Hintergrundmusik: In den 1990er-Jahren, in der Hochblüte des Ambient – Techno, liess sich Toby Marks unter dem Namen Banco de Gaia von alten Mysterien inspirieren, vor allem auf dem 1994 erschienenen Album „Maya“ . Daraus ein Auschnitt, „Shanti“ . Viel Spaß.
Meine Mission derzeit lautet strikt: Präastronautik. Das kommt daher, dass ich kürzlich, zum Ende der fünften Lost – Staffel, die Überzeugung gewann, die Geschehnisse auf der wundersamen Insel könnten nur mit einem Besuch diverser Ausserirdischer in Urzeiten erklärbar sein (keine Sorge, ich spoile da nix, es ist bloss eine Theorie von mir; wer diese meine absolute Lieblingsserie nicht kennt, weiß ausserdem gar nicht worum es geht).

Die Serie aller Serien...
Ist es nicht wunderbar, wenn eine Fernsehserie einen zu solchen Studien veranlasst, wie ich sie momentan voller Herzblut betreibe? Flugs habe ich alle meine Paläo-SETI- Werke rausgeholt, abgestaubt und erfreue mich an ihnen – es tut echt gut, wieder einmal daran erinnert zu werden, aus welchen Gründen ich zu dem Freak wurde, der ich heute bin; verbrachte ich mit Berlitz, Däniken und Co. doch meine Jugend, oftmals mit der Taschenlampe unter der Bettdecke lesend.

Mein kleiner Paläo-SETI - Schrein
Und es ist schön, in neuen Büchern zu diesem unerschöpflichen Thema von Theorien zu lesen, die man vergessen oder damals nicht beachtet hat. Ein wahrlich erleuchtendes Erlebnis hatte ich vor wenigen Tagen, als ich, auf Reisen, in dem Taschenbuch „Nicht von dieser Welt – Dinge, die es nicht geben dürfte“ von Hartwig Hausdorf blätterte. Da las ich mit wachsender Begeisterung von den „Cargo – Kulten“ der Ureinwohner Papua-Neuguineas, über den Begriff „missverstandene Technologie“ und über die abenteuerlichen Schlußfolgerungen, die man daraus ziehen kann.

Aber schön der Reihe nach: Während des Pazifikkrieges wurde Papua-Neuguinea zu einem wichtigen Stützpunkt für die amerikanische Streitmacht und ihre Alliierten – auf der melanesischen Insel wurden dringend benötigte Waren (Waffen, Ersatzteile, Nahrung) für den Kampf gegen Japan gelagert. Für den reibungslosen Ablauf wurden ohne Rücksicht auf Verluste riesige Schneisen in den Urwald geschlagen, auf dem ohne Unterlass Militärflugzeuge mit Nachschub landeten.

Einstmals ein unberührtes Paradies: Papua-Neuguinea
Für die ansässigen Ureinwohner war dieses Treiben ein Kulturschock dramatischen Ausmasses. Die Amerikaner schenkten ihnen Schokolade, nicht mehr gebrauchte Werkzeuge und anderen, meistens nutzlosen Plunder; da für die Eingeborenen nicht ersichtlich war, wie die seltamen weisshäutigen Wesen diese ganzen Waren „erschufen“, nahmen sie an, diese seien Mittler der Ahnen, die als einzige in der Lage seien, über solchen Reichtum zu verfügen. Nachdem die Amerikaner die Insel verlassen hatten, versuchten die Inselbewohner, mittels Imitation der beobachteten Rituale selbst zu Mittlern zu werden, um so weitere Waren ( „Cargo“ ) von den Ahnen zu erhalten.

Sie stampften Landebahnen in den Lehmboden, bauten Flugzeuge aus Holz und Stroh, stellten Kopfhörer aus Kokosnüssen her und bastelten Mikrofone aus Bambusstangen, in welche die Medizinmänner ihre Beschwörungen flüsterten; Signalfeuer wurden entzündet und man exerzierte eifrig mit geschulterten Holzrohren, auf den Köpfen Helme aus Schildkrötenpanzern.

In der Erich von Däniken – Enzyklopädie lesen wir vom „Frum-Kult“ auf Tanna, einer anderen melanesischen Insel: John Frum (Verballhornung von „John from USA“ , richtiger Name lässt sich nicht mehr ermitteln) war ein amerikanischer Soldat, den es während des Zweiten Weltkrieges auf besagte Insel verschlagen hatte; bevor er sich wieder in Richtung Heimat aufmachte, verschenkte er seine Habseligkeiten an die Inselbewohner, brachte ihnen neue handwerkliche Fähigkeiten bei, beschrieb seine Heimat USA als „gelobtes Land“ und versprach, irgendwann einmal wieder zurückzukommen.

Darauf wartet man dort übrigens noch heute, und zwar wartet man genauergesagt auf die Wiederkehr eines Gottes. Der Kult, der kurz nach dem Aufenthalt des Soldaten entstand, verehrte ihn schon bald wie einen Messias; man tätowierte sich das Wort USA auf die Brust, betrachtete seine zurückgelassenen Besitztümer als heilige Reliquien; als ein paar Jahre später weitere Soldaten auf der Insel landeten, wurden sie als Abgesandte des Gottes begrüsst. Frum soll den Eingeborenen auch schon verschiedene Male in Visionen erschienen sein und ihnen geraten haben, sie sollten sich „nicht der christlichen Kirche anschließen“ .
Nach dem Versuch der Unterdrückung des Kults durch die einheimische Regierung und der Verhaftung einiger Mitglieder konstituierte sich der „Frum-Kult“ schließlich 1957 formell als Religionsgemeinschaft; er besitzt Weihestätten, die christlichen Kirchen nicht unähnlich sind, und verehrt ein rotes Kreuz als religiöses Symbol.

Ähnliche Zeugnisse gibt es unzählige, zum Beispiel in den Aufzeichnungen der Maya aus dem 16. Jahrhundert, welche in den späten 1950er-Jahren von der Universität von Oklahoma erstmals herausgegeben und übersetzt wurden. Es sind dies Zeugnisse der Begegnung eines Urvolkes mit den spanischen Eroberern, welche als geheimnisvolle Götter aus der Vergangenheit beschrieben wurden, die mit ihren riesigen Schiffen, blitzenden Rüstungen und Feuer spuckenden Wunderwaffen plötzlich erschienen waren, um Tod und Verderben zu bringen.

1519: Die bösen Götter landen in Veracruz
Es mag einleuchten, dass ein urtümlich lebendes Volk, konfrontiert mit einer ihm vollkommen unverständlichen Technologie nicht anders kann, als das Erlebte zu verklären, zu „mythologisieren„. Vielleicht sollte man nun also auch einmal damit beginnen, entsprechende Zeugnisse aus noch viel älteren Zeitaltern, die im gesamten Mittel- und Südamerikanischen Raum, in Indien, in China, aber natürlich auch in den ägyptischen Pyramiden zu finden sind, nicht ständig als „Märchen“ oder „religöse Bilder“ wegzuerklären. Vielleicht sollte man diese Zeugnisse endlich als das sehen, was sie sind: Der Versuch, in vergangenen Äonen den Besuch ausserirdischer Wesen mit ihrer unfassbar überlegenen Technologie irgendwie begreifen zu wollen.
Vielleicht sollte man endlich beginnen, die Ergebnisse der Paläo-SETI- Forschung ernst zu nehmen.

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Hier ein paar gute Startpunkte zur weiteren Beschäftigung:
Das Heim des Paläo-SETI-Meisters.
Sagenhafte Zeiten – die Homepage der „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI„
Die Homepage von Hartwig Hausdorf.
Und die von Reinhard Habeck.
„Wahre X-Akten„-Forum zum Thema.
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Schaltplan auf Maya-Tempel in Uxmal







Messias
Hola Docteur!
Du wirst es nicht glauben, aber ich sitze gerde in einem Internetcafe in Nasca (Peru), wo ich deinen wie immer spannenden Artikel lesen darf.
Ja, ich betreibe sozusagen Paläo-Seti-Forschung vor Ort.
Zugegeben, eine sehr kraftraubende Erfahrung, denn diese atemberaubende Stunde in der kleinen Mini-Cessna samt druchgeknalltem Piloten war zwar atemberaubend, wenn auch von hemmungslossen Kotzen gepraegt.
Faszinierend auf alle Faelle, denn seit kurzem kann man nicht nur die Nasca-Linien, sondern auch die quasi „neue“Linien in Palpa ueberfliegen, wo etwa ein hoechst ungewoehnlicher „Star“ zu sehen ist.
Nun gut, ich versuch mein Essen zu halten und schick beste Gruesse in die Heimat.
Einfach unglaublich deine Zeilen hier zu lesen
Uebrigens gehts bald zu den Inka-Tempeln, wo ich weiter deinen Anregungen folgen werde…
Hasta luego
Markus
hi,
Fantastic! Du bist gerade dort, wo man solche „Beweise“ selbst in Augenschein nehmen kann, beneidenswert!
Obwohl, ich hätte mich wahrscheinlich nicht getraut, in diesem Mini-Flugzeug mitzufliegen, Respect, dass du das durchgezogen hast….
Bitte unbedingt um weitere Reiseberichte!
Liebe Grüsse und alles Gute nach Peru,
dein Docteur
Ein Muster aus Dominosteinen und Kronenkorken!