Erleuchtende Slogans: Make Love Not War! Drop Acid Not Bombs! Turn on, Tune in, Drop out! Unglaubliche Festivals: Monterey, Isle of Wight, Woodstock. Fantastische Bands: Jefferson Airplane, Grateful Dead, The Doors. Legendäre Persönlichkeiten: Allen Ginsberg, Abbie Hoffman, Timothy Leary.

Hippie-Poet: Allen "Howl" Ginsberg
Denkt man heute an das Zeitalter der Hippies zurück, denkt man an Peace, Love & Happiness, an freie Liebe, bewußtseinserweiternde Drogen, an die unglaubliche Musik, an das Erwachen einer neuen, friedlichen Generation von Blumenkindern im Zeichen des Wassermannes.
Komisch, daß diese “friedliche Revolution” eigentlich nichts bewirkt hat – in dieser kaltblütigen, gewalttätigen Endzeit-Welt von heute wundert man sich, wo die schönen Ideen von damals verblieben sind.

Ein lauschiges Plätzchen am Woodstock-Festival...
Die “friedliche Revolution” der Blumenkinder konnte nichts bewirken, denn sie war, wie wir heute wissen, nichts anderes als ein riesiges Laborexperiment. Im Zuge des “Freedom Information Acts” freigebene Dokumente sowie Ergebnisse von Untersuchungen diverser US- Senatskomitees im Laufe der Jahre haben gezeigt, daß der amerikanische Geheimdienst CIA von Anfang an seine Finger im “Summer of Love” drinnen hatte- die Drogen (zuerst Ketamin, später LSD), die an jeder Ecke des berühmten Haight Ashbury - Distrikts in San Francisco verteilt wurden, stammten aus CIA-Beständen, ebenso die Trips, die bei Ken Kesey’s berühmten “Acid Tests” in rauhen Mengen verschenkt wurden.

Busladungen voller CIA-Drogen: Ken Kesey & his Merry Pranksters
Diejenigen Blumenkinder, die mit den Folgen des hochwirksamen (weil reinen) LSD nicht zurechtkamen, wurden umsonst in entsprechenden Kliniken behandelt. In Wirklichkeit keine großzügige Geste, denn diese Kliniken waren mit CIA-Psychiatern hochkarätig besetzt, sogar das Pflegepersonal hatte geheimdienstliche Verbindungen. Es ist anzunehmen, daß die eingewiesenen Hippie-Patienten gleichzeitig zu Testpersonen der damaligen Mind Control – Experimente des CIA (im Rahmen des Projekts MKULTRA) wurden. (Quelle: Jim Keith, Bewußtseinskontrolle, Edition Jonathan May, 1998).

Chaos auf der Bühne: Hells Angels beenden den Auftritt der Rolling Stones am Altamont Festival
Am Ende der 1960er-Jahre hatte das amerikanische Establishment genug von seinen Hippies und beendete das “friedliche Experiment” mit brachialer Härte. Das offizielle Ende kam im Dezember 1969 während des Altamont-Festivals in Kalifornien, als eine Ordner-Truppe von Hells Angels einen jungen Schwarzen erstach; die Hells Angels wurden übrigens damals vom CIA gerne als Drogenkuriere benutzt. Schon ein paar Monate zuvor hatten die Mitglieder von Charles Mansons notorischer “Family” mit den Tate/ La Bianca – Morden ein Blutbad angerichtet, welches Amerika niemals wieder vergessen sollte.

Todesengel mit CIA-Verbindungen: Charles Manson
Die Verbindungen von Manson zur CIA sind leicht zu ziehen: Er war Insasse des Vacaville-Gefängnisses in Kalifornien, in welchem in den 1960er-Jahren zahlreiche MKULTRA - Experimente stattgefunden haben; auch die Drogen aller “Family”-Mitglieder kamen aus CIA-Quellen. Sie wurden zur Verfügung gestellt von der Kommune “The Brotherhood of Eternal Love“, welche wiederum von Ronald Stark, dem berüchtigsten CIA-Dealer der damaligen Zeit beliefert wurde. Das Charlie Manson ein kontrollierter Attentäter war, liegt also nahe.

Für die Radikalisierung der bis dato friedlichen Protestbewegungen sorgte das FBI mit seinem COINTELPRO- Programm, dessen von J. Edgar Hoover persönlich ausgewählte Agenten Organisationen wie die Black Panthers oder die “Students for a Democratic Society” infiltrierten- mit dem Ziel, Zwietracht zu säen und zu provozieren; andererseits wurden Hassgruppen wie der Ku Klux Clan heimlich gefördert.
Ein vorrangiges Ziel des Establishments war es ausserdem, die Ikonen der Gegenkultur zu eliminieren. Soll heissen: die wichtigsten, die am meisten umjubelten Rockstars, die sich öffentlich zu den politischen Idealen der rebellischen Jugend bekannten, sollten vom Antlitz des bürgerlichen Amerika verschwinden.

Essentieller Lesestoff: "The Covert War against Rock"
Alex Constantine hat in seinem brilliantem Buch “The Covert War Against Rock” einen Zusammenhang zwischen den mysteriösen Toden vieler “unbequemer” Rockstars gezogen; eine blutige Spur, die von den um 1970 herum verstorbenen Prominenten Mama Cass, Brian Jones und Jim Morrison über den 1980 erschossenen John Lennon bis zu den späteren, ebenso ungewöhnlichen Todesfällen von Bob Marley, Peter Tosh, Tupac Shakur und Michael Hutchence reicht.
Die meist unaufgeklärten Todesumstände lassen ein Muster erkennen, einen Plan etablierter Mächte, sich mittels eiskalter und oft schlecht getarnter Morde als “gefährlich” eingestufter Identifikationsfiguren der Jugendkultur zu entledigen.

Was für Frisuren! Jimi Hendrix und seine Experience
Will man hier ein besonders eindrucksvolles Beispiel herausgreifen, kommt man um den Tod von Jimi Hendrix nicht herum. Der wie ein Gott verehrte Gitarrenheld hatte einen besonderen Feind in seinem engsten Umfeld, einen Mann, der wie eine Schwarze Witwe ein tödliches Netz webte, in dem sich der sensible und realitätsferne Hendrix rettungslos verfing.
Dieser Mann ist so mysteriös, daß es mir trotz intensivster Recherchen fast unmöglich war, ein Foto von ihm aufzutreiben- letztlich habe ich ihn in einer kurzen Einstellung einer alten Hendrix- Dokumentation entdeckt. Selbst die Schreibweise seines Namens bleibt ein Rätsel- Alex Constantine nennt ihn Mike Jeffrey, während er auf der englischen Wikipedia als “Michael Jeffery” auftaucht, auf einigen Internetseiten wird er auch als “Mike Jeffries” bezeichnet.

Mike Jeffery bequatscht Jimi Hendrix...
Mike Jeffery war der letzte Manager von Jimi Hendrix- zuvor hatte er Eric Burdon and the Animals unter seiner Fuchtel. Seine Arbeit scheint schon zu dieser Zeit eher egoistische Ziele verfolgt zu haben- verschiedene Bandmitglieder beschuldigten ihn in späteren Jahren öffentlich, sich sämtliche Einkünfte der Band in die eigene Tasche gesteckt zu haben.
Der 1933 in London geborene Jeffery scheint eine militärische Vergangenheit in obskuren Spezialeinheiten gehabt zu haben; ausserdem bezeichnete er sich bei verschiedenen Gelegenheiten als Agent des britischen Geheimdienstes MI5 und als CIA-Agent – eine recht seltsame Vergangenheit für einen Manager des Musikbusiness. (Quelle: Shapiro & Glebbeek, “Electric Gypsy”, Saint Martin’s Press, Reprint 1995)

Musik für Teenies: The Monkees
Jeffery, der nebenbei auch noch Verbindungen zur Mafia gehabt zu haben scheint, machte sich bei seinem neuen “Schützling” systematisch an gezielte Zerstörungsarbeit: er isolierte Hendrix von früheren Weggefährten; buchte ihn für Konzerte und Touren, welche seine Reputation zerstörten (z.b. mit den Monkees, wo Hendrix mit einer Meute 12-jähriger Teenies konfrontiert war), versorgte ihn im Übermass mit LSD und zweigte den Hauptteil der Einkünfte auf Konten der “Chemical Bank” auf den Bahamas ab- ein dubioses Bankinstitut mit Verbindungen zu CIA und Mafia, wie eine Untersuchung im Jahr 1980 aufdeckte.

Letzte Proben: Die "Band Of Gypsies"
1970 war ein äusserst schlechtes Jahr für Jimi Hendrix: Freunde von ihm hatten durch Zufall ein Dokument gefunden, welches bewies, daß ein kürzlich erfolgter Auftritt 50.000 Dollar Gage gebracht hatte und nicht 10.000, wie Mike Jeffery behauptet hatte. Ausserdem war Hendrix der festen Überzeugung, daß sein Manager ihm Heroin untergeschoben hatte, für dessen Besitz der Rockstar bereits 1969 in Toronto verhaftet worden war.
Laut den späteren Berichten damaliger Freunde und Musikerkollegen befand sich Hendrix kurz vor seinem Tod in einem Zustand konstanter Paranoia; er versuchte mit allen Mitteln, aus dem Vertrag mit seinem sinsistren Manager auszusteigen, da er Angst um sein Leben hatte. Es war sinnlos- Jeffery, der seinen Star von mehreren Angestellten wie einen Gefangenen überwachen ließ, erfuhr jedesmal von dessen Versuchen, eigene Wege gehen zu wollen. Als Hendrix schließlich jegliche Kommunikation mit Jefferys verweigerte, war er fällig: er starb im Alter von nur 27 Jahren am 18. September 1970 in einem Londoner Appartment.

Das letzte Photo: aufgenommen von Monika Dannemann am Nachmittag vor der Todesnacht
Über die Umstände seines Todes gibt es mehrere (voneinander abweichende) Versionen. Am Vorabend hatte er ein paar Schlaftabletten genommen und seiner Freundin Monika Dannemann war es unmöglich, ihn am Vormittag des darauffolgenden Tages zu wecken. Sie rief die Retttung, wobei sie bis zu ihrem eigenen Tod darauf bestand, daß Hendrix noch atmete, als diese eintraf. Im Rettungswagen wurde er in einen Sessel geschnallt, wobei es ihm unmöglich gewesen sein soll, den Kopf nach vorne zu beugen, als er sich übergeben wollte; beim Eintreffen in der Notaufnahme war er tot, an seinem eigenen Erbrochenen erstickt.

Das Appartment, in dem Hendrix starb (Foto von www.findadeath.com)
Laut den offiziellen Aussagen der Rettungssanitäter wiederum war Hendrix bereits tot, als sie das Appartment betraten. Die Tür soll offen gewesen sein, und Dannemann nicht anwesend. Ein äusserst interessanter Punkt ist die offiziell festgestellte Todesart- Hendrix (der kein großer Trinker war) soll an einer Kombination seines eigenen Erbrochenen und großen Mengen von Rotwein erstickt sein. Der Alkohol befand sich in seiner Lunge, wobei der Blutanteil niedrig war; dies wäre ein möglicher Hinweis darauf, daß Hendrix der Rotwein zuvor mit Gewalt eingeflösst worden sein könnte.
Trotz weiterer Untersuchungen von offizieller und auch von privater Seite bleibt der Tod von Jimi Hendrix bis heute ungeklärt. Mike Jeffery verschwand kurz danach spurlos; sein Name tauchte erst wieder auf der Passagierliste eines Flugzeugs auf, welches am 5. März 1973 unter unglücklichen Umständen über Frankreich nach der Kollision mit einem Kleinflieger abstürzte, keiner der Insassen der Iberia DC-9 überlebte diesen Absturz.

Mitschuld am Tod von Hendrix? Monika Dannemann (1945 - 1996)
Monika Dannemann führte eine erbitterte gerichtliche Auseinandersetzung mit Kathy Etchingham, einer anderen Hendrix-Geliebten, die sie der Beihilfe zum Mord an dem Gitarristen beschuldigte; Dannemann wurde kurz darauf, am 5. April 1996 tot in ihrem Mercedes in der Nähe ihres Hauses in Seaford, East Sussex gefunden- sie hatte die Auspuffgase in das Innere der Limousine geleitet. Ihr damaliger Freund, der Scorpions-Gitarrist Uli Jon Roth, behauptet bis heute, sie sei ermordet worden.

Gitarrenlecken von hinten...
Soweit die Geschichte von Jimi Hendrix, die ich deswegen ausgewählt habe, weil mir seine Musik unglaublich viel bedeutet. Selbst im 21. Jahrhundert ist sein musikalisches Erbe nichts für nostalgische Rockfanatiker, die beim Klang seiner Gitarre leise in ihre Bierdose weinen- diese Musik brennt lichterloh und klingt wie pure Science Fiction, so als ob Jimi Ende der 1960er eine Zeitmaschine bestiegen hätte, die uns noch immer um Lichtjahre auf der Überholspur vorauseilt.

Dead Men Walking: Brian Jones, Jimi Hendrix
Das gerade sein Manager ein Geheimdienstagent war, der bewußt seine Karriere zerstörte und ausserdem seine Einnahmen auf CIA-Konten umleitete, ist bitter. Aber Hendrix war natürlich nicht das einzige Opfer der damaligen Rockmusik, denn der Zeitraum zwischen 1969 und 1971 war extrem “tödlich” für die Ikonen der Jugendkultur.
Das ist was für Zahlen- und Buchstabenmystiker: Mit jeweils ein paar Monaten Abstand verstarben alle Rockstars mit “J” im Namen: Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison. Alle übrigens auch im selben Alter: 27.
Quellen & Materialien:
Hier das Blog von Alex Constantine, neben Jim Keith mein allerliebster Verschwörungstheoretiker.
Immer nützlich bei der Recherche der letzten Lebensstunden von Stars: www.findadeath.com
Hier gibts Infos zum Club 27.
Die ganze Geschichte der Hippie-Bewegung.
Zum Thema CIA, LSD und Hippiekultur gibts hier eine entsprechende CROPfm-Sendung, und hier eine zur Geschichte von MKULTRA – beide Sendungen unter Mitwirkung eures Docteurs.




Wahnsinn!
“…Jimi Ende der 1960er eine Zeitmaschine bestiegen hätte, die uns noch immer um Lichtjahre auf der Überholspur vorauseilt.”
Das trifft es ganz genau, werter Doc
Nun Folgendes:
Hippis in der USA, Hippies in Europa, England, Deutschland … ecetera .. das lief doch ganz unterschiedlich ab. Es gab und gibt durchaus sowas wie Nachfolge, als Beispiele möchte ich ein neues ökologisches Bewußtsein nennen oder die Widerentdeckung der Romantik und der Folklore, das Interesse an Okkultem, wie beispw. das Tarot, an östlichen und westlichen Weisheitslehren. Hier in Europa war die subkulturelle Hippie-Bewegung von anderen Vorzeichen getragen, die Leute kamen teils aus ganz anderen Gesellschaftschichten als in der USA. Dort von zuhaus aus verwöhnte Jugendliche reicher Eltern, Aussreißer, die bis zum Überdruss alles hatten, ausser einer Perpesktive oder Richtung fürs Leben. Sie suchten andere Vorbilder, als
jene, die ihre Eltern abgaben. In Europa war die Bewegung teils viel stärker politisch gefärbt, und eher weniger hedonistisch.
Wir hatten in den Siebzigen wirklich gutes LSD (ist heute kaum noch zu bekommen, ist alles anderer Mist eben nur kein LSD 25). Von fremder Bewußsteins-Kontrolle keine Spur, gab es hier keinesfalls. Bin ich mir sicher. Was es gab, war das Expirement zu neuen und alternativen Lebensmodellen. Es wurde viel miteinander geredet, diskutiert, ja, oft bis zum Abwinken, über jeden Furz. Die Hochzeit der psychedelischen Welle dauerte höchstens fünf Jahre, (65-70) aber sie hat viel bewegt und initiert, Musik, Ökologie, Kunst, Film … was heutzutage bereits selbstverständlich ist.
Übrigens, das Stones-Konzert in Altamont war der Abgesang jener, bist dato friedlichen Bewegung, und wurde von der “politischen Gegenseite” dementsprechend negativ instrumentalisiert.
Liebe Grüße
Mein Buch Tipp: von T. C. Boyle, Drop City
http://www.amazon.de/Drop-City-Tom-Coraghessan-Boyle/dp/3423133643
lieber arkis!
erstmals möchte ich sagen, wie sehr mich dein kommentar freut, da du ja ein zeitzeuge bist (“insider” triffts vermutlich besser)- und natürlich hast du recht: ich spreche in dem artikel von den amerikanischen hippies, an denen nachweislich mind-control- techniken angewandt wurden.
hippie-bewegungen in europa finde ich faszinierend, da ich von denen nichts weiß- bin zwar in den 1970ern groß geworden, kann mich aber an nichts hippieskes erinnern- ich fürchte mal an unserem kleinen österreich ist dieser trend (wie so oft) spurlos vorübergegangen….
in deutschland muß es dafür ordentlich rundgegangen sein – die jahre ab 68 sind in dem stefan aust -buch über die RAF ja ausführlich beschrieben, muß eine unglaubliche stimmung gewesen sein damals! hach und da könnte man ja auch gleich wieder über die musik von damals schwärmen.. amoon düül I & II, Can….:0
peace & love!
le docteur
Lieber Docteur,
in jener Zeit sind ja auch viele einfach los, nach Indien, Pakistan, Nepal, Hindukusch, und so weiter … (es gab guten und billigen Shit dort) und es gab Heroin, (weniger erfreulich, das hatte nicht mehr viel von love and peace, darauf hängen zu bleiben), was ich sagen will, da hatten sich alle möglichen Nationalitäten eingefunden, Schweizer trafen Österreicher, Deutsche widerum jene, diese sich mit Italienern und so weiter … Es waren also Freaks aller Nationen unterwegs … allesamt Individuen an denen da nichts spurlos vorüberging.
Amon Düül II hab ich selbst dreimal Life erlebt, einmal als Vorgruppe zu Wolfgang Dauner (Freejazz) unglaublich dillitantisch, voll bis an die Halskrause mit psychedelischen Drogen aber waren echt geile Happenings, alle haben mitgemacht, teils waren da Leute aus dem Puplikum bei mit Instrumenten, die haben einfach mitgejammt. Haschisch rauchen war gar kein Problem, die Joints und Chillums sind ständig herumgekreist.
Oder wenn du damals inner Disco einen Joint graucht hast, ist das gar nicht groß aufgefallen, die es nicht kannten dachten da raucht einer ne Reval. *g* Das hat damals noch gar keinen, von der gesetzlichen Seite her, interessiert. Ich würde ja behaupten, die folgende Herionwelle hat vieles kaputt gemacht, die Leute und die Szene.
Während ich hier schreibe läuft bei mir gerade die “Atem” von Tangerine Dream. Das ist die zweite Scheibe von denen
ein wirklich nostalgisches Stück Musik.
Liebe Grüße
Lieber Doc,
danke für die spannende Abhandlung über diese so faszinierende Zeit!!!
Ich stimme mit dir überrein, dass die “friedliche Revolution” insgesamt gescheitert ist. Aber trotzdem kann ich deinen folgenden Aussagen nicht ganz zustimmen:
“Komisch, daß diese “friedliche Revolution” eigentlich nichts bewirkt hat.
Die “friedliche Revolution” der Blumenkinder konnte nichts bewirken, denn sie war, wie wir heute wissen, nichts anderes als ein riesiges Laborexperiment.”
Die 68er Bewegung hat auf so vielen Gebieten etwas bewirkt, an so vielen verkrusteten Systemen gerüttelt, dass ich sie als maßgebenden gesellschaftspolitischen Impuls im 20. Jahrhundert ansehen würde.
Wenn man die Gesellschaft in den 50er und frühen 60er Jahren ansieht (grrr.. so verstaubt wie nur möglich), und dann Anfang der 70er nochmals darauf blickt, hat sich unglaublich viel getan. Um nur einige Bereiche zu nennen: eine erste Konfrontation der Jugend mit den Eltern-Generation, eine erste anfängliche Aufarbeitung der Nazizeit (sehr, sehr schleppend), eine Hinterfragung des Systems an sich (gerade durch die Künstler in den USA und auch in Wien (Stichwort “Wiener Aktionismus”), ein ersten Umweltbewusstsein kam zutage, und vor allem zwei Bereiche, die für mich sehr essentiell sind: Ohne 68er würden wir heute NOCH verbohrter mit der Sexualität umgehen (auch wenn das nicht heißt, dass alles so genial war, was die machten) und zweitens, hat es wohl keine Zeit gegeben, wo so fruchtbar erstmals die Spiritualität (NICHT Religion) wachsen konnte. Viele für mich spannenden spirituellen Pflänzchen haben in dieser Zeit zu wachsen begonnen.
Ok, man könnte bei jedem Punkt einiges widersprechen oder anmerken, und ich stelle auch nicht in Abrede, dass die CIA da viel ihre Hände mit drin hatte (wie ja fast immer)
Doch (vielleicht auch ein wenig verklärt) blicke ich auf diese Zeit, und denke, dass wir heute so verbrainwasht sind, dass wir uns durchaus einigen Aktionismus und Grenzenlosikgeit (vor allem im Denken) – statt Bravsein und Stubenhockertum – abschauen könnten.
Und von der Musik gar nicht zu reden
Beste Grüße
Markus
hallo markus, danke für deinen kommentar! ich gebe dir insofern recht, daß es damals wichtige spirituelle impulse gegeben hat (die hier oft von mir zitierte channeling-entität seth ist ja z.b. so ein produkt der “love & peace” – zeit) wenn mich mich allerdings in der heutigen welt so umschaue, muß ich sagen- von den damaligen schönen ideen ist nichts übriggeblieben: kriege und bewaffnete konflike, wohin das auge blickt, unbeirrbare ausbeutung aller ökologischen ressourcen, eine habgierige gesellschaft, in der (fast) jeder nur auf seinen eigenen vorteil bedacht ist…
Abschauen könnten wir uns von den damaligen Ideen jede Menge, da stimme ich dir zu.
liebe grüsse,
le docteur
i love jimi hendrix i like the hippy chicks on the top of the page
Me too! :0
Hallo Doc,
interessanter Artikel, der einige neue Facetten aufblitzen lässt; doch der DIAMANT ist nach wie vor intakt! Die Geheimdienste brechen ja immer wieder gerne ungeheuerliche Experimente vom Zaun; und wenn ihnen die Sache dann (bes. positiv) übern Kopf wächst; kommt die gesetzliche Keule… Hybris und Paranoia erzeugen aus meist banalen Umständen gerne ablenkende Verschwörungstheorien. Die wahren Verbrecher gegen die Menschlichkeit sind ja meistens politisch unterwegs. Die friedlichen Hippies haben jedenfalls kreativ mehr bewirkt, als alle gewalttätigen Weltverbesserer. Was Psychedelika betrifft, ist Albert Hofmann die allerhöchste Instanz; wie ich es in meinem Buch LiebeSei Dank/Begegnungen mit Albert Hofmann, berichtend beschreibe…
Na ja, allerhöchste Instanz ist übertrieben!
Ein Genie war Albert Hofmann allemal…
Und Mick Jagger lebt Liebe Sei Dank auch noch!
hmm.. aber Jagger ist ja part of the satanic game, vergiß das nicht! “Sympathy for the Devil”, “Their satanic majestic requests” !! und Richards.. mein gott! > blutaustausch > hinweis auf ein blutritual? siehe david icke
liebe grüsse in die schweiz!
le docteur
Hallo Doc, verstehe, der Teufel murkst sich nicht selber ab…
Und Richards ist mir dennoch lieber als z.B.der Papst; obwohl er gewiss kein idealer Blutspender sein dürfte… Schönen Gruß aus Österreich/Vorarlberg!
hallo RUDHI !
>Und Richards ist mir dennoch lieber als z.B.der Papst<
mir auch! in jeder art und weise!
und sorry wegen der schweiz
liebe grüsse nach vorarlberg natürlich!
le docteur