Hintergrundmusik: Aufgrund des epischen Themas heute Musik aus einem richtig alten Schinken! – Ein Auschnitt aus “The Golden Voyage Of Sinbad“, komponiert von Meister Miklos Rosza.
Gerade lese ich wieder mal äusserst begeistert in einem Buch, das ich schon seit Jugendzeiten besitze, und das, wenn man so will, die eherne Foundation für das Obskuristan-Blog bildet. Es handelt sich um den 1962 erstmals auf Deutsch erschienenen Schmöker “Aufbruch ins dritte Jahrtausend – Von der Zukunft der phantastischen Vernunft” (Originaltitel: “Le Matin des Magiciens“) der beiden für die damalige Zeit unglaublich durchgeknallten Franzosen Louis Pauwels und Jaques Bergier. Worum es in dem eng bedruckten und fast 600 Seiten dicken Wälzer geht, ist nicht ganz einfach zu erzählen – die Autoren verknüpfen abendländisch-esoterische Geheimlehren aus vergangenen Jahrhunderten mit (damals) neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, vereinen sozusagen Magie mit Technik. Sie beschwören ausserdem mit grossem Pathos die Transformation der Erde in ein längst überfälliges, erleuchtetes Zeitalter und verklären dabei die Möglichkeiten der damals ungemein populären, ja als Heilsbringer angesehenen Atomenergie.

Meine beiden Lieblingswahnsinnigen: Louis Pauwels (1920 - 1997) und Jaques Bergier (1912 - 1978)
“Aufbruch ins dritte Jahrtausend” war lange Zeit ein Bestseller, der aber vermutlich eher im Bücherschrank verschwand, als er wirklich gelesen wurde (was zugegebenermassen auch keine leichte Aufgabe ist). Später mal kam das Buch auch mal ordentlich in Verruf – Pauwels und Bergier beschäftigen sich darin nämlich unter anderem unvoreingenommen mit damals kaum erforschten Themen aus dem nationalsozialistischen Dunstkreis wie der “Macht des Vril“, der “Thule-Gesellschaft” oder Hörbigers absurder “Welteislehre” – und bekamen dafür von irgendeinem Naseweis das Prädikat der “Verklärung” von “Nazi-Ideologien” aufgedrückt. Dieser Stempel war allerdings mehr als deplatziert: der in Odessa geborene Jude Bergier war während des Zweiten Weltkrieges Häftling im KZ Mauthausen, während Pauwels, Mitglied des Résistance, in einem Gefängnis der Besatzer saß.

Pauwels und Bergier hecken eine neue Theorie aus...
Vermutlich aufgrund dieser Erfahrungen wollten Pauwels und Bergier in ihren späteren Büchern nichts weniger als eine Art “erleuchteten Übermenschen” beschwören, der Not, Elend und Kriege unnötig machen würde. Dieser Übermensch würde durch radioaktive Transformation einen Geisteszustand entwickeln, der ihn zu den ungewöhnlichsten Gedächtnisleistungen befähigen würde; man kann beim Lesen dieser Sätze oft nicht anders als an die in alten Superheldencomics sehr beliebten, zu Monstern mutierten Wissenschaftler denken, mit schwächlichem Körper und überdimensioniertem Wasserkopf, darin ein gigantisches Gehirn, schneller und analytischer als der beste Supercomputer der Welt.

Solch abgedrehte Theorien prasseln in “Aufbruch ins dritte Jahrtausend” gleich seitenweise auf den Leser herab; Pauwels und Bergier fordern weiters eine Art erlauchter Geheimgesellschaft, gebildet aus den beschriebenen Wissenschaftler-Mutanten, die sich in einer für normale Sterbliche unverständlichen Kunstprache verständigen und die Ergebnisse ihrer Forschungen künftig vor dem Rest der Menschheit geheimhalten, um etwaigem Mißbrauch durch machthungrige Politiker vorzubeugen. Als Vorbild hierfür galt den Autoren die Bruderschaft der Rosenkreuzer, welche der Legende nach 1622 in Paris folgenden Anschlag an die Stadtmauer heftete: „Wir, Abgeordnete des Hauptkollegiums der Brüder vom Rosenkreuz, halten uns sichtbar und unsichtbar in dieser Stadt auf, durch die Gnade des Allerhöchsten, dem das Herz der Gerechten sich zuwendet, um die Menschen, die ihresgleichen sind, aus tödlichem Irrtum zu erlösen.“

Ähnliche Nachrichten gingen an Fürstenhäuser und wichtige Bürger der Stadt, in die auch Fratres und Sonores der Rosenkreuzer entsandt wurden. Diese Gemeinschaft scheint damals ein Zusammenschluß besonders erleuchteter Menschen gewesen zu sein, die fähig waren, sich aufgrund “innerer Merkmale” gegenseitig zu erkennen und sich mittels eingeübter Pupillenreaktionen und Handzeichen miteinander zu verständigen (Quelle). Ihr besonderes Potential äusserte sich in einer unsichtbaren Macht, die sie auch vor den Anfeindungen der Inquisition bewahrten, die natürlich begierig darauf war, die Ketzer in ihre Folterkeller zu bekommen.
Aber selbst die geistig ihrer Zeit weit vorausgeeilten Rosenkreuzer waren vermutlich nur Amateure gegen eine Geheimgesellschaft, die man wohl als die mächtigste der gesamten Menschheitsgeschichte bezeichnen kann; Pauwels und Bergier behaupten sogar, es sei die einzige Geheimgesellschaft, die jemals WIRKLICHEN Einfluss auf den Lauf der Weltgeschichte hatte (also, Illuminaten, Freimaurer, Skull & Bones und ähnliche Ameisen, go home!): es handelt sich um die
“Neun Unbekannten“.

Der Pathos der Geschichte der “Neun Unbekannten” (engl. “Nine unknown Men“) erinnert mich an das erhebende Gefühl, wenn man sich einen klasse alten Historienschinken á la “Ben Hur” oder “Die 10 Gebote” mit Charlton Heston als Moses anguckt; leider ist dieser Mythos relativ unbekannt geblieben, ausser bei Pauwels /Bergier findet man ihn nur in dem Buch “Jenseits des Vorstellbaren” des genialen Viktor Farkas und als längst vergriffenen Roman gleichen Namens von “Perry Rhodan” – Gründervater Walter Ernsting.
Um die historische Siginifikanz dieser Geschichte richtig zu verstehen, muß man sich geistig in das Indien ca. 300 Jahre vor Christus begeben; dort herrschte der berühmte Kaiser Ashoka, einstmals ein blutrünstiges Monster, der nach der Unterwerfung der Provinz Kalinga im Osten Indiens vom Abschlachten anscheinend genug hatte und zum Buddhismus konvertierte; fortan lebte er als strenger, aber gerechter Herrscher, der die Verteilung von Landbesitz förderte, den Bau von Schulen und Spitälern in Auftrag gab und seine geläuterten Ansichten im ganzen Land verbreiten liess (durch sog. “Säulen-Edikte“).

Kaiser Ashoka (304 - 232 v. Chr.)
Er hatte noch eine andere, für die damalige Zeit revolutionäre Idee: Er gründete die geheime Gesellschaft der “Neun Unbekannten“, neun nahezu übermenschlich intelligente Wesen, die fortan Wissen hüten sollten, welches als zu gefährlich für die Allgemeinheit angesehen wurde. Die neun Unbekannten hatten die Aufgabe, neun ewig fortdauernde Bücher zu schreiben, in denen dieses Wissen bewahrt wurde. So gab es je ein Buch über psychologische Kriegsführung, Physiologie, Mikrobiologie, Transmutation, irdische und nichtirdische(!) Kommunikation, Gravitation, Kosmogonie, Licht und Evolution (Quelle).

George Underwood, "The Nine Unknown Men", Ölgemälde, 2007
Soweit der Mythos der neun geheimnisumwitterten Wesen. Nun kann man natürlich seine Fantasie herrlich schweifen lassen; nicht auszudenken, welche unglaublichen Erfindungen damals in der Hand der Neun gewesen sein könnten. Einen kleinen Einblick in den geistigen Reichtum der “Neun Unbekannten” erlaubt die Geschichte des etwas mysteriösen Papstes Silvester II., mysteriös hauptsächlich deshalb, weil dieser ein für das 1. Jahrhundert n. Chr. unglaublich aufgeschlossener Benediktinermönch war, der unter anderem nach Indien reiste; dort wird ihm ein Treffen mit den “Neun Unbekannten” nachgesagt. Nach seiner Rückkehr hatte er einen bronzenen Kopf in seinem Besitz, der auf weltliche und geistige Fragen mit “Ja” oder “Nein” antworten konnte; es war eine binäre Maschine, ein Computer, der nach dem Tod des aussergewöhnlichen Mannes eiligst zerstört wurde (Quelle).

Papst Silvester II. (950-1003)
Spekulieren könnte man natürlich, wer die Mitglieder der “Neun Unbekannten” waren, die möglicherweise immer wieder ausgetauscht wurden und ihr unglaubliches Wissen in die Hände eines weiteren, für würdig erachteten Geheimnisträgers legten. Aus Gründen, die gleich offenbar werden, möchte ich nun kurz einen Haken schlagen und auf den Psychiater Dr. Andrija Puharich eingehen, eine mysteriöse und sinistre Figur aus dem Amerika der 1950er- und 60er-Jahre. Puharich hatte 1948 im US-Bundesstaat Maine ein privates Zentrum zur Erforschung paranormaler Phänomene gegründet, nannte es die “Round Table Foundation” und untersuchte im angeschlossenen Labor in den darauffolgenden Jahren sämtliche berühmte “Medien” der damaligen Zeit (Peter Hurkos z.b., der an der Jagd auf den gefürchteten Serienkiller “Boston Strangler” beteiligt war und später auch einen heute nicht ganz unbekannten Israeli namens Uri Geller). 1952 hatte er einen indischen Hindu-Mystiker namens Dr. D. G. Vinod zu Gast, der als Channel eines Zusammenschlusses von Wesen fungierte, die sich “Council of Nine” (später auch nur “The Nine” oder “Nine Principles“) nannten. Die Durchgaben Vinods waren anscheinend so interessant, dass sich auf Betreiben von Puharich ein Kreis von neun medial begabten Personen bildete, von denen ein jeder das Sprachrohr eines der Mitglieder des “Council of Nine” war (die Wesenheiten schienen keine eigenen Namen zu haben, sie hatten bloß Bezeichnungen wie “M” oder “R“).

Dr. Andrija Puharich (1918 - 1995)
Was genau in den Durchgaben, im privaten Labor Puharichs abgehalten, für Botschaften weitergegeben wurden, ist nicht bekannt – wenn man allerdings weiß, das jener Dr. Puharich, nebenbei auch CIA-Mitarbeiter, ab 1950 federführend bei der Entwicklung der schrecklichen Mind Control- Projekte BLUEBIRD/ARTICHOCKE und drei Jahre später einer der Ideengeber von MK-ULTRA war, wird einem so einiges klar, oder? Mir zumindest fiel es wie Schuppen von den rotgeränderten Verschwöreräuglein: Das “Council of Nine” waren die “Neun Unbekannten“! Wir erinnern uns: das erste Buch, welches von einem der neun unbekannten Männer geschrieben wurde, hatte “psychologische Kriegsführung” (und übrigens auch “Beeinflussung der Massen durch Gedankenkontrolle“) zum Thema, es wurde innerhalb der neun Bücher als das gefährlichste eingestuft. Immer wieder hatten vereinzelte Glückliche im Lauf der Jahrhunderte ja ein paar kleine Geheimnisse von den “Neun Unbekannten” erfahren; Geheimnisse, die mächtig genug waren, den Lauf der Welt zu beeinflussen. Es wäre doch möglich, das auch Dr. Puharich hier etwas offenbart wurde, welches er dann für die Zwecke der finsteren CIA-Projekte jener Jahre in der Zeit des Kalten Krieges verwendete.

Der mediale Kreis um Dr. Puharich löste sich auf, als Dr. Vinod zurück nach Indien ging, das “Council of Nine” allerdings spricht seitdem immer wieder durch verschiedene Medien (z.b. durch Phyllis Virtue-Carmel, Veröffentlichung “Planet der Wandlung“). Diese neun Wesenheiten haben übrigens schon des öfteren auf ihre ausserirdische Herkunft hingewiesen, was auch wieder ganz ausgezeichnet zu unseren “Neun Unbekannten” passt: Überirdische Wesen = Ausserirdische Wesen! Und ein weiteres der geheimen Bücher beschäftigte sich, wie wir ja wissen, sowohl mit irdischer als auch mit “nicht-irdischer” Kommunikation.
Andreas von Rétyi spekuliert in seinem Sachbuch-Bestseller “Die Stargate – Verschwörung“, dass hinter dem “Council of Nine” möglicherweise Wesen von einem Planeten namens “Altea” stecken könnten, die vor 1,6 Millionen Jahren unser Sonnensystem erreicht und zuerst einmal den Mars besiedelt haben. Von dort aus landeten sie dann irgendwann auf der Erde, um mittels genetischer Manipulationen die menschliche Rasse zu “erschaffen“. Und so ein Konsortium aus neun Alteanern, die sich im Hintergrund um die Geschicke ihrer “Kinder” kümmern, ja sie aus dem Verborgenen heraus steuern, ist auf jeden Fall vorstellbar.

Spuren der Alteaner auf dem Mars gibt es auf jeden Fall: Denken wir nur an das “Mars-Gesicht” bzw. die Mars-Monumente, deren Spiegelbild die Pyramiden von Gizeh sein könnten – Zeichen dafür, dass die Alteaner eines gar nicht so fernen Tages, 2012 zum Beispiel, wiederkehren? Wir nähern uns hier dem fazinierenden Gebiet der Prä-Astronautik, welches übrigens, und damit sind wir wieder am Anfang unseres Ausflugs, Pauwels und Bergier in “Aufbruch ins dritte Jahrtausend” zum ersten Mal populär gemacht haben – vermutlich eine grosse Inspiration für den jungen Erich von Däniken, der sechs Jahre nach diesem Buch seine berühmten “Erinnerungen an die Zukunft” veröffentlichte.





Sehr schön, tiefsinnig-geistig und erfreuend Deine Arbeit lieber Docteur. Du schreibst leicht und wegweisend, danke.
Zum oben aufgeführten Text:
Diese neun Wesenheiten haben übrigens schon des öfteren auf ihre ausserirdische Herkunft hingewiesen, was auch wieder ganz ausgezeichnet zu unseren „Neun Unbekannten“ passt: Überirdische Wesen = Ausserirdische Wesen! Und ein weiteres der geheimen Bücher beschäftigte sich, wie wir ja wissen, sowohl mit irdischer als auch mit „nicht-irdischer“ Kommunikation.
– mit „nicht-irdischer“ Kommunikation ist ausserplanetarische Kommunikation gemeint.
Diese ist eine Sprache ( Singen aus dem Herzen) die auf emotionaler Ebene und durch Konversation auf geistiger Ebene durch Symbole kommuniziert wird. Diese Kommunikation entspricht der erweiterten Dimension und diese “Sprache” entspricht dem Altruismus und der Herzsprache. In tiefster Ehrfurcht gegenüber dem Leben, dem Sein, dem -ich bin der ich bin – Gegenwärtig
und dem -ich werde sein der ich sein werde – Zukünftig
In unserer planetaren Dimension ist z.B. respektlose lebensverachtende Zucht und teils Schächtung zur Götteropferung mit anschliessender Tierleichenfresserei, Brudermord, Machtgier und Vorteilsnahme ein eventuelles Hindernis gegenüber der erweiterten Dimension. Tiere und Menschen sind emotionale Wesen, teil der Schöpfung und damit des Kosmos ( Vollkommenheit) und damit auf unterschiedlichen Ebenen zur Kommunikation und Verbundenheit ( Liebe) fähig.
Unser kosmischer Schlüssel ist der Altruismus. Das Bewusstsein Buddhas oder Christi als Beispiel, entspringt der Weisheit aus der ewigen Hingabe und der bedingungslosen Liebe dem ewigen Leben gegeüber.
Im Orbit ist Stille, keine Gravitation als Beispiel für Wunsch- und Begierdelosigkeit. -Nirvana-
Wir suchen weil wir Wissenschaftler sind und Gene unserer Väter der Wissenschaftler z.B. Enki in uns tragen und die wollen sich ent-wickeln und leben. –Wir Alle.
Tolle Seite die Du da ins Leben gerufen hast, Glückwunsch.
Unter Favoriten abgespeichert. Alles Gute Dir und den mitlesenden und schreibenden Weggefährten.