Hintergrundmusik: Diesmal gute alte Synthesizermelodien, und zwar “B. Aldrian” aus der LP “Synthesist” von Harald Grosskopf, aufgenommen 1980. Kennt leider kaum noch wer, ist wirklich wunderbar!
Michael Schneiberg, einer der beiden Moderatoren des von mir hochverehrten Schriftsonar – Podcasts hat kürzlich anlässlich einer Buchbespechung vom “Spätherbst” der Science Fiction gesprochen, ein Begriff, der in mir schlimme Befürchtungen ausgelöst hat. Mein Lieblingsgenre scheint sich wohl definitiv seinem Ende zuzuneigen, und als lebenslanger SF-Fan und natürlich Sammler der entsprechenden Bücher bricht mir da schon mal der Angstschweiß aus- ich komme mit dem Lesen der aktuellen Neuerscheinungen zwar kaum nach, aber irgendwann wird es einfach keine neuen Science Fiction-Bücher mehr geben? Und dann?

Das waren noch Zeiten: Science Fiction - Buchhandlung im Paris der 1970er-Jahre
Wer kein SF-Fan ist, kann dieses Unbehagen wohl schwer nachvollziehen. Aber die Versprechungen, die Zukunftsvisionen der Science Fiction seit der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurden ja noch nicht im geringsten eingelöst- so warte ich seit Jahrzehnten sehnsüchtig darauf, mich in Städten mittels Schwebebändern fortzubewegen, in den Fallschächten der Wolkenkratzer von unsichtbaren Kräften nach oben oder unten getragen zu werden; wenn ich aus dem Fenster blicke, sehe ich immer noch umweltverpestende Blechkarossen statt elegant schwebender Lufttaxis, ich warte noch immer auf die in meinen Körper implantierten Schaltkreise, die mir dann auf meiner Netzhaut relevante Daten zu schlichtweg allem liefern, was ich wissen will. Ich möchte mich auch endlich mal richtig gescheit mit einer künstlichen Intelligenz unterhalten, gar nicht zu reden von der noch immer zu erwartenden Besiedelung des Sonnensystems und dem (friedlichen) Kontakt zu unzähligen ausserirdischen Rassen.

Nicht wirklich intelligent: AI-Chatterbot
Könnte ja sein, das all die Technologien, die dies ermöglichen, vor uns zurückgehalten werden; die Hoffnung, wenigstens irgendetwas der von mir heissgeliebten (und im Bett vor dem Einschlafen in kräftigsten Farben ausgemalten) technologischen Visionen in dieser meiner jetzigen Inkarnation verwirklicht zu sehen, schwindet mit zunehmendem Lebensalter dahin wie Butter in der Sonne.

Was bleibt, ist das ständige Lesen, um in diversen Nachtstunden, oder auch während des Tages, wenn ich ganz für mich bin, all diese wunderbaren Imaginationen in meiner Vorstellung so real wie möglich werden zu lassen; an das Werden und Vergehen all dieser wundersamen Sternenreiche, Foundations und Universen zu denken und die Hoffnung zu nähren, das in irgendeiner der unzähligen parallelen Dimensionen genau so eine Welt existiert, wie sie sich Science Fiction-Autoren zu allen Zeiten erträumt haben.

Seth beschreibt in einer seiner vielen Weitergaben, wie der Mensch nach seinem Tod in genau jenem Setting wiedererwacht, welches ihn sein Leben lang geprägt hat; eine Illusion, gewiß, die das Zusammenspiel vieler uns wohlgesonnener Wesenheiten verlangt: so wie der gläubige Christ seinen Jesus, alle verehrten Heiligen, Engel, Cherubime und Seraphime “erlebt”, so möchte ich, wenn es soweit ist, in meiner geliebten Zukunftswelt erwachen.

Die Vorstellung davon trainiere ich fast ausnahmslos jede Nacht bevor der Schlaf kommt. Da stelle ich mir vor, dass als Krücke für den “Übergang” irgendwo in diesem Universum mein ganz persönliches Raumschiff existiert, das seit Ewigkeiten (und bis ich es dann brauche) seine Bahnen in diversen Galaxien zieht. Den Zutritt zu diesem Schiff (in Form einer Kugel, deren Aussenhülle eine lichtabweisende Legierung besitzt, das also nahezu unsichtbar ist) verschaffe ich mir via Gedankenprojektion. Ausgestattet ist es mit allen nötigen lebenserhaltenden Systemen, verschiedenen Einrichtungsgegenständen und, ganz wichtig, mit einem einpolaren Transmitter (genaue Beschreibung hier); dessen Technik ich durch jahrzehntelanges Perry Rhodan-Lesen verinnerlicht habe.

Rißzeichnung eines Transmitters (Quelle: www.pr-materiequelle.de)
Die “Übergangszeit“, so stelle ich mir vor, könnte ich in meinem Raumschiff verbringen. Bin ich dann für weitere Abenteuer bereit, trete ich durch den Transmitter und werde in meine persönliche Futureworld abgestrahlt. Dort angekommen, werde ich auf einem leuchtenden Schwebeband am frühen Abend zu meiner Wohnung im 236. Stock einer riesigen Arkologie reisen. Auch diese Wohnung ist in meiner Fantasie schon fix und fertig eingerichtet; mit allem Drumherum, technischem Schnickschnack wie Bildtelefon und Replikator, die riesigen Fenster dieser wunderbaren Bleibe zeigen übrigens in Richtung der allerherrlichsten Sonnenuntergänge.
Das also ist er, mein ganz persönlicher Fluchtplan, meine Absicherung, meine letzte Bastion gegen gewisse Nach-Todes-Konzepte, die für das “Nachleben” nichts zu bieten haben ausser einem immerwährenden “All-Einem” (das man genausogut auch als “Nichts” interpretieren könnte), welches mir anscheinend noch nicht genug erleuchteten Menschen als tentakelschwingendes, alles-verschlingendes Monster am Rande meiner individuellen Existenz zu drohen scheint.
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Willst du mir flüchten? Hier die Top 5 der besten Fluchtwerkzeuge:

Es gibt zum Glück noch andere Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod – fündig wird man da auf jeden Fall bei Philip K. Dick, ein Schriftsteller, der sich nachweislich ebenso oft den Kopf über das Danach zerbrochen hat wie ich – und mit unglaublich faszinierenden Konzepten aufwarten konnte. Wem sein Spätwerk rund um Valis zu sperrig ist, dem empfehle ich das kürzlich bei Heyne erschienene Paperback, welches drei wunderbare Werke Dicks in der ungekürzten Neuübersetzung beinhaltet: Blade Runner, Marsianischer Zeitsturz und Ubik, mein ganz persönlicher Lieblingsroman des Meisters. Fast 900 Seiten + Nachwort mit schönem Cover zum unschlagbaren Preis. Hier zu bestellen.

Isaac Asimov (1920 – 1992) hat mit seinem viele Bände umfassenden Mammutzyklus “Foundation” Science Fiction-Geschichte geschrieben. Es ist dies nichts Geringeres als eine umfassende Meditation über das Aufblühen und Vergehen riesiger Imperien, deren zugrundeliegende Ideale jedoch unsterblich sind und bei jeder Geburt einer neuen Zivilisation erneut zum Tragen kommen. Hier gelten wahrhaft galaktische Maßstäbe – der Foundation-Zyklus umfasst immerhin einen Zeitraum von 20 Jahrtausenden. Zum leichten Einstieg in dieses Universum perfekt geeignet ist die bei Heyne erschienene “Foundation-Trilogie“: ein unerschöpfliches Kompendium unzähliger Ideen, dessen fast 1000 Seiten sich trotz philosophischer Tiefe unheimlich flüssig lesen lassen. Gibt es hier.

Ebenfalls ein unendliches Universum: Die über 5000 Seiten (aufgeteilt auf sechs Bände) des Armageddon-Zyklus von Wunderschreiberling Peter F. Hamilton sind Space Opera im ureigensten Sinn des Wortes; Hamiltons intelligentes Kaleidoskop eines mit Menschen und ausserirdischen Rassen besiedelten Universums sprüht nur so vor bahnbrechenden Ideen aus den Bereichen Genetik, Biotechnologie und Raumfahrttechnik. Er lässt es dabei nicht bewenden und macht sich auch jede Menge Gedanken über “esoterische” Themen, wie zum Beispiel das Leben nach dem Tod. Wenn Asimov dieses Werk noch erlebt hätte, es hätte ihm sicherlich gefallen. Ein Kosmos, so riesig, das man sich auf ewig darin verstecken kann. Falls ihr das tun wollt, hier gibt es den ersten Band.

Über William Gibson, den Gottvater des Cyberpunk, der seine heute noch utopisch anmutenden Konzepte in den 1980er-Jahren in eine alte Schreibmaschine hämmerte, müssen wir in diesem Blog sowieso nochmals ausführlich sprechen; hier kommt allerdings ein Tipp für ein ähnlich bahnbrechendes Werk von 1994, erst voriges Jahr auf Deutsch erschienen. Es handelt sich um “Necroville” des nordirischen Cyberpunk-Genies Ian McDonald, ein Roman, der sich ausführlich mit dem Thema Tod beschäftigt, und das auf ganz eigene Art und Weise: die Nanotechnologie hat die Wiederbelebung von Verstorbenen möglich gemacht, die allerdings danach als Menschen zweiter Klasse gelten und ihre neue “Existenz” als billige Hilfskräfte fristen. “Necroville” ist definitiv für fortgeschrittene Leser; in komplexen Bildern und düsteren Visionen begegenen wir jeder Menge Gewalt, Drogenexzessen und extrem abgedrehten Situationen, Handlung und Sprache verlangen einiges ab und werden von unbedarften Lesern mißverstanden, wie man an den teils wütenden Kommentaren auf der entsprechenden Amazon-Homepage sehen kann. Ich empfehle dieses Werk explizit.

Zum Schluss noch ein weiterer grosser Favorit meinerseits, mindestens auf dem gleichen Level anzusiedeln wie sein amerikanisches Gegenstück Philip K. Dick: Stanislaw Lem (1921 – 2006), der grandiose Misantrop, der polnische Titan utopischer Abgesänge. Besonders erwähnenswert ist sein 1987 verfasster, letzter Science Fiction – Roman “Fiasko“, obwohl die Schublade “Roman” dafür eigentlich zu eng ist. Auf 428 Seiten erteilt Lem sämtlichen Möglichkeiten des Kontakts mit ausserirdischen Zivilisationen eine brillante, fundierte Absage, postuliert die Theorie des “kosmischen Vorbeiredens“, lässt seinen in früheren Büchern liebgewonnenen Helden Pirx sterben, ohrfeigt nebenbei das naive SETI-Konzept und beschreibt die Katastrophe einer Mission zu einem Planeten, dessen fremdartige Bewohner die aberwitzigsten Mißverständnisse unter der (menschlichen) Raumschiffcrew auslösen. Lem’s Stil ist übrigens starker Tobak, aber ich finde das geil: er erzählt zwar eine fortlaufende Handlung, schwelgt zwischenzeitlich allerdings immer wieder in seitenlangen, philosophischen Diskursen. Ich kann nur sagen- die Geduld, die man da braucht, die lohnt sich auf jeden Fall. Hier zu Bestellen.




>Hintergrundmusik: Diesmal gute alte Synthesizermelodien,
>und zwar “B. Aldrian” aus der LP “Synthesist” von Harald
>Grosskopf, aufgenommen 1980. Kennt leider kaum noch
>wer, ist wirklich wunderbar!
Hach – was für eine schöne Einleitung, mir wird ganz warm ums Herz! Noch einer, der mit der guten alten “Berliner Schule” etwas anfangen kann. Klar kenne ich Harald und Konsorten, “Sythesist” und “World of Quetzal” habe ich selber als CD, die “digital nomad” nur aus dem Netz vor Urzeiten mal gezogen. Ansonsten sagen Dir dann ja auch so Namen wie Wolfgang Bock (Cycles), Thomas Dinger (sonst La Düsseldorf), Wolfgang Riechmann, Robert Schröder, Michael Garrison, Gandalf (Heinz Strobl), Bernd Kistenmacher und natürlich Ashra, KS und TD etwas.
Just playing: KS: ‘Nuff Said (Jubilee Ed, 1997)
Gruß Moon
Schulze! Riechmann! (Gaaanz tiefe Verneigung), ja und auch von allen anderen Genannten besitze ich Musik
Genau und nicht zu vergessen die großen, ewigen Tangerine Dream, Cluster, Roedelius, Kraftwerk, Can, Adelbert von Deyen, Günther Schickert, Manuel Götsching solo (E2 – E4), Touch, Michael Bundt, Cosmic Jokers, und und und
Liebe Grüße,
dein alter Krautrock-Liebhaber
sehr poetisch!
meiner meinung nach ist der abgesang der science fiction lediglich heisse luft, nicht unähnlich den dystopischen endzeitszenarien anderer massenmedien wie der musik oder dem buch als ganzem.
ich glaube eher, das sich sf weiterentwickeln wird und eine andere richtung einschlagen wird. ich persönlich liebe ja auch die scifi weltraum opern (wer dir bei deinem empfehlungen meiner meinung nach noch schwerstens abgeht ist der gute alastair reynolds), aber ich glaube ein glaubwürdiger science fiction müsste heutzutage andere welten beschreiben, wie die dort draussen (also eher parallel oder digital).
wohin diese entwicklung gehen wird, habe ich leider auch noch keine ahnung, hätte aber vor einigen jahren doch geglaubt, daß der cyberpunk ein wegbereiter für den neuen sf wird. das dem nicht so ist, sollte ich bis jetzt schon eingesehen haben, aber ich glaub’s ja trotzdem nicht.
anyway, was ich bei deiner futuristischen traumwohnung vermisse ist deine bibliothek – ist die dann schon in deinen synapsen implantiert? was passiert dann aber mit den schönen gedruckten büchern?
liebe grüsse,
willi
hi! danke für deinen kommentar!
in der tat werden die sf-neuerscheinungen von monat zu monat weniger, sowie auch die vielfalt der verlage: also eigentlich gibt es eh fast nur mehr EINEN verlag, der alle anderen geschluckt hat; ein paar wackere Kleinverlage kämpfen noch, mal sehen wie lange die das durchdrücken.
aber du hast natürlich recht, es wird sicher weitergehen, vielleicht mit netzreleases wie bei musik oder comics, mal sehen!
ja es fehlt nicht nur der reynolds, sondern auch tonnen von anderen schriftstellern, die ganzen “klassiker” von a.e.van vogt bis frank herbert, ausserdem der von mir hochgeschätzte neil asher, ausserdem charles stross, m. john harrison und natürlich robert charles wilson.. aber das ist ja das schiache und gleichzeitig geile, wenn man eine top 5 zu erstellen versucht, also was man da alles weglassen muß…
cyberpunk war meiner meinung nach kein einfluss, sondern finstere prophetie- man kann eigentlich nur froh sein, dass manches von dem was sich gibson oder mcdonald ausgedacht hat, bis jetzt nicht realität geworden ist- wie sich das bei stephenson verhält, kann ich net sagen, da ich den entsprechenden roman noch immer net gelesen hab..
wg meiner zukunftsvision: hmm gedruckte bücher, also eine bibliothek hätte ich schon gerne, allerdings, wenn ich dann in meiner futureworld bin, bräuchte ich ja keine sf-bücher mehr zu lesen.. andererseits, warum nicht? es gibt ja sicher noch unzählige weitere “futureworlds” da draussen!
wir müssen das alles ausführlichst face-to-face besprechen,
liebe grüsse,
dein doc
Hi.
Aber nicht doch: SF wird doch schon von Beginn an immer wieder totgesagt. Die SF lebt – auch wenn diese Genre-Bezeichnung immer seltener drauf steht. Ich meine, noch nie in der Geschichte der Literatur gab es so viel SF in der sogenannten Hochliteratur (Roth, McCarthy, Ishiguro, Pynchon, Houellebecq, Kracht, Mitchell usw.); und ein Großteil der Bücher die unter “Thriller” laufen sind teilweise ebenfalls SF. Und da momentan ohnehin ein Phantastikboom stattfindet (zumindest was Vampire und Fantasy angeht), dürfte auch der SF eine rosige Zukunft bevorstehen.
(wasn nu? Ich werd noch Optimist!)
Und falls Du nichts zu tun hast: Ich habe gerade entdeckt, dass meine Story BALKONSTAAT (Nova 13) zu einem Hörbuch verarbeitet wurde. Wenn Du Lust hast, hier liegt es herum: http://www.svenmatthias.de/
(Hoffe, das war jetzt nicht zu viel Eigenwerbung … Sonst lösch es!)
Grüße,
Ralph
hello!
ich glaube ja auch nicht wirklich, dass die SF sterben wird; möglicherweise wird sie aber so kommerzialisiert, dass der grosse einheitsverlag nur mehr fade space operas von “star wars” – lohnschreibern herausbringt.. was aber natürlich die chance von autoren wie dir ist, aus dem einheitsbrei herauszustechen.
ich hab mal (ich glaub in einem NOVA) eine ganz tolle kurzgeschichte von dir gelesen, kann mich jetzt bloß grad nimmer an den titel erinnern… deswegen, bitte! mach so viel eigenwerbung hier, wie du möchtest!
liebe grüsse,
dein docteur
Hi.
In Nova sind nur 2 Geschichten von mir erschienen. Einmal das sehr dilettantische DIE LETZTEN TAGE DES YAH W. und dann in der Nr. 13 BALKONSTAAT, wozu es jetzt halt auch das kostenlose Hörbuch gibt (das übrigens gar nicht schlecht gelesen wurde).
Danke für Dein Lob!
Viele Grüße,
Ralph
Hallo Ralph
@Hörsrpiel, das ist genial, gefällt mir sehr gut. Alles drinnen, was “einem” unter andrem so durch den Kopf geht heutzutage.
Und ja, Sun Ra, ist aussergewöhnlich, kennen wohl nur Jazzfans.
Grüße,
Arkis
Sunra heißt übrigens auch eines meiner Aquarelle http://www.art-of-arkis.com/arkis2/news20.htm
Hallo Arkis.
Vielen Dank!
Deine Bilder gefallen mir auch sehr.
Beste Grüße,
Ralph
Hallo Dr. Nachstrom
Eventuell stirbt nicht das Genre Sci-Fi aus, sondern es pflanzt sich einfach “prominenter” auf anderen Medien fort, als auf bedruckten Papier, sprich: Büchern.
Z.b. in TV-Serien oder -besonders stark- in Web/Computer Erlebnisumgebungen/Games.
Angefangen von Sci-Fi Adventure Fossilien wie z.b. Myst bis hin zu moderen Adventures, mit variablen Handlungen/Akteuren und beliebigen Ende(n). Starre Plots werden zu komplett offenen Missionen, die immer wieder erlebt/ungestaltet werden können.
Oder Massive Multiplayer Online Sci-Fi games wie Eveonline, mankind, etc.. die für sich riesige eigene (Parallel)Universen darstellen, wo das Schicksal dieser Welten von den Teilnehmern selbst aktiv bestimmt wird.
Dort passieren jeden Tag tausende “ungeschriebene” Plots gleichzeitig, die durchaus als Sci-Fi Romanvorlagen taugen könnten.
Natürlich reichen die meisten dieser Sci-Fi “Produkte” nicht an “eherne” Sci-Fi Autoren heran wie Asimov, Lem etc… aber es ist irgendwie “auch” Sci-Fi und entführt viele tausende Menschen jeden Tag in diese Welten.
Was ich eigentlich damit sagen will..
Vielleicht ist “Lesen von Sci-Fi” nicht mehr so “zeitgemäß”, sondern es wird aktives “erleben/konsumieren” von Sci-Fi über andere Medien mehr er/gewünscht, (daher produzieren einige Sci-Fi Schaffenden mehr auf/für neue Medien)… just my 2 cents
Eure Rakete
Würde da unterscheiden zwischen Fantasy und SF. Gute SF greift durchaus Themen auf, die auch ohne Phantastik mit dem Hier und Jetzt zu tun haben. Da werden Themen mit philosophischen, gesellschaftkritischen, soziologischen, wissenschtlichen, ökologischen…. und so weiter …. Inhalt und Hintergründen tangiert und aufgegriffen. Die Grenzen zwischen den Disziplinen sind da m. E. auch fließend und vernetzend. Der Roman-Zyklus Dune von Frank Herbert, ist geradezu ein Musterbeispiel an anspruchsvoller SF. Und klaro, die Klassiker Asimov, Lem und Dick … Es gibt Literatur, die nicht als SF deklariert ist und es dennoch ist.
Gruß
Hi. Kennst Du das evt. auch. Interessante Verknüpfung und Vision wenn es auf 2012 etc. bezogen werden könnte.
http://www.amazon.de/Die-letzte-Generation-Arthur-Clarke/dp/3453875346/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1248703803&sr=8-1
VG
S
jupp, klingt ziemlich interessant, könnte sein ein Freund von mir hat es zwischen seiner vielzähligen SF Sammlung im Regal stehen … wenn nicht, ist ja gleich bestellt, danke für den Tipp
Gruß
Schöner Artikel!
danke für das kompliment!
liebe grüsse,
doc