Zu diesem Artikel gibt es Hintergrundmusik! Russ Garcia mit „Venus“ (1959)- bitte währen des Lesens spielen…
Grosses Interesse habe ich an den ersten berühmten Contactees, jenen Personen, die durch ihre Kontakte zu UFOs und Ausserirdischen in den 1950ern in Amerika und auch dem Rest der Welt eine neue Art von Populärkultur begründeten.
Diese Leute waren ein wilder Haufen- bestehend aus echten Pionieren, Glücksrittern, Gaunern, Hysterikern, Fanatikern und bis heute rätselhaften Personen; die werbewirksame Ausschlachtung ihrer UFO-Kontakte führte einerseits zu quasi-religiösen Kulten, die bis heute fortbestehen- andererseits bei vielen Menschen auch zu einem Skeptizismus, der wohl auf ewig eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Ausserirdische Besucher“ verhindern wird.

George Adamski, 1891 - 1965
Der Ahnvater aller Contactees (man verzeihe mir die Vermeidung des grauenhaften Begriffs „Kontaktler“) ist natürlich George Adamski: Aus Polen stammend, wanderte die Familie des 1891 geborenen nach Amerika ein und ließ sich in New York nieder. Bereits auf der Schiffspassage soll sich ein unbekannter, seltsamer Mann den Adamskis genähert haben. Derselbe machte angeblich später den Vorschlag, George nicht in Amerika zur Schule gehen zu lassen, sondern auf eine geheime Schule in Tibet- das behauptete George Adamski jedenfalls später; einen Nachweis, dass er wirklich in Tibet war, blieb er sein Leben lang schuldig.
Überhaupt ist es hart zu akzeptieren, dass der erste Contactee ein ausgemachter Schwindler war. Adamski war nicht nur ein notorischer Lügner, seine Neigung zu Lügengeschichten hätte sogar einem Baron von Münchhausen alle Ehre gemacht. Adamski, der als Kellner und Aushilfskoch in einem kalifornischen Lokal arbeitete, will um 1950 herum seine erste UFO-Sichtung gehabt haben, 1952 schoss er ein (berühmt gewordenes) Foto einer dieser „Fliegenden Untertassen“- heute eindeutig als Lampe (in der Art wie sie damals in Bars und Billardhallen üblich waren) identifiziert.

Adamskis 1952 fotografiertes "UFO" war eine gewöhnliche Lampe, man beachte die Aufhängung links oben. Rechts eine schematische Darstellung damals handelsüblicher amerikanischer Bar-Lampen
Adamski ließ sich seine „Sichtungen“ in blumigen „eidesstattlichen“ Erklärungen“ von Freunden bestätigen, schrieb mehrere Bücher (heute weiß man, dass er sie nicht selber schrieb, sondern zwei weibliche Ghostwriter hatte) und fuhr damit fort, unglaubliche „Kontakterlebnisse“ zu haben; so traf er Orthon den Venusier, der ihn bei zahllosen Treffen auf sein Schiff einlud und ihn auf abenteuerliche Fahrten quer durchs Universum mitnahm. Adamski untermauerte diese Treffen mit weiteren, schlecht gefälschten Fotos- und eine Botschaft der Venusier gab es natürlich auch dazu: eine Warnung für die gesamte Menschheit vor der verantwortungslosen Benutzung der Atomkraft.
Obwohl der Schwindel offensichtlich, die Storys lächerlich, und die Kritiker im Gegensatz zu den Anhängern zahlreich waren, hielt Adamski bis an sein Lebensende zäh an seiner Version der Wahrheit über seine „ausserirdischen Kontakte“ fest- wohlmeinenderweise könnte man annehmen, dass er einen wirklichen Kontakt mittels gefälschter Beweise zu untermauern suchte.

Adamski und "Orthon" von der Venus...
In den 1960er-Jahren war das öffentliche Interesse an Adamski erlahmt, gegen Ende seines Lebens versuchte er sich deswegen noch einmal in einem besonders dreisten Täuschungsmanöver: 1963 reiste er mit ein paar der wenigen verbliebenen Bewunderern nach Rom, verschwand auf dem Petersplatz hinter einer Tür- als er wieder auftauchte, behauptete er, ein geheimes Treffen mit dem damaligen Papst Johannes XXIII gehabt zu haben. Die Medaille, die ihm der Papst dabei in Anerkennung seiner Verdienste überreicht haben soll, erwies sich später (natürlich) als gewöhnliches Touristensouvenir.

Adamskis Medaille: ein gewöhnliches Touristensouvenir...
Verbittert und nahezu mittellos starb George Adamski 1965 an einem Herzinfarkt; seine „Dienste“ für die Welt der „UFO-Gläubigen“ sind, wie eingangs erwähnt, eher zweifelhaft- das UFO-Phänomen erfuhr durch ihn weite Verbreitung und erreichte auch Menschen, die zuvor noch nie etwas von „Fliegenden Untertassen“ gehört hatten; durch die spätere Enttarnung seiner plump manipulierten Fotos und seiner zweifelhaften „Kontakte“ mit Ausserirdischen von der Venus war er für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem UFO-Phänomen natürlich eine absolute Katastrophe.
PS: Das Buch „Flying Saucers Have Landed“ von George Adamski kann man übrigens hier nachlesen.








Das mit der Hintergrundmusik ist einfach klasse, eine suuper Idee. Hoffentlich kommen noch mehr. Das bringt das richtige feeling rein.
Tolle Seite, bitte dran bleiben.
Keine Sorge, meine Mission hat gerade erst begonnen
Le Docteur
Habe von Adamski schon mal zuvor gehört – sehr gut zusammengetragen!
Wenn Du alle Erscheinungen auf dem Himmel, ja vllt mein eigenes Dasei erklären kannst, erhebe ich Dich zu einem Gott
Werde hier mal öfter vorbeischauen.
Ich werd mich bemühen! Krieg ich dafür dann eines deiner geilen Haunebu- T-Shirts geschenkt?
Liebe Grüße,
Le Docteur
Würd ich nur zu gerne! Leide rmuß ich zunächst schauen, daß ich die Kosten für die Herstellung rausbekomme
War auch nur wild in den Wind geschossen – schauen wir mal ob wir gleichgesinnte finden (P.S. mein Chef trägt schon eins)
[...] http://obskuristan.com/2008/10/01/ufo-contactees-1-george-adamski/ [...]
Hallo!
So ganz stimmen einige Dinge aber nicht die Du da über Adamski schreibst.
1. Besagte Lampe die Adamski für seinen Schwindel benutzt haben soll wurde nie gefunden, und so reihten sich die Erklärungen einer nach der anderen z.b. Eierbrutlampe, Kühlgerät usw. aber nie hat man eines dieser Dinge gefunden.
2. Adamski war gar kein Kellner. Eine seiner Bekannten besaß ein eigenes Lokal und so half er ab und an mal aus zu Stoßzeiten.
3. In seinem zweiten Buch „Im Innerne der Raumschiffe“beschreibt er den Weltraum so wie auch John Glenn es seinerzeit getan hatte. Adamski beschrieb z.b. den sogenannten „Glühwürmche – Effekt“, kleine Eispartikel die wenn sie von der Sonne angeleuchtet wurden wie Glühwürmchen leuchteten und im Weltraum herumschwirrten.
Das kann er aber nur gewußt haben wenn er wirklich im Weltraum gewesen ist.
4. Das berühmte Rodeffer UFO Video, aufgenommen von Madelaine Rodeffer, in Silver Springs, Maryland 1965 ist keine Fälschung:
Hier mal das Video:
Und hier jemand der das Video analysiert bzw.darüber berichtet:
Dieses Video ist Teil dieser Dokumentation die sich mit den Contactees Adamski, Menger usw. befasst:
Leider scheint beim letzten Video am Ende was zu Fehlen oder so, aber lohnt sich trotzdem die Doku anzuschauen.
Hier werden noch einige Aspekte aufgezählt:
http://exonews.net/2009/08/george-adamski-%E2%80%93-vorurteile-versus-fakten/
Der britische UFO Forscher Timothy Good hat sich eingehend mit Adamski aber auch anderen Kontaklern befasst, er schrieb sogar ein Buch mit Lou Zinnstag (eine Bekannte von Adamski):
George Adamski: The Untold Story
Dieses Buch von Timothy Good befasst sich eingehend mit Adamski sowie anderen Kontaklern und kann ich nur sehr empfehlen:
Top Secret. Die Ufo- Akten. Begegnungen mit außerirdischen Intelligenzen.
Viele Grüsse, Laurance!
lieber laurance!
du beschäftigst dich wirklich intensiv mit diversen ufo-themen, meinen respekt dafür! adamski – das ist allerdings eine schwierige geschichte. ob er nun als kellner gearbeitet oder als kellner ausgeholfen hat, ist, glaube ich für seine glaubwürdigkeit als ufo-kontaktler eher zweitrangig – tatsache ist, dass er mehrfach als lügner und hochstapler überführt wurde (siehe z.b. die story um die „medaille“, die ihm der papst überreicht haben soll, nur eine von vielen), und so einem glaube ich einfach keine „ufo-stories“. es mag schon sein, dass in seinen büchern (die übrigens, wie heute nachgewiesen ist, nicht von ihm selbst verfasst wurden) der eine oder andere treffer zu finden ist, allerdings steht da sonst soviel schmus drinnen, das kann man in heutiger zeit einfach nicht als seriöses quellenmaterial betrachten.
meine vermutung von adamskis „ufos“ als in die luft geworfene billardlampe bezieht sich auf einen ganz simplen fotovergleich (siehe die entsprechende abbildung im artikel) diese spezielle lampe ist in vielen amerikanischen gangsterfilmen der 40er- und 50er-Jahre zu sehen und ähnelt den angeblich von adamski genmachten ufo-fotos einfach frappant.
betrachte doch einmal das obige bild des adamski-ufos ganz genau: hast du sonst schon einmal ein ufo mit einer aufhängung oberhalb gesehen? ich definitiv nicht
bei allem respekt: für mich ist und bleibt der adamski einfach ein notorischer schwindler. sein fotomaterial ist lächerlich, seine „bücher“ sind schlecht geschriebene space-operetten (ich hab sie übrigens beide gelesen).
was mich dagegen überzeugt, ist zum beispiel ein hotspot wie die skinwalker ranch in utah – dort geht es wirklich zur sache, nicht mit „orthon von der venus“ oder ähnlichem quatsch, sondern mit haarsträubenden, grossteils grusligen phänomenen, die durch ufos erklärt werden könnten, vermutlich aber wohl eher auf so etwas wie einen riss, ein fenster oder portal zwischen dimensionsebenen hinweisen. zitat: „[the investigators saw] evidence of close to 100 incidents that include vanishing and mutilated cattle, sightings of unidentified flying objects or orbs, large animals with piercing yellow eyes that they say were not injured when struck by bullets, and invisible objects emitting destructive magnetic fields.“
aber man braucht gar nicht so weit zu gucken- hör dir mal die entsprechenden sendungen zum thema knittelfeld auf cropfm an, z.b.: http://cropfm.at/past_shows.htm?showid=groeschel , DASS sind ernsthafte UFO-Phänomene mit denen man sich beschäftigen sollte!
Liebe Grüsse,
Docteur
Nun, um das Thema Adamski richtig betrachten und bewerten zu können sollte man immer beide Seiten der Medallie betrachten. Bevor ich jenes Buch, das ich als letzten Link in meinem Kommentar über Deinem reinsetzte, gelesen hatte habe ich auch absolut nichts von Adamski gehalten.
Ich vertraue aber Timothy Good und seiner Forschungsarbeit, zumal er auch sehr viele Hinweise und Zeugen für z.b. UFO Abstürze gefunden hat, und dieses Buch ist wirklich lesenwert, öffnet einen ganz anderen Blick auf die Person Adamski und seine Erlebnisse.
Und übrigens: Timothy Good berichtet darin durchaus das Adamski gelogen hat, das er Geltungssüchtig war aber nicht bei allem was er behauptete hat er gelogen so das man heute sagen kann: Ja, dieser Mann hatte jene UFO Begegnung in Desert Center und war mit hoher Wahrscheinlichkeit auch an Bord eines Mutterschiffs gewesen.
Aber um das alles beurteilen zu können muss man das Buch gelesen haben und ich kann hier leider nicht alle Aspekte benennen. Da müsste ich schon das gesammte Adamski Kapitel aus dem Buch abschreiben und hier posten oder per Mail schicken aber das wäre mir zuviel der Mühe denn das sind etliche Seite, mind. über 10 Seiten.
Viele Grüsse, Laurance
Zitat:
„was mich dagegen überzeugt, ist zum beispiel ein hotspot wie die skinwalker ranch in utah – dort geht es wirklich zur sache, nicht mit “orthon von der venus” oder ähnlichem quatsch, sondern mit haarsträubenden, grossteils grusligen phänomenen, die durch ufos erklärt werden könnten, vermutlich aber wohl eher auf so etwas wie einen riss, ein fenster oder portal zwischen dimensionsebenen hinweisen. zitat: “[the investigators saw] evidence of close to 100 incidents that include vanishing and mutilated cattle, sightings of unidentified flying objects or orbs, large animals with piercing yellow eyes that they say were not injured when struck by bullets, and invisible objects emitting destructive magnetic fields.”“
Nun, hab vergessen darauf einzugehen! Sicherlich finde ich auch die Skinwalker Ranch spannend.
Doch was mich in erster Linie am UFO Phänomen interessiert sind Außerirdische, deren Kultur, die Fauna und Flora Ihrer Heimatwelt und natürlich die Technologie bzw. ( außerirdische )Raumfahrt.
Ok, fremde Lebewesen wie in der Skinwalker Ranch gehören zu einem Teil auch zu meinen Interessen aber wenns zu einer Bedrohung ausartet dann schwindet doch eher wieder mein Interesse. Das Leben ist schon schwer genug, Bedrohungen gibt es durch den Menschen auch zu genüge. Da brauche ich nicht noch ne Bedrohung aus anderen Dimensionen usw., das ist mir dann doch zu gruselig…obwohl ich gruselige z.b. Filme ganz gerne mag aber auch nur weil ich weiß das es nicht echt ist.
hello laurance,
danke für deine kommentare! dass sich timothy good für adamski ausspricht, ist natürlich schon interessant – der good ist ja als gründlicher und unbestechlicher rechercheur bekannt. vielleicht liegt die wahrheit (wie so oft im leben) ja wirklich zwischen schwarz und weiss: adamski hatte wirkliche ufo-begegnungen, wollte aber unbedingt mehr daraus machen und hat das ganze übertrieben. ich kenne übrigens auch jemanden, der behauptet, dass adamski absichtlich gelogen hat, um die brisanz seiner tatsächlichen ufo-erfahrungen zu verschleiern. ich werd mir das buch bestellen, danke für den tipp!
bezüglich skinwalker-ranch und ähnlichen hotspots: die „bedrohung“ ergibt sich meiner meinung nach aus der menschlichen bewertung heraus – das sind einfach fremdartige, unbekannte phänomene, die man sehr schnell als „feindlich“ einstuft, die aber (das behaupte ich jetzt mal) nicht in dieser absicht geschehen.
und wie du in deinem anderen posting richtig bemerkst, gibt es ja auch seit langem eine sehr starke tendenz, aliens als grundsätzlich „böse“ hinzustellen…
sehr interessante diskussion!
liebe grüsse,
dein docteur
Hallo Doc Nachtstrom!
Als ich gerade mal wieder so zum Thema George Adamski gegoogelt habe bin ich auf dasselbe Foto gestoßen welches Du hier in Deinen Artikel verlinkt hast…allerdings mit einem unterschied: Es ist ein bischen mehr drauf zu sehen und ein (für mich) interessantes Detail welches eine Fälschung ein bischen schwierig macht.
http://www.world-destiny.org/adamtel.htm
Was mir auffällt ist das sich diese zwei „Lichteffekte“ unten rechts, sollen wohl Lichteffekte von Raumschiff sein, in der einen „Landekugel“ auf der linken Seite des Fotos spiegeln.
Wie kann das sein wenn das Foto nur eine Fälschung ist??? Nehmen wir mal an es wäre ein Bildfehler, die zwei Lichteffekte, dann würden die sich wohl kaum in der Landekugel spiegeln. Folglich können die Lichteffekte kein Bildfehler sein, heißt also das sie wohl auch so zu sehen waren, mit bloßem Auge. Aber dann müsste natürlich auch das komplette Schiff echt sein da sie sich ja drin spiegeln.
Gruss Laurance!