Posting 100
Hintergrundmusik. Diesmal mein Lieblingsartist auf dem wunderbaren Netlabel Laridae: Beitegeuze mit „Novell„, aus dem Release „Form„, hier als freier Download erhältlich.
Herzlich willkommen zum 100. Posting auf Obskuristan! Aus diesem Anlass wird heute ein bisschen aus dem Nähkästchen eines Verschwörungstheoretikers geplaudert. Als solcher werde ich in letzter Zeit immer öfter bezeichnet; ich fasse das als Kompliment auf, hoffe aber, mir doch etwas bewahrt zu haben, was Verschwörungstheoretikern im allgemeinen zu fehlen scheint: die Fähigkeit, über die eigenen Theorien lachen zu können.

Hero: Charles Fort
Im September 2008 habe ich mein erstes Posting geschrieben, und seitdem ist dieses Blog hier eigentlich zu einer Full-Time-Freizeitbeschäftigung geworden. Natürlich hat es mich auch in gewissem Sinne erleuchtet – abgesehen von der massiv eingekauften Literatur im Hinblick auf neue Artikel hat mich das Gesetz der Anziehung auch mit aussergewöhnlichen Menschen zusammengebracht, die ich sonst wohl nie kennengelernt hätte.

Hero: Charles Berlitz
Und das verändert einen. Das Thema „Transkommunikation“ mag hier als Beispiel dienen: Als ich mit Obskuristan startete, habe ich ja noch eine Riesenportion Skepsis besessen, habe vor Channeling-Botschaften gewarnt, und vor allem die negativen Beispiele aufgezeigt. Nicht dass ich meine Skepsis verloren hätte; schwarze Schafe findet man in diesem Feld ja noch immer mehr als genug (zum Beispiel, erst kürzlich von mir entdeckt, die Urantia – Botschaften: unsäglicher, fundamentalistischer Quark, ausgewälzt auf über 2000 Seiten[!] unschuldigen Papiers), persönliche Erlebnisse haben mir aber gezeigt, worauf es im direkten Kontakt mit einer spirituellen Wesenheit ankommt: auf die Intuition, die einem sofort signalisiert, ob etwas „richtig“ ist, oder nicht.

Heroine: Jane Roberts
Für „Tonbandstimmen“ und ähnliche Techniken (sozusagen als Vorläufer der Transkommunikation) interessiere ich mich hingegen kaum noch – die Versuche, mit materiellen Mitteln spirituelle Ergebnisse zu erzielen, muten ziemlich antiquiert und für mich auch ein wenig lächerlich an. Das einzige, was man damit erreichen kann, ist das Herbeizitieren von Low-Level-Entities, die einem das Blaue vom „Himmel“ (oder sonstwoher) herunterlügen. Meine kritische Haltung zu sog. „Geisterbildern“ auf Fernsehbildschirmen (ein bei aller Liebe nicht als seriös anzusehendes Phänomen aus dem Tonbandstimmen-Dunstkreis) hat übrigens eine Dame aus Deutschland (laut eigenen Angaben ein Mitglied eines ebensolchen „Vereins“) vor einiger Zeit dazu gebracht, mir ein wutentbranntes Mail zu schreiben, in dem sie sich beklagte, dass mein Blog „so schnell bei Google gefunden werden könnte“ und in dem sie mir schlußendlich einen „äusserst schmerzhaften, einsamen Tod“ wünschte. Arme, verwirrte Seele!

Hero: Jim Keith
Eines musste ich aber sowieso lernen: Wer sich aus dem Fenster lehnt und es wagt, sich Theorien abseits des allgemeinen Konsens hinzugeben, muss natürlich auch mit der entsprechenden Häme rechnen. Ich habe nichts gegen konstruktive Kritik, behalte mir allerdings weiterhin vor, Kommentare mit diversen untergriffigen Schimpfkanonaden nicht freizuschalten. Das kommt zum Glück nur sehr selten vor – wem es hier in Obskuristan-Land nicht gefällt, der braucht ja einfach nur woandershin zu surfen.

Hero: Jim Garrison
Eher belustigt verfolge ich auch hin und wieder die Diskussionen, die Blog-Artikel von mir in diversen Foren auslösen: meine Spekulationen über Jan Sloot’s angeblichen „Supercode“ haben bei gestandenen PC-Enthusiasten einmal anscheinend ordentliche Bauchschmerzen verursacht, ebenso mein Artikel über die seltsamen Ereignisse rund um John Lennon’s Tod, der in einem anderen Forum zu seitenlangen Pro- und Contra-Attacken geführt hat.

Essential: Bibliothek
Aber bitte nicht vergessen: die meisten Postings hier sind mit einem gewissen Augenzwinkern versehen; je mehr man sich in die verwirrende Welt der Verschwörungstheorien begibt, desto mehr sollte man (wie eingangs erwähnt) darauf achten, dass einem der (schwarze) Humor nicht abhanden kommt.
Ich freue mich über die rege Anteilnahme an meinen diversen Ausritten, laut meinem Statistiken nähern sich die Seitenaufrufe ja schön langsam der magischen 100.000er-Grenze, mit durchschnittlich 300 – 500 Besuchern pro Tag. Ein geheimer Wunsch von mir (den ich hiermit verrate) wäre es ja, über all die „weirden und wunderbaren“ Sachen, die hier berichtet werden, einmal ein Buch zu schreiben; diverse Versuche bis jetzt sind allerdings aus Zeitnot im Ansatz steckengeblieben. Also, her mit dem Verlagsangebot, ich würde dann auch gleich meinen Day-Job kündigen

Essential: CROPfm
Nun denn: auf die nächsten 100 Postings! Herzlichster Dank an dieser Stelle für die unzähligen Inspirationen geht an alle treuen Stammposter, ausserdem an Tarek & CROPfm, den „magischen„ Bernhard und Sigi aka Matrix 2012.



Humpftatäteräh !
Wenn das Internet schon trompeten könnte………….
na egal, das kommt sicher auch noch. Also, wie könnte es auch anders sein, hier erst mal ein virtuelles Humpftamtam und Happy Posting zum 100 sten !
Und Danke ! für den Blog mit all den Inspirationen durch Le Doc und natürlich auch den Postern.
Die Artikel lösen immer wieder Assoziationsketten aus, die Affinität ist greifbar und sehr erfreulich in diesem aktuellen Dschungel aus Weltbildern.
Ein Zufluchtsort für die abgespacdten dieser Welt, die vielleicht gar nicht so weit weg sind in all diesen intertranszendentärverdimensionalwurschtelten Spacewindungen.
Auf die nächsten 100 und alles was da sonst noch kommen möge und dass sich endlich bald der Verlag bei Dir meldet !!!
VLG sigi
Immer wieder nett! Auf dass dir die Themen nie ausgehen!
Dem kann ich mich nur anschließen
!
Und so ein Obskuristan-Buch… das wär mal was wirklich Wohltuendes in der Verschwörungs-Verlags-Szene. Weiter so!
Hallo,
tut mir sehr leid. Ich bin kein Verleger.
Ich kann dir aber einen Tip geben.
Im netz gibt es ja zum Beispiel www,peo,de.
Vielleicht sagt esdir ja zu. Na, ja für den Anfang. Blogger wie Sie es sind auch schon kleine literrarische Kleinode im Ntzz.
Na dann, viel Erfolg.
Tschö!
Du, macht ja nix. Ich will ja aber gleich einen riesigen Vorschuss, kündige dann meine Arbeit und widme mich nur mehr dem Schreiben! Herrlich!
Liebe Grüsse,
dein doc
Alles Gute zum 100sten! Ich lese hier stetig lieber und teile deine Ansichten bzgl. der Bewahrung kritischen Humors den eigenen Überlegungen gegenüber.
Als Dank sowie auch zum Ausgleich für die bestimmt noch weiterhin kommenden bösen Mails wünsche ich dir ein “äusserst angenehmes, liebevolles Leben”.
(Hast ne tolle Bibliothek, fass das deine ist)
hallo!
ja die bibliothek ist die meinige
vielen dank für deine positive energie……
liebe grüsse,
doc
Herzlichen Glückwunsch
Herzlichen Glückwunsch und bitte bitte mach weiter. Deine Artikel sind interessant, inspirierend und spaßig. Gut das es Dich gibt!!!
Alles Gute auch von mir.
Ich denke Du wirst Dein Buch schreiben.
PS: Freue mich schon auf die kommende CROPfm
Lieber Docteur,
auch von mir die allerbesten Wünsche zum hundertsten – mögen noch viele hitzigen Diskussionen los getreten werden!
Wie sagt man doch so schön bei uns im Österlande:“beim reden kommen die leut’ zsam“… keiner hat die Wahrheit gepachtet (zumindest niemand den ich kenne…) und Lachen ist die wichtigste Zutat am Weg zur (persönlichen) Erkenntnis.
In diesem Sinne: keep on keepin’ on! Und freu mich schon sehr auf kommenden Samstag, wenn ich wieder mal die Ehre habe das dynamische Duo, Dr. Nachstrom und Bernhard Reicher, als Gäste begrüßen zu dürfen…
Es wird sicher wieder … spannend!…:-)
hello!
danke euch vielmals für eure vielen netten kommentare!
ihr seid mir allesamt eine riesige inspirationsquelle und bereichert mein Leben sehr…
alles liebe,
euer docteur
Auch von meiner Seite ein herzliches DANKE und noch viel Inspiration für die nächsten 100!
Möge die Macht mit dir sein!
Liebe Grüße
Markus
danke auch dir und liebe grüsse….
ze doc
Hallo
Wollte Dir nur einmal eine kleine Nachricht zu Deinem Kommentar bezüglich des Urantiabuch’s rückkoppeln.
Ich bin 28 und beschäftige mich seit etwa 10 Jahren mit diesem Buch, und ich muß sagen, daß Dein Wahrnehmungsfilter, aus meiner subjektiven Sicht, es Dir schwer möglich machen wird, Dir die Inhalte des Buches zu entschüsseln; für Dich wird das eine Art Befriedigung, eine Entlastung sein, das wohltuende Gefühl, etwas „Falsches“ als falsch entlarvt zu haben, unterstützt von den Stimmen glaubwürdiger „Meta“-Wissenschaft und wohlwollender Recherche.
Beinahe hätte ich Dir dieses Feedback nicht geschrieben, aber da las ich auch Deine persönliche Begründung, Du gestattest:
„[...]persönliche Erlebnisse haben mir aber gezeigt, worauf es im direkten Kontakt mit einer spirituellen Wesenheit ankommt: auf die Intuition, die einem sofort signalisiert, ob etwas “richtig” ist, oder nicht.“
Eben persönliche Erlebnisse waren es – diese Deine Worte hätten uneingeschränkt auch von mir kommen können, allerdings im Bezug auf das Urantiabuch- die mich den zunächst sonderbar anmutenden inneren Vokabulargebrauch des Urantiabuches mehr und mehr innerlich integrieren ließen, mir zur Qualität in der Quantität der vielen dünnen Seiten verhalfen und verhelfen. Auch ich habe viel gelesen, und hatte Grund, ausgerechnet zum Urantiabuch zurückzukehren.
Du wirst selber wissen (übrigens, auch ich habe als eines der ersten Bücher, die mich zu einer Art Kontakt mit mir selbst bewegten, das „Seth-Material“ aufgenommen, und versucht, das in gesunder Kritik zu tun), daß man den Reichtum persönlicher Erkenntnisse schwer auf die Waagschale einer Kommunikation werfen kann, die kaum eine Chance hat, zu beginnen, aber von meinem Standpunkt aus, der möglicherweise sektiererisch oder „narrow-minded“ auftritt, kann ich Dich nur warnen, Dir Türen zu verschließen, die vermutlich keine andere Literatur zu dieser Zeit Dir erschließen könnte. Es hat etwas Schürfendes, mit jeder Zeile einer geliebten Literatur nicht nur klüger, sondern gleichzeitig beseelter zu werden, einsichtsvoller, toleranter, vergeistigter, wir können einander nur grüßen, wenn wir für dieses Wachstum verschiedene Quellen in Anspruch nehmen, aber wir sollten solche Quellen nicht kategorisch verwerfen: Dem Urantiabuch steht diese Verteidigung durchaus zu.
Der große Unterschied von „okkulten Phänomenen“ und „herkömmlichem“ gechanneltem Material (das zu Großteilen auf (Unter-)Bewußtseins-Verwandschaften zwischen dem Medium und dem Anregungspotential des faktisch „Einfließenden/Selbst-Stimulierendem“ wirkt) zum Urantiabuch ist die zunehmend deutlicher werdende Einführung des Lesenden in Meta-Ebenen, die nicht verbal im Text „benannt“ sind; man erlebt sich tatsächlich als „Entschlüsselnder“, je mehr Erfahrung man in der bewußten Kommunikation eines Buches mit verschiedenen Bandbreiten menschlich aufstrebender Geistentwicklung erreicht hat. Wachstum ist demnach nicht nur als gedankliches Aha, oder eine deduktive Bestätigung von wissenschaftlich-intuitivem Intellekt fühlbar, sondern als die Fähigkeit, vorher „Niedagewenes“ plötzlich integrieren zu können, als erlebtes, präsentes geistiges Wachstum, als einer der ersten oder zumindest wenigen Menschen „ohne (offiziell-soziale) Referenz“ in der Lage zu sein, geistige Qualität tatsächlich im größeren Rahmen zu beurteilen – das könnte auch einen (scheinbaren) Gesichtsverlust vor einem großen Publikum bedeuten, würde man sich zur Äußerung trauen, was ich beispielsweise hiermit tue. Denn wer von uns gibt schon gern das Gebiet, auf dem er belesen und erfahren ist, auf, um sein Wachstum auf einem anderen zu pflegen? Wir antworten allzuschnell, bevor wir nachfühlen, ich schließe mich da oft ein. Ich hoffe, mein Gruß ist in der Lage, Dich ohne Angriff und Bitternis zu erreichen, und ich konnte die – wenn auch subjektiv scheinende – Wichtigkeit dieses Buches für einzelne Menschen der Vollständigkeit halber hier erwähnen.
Vorsorglich, in Befürchtung von zuwenig Ortskenntnis über die Lage meines inneren Aufenthaltes, möchte ich bereit sein, zu zeichnen mit
einem armen verirrten Seelchen,
das sich seiner Sache gar allzu sicher ist,
In freundschaftlichem Gruße
auf selbem Wege
Clemence
Liebe Clemence!
Danke für dein elegantes Posting (Wow!), dem ich nur schwerlich etwas erwidern kann, habe ich mich durch das „Urantia“ – Buch doch nur ein paar Tage zu quälen versucht, was zu dem ausführlichen Studium deinerseits in keinem Verhältnis steht.
Natürlich ist man als Blogschreiberling schnell in der Gefahr, manches pauschalierend abzuurteilen, ich gehe aber davon aus, das meine Leser wissen, wie höchst subjektiv das Geschriebene hier ist.
Ich schließe auch gar nicht aus, mich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal dem „Urantia“-Buch zuzuwenden, wer weiss, ob es mich dann nicht tiefer berührt?
Von meinem gegenwärtigen Standpunkt aus muß ich allerdings sagen, dass meine erste große „Liebe“ SETH wohl zur Beschäftigung für mein ganzes kleines Erdenleben ausreicht. Wie wir ja wissen, färben die Weitergebenden die Channeling-Botschaften ganz gehörig, und die „Färbung“ des „Urantia“-Buchs behagt mir ebensowenig wie die (absichtlich?) schwer zu entziffernden Werke Blavatskis oder der staubige Stil der Jakob Lorber-Neuoffenbarungen.
Jane Roberts hingegen lebte zu einer wunderbaren Zeit, als die Welt der Moderne zum ersten Mal bereit war, ihr Bewußtsein zu öffnen, sich als multidimensionales Wesen zu begreifen und die ewige Gültigkeit ihrer Seele endlich anzuerkennen: der „Sub“- oder „Meta“-Text der SETH-Botschaften dockt mich ohne Umschweife sofort an dieses großartige, unglaublich liebevolle, aber auch abenteuerliche Gefühl an, und ich weiß einfach, ich bin „zu hause“.
Und dieses tiefe Gefühl ( gerade hatte ich eine Phase, in der ich mich in höchst theoretischen nondualen Konzepten zu verirren drohte, da ist dann das „zurückkommen“ besonders schön) bekomme ich jederzeit, selbst wenn ich nur ein SETH-Buch in die Hand nehme, egal in welchem zeitlichen Abstand oder in welcher Stimmung dies geschieht; bei Weitergaben wie „Urantia“ oder vielen anderen habe ich dieses Gefühl leider nicht.
Genau auf dieses „Spüren“ verlasse ich mich blindlings; dies ist nämlich (wie schon beschrieben) mein persönlicher „Fühler“, der mir sagt, was für mich im Moment richtig und gut ist.
Wie gesagt, ich will aber wirklich keineswegs kategorisch ausschliessen, das ich mich nicht später einmal wieder mit den „Urantia“-Weitergaben beschäftigen werde!
Würde mich freuen, wieder von dir zu hören,
Liebe Grüsse,
dein Docteur
Seit ich´s entdeckt habe,schau´ ich immer wieder gerne in Obskuristan vorbei. Ich mag die Themen, die Gedanken und den gelassenen Stil. Eine Bitte zum Artikel:Wüßte doch zu gerne, was Fort, Berlitz, Roberts und Garrison zu Heroen und Heroinen macht. Steht das hier schon irgendwo? Wenn ja, bitte ein Link.
Grüße und Glückwunsch zum hundertsten!
Sucher
Lieber Sucher!
Sorry für die verspätete Antwort (war in fremden Landen) und danke für dein Kompliment!
Die genannten Herrschaften begleiten mich seit meiner Jugend und bilden mit ihrer mutigen Forschertätigkeit die leuchtenden Vorbilder für den Schreiberling dieses Blogs
Bitte einfach die entsprechenden Namen oben rechts in die Suchfunktion einzutragen, dann erscheinen die dazugehörigen Artikel…
liebe grüsse,
dein doc
Lieber doc,
Danke für die Hilfestellung. Habe nachgeschaut, gelesen, und jetzt weiß ich mehr. Immer interessant, zu erleben, wie sich so dies zu jenem fügt. Das Buch von Jim Garrison hat mich sofort in seinen Bann gezogen; die Intuition sagt: Hier spricht ein aufrechter Mann zu Dir. Doch es ist auch Vorsicht angebracht. Meine Erfahrung ist: Je tiefer ich mich in solche Strukturen hineinbegebe – sei es der Kennedy-Mord, der 11. September, die Bilderberger oder, oder, oder… – desto mehr wachsen Wut- und Haßgefühle. Und so spielen gerade die aufrechten Aufdecker auf perfide Weise der anderen Seite in die Hände, indem sie Menschen ungewollt auf deren Ebene ziehen. Dadurch wiederum werden Energien gebunden, die in die persönlichen Entwicklung allemal besser investiert wären. Natürlich sind Bücher wie das von Garrison und ihre mutigen Autoren wichtig, aber ich denke, ein wenig innerer Abstand sollte immer gewahrt bleiben.
Und dann habe ich von Deinem Text aus mal bei den Urantianern vorbeigeschaut. Erster Eindruck: Kommt zwar sehr ernsthaft daher, ist auf seine Art aber genauso durchgeknallt wie die launigen Jungs vom magnetischen Dienst. Zu diesem ausufernden Channeling-Hype hege ich übrigens einen Gedankengang, den ich hier gerne mal zur Disposition stellen würde.
Nehmen wir mal an, ein Querdenker wie Dr. Broers hätte Recht, und der Erde steht wirklich eine Veränderung bzw. Erhöhung des Bewusstseins bevor; ein Hinweis darauf ist der zunehmende Drang der Menschen, nach einem höheren Sinn im Leben zu suchen und sich mit spirituellen Themen zu befassen. Diese Suche wiederum ist eine Bedrohung für alle Herrschenden, denn: Ein spirituell entwickelter Mensch hat keine Angst mehr. Die meisten von uns tun, was sie sollen, weil sie mit offenen oder versteckten Ängsten manipuliert werden: Angst, den Job zu verlieren. Angst vor sozialer Ausgrenzung. Angst vor Gefängnis, vor Terroristen, vor materiellen Verlusten. Angst, dass der Nachbar ein größeres Auto kauft oder der Kollege dem Chef besser gefällt. Angst vor dem Tod. Um diesen Ängsten zu entgehen, buckeln und gehorchen wir, kaufen sinnlose Dinge und betäuben uns mit Drogen oder vor dem Fernseher und sorgen dafür, dass eine gigantische und zerstörerische Maschinerie weiterlaufen kann.
Der spirituell entwickelte Mensch hingegen weiß, dass all diese Ängste Illusionen sind und hinter dem, was wir Realität nennen, etwas Größeres steht. Man kann ihn nicht zwingen und manipulieren, indem man ihm Dinge zu nehmen droht, die ihm nicht wichtig sind. Selbst der Tod kann ihn nicht schrecken, weil er weiß, dass Sterben nur ein Übergang ist. Das macht ihn so gefährlich für diejenigen, die diesen Planeten beherrschen.
Da man spirituelle Entwicklung nicht verbieten kann, müssen Alternativen geschaffen werden: Eine immer perfektere Unterhaltungsindustrie steht bereit, um für Ablenkung zu sorgen. Und all jene, die sich – siehe Dr. Broers – mit diesem Angebot nicht mehr zufrieden geben, können sich mit Kryon & Co beschäftigen. Deren Botschaft lautet: Wir sind da, um Euch beim Aufstieg zu helfen. Subtext: Wir machen das schon. Subsubtext: Eigentlich braucht Ihr gar nichts zu tun, Ihr seid sowieso ins große Ganze eingebunden. Schlau eigentlich: Um eine Revolution zu verhindern, erzähle den Leuten, dass sie schon stattgefunden hat.
Wirkliche spirituelle Entwicklung dagegen erfordert Zeit, ernsthaftes Bemühen und einen offenen Geist. Aber dafür gibt es ja auch Blogs wie diesen hier im großen, weiten Internet.
In diesem Sinne grüßt Dich
Sucher
Hello Sucher!
Erstmal herzlichen Dank für deinen wertvollen Beitrag, solche Postings machen mir grosse Freude.
Du hast vollkommen recht, Verschwörungstheorien sollte man mit grosser Skepsis begegnen, weil nämlich die „Aufdeckung“ einer Verschwörung genausogut die nächste Verschwörung sein könnte. Mit dem hegelianischen Prinzip von These und Antithese werden Menschen schon seit Ewigkeiten „beschäftigt“ und die daraus folgende „Synthese“, die von Wesen hinter dem Vorhang vorherbestimmt wird, trägt nur dazu bei, um uns weiter einzulullen.
Dasselbe Prinzip kann man natürlich auch wunderbar auf esoterische Lehren anwenden- hier ist am wenigsten solchen „Weitergaben“ zu vertrauen, die wieder zu Untätigkeit und letztendlich zu weiterer „Einlullung“ führen; ich halte mich (und das auschließlich aufgrund meiner Intuition, ein wunderbares Werkzeug) strikt an das, bei dem ich das Gefühl habe, das es meine Entwicklung fördert und mir gleichzeitig meine Freiheit bewahrt – in diesem Sinne muss ich wiedermal (wie ich das schon so oft getan habe hier) auf die Jane Roberts- Channelings von Seth verweisen, meiner Einschätzung nach das perfekte „Handwerkszeug“ um zu dem zu erwachen, was wir eigentlich sind.
Freut mich, wenn du meine Bemühungen um „Sinnsuche“ anerkennst; ein ganz wichtiger Aspekt für mich ist allerdings auch der Spaß, den ich an abgedrehten Theorien habe; das ist auch der beste Weg, um mit den ganzen „dunklen“ Energien umzugehen, wie ich finde (Dämonen können absolut keinen Spaß vertragen).
Liebe Grüsse,
dein Docteur
Hi,
Thank you for the great quality of your forum, every time i come here, i’m amazed.
i read your posts regularly and i finaly decided to subscribe.
black hattitude.
my pleasure!
le doc