Doctor Strange ist einer meiner allerliebsten Comic-Superhelden. Die im deutschen Sprachraum wenig bekannte Figur ist im sonst eher stockkonservativen Verlag Marvel immer ein Garant für durchgeknallte, ja höchst esoterische Geschichten, und das schon seit 1963.

Doctor Strange in Aktion.
Kaum zu glauben, um was für Themen es da geht: Astrale Projektionen, Telepathie, Hypnose, Levitation, Multidimensionalität; schwarze Magie, Nekromantie und vieles anderes mehr. Doctor Strange, der “Sorcerer Supreme“, hat alle notwendigen magischen Praktiken an einem versteckten Ort im Himalaya-Gebirge in jahrelangen Studien bei seinem tibetischen Meister “The Ancient One” erlernt; in seinen Ritualen beschwört er die Trinität Vishanti (bestehend aus den “ewigen” Wesenheiten Hoggoth, Oshtur und Agamotto), die spirituelle Gruppe Octessence und auch die dunkle Gottheit Shuma-Gorath, die eine interessante Verbindung zum Cthulhu-Mythos darstellt; erfunden hat sie nämlich Conan-Schöpfer Robert E. Howard, der sich vermutlich von seinem Brieffreund H. P. Lovecraft inspirieren liess.

Wichtiges Utensil: Das "Auge des Agamotto".
Die dichte und ungewöhnliche Mythologie des Doctor Strange-Universums ist in unzähligen Stories liebevoll ausgearbeitet, bildet wie so viele andere Mythen einen wunderbar lebendigen, parallelen Kosmos und kann mitunter für recht aussergewöhnliche Erlebnisse sorgen, wie ich kürzlich bemerkte. Als ich nämlich beim Lesen einer dieser Geschichten spät nachts im Bett darüber einschlief, träumte ich das Gelesene in seltsamen Variationen und Auschmückungen weiter.
Kurz darauf erwachte ich und erfuhr das äusserst merkwürdige Gefühl, mittels unzähliger Tentakel oder Seile “nach unten” gezogen zu werden; dieses Gefühl wurde begleitet von einem unglaublich lauten Brausen oder Tosen. Gleichzeitig ging es aber auch noch irgendwie mit meinen Traum weiter, in dem ich gerade damit beschäftigt war, mit einem “astralen Maschinengewehr” (?) einen Dämon oder bösen Geist in einem Haus zu erledigen, den ich mittels eines Displays als Punkt innerhalb eines Diagramms wahrnehmen konnte.

Ich bewegte mein Hände und Füsse und konnte das “Brausen” und das “nach unten gezogen werden” schließlich abstellen; Angst hatte ich eigentlich keine empfunden, war aber doch schweißgebadet und hatte Probleme, danach wieder zurück in den Schlaf zu finden. Ähnliche Symptome beschreibt der legendäre Pionier des astralen Reisens, Robert Monroe in seinen Büchern ja zur Genüge; deswegen denke ich, dass sich mein “feinstofflicher” Körper wohl ein wenig aus seiner materiellen Hülle gehoben haben dürfte, und ich habe die Rückkehr in diese bewußt miterlebt.

Pionier des astralen Reisens: Robert Monroe (1915-1995)
Das alles klingt jetzt nicht sonderlich spektakulär, allerdings bin ich jetzt noch von der (subjektiv empfundenen) Macht dieser “Rückkehr” überwältigt- und kann mir lebhaft vorstellen, welch intensive und vermutlich erstmals Panik auslösende Erfahrung das sein kann, wenn man sich wirklich “ausserhalb” seines materiellen Körpers befindet und sich in dieser neuen Realität mit ihren eigenen Gesetzmässigkeiten erst mal zurechtfinden muss.

Die drei (natürlich auch auf auf deutsch erhältlichen) Bücher von Robert Monroe kann ich nur allerwärmstens empfehlen – spannender als jeder Krimi, ausserdem auf ganz eigenartige, ja einzigartige Weise “spirituell“, da Monroe als erster versuchte, seine Erlebnisse in wissenschaftlicher Form aufzuarbeiten, was dem Leser blumige Schlussfolgerungen erspart. Respekt auch an diesen Mann, der in den 1950er-Jahren auf keine “esoterische Szene” zurückgreifen konnte, um seine seltsamen Erlebnisse erklärt zu bekommen.
Wer des Englischen mächtig ist: hier kann man Monroes wichtigste Werke umsonst lesen- und ich bin jetzt mal gespannt, ob meine Erfahrung der Auftakt zu weiteren ausserkörperlichen Erlebnissen ist oder nicht….
PS: Unverzichtbar für astrale Reisende: Das Thetawaves Portal/Forum.







Hallo Nachtstrom, ich würde gerne wissen ob und wo Comics oder Geschichten von Doctor Strange in deutsch erhältlich sind? Es würde mich sehr reizen diese Comics in die Hände zu bekommen^^
Zu ihrer “teilweisen” außerkörperlichen Erfahrung: Ich hatte vor ca. 3 Wochen ein ähnliches Erlebnis. Als ich nachts einschlief, wachte ich plötzlich in einem luziden Traum auf in einer Umgebung, die sehr fremdartig war. Das besondere war aber, dass ich mich genau errinnern kann wie ich mittendrin im Traum “aufgewacht” bin und wieder in meinem Bett lag, nur dass ich meinen rechten feinstofflichen Arm bewegen konnte. Ich habe dann meinen Arm in die Wand gesteckt, die zu meiner Rechten war und konnte genau die Materialien in ihr spüren. Leider bin ich dann wieder eingeschlafen und mein Traum ging dann noch weiter. Das dauerte alles nicht länger als 2 Stunden, was ich gemerkt hatte als ich mit einem breiten Grinsen aufgewacht bin und darüber nachgedacht habe, subjektiv gesehen waren es für mich bestimmt 4 oder 5 Stunden.
hallo aron!
sehr interessantes erlebnis! ich bin schon gespannt, ob mir ebenfalls noch weiteres in dieser richtung passiert….
zu doctor strange: der war leider nie so beliebt, dass man ihm eine eigene deutschsprachige serie spendiert hat- allerdings sind die amerikanischen comics mit ihm extrem leicht zu lesen (bin kein besonderer experte der englischen sprache) und sie sind noch dazu bei amazon spottbillig zu erwerben.
liebe grüsse,
doc
Hallo Dr. Nachtstrom! Freut uns, das dir Thetawaves gefällt. Ich habe, wie gesagt, schon einen Gegenlink bei uns gesetzt.
Weiter so mit dem Blog!
MfG
Wingman
Die Bücher von Robert A. Monroe sind in jedem Fall äußerst empfehlenswert. Meiner Meinung nach nicht nur ein Pionier der außerkörperlichen Erfahrung, sondern auch jemand, der mit einem nüchternen Kopf an die ganze Sache herangegangen ist und dabei keinem übertriebenem Vokabular oder Glaubenssystem verfiel.
Durch meine vielen eigenen außerkörperlichen Erfahrungen kann ich zumeist auch bestätigen, was Monroe in seinen Büchern darstellt und berichtet. Seitdem er Ende der 90er verstarb, so berichtet noch heute sein Freund, Bruce Moen, auf seinen eigenen Astralreisen von weiteren Begegnungen und Unterhaltungen mit Monroe.
Liebe Grüße, Jonathan
[...] á la Isaac Asimov beeinflußt war. Da gab es verschlungene Charaktere á la „Dortor Stange” oder „Swamp Thing”, da waren die kühnen grafischen Gestaltungen eines Neal Adams in den [...]