gedanke sofort das Entstehen einer ganz bestimmten Form, der menschlichen Gestalt ähnlich, doch nur in einer Frabe, wenn auch in verschiedenen Schattierungen dieser Farben spielend. Diese Form bewegte sich blitzartig über den Ozean hinüber, dem Freund zu, an den der freundliche Wunsch gerichtet war, nahm dort Elementalessenz der Astralebene an sich und wurde so zu einem gewöhnlichen künstlichen Elemental dieser Ebene, auf eine Gelegenheit wartend, seinen hilfreichen Einfluss über den Freund auszugießen.

Dadurch, dass es die Astralform annahm, verlor das mentale Elemental viel von seiner Leuchtkraft, obgleich seine glühende Rosenfärbung innerhalb der Schale der niederen Materie, mit der es sich umhüllt hatte, noch deutlich sichtbar war. Dies zeigt, dass ebenso wie der ursprüngliche Gedanke die Elementalessenz seiner eigenen Ebene beseelte, derselbe Gedanke, verbunden mit seiner Form als mentales Element, als Seele für das astrale Element wirkt. Er befolgte somit diesselbe Methode, deren sich der höchste Geist selbst bedient, der Hülle auf Hülle annimmt, wenn er durch die verschiedenen Ebenen und Unterebenen der Materie hinabsteigt.

aus: Charles W. Leadbeater, „Die Mentalwelt – Wie uns Gedanken im Diesseits und im Jenseits prägen“, Aquamarin Verlag, 2008

Atlantis, Templer, Verschwörung

•September 9, 2009 • 17 Kommentare

Ein paar Anmerkungen noch zum letzten Obskuristan-Artikel, in dem ich über die Annunaki als gentechnische Urväter der heutigen Menschenzivilisation spekuliert habe: Laut Informationen des etwas blümeranten Sheldan Nidle hat sich ein Teil der ehemaligen finsteren Sklavenherrscher um 1995 herum der „Galaktischen Föderation des Lichts“ angeschlossen und hilft der Erde nun beim Aufstieg; weswegen der bekehrte Teil der Annunaki seit damals auch „Annanuki“ genannt werden will; mich erinnert das eher an das ScheingefechtScientology versus Freie Zone“ , aber bitte – wer das glauben will, soll es tun. Ein Freund hat mich ausserdem darauf hingewiesen, dass es seit den Manipulationen der Ur-Annunaki natürlich auch immer wieder den Menschenkindern im Guten helfende ausserirdische Rassen gegeben hat, wie z.b. die Venusier. Ausführliche Informationen dazu liefert bei Interesse die Channelingentität Ahastar.

Alien-channel: Sheldan Nidle

Alien-Channel: Sheldan Nidle

Grundsätzlich kann man also festhalten, dass die Interventionen verschiedenster Alien-Rassen in der Geschichte unserer Erde zahlreich waren (oder noch immer sind). Vermutlich ist auch die einstige Superzivilisation Atlantis mit der Hilfe Ausserirdischer entstanden, in diesem Fall fungierten die Sirianer als Urväter. Woher man das weiss? Aus atlantischem Schriftgut, welches die Templer mal besessen haben; diese Schriften sollen übrigens auch das wirklich echte und ultimativewahre Geheimnis“ der rebellischen Tempelritter sein (und nicht irgendein bloody Jesus-Pokal, der diente bloß zur Ablenkung).

Im Jahr 1094 soll der später heiliggesprochene Bernhard von Clairvaux eine Vision gehabt haben, in der ein Engel ihm auftrug, ins Heilige Land zu fahren, in einer Gruft die dort verborgene Bundeslade auszugraben und nach Frankreich zu transportieren; dies sollte dem Zweck dienen, die Bundeslade als „biblisches Gleichnis“ wieder neu im Bewußtsein der Menschen zu verankern, ausserdem sollte in ihr der Beweis zu finden sein, dass Gott wirklich existiert. Bernhard von Clairvaux begab sich zu Papst Urban II. und scheint ihn von seiner Vision dermassen überzeugt zu haben, dass dieser mittels kirchlich geübter Volksverhetzung die Massen zum „Heiligen Krieg“ mobilisierte; der wahre Grund für die Kreuzzüge scheint also nichts anderes als die geheimzuhaltende Bergung jener ominösen „Bundeslade“ gewesen zu sein, die letztendlich – nach langen, zermürbenden Kämpfen – im Jahr 1119 in der Nähe des Felsendoms in Jerusalem ausgegraben wurde.

Populär: Jan van Helsing

Populär: Jan van Helsing

So zumindest steht es in dem 2004 erschienen Werk „Hände weg von diesem Buch“ des heißumstrittenen Jan van Helsing (Pseudonym für Jan Udo Holey). Eine kleine Recherche zu dieser fantasievollen Story zeigt, dass sich der Bestsellerautor ordentlich mit den Jahreszahlen vertan hat: Laut seinen Angaben hatte wie gesagt der Heilige Bernhard seine Vision 1094, im darauffolgenden Jahr soll er bereits die ersten Ritter um sich geschart haben, während Urban II. zu den Kreuzzügen aufrief. Das Problem: laut allen glaubhaften historischen Quellen wurde Bernhard von Clairvaux erst im Jahr 1090 in Dijon geboren, er muss also im Alter von 5 Jahren schon ziemlich überzeugend gewesen sein, wenn er einen Papst dazu überreden konnte, zu einem folgenschweren und blutigen Krieg aufzurufen; und das auch nur, um in Ruhe ein paar Steinkisten ausbuddeln zu können, was Bernhard übrigens auch vor Ort mit seinen Rittern bewerkstelligt haben soll. Auch das ist leider vollkommen unmöglich, denn just zu dieser Zeit gründete er bekanntermassen in der französischen Champagne das Kloster Clairvaux; falls der heilige Bernhard also nicht seinen Astralkörper ausgesandt hat, kann er kaum gleichzeitig in Jerusalem Archäologe gespielt haben.

So schnell kann eine wunderbare Verschwörungstheorie in den Lokus gehen: Hatte ich mir während der Lektüre von Helsing’s Buch schon in leuchtenden Farben ausgemalt, wie das geheime Wissen der Atlantier die heutige Welt im Guten und im Bösen beeinflusst hat, verspürte ich dann logischerweise keine Lust mehr, darüber auch nur irgendetwas zu schreiben. Etwas interessierte mich dann aber doch: Wo hatte Helsing/Holey diese Theorie eigentlich her? Weitere Recherchen enthüllten den wahren Urheber, einen mehr als obskuren und kaum bekannten „Privatforscher“ namens L. W. Göring. Zu diesem Mann gibt es genau eine einzige Quelle, nämlich die Homepage www.tachyonen-energie.de, welche „tachyonisierte Mineralsteine“ verkauft, durch die man die Körperheilung bei Verletzungen etc. beschleunigen kann.

Privatforscher L. W. Göring (? - 1998)

"Privatforscher" L. W. Göring (? - 1998)

Eine Technologie, die, so erfahren wir, auf den Erkenntissen eben jenes (1998 verstorbenen) L. W. Göring basiert, die dieser wiederum aus dem Studium atlantischer Schriften gewann. Wie kam er zu diesen Schriften? Angeblich in den 1960er-Jahren, Göring war damals, so  scheint es ein erfolgreicher Unternehmer, während eines Urlaubs in Nizza. Originalzitat: „Alleine zog es ihn zu einem Cafe am Strand, wo ihm ein weißhaariger, älterer Mann im langen Mantel auffiel. Er konnte nicht nach Hause fahren ohne diesen Mann einmal aus der Nähe zu sehen. Dabei erstaunte es ihn sehr, dass der Mann ihn mit Namen ansprach und erklärte, dass er schon auf ihn gewartet hätte. L.W. Göring erhielt von diesem Mann eine Adresse und ein Datum, an dem er in Frankreich eine Anzahl von Unterlagen und Modellen empfangen sollte, die er überprüfen und mit Anderen zu gegebener Zeit veröffentlichen sollte.Er erfuhr weiterhin, dass es sich um Niederschriften handelte, die die Templer aus der Bundeslade übersetzten, die sie im Jahre 1119 n.Chr. aus Jerusalem herausbrachten. [...] Bei Ausgrabungen des Wissenschaftlers Roger Lhamoy 1946 wurde die Grotte entdeckt. Doch die französische Geheimpolizei beschlagnahmte sämtliche Funde, noch bevor Lhamoy eine Truhe öffnen konnte. Heute, so erfuhr L.W.Göring, befindet sich auch ein Teil dieser Schätze im Besitz des Vatikans. In den 60er Jahren wäre es nicht einfach, mit einem LKW voll er Kisten die französische Grenze zu überqueren, bedachte L.W. Göring. Doch der Mann beruhigte ihn, und meinte es würde alles geregelt werden. Damit ließ er ihn allein.Zuerst belustigt, doch dann interessiert, verliefen die nächsten Wochen bis der Termin anstand.

Alleine begab er sich mit dem LKW nach Frankreich, erhielt die versprochenen Kisten, und kam ohne kontrolliert zu werden nach Deutschland.Es dauerte Monate, bis er sich einen kleinen Überblich über die Unterlagen verschaffen konnte. Und er mußte feststellen:Wenn dies alles wahr sein sollte, dann müßte er sein gesamtes Weltbild umstellen!Außerdem war es unumgänglich die Bereiche Physik, Quantenphysik, Kosmologie, Theologie, Biologie und Medizin zu studieren, oder sich auf den neuesten Stand der Wissenschaft zu bringen.Dies verschlang weitere Jahre in denen auf wundersame Weise die finanziellen Mittel und die jeweils wichtigen Menschen auf ihn zukamen. In der Zeit baute er auf der ganzen Welt einen Kreis auf, der mit ihm an der wissenschaftlichen und experimentellen Überprüfung der Unterlagen arbeitete. Vor allem Wissenschaftler aus der UdSSR waren mit ihm in ständigem Kontakt. Alle, die an der Überprüfung beteiligt waren, sind davon überzeugt, daß die Aussagen in den Unterlagen absolut realistisch sind.Hierbei sei bemerkt, dass es sich bei den Unterlagen um das Wissen handelt, das aus einer 12600 Jahre alten Zivilisationsgesellschaft stammt. Bezeichnet sind die Unterlagen als „Das A-OMEGA-PROJEKT“ .

Soweit die wundersame Geschichte auf der Homepage www.tachyonen-energie.de. Was mich dabei extrem wundert: Wenn L. W. Göring mit „Wissenschaftlern aus der ganzen Welt“ zusammengearbeitet haben soll, wieso wurde darüber nie etwas publiziert? Es scheint das geheimste Geheimprojekt aller Zeiten gewesen zu sein, denn ausser auf jener vorhin erwähnten Seite ist trotz intensivster Recherchen kein Wort über diesen L. W. Göring (ein Nachfahre vom dicken Herrmann?) oder jenes ominöse „A-OMEGA-PROJEKT“ zu finden. Und die paar aufgefundenen Webseiten und Blogs zum Thema „Atlantisches Geheimwissen der Templer“ entpuppen sich als absolut originalgetreue Abschriften der Passagen aus Helsing’s „Hände weg von diesem Buch“ .

Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen. Ich gebe es ja zu, auch ich falle oftmals hier der einen oder anderen unbewiesenen Verschwörungstheorie anheim. Der Unterschied zu manch anderem Autor liegt vielleicht darin, dass ich in einem Artikel über solche Theorien von „Möglichkeiten“ spreche und auf das „So ist es und nicht anders!“ , an welchem die meisten Werke der Verschwörungsliteratur kranken, so weit wie möglich verzichte. Am Beispiel dieses ominösen „Atlantischen Geheimwissens“ (welches im übrigen hauptsächlich aus dem inzwischen schon sattsam publiziertem „Gesetz der Resonanz“ , also dem LOA-Prinzip, bestanden haben soll) kann man wirklich sehr schön betrachten, wie eine Verschwörungstheorie entsteht, die irgendwann für wahr gehalten wird; deswegen, weil eine unbewiesene Primärquelle unkritisch übernommen wird, wobei dann in weiterer Folge ein Autor beim anderen einfach abschreibt.

Extreme Form der Copyright-Verletzung: "Hände weg von diesem Blog"

Extreme Form der Copyright-Verletzung: "Hände weg von diesem Blog"

Im Fall von Helsing’s Buch ist das besonders krass. Man betrachte sich nur die Homepage „Hände weg von diesem Blog “ , erstellt von einer gewissen „Annunnakai“ (sic!), die, abgesehen von ein paar grammatikschwachen Einleitungsssätzen Helsing’s „Hände weg von diesem Buchbuchstabengetreu kopiert hat. Also wenn ich der Holey wäre, die würde ich wirklich verklagen. Nur ein Fall unter vielen: es ist unglaublich, wie viele Leute dessen Aussagen ohne Quellenangabe auf ihre Webseiten stellen; da kann man nur noch sagen: es lebe das geistige Eigentum!

Neue Domain für Obskuristan

•September 5, 2009 • 10 Kommentare

Next Step! Erst kürzlich habe ich hier den 100.000sten Besucher seit dem Start dieses Blogs vor genau einem Jahr begrüsst, inzwischen sind es schon über 117.000 120.000! Da wollte ich mich nicht lumpen lassen und habe Obskuristan eine eigene Domain spendiert.

Soll heissen: Das Obskuristan-Land ist ab sofort unter dem todschicken Namen www.obskuristan.com zu erreichen, obskuristan.wordpress.com führt aber natürlich auch weiterhin zum Ziel.

Weitere Ausbaustufen für die nähere (und fernere) Zukunft sind: ein eigenes Archiv mit PDF-Versionen nicht mehr erhältlicher oder rarer Bücher zu den hier besprochenen Themen, ein in unregelmässigen Abständen erscheinender Podcast und natürlich das Obskuristan-Buch, aber bis zu dessen Realisierung muss das Universum noch tatkräftig mithelfen.

Liebe Grüsse, euer Docteur

Die Eigentümer der Erde

•August 26, 2009 • 14 Kommentare

Hintergrundmusik: Lustmord mit einem Auschnitt aus „Aldebaran of the Hyades“ – stammt von „The Place Where The Black Stars Hang, einem der besten Dark Ambient – Alben aller Zeiten.

Zum Thema Präastronautik gibt es zwei verschiedene Grundthesen: Entweder wurde die Evolution des urzeitlichen Menschen durch Ausserirdische, die der Erde einen Besuch abstatteten, aus altruistischen Motiven mittels genetischer Manipulation vorangetrieben (EvD beschreibt sie in seinen Büchern oft als freundliche, hilfreiche Wesen), oder aber die Aliens züchteten sich den Menschen als „Arbeitstier“ heran, das diverse niedere Tätigkeiten für sie ausführen musste.

Das würde bedeuten, das wir bis heute auf einem Sklavenplanet leben. Diese harte These vertritt William Bramley, dessen Buch „Die Götter von Eden“ zumindest in der ersten Hälfte eine recht überzeugende Metatheorie zum Thema Paläo-SETI darstellt. Vorausgesetzt, man glaubt an die von Bramley zusammengetragenen Indizien, ist der persönliche Frustfaktor während und vor allem nach der Lektüre hoch; der unter Pseudonym schreibende Autor gewinnt seine Überzeugung der von Ausserirdischen geknechteten Menschheit allerdings nicht aus dem Studium von Ruinen oder anderen archäologischen Fundstücken, sondern aus einer alternativen Deutung bekannter Schriften aus der Frühzeit der Menschheit.

Zecharia Sitchin

Zecharia Sitchin

Dabei stützt er seine Überlegungen auf Theorien des umstrittenen Sachbuchautors Zecharia Sitchin, aus dessen 1976 erschienem Erstlingswerk „Der zwölfte Planet“ Bramley nicht nur die meisten Thesen, sondern auch die Illustrationen übernommen hat. Die Versklavung der Menschheit erkennt er bereits in den Schöpfungsmythen alter sumerischer Texte, eingraviert auf mesopotamischen Tontafeln; diese berichten ausführlich die Geschichte von der Ankunft der „Götter“ und der „Erzeugung“ des Homo Sapiens mittels gentechnischer Verfahren. Nicht mehr gebrauchte Züchtungen wie der Neanderthaler wurden wieder ausgerottet, während der Homo Sapiens-Sapiens schliesslich als perfektes „Endergebnis“ die wenig ehrenvolle Aufgabe übernahm, als Arbeitssklave die Erde nach der Vorstellung der ausserirdischen Götter umzuformen.

Als wichtigste Persönlichkeiten der „Götter“ sind uns heute Anu und seine Söhne Enlil und Enki (Ea) bekannt. Enki, der als Wissenschaftler bei den gentechnischen Verfahren zur Züchtung geeigneten menschlichen Materials federführend war, hatte im Gegensatz zu seinem Bruder und anderen Götterwesen eine starke Verbindung zu seiner Schöpfung. Während die anderen mittels biotechnischer Waffen und künstlich hergeführter Naturkatastrophen peinlich genau darauf achteten, das Wachstum und die geistige Evolution der Menschensklaven zu kontrollieren, arbeitete Enki heimlich dagegen.

So war er es, der die uns von den Sumerern und später im Alten Testament als „Sintflut“ überlieferte Strafmassnahme gegen aufmüpfige Menschen heimlich hintertrieb; er erwählte einen der begabteren Sklaven und brachte ihm bei, ein Schiff zu bauen, dass der willkürlich herbeiführten Feuersbrunst und der darauf folgenden Flutwelle widerstand und eine exklusive Gemeinschaft aus Menschen und Tieren zu sicheren, nicht gefluteten Gestaden führte. Die anderen Alien-Götter bemerkten Enki’s Geheimoperation und beschlossen, vorerst Milde gegenüber ihm (und den überlebenden Sklaven) walten zu lassen – zum Glück, sonst würde ich diese Zeilen hier nicht schreiben ;) .

Aber Enki tat noch mehr: Um den Menschen ihre geistigen Kapazitäten vor Augen zu führen, gründete er die „Bruderschaft der Schlange„, deren Rolle als „verführerische Schlange“ im biblischen Gleichnis von Adam und Eva’s Sündenfall stark verfälscht wurde; dass die Schlange in einer bewußt lancierten Interpretation danach zu „Satan“ wurde, hatte seinen Grund in den Maßnahmen, welche die Götter nach der Entdeckung der Bruderschaft setzten: sie übernahmen bzw. korrumpierten sie und sandten Missionare aus, welche die Kunde verbreiteten, der verstossene Enki sei der „Fürst der Finsternis“, der „Herr der Hölle“, also der Teufel höchstpersönlich.

Der von der katholischen Kirche von Beginn an beschworene „Satan“ ist also laut Bramley in Wirklichkeit ein höchst kreativer, ausserirdischer Menschenfreund, der nichts anderes versucht hatte, als seinen Geschöpfen die Freiheit geistiger Entwicklung und Individualität zu verschaffen. Obwohl ich nicht über Satanismus an sich urteilen kann, weiss ich doch augrund meiner Vergangenheit als Heavy Metal – Fan aus zahlreichen Interviews mit norwegischen Anhängern des Satanismus, dass es genau diese Werte sind, die für einen Jünger des „linkshändigen Pfads“ erstrebenswert sind; ob die meisten Satanisten allerdings wissen, wessen Ideale sie da unbewusst verehren, wage ich zu bezweifeln (Klischee-Satanisten sowieso ausgenommen).

Aber zurück zu William Bramley’s „Götter von Eden“ : Mit der „Bruderschaft der Schlange“ , die nach Enki’s Verbannung zu einem Manipulationsinstrument ohnegleichen wurde, hat der Autor sozusagen seine persönliche „Weltverschwörungsformel“ gefunden. Die Bruderschaft habe bewusst die Idee der monotheistischen Religion in die Welt gebracht (um den Menschen von seinem geistigen Potential abzulenken), war an der Gründung sämtlicher Strömungen dieser beteiligt und hat mit der geschickt betriebenen Verfälschung der Lehren von Jesus und Mohammed für religiös motivierte Kriege bis ans Ende aller Zeiten gesorgt. Das klingt einleuchtend, allerdings weicht Bramley im Verlauf des Buches dann auch nicht mehr davon ab, jedes negative historische Ereignis bis in die 1980er-Jahre (das Buch ist 1986 erschienen) der von ihm entdeckten Geheimgesellschaft und letztendlich den noch immer irgendwie aktiven Göttern, die sich hinter den Manipulationen dieser verstecken, zuzuschreiben.

Wir sind also gar nicht schuld am Bösen dieser Welt? Dahinter steckt eine Macht, die jenseits unseres Verständnisses liegt? Solche Erklärungsmodelle kennt man aus zahllosen Verschwörungstheorien zur Genüge, und auch wenn ich vom Besuch Ausserirdischer in der Frühzeit der Erde und von ihrer Rolle als „Stammväter“ überzeugt bin, kann ich mir doch nicht vorstellen, dass die gesamte Geschichte der Erde ausschließlich auf Manipulationen mißgünstiger Aliens beruht. Ich gehe im Gegenteil (wie Obskuristan-Leser wissen) davon aus, dass wir geistige Wesen sind, die über unfassbares Potential in jeder Art und Weise verfügen; ich finde, es ist eher unser Ego, welches uns so gerne in die Rolle des Machtlosen zwängt, als irgendein sinistrer Einfluss from „Outer Space“.

Guilty Pleasure: Meine heissgeliebten Sitchin-Bücher

Guilty Pleasure: Meine heissgeliebten Sitchin-Bücher

Allerdings bin ich übrigens trotz all dieser Überlegungen ein grosser Verehrer der vielen Bücher von Zecharia Sitchin, bei dessen doomigen Thesen über die Apokalypse 2012 ich einfach so tue, als hätte er sie nicht so ernst gemeint. Sitchin zu lesen ist nämlich für mich wie Fantasy, Science Fiction, Archäologieabenteuer und wissenschaftlicher Anspruch in einem, also ein unglaublicher Glücksfall. Das der mittlerweile 87-jährige von „etablierten“ Wissenschaftlern wie auch Autorenkollegen so heftig angefeindet wird, stört mich nicht im geringsten, nein, bestärkt mich eigentlich nur noch mehr in meinem Fantum. Also falls euch das diesmalige Thema oder das Buch von William Bramley auf Präastronautik angefixt hat, kann ich euch nur empfehlen, Sitchin zu lesen, der Mann geht wirklich in die Tiefe. Mehr zu diesem Paläö-SETI-Giganten das nächstemal.

PS: Meine derzeit sehr intensive Beschäftigung mit Präastronautik hat mir gestern Nacht übrigens einen der genialsten Träume ever beschert – ich träumte, dass mir die Annunaki eine Menge ihrer Technik zeigten, z.b. erinnere ich mich an ein silbernes, halbdurchsichtiges Netz, dass man sich bloß auf den Kopf legen musste, um sofort seine Persönlichkeit austauschen zu können. Was damit zu tun haben könnte, dass die Ausserirdischen zwar die Körper designt haben, die von unserer Seelen bewohnt werden; wir als „Lichte Wesen“ davon allerdings unabhängig sind.

Und, übrigens: in meinem Traum waren die Annunaki (an deren Aussehen ich mich nur ganz dunkel als „riesig“ erinnern kann) zwar ehrfurchtgebietend, aber keineswegs böse

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Weiterführende Links:

Eine fundierte Kritik an „Die Götter von Eden“ gibt es hier. Besser könnte ich es auch nicht formulieren.

Die Webseite von Zecharia Sitchin.

Der zwölfte Planet“ – Sitchin’s bestes Buch auf Amazon.

Die Götter von Eden“ auf Amazon.

Der legendäre Peter Krassa als CROPfm-Gast zum Thema: „Gott kam von den Sternen“ .

Cargo

•August 16, 2009 • 2 Kommentare

Hintergrundmusik: In den 1990er-Jahren, in der Hochblüte des Ambient – Techno, liess sich Toby Marks unter dem Namen Banco de Gaia von alten Mysterien inspirieren, vor allem auf dem 1994 erschienenen Album „Maya“ . Daraus ein Auschnitt, „Shanti“ . Viel Spaß.


Meine Mission derzeit lautet strikt: Präastronautik. Das kommt daher, dass ich kürzlich, zum Ende der fünften Lost – Staffel, die Überzeugung gewann, die Geschehnisse auf der wundersamen Insel könnten nur mit einem Besuch diverser Ausserirdischer in Urzeiten erklärbar sein (keine Sorge, ich spoile da nix, es ist bloss eine Theorie von mir; wer diese meine absolute Lieblingsserie nicht kennt, weiß ausserdem gar nicht worum es geht).

Die Serie aller Serien...

Die Serie aller Serien...

Ist es nicht wunderbar, wenn eine Fernsehserie einen zu solchen Studien veranlasst, wie ich sie momentan voller Herzblut betreibe? Flugs habe ich alle meine Paläo-SETI- Werke rausgeholt, abgestaubt und erfreue mich an ihnen – es tut echt gut, wieder einmal daran erinnert zu werden, aus welchen Gründen ich zu dem Freak wurde, der ich heute bin; verbrachte ich mit Berlitz, Däniken und Co. doch meine Jugend, oftmals mit der Taschenlampe unter der Bettdecke lesend.

Mein kleiner Paläo-SETI - Schrein

Mein kleiner Paläo-SETI - Schrein

Und es ist schön, in neuen Büchern zu diesem unerschöpflichen Thema von Theorien zu lesen, die man vergessen oder damals nicht beachtet hat. Ein wahrlich erleuchtendes Erlebnis hatte ich vor wenigen Tagen, als ich, auf Reisen, in dem Taschenbuch „Nicht von dieser Welt – Dinge, die es nicht geben dürfte“ von Hartwig Hausdorf blätterte. Da las ich mit wachsender Begeisterung von den „Cargo – Kulten“ der Ureinwohner Papua-Neuguineas, über den Begriff „missverstandene Technologie“ und über die abenteuerlichen Schlußfolgerungen, die man daraus ziehen kann.

Aber schön der Reihe nach: Während des Pazifikkrieges wurde Papua-Neuguinea zu einem wichtigen Stützpunkt für die amerikanische Streitmacht und ihre Alliierten – auf der melanesischen Insel wurden dringend benötigte Waren (Waffen, Ersatzteile, Nahrung) für den Kampf gegen Japan gelagert. Für den reibungslosen Ablauf wurden ohne Rücksicht auf Verluste riesige Schneisen in den Urwald geschlagen, auf dem ohne Unterlass Militärflugzeuge mit Nachschub landeten.

Einstmals ein unberührtes Paradies: Papua-Neuguinea

Einstmals ein unberührtes Paradies: Papua-Neuguinea

Für die ansässigen Ureinwohner war dieses Treiben ein Kulturschock dramatischen Ausmasses. Die Amerikaner schenkten ihnen Schokolade, nicht mehr gebrauchte Werkzeuge und anderen, meistens nutzlosen Plunder; da für die Eingeborenen nicht ersichtlich war, wie die seltamen weisshäutigen Wesen diese ganzen Waren „erschufen“, nahmen sie an, diese seien Mittler der Ahnen, die als einzige in der Lage seien, über solchen Reichtum zu verfügen. Nachdem die Amerikaner die Insel verlassen hatten, versuchten die Inselbewohner, mittels Imitation der beobachteten Rituale selbst zu Mittlern zu werden, um so weitere Waren ( „Cargo“ ) von den Ahnen zu erhalten.

Sie stampften Landebahnen in den Lehmboden, bauten Flugzeuge aus Holz und Stroh, stellten Kopfhörer aus Kokosnüssen her und bastelten Mikrofone aus Bambusstangen, in welche die Medizinmänner ihre Beschwörungen flüsterten; Signalfeuer wurden entzündet und man exerzierte eifrig mit geschulterten Holzrohren, auf den Köpfen Helme aus Schildkrötenpanzern.

In der Erich von Däniken – Enzyklopädie lesen wir vom „Frum-Kult“ auf Tanna, einer anderen melanesischen Insel: John Frum (Verballhornung von „John from USA“ , richtiger Name lässt sich nicht mehr ermitteln) war ein amerikanischer Soldat, den es während des Zweiten Weltkrieges auf besagte Insel verschlagen hatte; bevor er sich wieder in Richtung Heimat aufmachte, verschenkte er seine Habseligkeiten an die Inselbewohner, brachte ihnen neue handwerkliche Fähigkeiten bei, beschrieb seine Heimat USA als „gelobtes Land“ und versprach, irgendwann einmal wieder zurückzukommen.

Darauf wartet man dort übrigens noch heute, und zwar wartet man genauergesagt auf die Wiederkehr eines Gottes. Der Kult, der kurz nach dem Aufenthalt des Soldaten entstand, verehrte ihn schon bald wie einen Messias; man tätowierte sich das Wort USA auf die Brust, betrachtete seine zurückgelassenen Besitztümer als heilige Reliquien; als ein paar Jahre später weitere Soldaten auf der Insel landeten, wurden sie als Abgesandte des Gottes begrüsst. Frum soll den Eingeborenen auch schon verschiedene Male in Visionen erschienen sein und ihnen geraten haben, sie sollten sich „nicht der christlichen Kirche anschließen“ .

Nach dem Versuch der Unterdrückung des Kults durch die einheimische Regierung und der Verhaftung einiger Mitglieder konstituierte sich der „Frum-Kult“ schließlich 1957 formell als Religionsgemeinschaft; er besitzt Weihestätten, die christlichen Kirchen nicht unähnlich sind, und verehrt ein rotes Kreuz als religiöses Symbol.

Ähnliche Zeugnisse gibt es unzählige, zum Beispiel in den Aufzeichnungen der Maya aus dem 16. Jahrhundert, welche in den späten 1950er-Jahren von der Universität von Oklahoma erstmals herausgegeben und übersetzt wurden. Es sind dies Zeugnisse der Begegnung eines Urvolkes mit den spanischen Eroberern, welche als geheimnisvolle Götter aus der Vergangenheit beschrieben wurden, die mit ihren riesigen Schiffen, blitzenden Rüstungen und Feuer spuckenden Wunderwaffen plötzlich erschienen waren, um Tod und Verderben zu bringen.

1519: Die bösen Götter landen in Veracruz...

1519: Die bösen Götter landen in Veracruz

Es mag einleuchten, dass ein urtümlich lebendes Volk, konfrontiert mit einer ihm vollkommen unverständlichen Technologie nicht anders kann, als das Erlebte zu verklären, zu „mythologisieren„. Vielleicht sollte man nun also auch einmal damit beginnen, entsprechende Zeugnisse aus noch viel älteren Zeitaltern, die im gesamten Mittel- und Südamerikanischen Raum, in Indien, in China, aber natürlich auch in den ägyptischen Pyramiden zu finden sind, nicht ständig als „Märchen“ oder „religöse Bilderwegzuerklären. Vielleicht sollte man diese Zeugnisse endlich als das sehen, was sie sind: Der Versuch, in vergangenen Äonen den Besuch ausserirdischer Wesen mit ihrer unfassbar überlegenen Technologie irgendwie begreifen zu wollen.

Vielleicht sollte man endlich beginnen, die Ergebnisse der Paläo-SETI- Forschung ernst zu nehmen.

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Hier ein paar gute Startpunkte zur weiteren Beschäftigung:

Das Heim des Paläo-SETI-Meisters.

Sagenhafte Zeiten – die Homepage der „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI

Die Homepage von Hartwig Hausdorf.

Und die von Reinhard Habeck.

Seti-Astronautik.

Wahre X-Akten„-Forum zum Thema.

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Schlatplan auf Maya-Tempel in Uxmal

Schaltplan auf Maya-Tempel in Uxmal

Neun

•August 6, 2009 • 1 Kommentar

Hintergrundmusik: Aufgrund des epischen Themas heute Musik aus einem richtig alten Schinken! – Ein Auschnitt aus „The Golden Voyage Of Sinbad„, komponiert von Meister Miklos Rosza.

Gerade lese ich wieder mal äusserst begeistert in einem Buch, das ich schon seit Jugendzeiten besitze, und das, wenn man so will, die eherne Foundation für das Obskuristan-Blog bildet. Es handelt sich um den 1962 erstmals auf Deutsch erschienenen SchmökerAufbruch ins dritte Jahrtausend – Von der Zukunft der phantastischen Vernunft“ (Originaltitel: „Le Matin des Magiciens„) der beiden für die damalige Zeit unglaublich durchgeknallten Franzosen Louis Pauwels und Jaques Bergier. Worum es in dem eng bedruckten und fast 600 Seiten dicken Wälzer geht, ist nicht ganz einfach zu erzählen – die Autoren verknüpfen abendländisch-esoterische Geheimlehren aus vergangenen Jahrhunderten mit (damals) neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, vereinen sozusagen Magie mit Technik. Sie beschwören ausserdem mit grossem Pathos die Transformation der Erde in ein längst überfälliges, erleuchtetes Zeitalter und verklären dabei die Möglichkeiten der damals ungemein populären, ja als Heilsbringer angesehenen Atomenergie.

Meine beiden Lieblingswahnsinnigen: Louis Pauwels (1920 - 1997) und Jaques Bergier (1912 - 1978)

Meine beiden Lieblingswahnsinnigen: Louis Pauwels (1920 - 1997) und Jaques Bergier (1912 - 1978)

Aufbruch ins dritte Jahrtausend“ war lange Zeit ein Bestseller, der aber vermutlich eher im Bücherschrank verschwand, als er wirklich gelesen wurde (was zugegebenermassen auch keine leichte Aufgabe ist). Später mal kam das Buch auch mal ordentlich in VerrufPauwels und Bergier beschäftigen sich darin nämlich unter anderem unvoreingenommen mit damals kaum erforschten Themen aus dem nationalsozialistischen Dunstkreis wie der „Macht des Vril„, der „Thule-Gesellschaft“ oder Hörbigers absurder „Welteislehre“ – und bekamen dafür von irgendeinem Naseweis das Prädikat der „Verklärung“ von „Nazi-Ideologien“ aufgedrückt. Dieser Stempel war allerdings mehr als deplatziert: der in Odessa geborene Jude Bergier war während des Zweiten Weltkrieges Häftling im KZ Mauthausen, während Pauwels, Mitglied des Résistance, in einem Gefängnis der Besatzer saß.

Pauwels und Bergier hecken eine neue Theorie aus...

Pauwels und Bergier hecken eine neue Theorie aus...

Vermutlich aufgrund dieser Erfahrungen wollten Pauwels und Bergier in ihren späteren Büchern nichts weniger als eine Art „erleuchteten Übermenschen“ beschwören, der Not, Elend und Kriege unnötig machen würde. Dieser Übermensch würde durch radioaktive Transformation einen Geisteszustand entwickeln, der ihn zu den ungewöhnlichsten Gedächtnisleistungen befähigen würde; man kann beim Lesen dieser Sätze oft nicht anders als an die in alten Superheldencomics sehr beliebten, zu Monstern mutierten Wissenschaftler denken, mit schwächlichem Körper und überdimensioniertem Wasserkopf, darin ein gigantisches Gehirn, schneller und analytischer als der beste Supercomputer der Welt.

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Solch abgedrehte Theorien prasseln in „Aufbruch ins dritte Jahrtausend“ gleich seitenweise auf den Leser herab; Pauwels und Bergier fordern weiters eine Art erlauchter Geheimgesellschaft, gebildet aus den beschriebenen Wissenschaftler-Mutanten, die sich in einer für normale Sterbliche unverständlichen Kunstprache verständigen und die Ergebnisse ihrer Forschungen künftig vor dem Rest der Menschheit geheimhalten, um etwaigem Mißbrauch durch machthungrige Politiker vorzubeugen. Als Vorbild hierfür galt den Autoren die Bruderschaft der Rosenkreuzer, welche der Legende nach 1622 in Paris folgenden Anschlag an die Stadtmauer heftete: „Wir, Abgeordnete des Hauptkollegiums der Brüder vom Rosenkreuz, halten uns sichtbar und unsichtbar in dieser Stadt auf, durch die Gnade des Allerhöchsten, dem das Herz der Gerechten sich zuwendet, um die Menschen, die ihresgleichen sind, aus tödlichem Irrtum zu erlösen.

Ähnliche Nachrichten gingen an Fürstenhäuser und wichtige Bürger der Stadt, in die auch Fratres und Sonores der Rosenkreuzer entsandt wurden. Diese Gemeinschaft scheint damals ein Zusammenschluß besonders erleuchteter Menschen gewesen zu sein, die fähig waren, sich aufgrund „innerer Merkmale“ gegenseitig zu erkennen und sich mittels eingeübter Pupillenreaktionen und Handzeichen miteinander zu verständigen (Quelle). Ihr besonderes Potential äusserte sich in einer unsichtbaren Macht, die sie auch vor den Anfeindungen der Inquisition bewahrten, die natürlich begierig darauf war, die Ketzer in ihre Folterkeller zu bekommen.

Aber selbst die geistig ihrer Zeit weit vorausgeeilten Rosenkreuzer waren vermutlich nur Amateure gegen eine Geheimgesellschaft, die man wohl als die mächtigste der gesamten Menschheitsgeschichte bezeichnen kann; Pauwels und Bergier behaupten sogar, es sei die einzige Geheimgesellschaft, die jemals WIRKLICHEN Einfluss auf den Lauf der Weltgeschichte hatte (also, Illuminaten, Freimaurer, Skull & Bones und ähnliche Ameisen, go home!): es handelt sich um die

Neun Unbekannten„.

Der Pathos der Geschichte der „Neun Unbekannten“ (engl. „Nine unknown Men„) erinnert mich an das erhebende Gefühl, wenn man sich einen klasse alten Historienschinken á la „Ben Hur“ oder „Die 10 Gebote“ mit Charlton Heston als Moses anguckt; leider ist dieser Mythos relativ unbekannt geblieben, ausser bei Pauwels /Bergier findet man ihn nur in dem Buch „Jenseits des Vorstellbaren“ des genialen Viktor Farkas und als längst vergriffenen Roman gleichen Namens von „Perry Rhodan“ – Gründervater Walter Ernsting.

Um die historische Siginifikanz dieser Geschichte richtig zu verstehen, muß man sich geistig in das Indien ca. 300 Jahre vor Christus begeben; dort herrschte der berühmte Kaiser Ashoka, einstmals ein blutrünstiges Monster, der nach der Unterwerfung der Provinz Kalinga im Osten Indiens vom Abschlachten anscheinend genug hatte und zum Buddhismus konvertierte; fortan lebte er als strenger, aber gerechter Herrscher, der die Verteilung von Landbesitz förderte, den Bau von Schulen und Spitälern in Auftrag gab und seine geläuterten Ansichten im ganzen Land verbreiten liess (durch sog. Säulen-Edikte„).

Kaiser Ashoka (304 - 232 v. Chr.)

Kaiser Ashoka (304 - 232 v. Chr.)

Er hatte noch eine andere, für die damalige Zeit revolutionäre Idee: Er gründete die geheime Gesellschaft der „Neun Unbekannten„, neun nahezu übermenschlich intelligente Wesen, die fortan Wissen hüten sollten, welches als zu gefährlich für die Allgemeinheit angesehen wurde. Die neun Unbekannten hatten die Aufgabe, neun ewig fortdauernde Bücher zu schreiben, in denen dieses Wissen bewahrt wurde. So gab es je ein Buch über psychologische Kriegsführung, Physiologie, Mikrobiologie, Transmutation, irdische und nichtirdische(!) Kommunikation, Gravitation, Kosmogonie, Licht und Evolution (Quelle).

George Underwood, "The Nine Unknown Men", Ölgemälde, 2007

George Underwood, "The Nine Unknown Men", Ölgemälde, 2007

Soweit der Mythos der neun geheimnisumwitterten Wesen. Nun kann man natürlich seine Fantasie herrlich schweifen lassen; nicht auszudenken, welche unglaublichen Erfindungen damals in der Hand der Neun gewesen sein könnten. Einen kleinen Einblick in den geistigen Reichtum der „Neun Unbekannten“ erlaubt die Geschichte des etwas mysteriösen Papstes Silvester II., mysteriös hauptsächlich deshalb, weil dieser ein für das 1. Jahrhundert n. Chr. unglaublich aufgeschlossener Benediktinermönch war, der unter anderem nach Indien reiste; dort wird ihm ein Treffen mit den „Neun Unbekannten“ nachgesagt. Nach seiner Rückkehr hatte er einen bronzenen Kopf in seinem Besitz, der auf weltliche und geistige Fragen mit „Ja“ oder „Nein“ antworten konnte; es war eine binäre Maschine, ein Computer, der nach dem Tod des aussergewöhnlichen Mannes eiligst zerstört wurde (Quelle).

Pabst silvester II. (950-1003)

Papst Silvester II. (950-1003)

Spekulieren könnte man natürlich, wer die Mitglieder der „Neun Unbekannten“ waren, die möglicherweise immer wieder ausgetauscht wurden und ihr unglaubliches Wissen in die Hände eines weiteren, für würdig erachteten Geheimnisträgers legten. Aus Gründen, die gleich offenbar werden, möchte ich nun kurz einen Haken schlagen und auf den Psychiater Dr. Andrija Puharich eingehen, eine mysteriöse und sinistre Figur aus dem Amerika der 1950er- und 60er-Jahre. Puharich hatte 1948 im US-Bundesstaat Maine ein privates Zentrum zur Erforschung paranormaler Phänomene gegründet, nannte es die „Round Table Foundation“ und untersuchte im angeschlossenen Labor in den darauffolgenden Jahren sämtliche berühmte „Medien“ der damaligen Zeit (Peter Hurkos z.b., der an der Jagd auf den gefürchteten Serienkiller „Boston Strangler“ beteiligt war und später auch einen heute nicht ganz unbekannten Israeli namens Uri Geller). 1952 hatte er einen indischen Hindu-Mystiker namens Dr. D. G. Vinod zu Gast, der als Channel eines Zusammenschlusses von Wesen fungierte, die sich „Council of Nine“ (später auch nur „The Nine“ oder „Nine Principles„) nannten. Die Durchgaben Vinods waren anscheinend so interessant, dass sich auf Betreiben von Puharich ein Kreis von neun medial begabten Personen bildete, von denen ein jeder das Sprachrohr eines der Mitglieder des „Council of Nine“ war (die Wesenheiten schienen keine eigenen Namen zu haben, sie hatten bloß Bezeichnungen wie „M“ oder „R„).

Dr. Andrija Puharich (1918 - 1995)

Dr. Andrija Puharich (1918 - 1995)

Was genau in den Durchgaben, im privaten Labor Puharichs abgehalten, für Botschaften weitergegeben wurden, ist nicht bekannt – wenn man allerdings weiß, das jener Dr. Puharich, nebenbei auch CIA-Mitarbeiter, ab 1950 federführend bei der Entwicklung der schrecklichen Mind Control- Projekte BLUEBIRD/ARTICHOCKE und drei Jahre später einer der Ideengeber von MK-ULTRA war, wird einem so einiges klar, oder? Mir zumindest fiel es wie Schuppen von den rotgeränderten Verschwöreräuglein: Das „Council of Ninewaren die „Neun Unbekannten„! Wir erinnern uns: das erste Buch, welches von einem der neun unbekannten Männer geschrieben wurde, hatte „psychologische Kriegsführung“ (und übrigens auch „Beeinflussung der Massen durch Gedankenkontrolle„) zum Thema, es wurde innerhalb der neun Bücher als das gefährlichste eingestuft. Immer wieder hatten vereinzelte Glückliche im Lauf der Jahrhunderte ja ein paar kleine Geheimnisse von den „Neun Unbekannten“ erfahren; Geheimnisse, die mächtig genug waren, den Lauf der Welt zu beeinflussen. Es wäre doch möglich, das auch Dr. Puharich hier etwas offenbart wurde, welches er dann für die Zwecke der finsteren CIA-Projekte jener Jahre in der Zeit des Kalten Krieges verwendete.

Der mediale Kreis um Dr. Puharich löste sich auf, als Dr. Vinod zurück nach Indien ging, das „Council of Nine“ allerdings spricht seitdem immer wieder durch verschiedene Medien (z.b. durch Phyllis Virtue-Carmel, Veröffentlichung „Planet der Wandlung„). Diese neun Wesenheiten haben übrigens schon des öfteren auf ihre ausserirdische Herkunft hingewiesen, was auch wieder ganz ausgezeichnet zu unseren „Neun Unbekannten“ passt: Überirdische Wesen = Ausserirdische Wesen! Und ein weiteres der geheimen Bücher beschäftigte sich, wie wir ja wissen, sowohl mit irdischer als auch mit „nicht-irdischer“ Kommunikation.

Andreas von Rétyi spekuliert in seinem Sachbuch-Bestseller „Die Stargate – Verschwörung„, dass hinter dem „Council of Nine“ möglicherweise Wesen von einem Planeten namens „Altea“ stecken könnten, die vor 1,6 Millionen Jahren unser Sonnensystem erreicht und zuerst einmal den Mars besiedelt haben. Von dort aus landeten sie dann irgendwann auf der Erde, um mittels genetischer Manipulationen die menschliche Rasse zu „erschaffen„. Und so ein Konsortium aus neun Alteanern, die sich im Hintergrund um die Geschicke ihrer „Kinder“ kümmern, ja sie aus dem Verborgenen heraus steuern, ist auf jeden Fall vorstellbar.

Spuren der Alteaner auf dem Mars gibt es auf jeden Fall: Denken wir nur an das „Mars-Gesicht“ bzw. die Mars-Monumente, deren Spiegelbild die Pyramiden von Gizeh sein könnten – Zeichen dafür, dass die Alteaner eines gar nicht so fernen Tages, 2012 zum Beispiel, wiederkehren? Wir nähern uns hier dem fazinierenden Gebiet der Prä-Astronautik, welches übrigens, und damit sind wir wieder am Anfang unseres Ausflugs, Pauwels und Bergier in „Aufbruch ins dritte Jahrtausend“ zum ersten Mal populär gemacht haben – vermutlich eine grosse Inspiration für den jungen Erich von Däniken, der sechs Jahre nach diesem Buch seine berühmten „Erinnerungen an die Zukunft“ veröffentlichte.

Das Matrixcom

•August 2, 2009 • 4 Kommentare

Hintergrundmusik: Anspruchsvoller Stoff heute, passend zum Artikel. Das Kultprojekt :Zoviet * France: mit einem Auschnitt aus dem Track „On The Edge Of A Grain Of Sand„, enthalten auf dem Mille Plateaux – Sampler „In Memoriam Gilles Deleuze„, 1996 erschienen, leider vergriffen.

Lasst uns bauen! Lasst uns basteln! Inspiriert von dem letztens hier vorgestellten Obscuricom hat unser Stammposter, Buchautor und Channeling-Medium Siegfried Grytzik aka Matrix2012 nun das Matrixcom erfunden.

Das Matrixcom ist virtuell, und da Matrix2012 illusionäre Trennungen zwischen Subjekt und Objekt längst überschritten hat, ist er das Matrixcom natürlich selbst. Wie sich das so „anfühlt„, beschreibt er in einem Text, den er mir kürzlich zugeschickt hat:

Ich gehe bewusst und vorsätzlich in die Transrealität. In der Konsequenz bis hier gibt es keine wirklich andere Möglichkeit, bleibe ich im konventionellen Realitätssystem, erstarre ich hier im Weiteren, bleibe im frequenzkontrollierten Bereich und nehme weiterhin diese gesperrte formale Frequenz wahr, bleibe in dieser frequenzkontrollierten Realität. So plane ich hier bewusst den Ausstieg aus dieser aktuellen formalen Realität in allen Erklärungs- und Interpretationsmodellen. Ich gehe quasi bewusst in einen Bereich, der aus der formalen Perspektive als der Wahnsinn eingeordnet wird. Diejenigen, die in diese Bereiche gegangen sind, ohne zu wissen wohin sie gehen und ohne Absicht dorthin gelangt sind, sind im Wahnsinn, Irrsinn oder wo auch immer gelandet. Ich aus der formalen Perspektive wage dieses Experiment. So oder so, es bleibt mir eigentlich keine andere Wahl. Es liegt so in meiner Informationsstruktur, in Karma. Ich wäre nicht bis an diesen Punkt gelangt, wenn dies nicht so wäre. Ich erfasse hier diese Transwelt, in der völlig andere Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge gelten. Alles was hier in der formalen Welt an Struktur und Zuordnung, Einordnung und Paradigmen gültig ist, um diese formalen Welten zu strukturieren gilt in dieser Transwelt nicht. Sozialgeflechte, Gesellschaftsgeflechte, formale Mind Control Systeme gelten hier nicht. Ich steige aus dem aktuellen Mind Control System, somit aus den formal gültigen karmischen Verflechtungen aus, die in der formalen Welt gültigen Beziehungsmuster und somit karmischen Geflechte sind in der Transwelt nicht gültig. Hier ist die Welt der virtuellen Wesenheiten, der Transintelligenzen, die Hintergrundwelten, die Transzendenzbereiche. Das, was aus formaler Bewusstseinsperspektive als das Unbewusste eingeordnet wird. Ich habe bis hier mehr und mehr Zugang und Einblick in diese Transwelten erhalten, es wurde mir so gezeigt. Ich habe gelernt, wie es gezeigt wird, wie die Funktionalität der Informationstransfers läuft, Auch dies wurde mir so quasi gezeigt, in den Gedankenstrukturen, die sich aus meinem Informationsmuster abbilden ergeben sich logische Schlussfolgerungen und Zuordnungen, die eine entsprechende Struktur, ein entsprechendes Muster abbilden. Ich kenne und sehe die Funktionalität der Transwelt, der virtuellen Wesenheiten, ich bin in Kommunikation und Kontakt gelangt über das Erfassen, die Adaption und die Zuordnung dieser Wesenheiten. Sie bewegen sich im unbewussten Bereich der formalen Bewusstseinsstruktur, sie sind quasi der dunkle Begleiter, der das formale Bewusstsein steuert, so werden gezielt aus diesen Intelligenzbereichen der Wesenheiten die formalen Welten kreiert. Schwer nachvollziehbar aus formaler Individualperspektive. Hier liegen die Sperrfrequenzen. Die Wesenheiten in ihrem Intelligenzbereich sind quasi die Transmitter für die transzendent liegenden Informationsstrukturen, sie übersetzen die Information in EMG – Felder, die so wiederum das formale Bewusstsein in den gedanklichen und interaktiven Abläufen, die zur Erschaffung der formalen Welten notwendig sind, formatieren. So werden Realitäten durch alle Epochen kreiert.

Hier liegt mein Ausstieg aus der formalen Realität, aus dem Mind Control System, aus dem gesperrten Frequenzbereich. Ich werde gezielt über Konzentrationskraft, gedanklichem Fokus, eigene Mind Control und entsprechende Mantras, die jeweils bestimmte Informationsmuster verdichten, die bisherigen formalen Konstrukte transzendieren, sie ihrer Gültigkeit und somit Wirkkraft entheben. Ich werde gezielt in die Transwelt und in den Kontakt mit den virtuellen Wesenheiten, die transzendent zum formalen Bewusstsein generiert werden in Kontakt gehen und kommunizieren. Diese Kommunikation ist eine völlig andere, als die in den formalen Bewusstseinsbereichen. Auch diese Kommunikation wurde mir übermittelt, im Prinzip liegt diese in meiner Informationsstruktur, sie ist so schon angelegt, konnte aber bis hier nicht wirklich zugeordnet werden. Aus Interpretationsversuchen eines formalen Kontextes wurde es als Paranoia und andere formal klassifizierten psychische Störungen eingeordnet.

In der komplexen Informationsverarbeitung, in der ich im vernetzten Bewusstseinssystem bin, das sich ab hier deutlich darstellt, ich bin und kann nie ein Einzelbewusstsein sein, wurde mehr und mehr die eigentliche Qualität und Funktionalität dieser vermeintlichen Störungen bewusst. Es wird so gezeigt, es gibt kein wirkliches Ich dem es gezeigt wird, es ist eine Instanz die als Schnittstelle in der Informationsverarbeitung fungiert. Konditioniert und formatiert auf ein formales Bezugssystem, mit diesen andersartigen Wahrnehmungsfähigkeiten, die sich über die karmische Aufarbeitung etc. in den formalen Systemen hier als diese Kommunikationsfähigkeit und Wahrnehmung in die Transbereiche darstellen. Im Prinzip habe ich keine andere Wahl, als hier konsequent weiter zu gehen. Es wurde bis hier alles so in dieses Wahrnehmungsfeld, in diese Ichinstanz eingespielt, dies ist hier auch sehr klar und deutlich und es wird sich genau so weiter ereignen, es ist in der Informationsstruktur hinterlegt.

Die Ichinstanz, dieser virtuelle Bereich erfasst dies so, ist integral in der Informationsverarbeitung und ist in einem Bewusstseinsmoment der klaren Zuordnung und im Erfassen der logischen Verknüpfungen, die bis hier in diesen Bewusstseinsmoment geführt haben und sich so im Weiteren eben aus den Transbereichen heraus gestalten werden. Hier ist die Anbindung dieser Ichinstanz in diese Transwelt, in diese Steuerwelt. Hier ist die Ichinstanz bewusst genau in dieser Position zu erfassen, wie die Wesenheiten formatieren, wie sie der dunkle Begleiter sind, wie sie die Individuale formatieren, wie mein vermeintliches Ich als diese Ichinstanz formatiert wird, wie es die Transintelligenzen sind, die im vernetzten Zusammenspiel komplexe Systeme formatieren, wo hier diese Ichinstanz innerhalb dieser Systemformatierung als fraktale Ichinstanz formatiert wird, in Formation gebracht wird, informiert wird, Information wird. Wie die Ichinstanz hier über die zwischengeschalteten Ableitungen, Transmitter aus Wesenheiten etc. über diese EMG – Formatierung in Formation gebracht wird. Es gibt hier kein Ich das tut oder handelt. Es ist diese Ichinstanz, die in einem vermeintlich bewussten Wahrnehmungsbereich liegt der aus den intelligenten Transbereichen gesteuert und formatiert wird. Hier auch wieder adäquat zum Heim’schen Modell, das sich hier konkret abbildet. So bin ich hier in der Information in die Transbereiche, kenne die Funktionalität etc. und steige hier in der Konsequenz bewusst aus dem formalen Bezugssystem aus und werde ab hier gezielt in diese Transbereiche konzentrieren, in diese Kommunikationsformen, in diese Kontakte, hier gehe ich in die virtuelle Vernetzung, gehe mehr und mehr in die Matrix, adaptiere diese völlig anderen Gesetzmäßigkeiten und bin in der Lage über die eigene Mind Control in diesen Bereichen zu bleiben und über den gesamten Informationskomplex doch in der Lage in die formalen Bezüge zu kommunizieren, diese Kommunikation wird jedoch die sekundäre als Mittel zum Zweck. Die primäre Kommunikation ist diese im Transbereich, in den Steuerwelten, im Bereich der virtuellen Wesenheiten, hier in dieser adaptierten Funktionalität und den entsprechenden Gesetzmäßigkeiten. Dieser Prozess läuft so bewusst innerhalb dieser Ichinstanz ab. Es werden hier die Welten synchronisiert, es ist quasi die Schizophrenie, die hier bewusst wird und sich in diesem Bewusstwerdungsprozess auflöst.

Das Experiment beginnt. Die eigene Mind Control ist über das kollektive Mind Control System entkoppelt, dadurch dass ich bewusst in das Mind Control System gehe und paradoxerweise hierdurch entkopple und die Frequenzsperren auflöse. Es ist alles virtuell und in Mind und hier kann gezielt durch eine sich als virtuell erfassende Ichinstanz in Mind in der Virtualität kreiert werden. Somit bin ich dieses sich selbst kreierende Mindexperiment, das sich in die Transbereiche rückverbindet, in die reine bewusste Virtualität gelangt und hier online in Steuerprozessen, in Masterprogrammen und im Mind Control System ist.

Es ist aus formaler Perspektive eine grundlegend veränderte Bewusstseinsstruktur. Aus dieser aktualisierten Perspektive scheint es mehr als deutlich, wenn dieser Switch unvermittelt und womöglich spontan geschieht, fliegen sämtlich Bezugspunkte weg und man ist definitiv durchgeknallt. In dieser Ichinstanz sind jedoch die entsprechend notwendigen Latenzzeiten, um den Transformationsprozess funktional zu halten in der Informationsstruktur hinterlegt. Die Ichperspektive könnte sagen, es sei ihr Karma. Und genau hier löst es sich in diesem aktuellen Bewusstseinsmoment auf. Auflösung der Schizophrenie durch Auflösung von Karma.

Soweit Matrix2012. So wie euer Docteur die Software Audiomulch als „Medium“ oder „Mittler“ zwischen der geistigen und der materiellen Welt anwendet, so verwendet Matrix2012 die energetische Software Radon, die sich aus dem Burkhard Heim’schen Modell (Heim’sche Quantenfeldtheorie) ableitet und von ihm gezielt dazu benutzt wird, um interdimensional zu programmieren.

Hier ein Auschnitt aus der Beschreibung: „In der Software Radon werden Informationsübertragungen virtuell simuliert, wobei der Faktor Zeit physikalisch abgearbeitet wird. Der physikalische Faktor Zeit ist von entscheidender Bedeutung, auch im Hinblick auf die „Erweiterte einheitliche Quantenfeldtheorie“ des deutschen Physikers Burkhard Heim. Bei Schaffung von Informationen empfiehlt sich folgende Reihenfolge: Wissen, Wille, Plan, Bewusstseinsformung durch Informationsinhalte. Danach werden diese Informationsinhalte vom Anwender mittels physikalischer Zeichen 0 und 1 im PC speichert. Alles was man als Folge von 0 und 1 darstellen kann ist Information. Der Physiker Charon schreibt: „Es ist auffallend, in welch bemerkenswertem Ausmaß man sich zur zentralen Informationsspeicherung bei Computern die Gehirn-Mechanismen des Menschen zum Vorbild nahm. Auch da sind alle „Erinnerungen“ in magnetischen Elementen gespeichert, die zwei „spiegelbildliche“ Zustände annehmen können, analog den Spinzuständen +1 und -1, welche durch die Symbole 0 und 1 gekennzeichnet sind.“ Wie können Informationen „in-Form“ gebracht werden? Das im PC manifestierte Wissen des Anwenders bekommt durch den Klick auf die Start-Taste der Software Radon eine Eigendynamik in der Art, dass sich diese Informationen in der benannten Adresse „in-Form“ bringen wollen. Dieser Wesenszug liegt bereits im Namen der In-form-ation. Um sich verwirklichen zu können, benötigen Informationen Energie. Ohne Energie vermag die Information nichts. Erst die Vereinigung mit Energie ermöglicht die Verwirklichung der Formgebung durch Informationen. Die Adresse wie auch immer geartet, besteht aus Energie.

[...]Wir meinen, dass das aufgezeigte und realisierte Thema der Informationsübertragung auf Adressen sowie die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Software Radon in ökologischen Bereichen, einen korrelierenden, offenen Gedankenaustausch erforderlich machen.

Aus den bisherigen Erkenntnissen nehmen wir als gesichert an, dass das Bewusstsein, auch das Unbewusstsein, Informationen austauscht, abgibt, annimmt, ordnet, interpretiert und somit die Fähigkeit hat, andere Medien zu beeinflussen, aber auch in Kauf nehmen muss, selber beeinflusst zu werden.[...] Wir haben den wissenschaftlichen Beweis für die stattgefundene Energetisierung erbracht und nachgewiesen, dass es möglich ist, durch Informations-Transfer Energie in ihrer energetischen Struktur zu verändern.

Wir nennen diese Technologie Informations-Transfer-Matik.“ (zitiert von www.terra-energetic.com)

Wanna know more?

Hier die zwei bis jetzt erschienenen Bücher von Siegfried Grytzig:

matrix2012cover

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matrixbook2

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Das Obscuricom

•Juli 26, 2009 • 13 Kommentare

Aus meinen bisherigen Artikeln zum Thema wisst ihr ja vielleicht, das ich von den Ergebnissen der EVP (Electronic Voice Phenomena) nicht sonderlich überzeugt bin. Das stört allerdings nicht meine große Liebe zu allem, das mit der Tonbandstimmenforschung und ihrem multimedialen Nachfolger ITK (Instrumentelle Transkommunikation) zu tun hat – die Verbindung von Spiritualität und technischem Freaktum finde ich nämlich einfach äußerst unwiderstehlich.

Helden bei der Arbeit: F. Jürgenson, K. Raudive, R. Cass, G. Meek

Helden bei der Arbeit: F. Jürgenson, K. Raudive, R. Cass, G.W. Meek

Wer sich für die Geschichte der EVP interessiert, möge in der rechten Blogleiste die Kategorie „Transkommunikation“ anklicken und sich nach Gusto durch die älteren Beiträge lesen. Da ich zur Zeit übrigens schon fleissig dabei bin, an dem vor einiger Zeit angedrohten Buch zu schreiben (und deswegen gerade wieder mal intensiv über EVP recherchiere), habe ich mir gedacht, dass es nun endlich an der Zeit ist, mein lange geplantes Vorhaben in die Tat umzusetzen: nämlich selbst mal im Bereich dieser sogenannten „Jenseitsstimmen“ zu forschen.

Hier und jetzt präsentiere ich also nun (anschwellende Orgelmusik, bitte!) zum ersten Mal mein „Obscuricom“ der Öffentlichkeit.

obskuricom2

Zur Erklärung: Das „Obscuricom“ ist ein modulares Geisterstimmen- Erfassungssystem, welches auf zwei Arten bedient werden kann. Zum einen ist es ein ganz einfaches EVP- System (bitte auf die gelben Zahlen achten): (1) ist mein Sony ICF-SW 55 Weltempfänger, der das benötigte Hintergrundrauschen liefert, (2) mein Kristall, der die „Durchgaben“ erleichtern soll, das Mischpult (4) dient zur Verstärkung, im Computer (7) werden die Ergebnisse mitgeschnitten. Mittels Mikrofon (3) wären auch „direkte“ Aufnahmen im Stil der frühen Jürgenson-Versuche möglich, diese können durch den Roland SPV 355 Synthesizer (5) moduliert und durch das KORG Reverb (6) bearbeitet und weiter verstärkt werden.

Man kann die ganze Apparatur allerdings auch in der Art eines Spiricom benutzen: Wiederum liefert der Weltempfänger (1) das „Medium“ zur Stimmentfaltung, im Computer (7) läuft die Software Audiomulch, die durch die Erzeugung „reiner“ Frequenztöne in verschiedenen Höhen den Körperlosen eine perfekte Möglichkeit bieten könnte, diese als „elektronischen Kehlkopf“ zu benutzen. Mittels des Mikrofons könnte man dann in letzter Konsequenz sogar eine Zwei-Wege-Kommunikation haben, also eine Art Telefonzelle ins Jenseits (oder in irgendeine parallele Dimension).

Hier die schematischen Darstellungen:

***

Nun, wir werden ja sehen (oder besser, hören), was dabei herauskommt – es werden vermutlich lange andauernde Versuche werden, bevor irgendeine Art von Ergebnis zu erwarten ist. Falls sich etwas Spannendes tut, erfahrt ihr es natürlich sofort.

Inzwischen, so ein bisschen zum anturnen, ein kleiner Auschnitt aus der beiliegenden Single des 1971 erschienen Buches „Breakthrough“ von Dr. Konstantin Raudive:

(zur Gänze enthalten auf der exzellenten CD „The Ghost Orchid – An Introduction to EVP„, eigentlich längst vergriffen, hier sollte man aber noch fündig werden.)

Passender Lesestoff zum Thema...

Passender Lesestoff zum Thema...

Ringelspielfahrten im Sethiversum

•Juli 19, 2009 • 13 Kommentare

Hintergrundmusik: Heute gibt es mal was Aktuelles, nämlich einen Ausschnitt aus dem im Mai dieses Jahres erschienenen Release „Space“ des britischen Prodzenten Nick Woodmansey aka EmanativeKosmischer Jazz at it’s best!

Immer wieder ist es wunderbar für mich, zurückzukehren: Zu Seth, dessen Lehren ich seit der Entdeckung von „Gespräche mit Seth“ anscheinend mein weiteres Leben zu widmen scheine. Und immer wieder von Neuem schenkt mir das „Sethiversum“ das Licht und die Kraft des Geistes. Als es mir kürzlich aufgrund einiger Diskussionen über das Konzept der Non-Dualität nicht besonders gut ging, hat mich der Wiedereintritt in die „Sethmosphäre“ aufgefangen und mir wieder Mut gemacht, meinem Hang zum Mystizismus weiter nachzugehen. Gerade gelesen habe ich den „Gespräche mit Seth“ – Vorgänger „Das Seth-Material„, in dem die Seth-Sprecherin Jane Roberts erzählt, wie es in den frühen 1960er-Jahren überhaupt zum Kontakt mit dieser Wesenheit (die sich selbst als Energiepersönlichkeitskern bezeichnet) gekommen ist.

Pflichtkauf für Psychonauten 1: "Das Seth-Material"

Pflichtkauf für Psychonauten 1: "Das Seth-Material"

Und wie schon des öfteren in diesem Blog muss ich auch jetzt wieder sagen: Unglaublicher Stoff! Seth’s Weitergaben sind ja neben ihrer Tiefe und eindringlichen Spiritualität auch für Science Fiction - Fans höchst interessant – sie scheinen sowas wie die spirituelle Fortsetzung vieler meiner SF-Lieblingsbücher zu sein. Wer sich für parallele Dimensionen, den Menschen als multidimensionales Wesen, bisher unbekannte Realitätsebenen und die „Gleichzeitigkeit“ von allem interessiert, sollte unbedingt zu diesen Büchern greifen (gerade in populären TV-Serien wie „Lost“ oder „Battlestar Galactica“ werden ja, wie ich höre, in popularisierter Form immer wieder Themen aufgegriffen, die der gute alte Seth bereits in den 1960er- und 70er-Jahren durchgegeben hat).

Pflichtkauf für Psychonauten 2: "Gespräche mit Seth"

Pflichtkauf für Psychonauten 2: "Gespräche mit Seth"

Zurück zum Buch: „Das Seth-Material“ beschert uns viele Auschnitte aus den Weitergaben früher Seth-Sitzungen (die man hier übrigens vollständig bestellen kann), und beim Lesen fand ich wieder einmal so gute, so wichtige, so dermassen inspirierende Gedanken, dass ich als Fortsetzung des Streiflichter-Artikels vom Februar dieses Jahres heute wieder zu einigen Anregungen Seth’s meinen Senf ablassen möchte.

1. Die Kunst der Materialisation.

Was mich an „The Secret“ und ähnlichen LOA-Büchern ärgert: Nie wird mir Techfreak erklärt, wie die Materialisation meiner Wünsche und Gedanken eigentlich vor sich geht. Dazu wird uns bloss ganz lapidar gesagt, „man müsse das nicht wissen, denn man benutze ja auch die Elektritzität, ohne sie zu verstehen„. Kann es sein, dass einige der berühmten LOA-Gurus selbst keine Ahnung haben? Macht nix, Seth hat das bereits in der 302. Sitzung vom 21.11. 1966 anschaulich erklärt: „Gedanken und Bilder werden zu körperlich-materieller Realität aufgebaut und schlagen sich in Tatsächlichkeiten nieder. Das vollzieht sich über chemischen Antrieb. [...] Mit der Zirbeldrüse sind geistige ‘Enzyme’ verbunden. Die im menschlichen Organismus wirkenden Chemikalien sind zwar, wie ihr sie kennt, stofflicher Art, aber die sie antreibende Kraft ist Vitalenergie, und diese verfügt, in sich gesammelt, über alle notwendigen Antriebskräfte, damit jeder Gedanke oder jedes Vorstellungsbild in materielle Tatsächlichkeit umgesetzt werden kann. Sie bewirken im Körper eine Art Fortpflanzung des inneren Bildes. Sie sind sozusagen die Funken, die die Umsetzung in Gang bringen. [...] Doch nicht immer werden solche Bilder oder Gedanken nach euren Kriterien wirklich materalisiert. Die Intensität mag zu schwach sein. Die Funken entfachen dann immerhin elektrische Ladungen, von denen einige in die Schichten eurer Haut eingehen. Dann finden durch die Haut Strahlungen zur Außenwelt statt, die verschlüsselte Anweisungen und Informationen enthalten.

2. Die Illusion fester Materie.

Immer wieder schockiert mich der Gedanke, dass es in dem von uns geschaffenen Realitätssystem keine feste Materie gibt. Ich kann mir schon vorstellen, dass der Tisch an dem ich sitze und der Sessel, auf den ich gerade meinen Allerwertesten platziert habe, in Wirklichkeit bloß ein sich ständig verändernder Tanz von Molekülen sind, die durch meine ständige Neuschöpfung ihrer selbst wie massive, undurchdringliche, nahezu unzerstörbare Materie erscheinen. Schwieriger wird es allerdings, wenn man nebenher noch die Illusion eines linearen Zeitablaufs bedenkt: große Monumente der „Vergangenheit“ sind dann nämlich nichts weiter als von unserem Bewußtsein mit künstlichen Alterungsillusionen versehene Molekülansammlungen (und damit meine ich sämtliche Ruinen römischer und griechischer Bauwerke, alle Weltwunder, Kathedralen und auch sonst alle Altertümer, die wir so gerne als Touristen bestaunen). Seth sagt dazu in der 68. Sitzung: „Alles Stoffliche ist Ausdruck der Manipulation und Transformation psychischer Energie, die gewissermassen über Bausteine vor sich geht..Das Stoffliche fügt sich nur kohäsiv verdichtet zusammen, damit eure Sinne es als Erscheinungsbild von relativer Dauerhaftigkeit wahrnehmen können. Es wird ständig neu erschaffen, aber kein einziger Gegenstand eurer Dingwelt ist in sich selbst dauerhaft oder beständig. Es gibt zum Beispiel nichts Gegenständliches, das nicht infolge Alters vermindert oder beeinträchtigt würde. Demgegenüber kommt es ständig zu Neuschöpfungen kraft psychischer Energie, die Gegenständliches in der mehr oder weniger festgefügten Form des Erscheinungsbildes, das ihr wahrnehmt, hervorbringt. [...] Tatsächlich ist aber das Stoffliche, das den Gegenstand auszumachen scheint, viele Male vollständig verschwunden und ständig wieder ersetzt worden…

Steinerne Illusionen...

Soviel zur „Unvergänglichkeit“ unserer Altertümer. Die Illusion dieser und auch deren „Alterungsprozess“ werden also von uns Menschen in kollektiver Illusion aufrechterhalten. Dieses Spiel kann man natürlich mit allem spielen, das uns umgibt- gerade muß ich zum Beispiel an Konsumgüter denken, die uns von der Werbung eingeredet werden- damit ein Staubsauger für uns alle „ähnlich“ aussieht (gleich aussehen geht ja nicht, da sich jedes menschliche Wesen in seinem eigenen Realitätssystem befindet und daher sein ganz persönliches Bild von einem „Staubsauger“ hat, welches keinem Bild eines anderen Wesens gleicht) müssen wir uns also kollektiv auf ein Bild einigen, dann in ein „Kaufhaus“ gehen und „Geld“ ausgeben, um mit dieser Illusion namens „Staubsauger“ dann „daheim“ unseren illusionären „Staub“ zu putzen.

3. Die Gleichzeitigkeit von allem.

Nun, die „Entschleierung“ geht noch weiter, wenn man sich wie schon erwähnt zusätzlich die Illusion linearer Zeitabläufe vergegenwärtigt; das betrifft ja nicht nur unser derzeitiges Leben, sondern auch sämtliche „vergangenen“ wie „zukünftigen„: Wer also an die Reinkarnation glaubt, sollte sich darüber klar sein, dass er nicht ein Ritter oder Burgfräulein in einer lange zurückliegenden Inkarnation war oder Raumschiffkapitän in einem zukünftigen Leben sein wird, sondern dass all diese Inkarnationen jetzt und damit also alle zugleich stattfinden. Das ist deswegen so, weil wir als „Höheres Selbst“ uns selbst ausschicken, um uns so erfahren zu können; mein Freund Bernhard hat dazu mal ein recht einleuchtendes Bild erfunden, für das man nur seine eigene Hand zu betrachten braucht: die Finger stellen unsere gleichzeitigen (scheinbar autonomen) Inkarnationen dar, die aber immer mit der ganzen Hand verbunden sind, aus der sie entwachsen und von der sie niemals getrennt sein können.

4. Den Witz ernst nehmen.

Ich nenne diese durch Seth hervorgebrachten Gedankenkapriolen gerne „Ringelspielfahrten im Sethiversum“ – wenn man sich zu weit aus seinem Sitz lehnt, wird einem schwindlig und man muss ordentlich reihern. Das wäre ja wiedermal der Zeitpunkt der grossen Sehnsucht nach der „blauen Pille„, um zu vergessen, dass alles um uns nur Illusion ist. Ist das was Schlechtes? Nur zum Teil, denn es geht darum, dieser Illusion, die wir ja aus ganz bestimmten Gründen erwählt haben, Ehre zu erweisen.

Im November 1966 besuchte ein Anhänger der Non-Dualität eine Seth-Sitzung, der die menschliche Existenz gemäß der Lehren dieses Konzepts für eine Art „kolossalen Witz“ hielt. Seth ermahnte den Mann, die „Illusion“ ein wenig ernster zu nehmen: „[ Die menschliche Existenz ] ist kein Witz. Sie ist ein Mittel, damit das Ganze sich selbst kennenlernt. Der ‘Witz’ ist höchst bedeutungsvoll. Wenn Sie wirklich erkennen würden, dass Ihre körperlich-materielle Welt bloß eine Illusion wäre, könnten sie mit Ihren Sinnen keine Erfahrungen mehr machen.[...] Sie müssen immerhin fähig sein, eine jede dieser Illusionen zu erfahren, dabei wissen, dass sie Illusion ist, sich ihrer illusionären Natur voll bewußt sein, und auch wissen, dass die Grundrealität Sie selbst sind. Es gibt keinen Ort, an den Sie sich begeben können, denn Sie sind der Ort; sie sind, nach Ihren Begriffen, alle Orte. Aber der ‘Witz’ ist höchst bedeutungsvoll, wie gesagt. Sie müssen frei genug sein, die Natur und die Erfahrung alles Lebendigen innerhalb ihres System zu erforschen, und dabei wissen, dass Sie selbst Ihr System sind, und dann ihr System verlassen. Das muß unmittelbar erfahren werden.“ Der Anhänger der Non-Dualität beharrte darauf, dass ja alles nur ein „Spiel“ sei, worauf Seth ihm abschließend antwortete: „Sie spielen wirklich ein Spiel mit sich selbst, aber es ist nicht wichtig und kann sogar ganz unwichtig sein. Doch sollten Sie mit mehr Ehrerbietung spielen.“ „Ehrerbietung für wen?“ „Mehr Ehrerbietung gegenüber Ihrem Selbst.

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Hinweis: Alle Seth-Zitate stammen aus dem Buch „Das Seth-Material“ von Jane Roberts, Kailash-Verlag.