Die psychokinetischen und Materialisationserscheinungen stellen die Gültigkeit der entsprechenden physikalischen Erhaltungssätze in Frage. Insgesamt bricht das verläßlich geglaubte Gefüge der angeblich realen, objektiven Außenwelt-Wirklichkeit zusammen und erweist sich als bestenfalls intersubjektives, tatsächlich je eigenes persönliches psychisches Konstrukt.
Das Ursache-Wirkungs-Schema versagt bereits bei geschlossenen Kreisläufen, in denen jedes Glied ‘gleichzeitig’ Ursache und Wirkung ist. Jede gedankliche und experimentelle Trennung stört bzw. zerstört den Ablauf. [...]
Die Einordnung jener menschlichen Erlebnisse, die im spiritistisch/spiritualistischen Sinn als medial und hier als transkommunikativ verstanden werden, stößt auf weitere Schwierigkeiten. Während telepathische Kommunikationspartner als lebende Menschen identifizierbar sind und die Korrektheit einer Fernwahrnehmung auf normalen Wegen kontrolliert und eventuell verifiziert werden kann, erscheinen die jenseitsbezogenen Äußerungen eines Mediums zunächst als dessen nicht nachprüfbare subjektive Produktionen.
Gegebenenfalls ‘dahinterstehende’ Verursacher (Quellen, Entitäten, TW, ‘Extraterrestrier’, komplexe Informationsstrukturen) sind nicht unmittelbar erkennbar. Der ‘Animist’ beharrt auf seiner reduktionistischen Behauptung, das Medium selbst, begabt mit sonst niemals beobachteten extremen ‘supertelepathischen’ Fähigkeiten, sei der unbewußt dramatisierende Erzeuger der TI, oder er nimmt teilautonome ‘Spaltpersönlichkeiten’ an.
Dagegen akzeptiert der ‘Spiritist’ in weitgehender Übereinstimmung mit den Formen und Inhalten der Botschaften und Dialoge die Existenz unabhängiger TW, die über oder durch das Medium als (Nachrichten-)’Kanal’ TI aus Transbereichen in unsere Bewußtseins’ebene’ ‘senden’.
„Es gibt nur ein einziges ‘uneingeschränktes Universum’, in dem Lebende und Verstorbene nebeneinander leben; die ‘Lebenden’ sind sich dessen jedoch normalerweise nicht bewußt, denn sie sind durch ihre geringe Wahrnehmungsfähigkeit stark behindert“ (WHITE). Auch: BACCI, DI NOTO, HEINTSCHEL-HEINEGG, WOLSKE. Der Großteil des Informationsflusses zwischen den Transbereichen und der irdischen Ebene verläuft in uns unbewußten Kanälen!
Die Hilflosigkeit hinsichtlich einer Entscheidung wird vielleicht in einer verallgemeinerten Interpretation des Unvollständigkeitssatzes von GÖDEL (WATZLAWICK 1984) etwas verständlicher.
Danach ist ein komplexes System, hier der Mensch, nicht imstande, sich selbst oder höherkomplexe Strukturen vollständig zu beschreiben. Es vermag bestenfalls Systeme niedrigerer Komplexitätsgrade zu ‘verstehen’, (vgl. Systemtheorie D-27).
Trotz unübersehbarer Diskrepanzen, vielfacher inhärenter Widersprüche und nachweislich falscher Inhalte kann die Gesamtheit medialer Äußerungen eine transzendenzoffene Sichtweise veranlassen oder stützen.
[Abkürzungen: TW = Transwesenheit(en), TI = Transinformation(en)]
Dr. Ernst Senkowski, zitiert aus „Instrumentelle Transkommunikation: Ergebnisse und Probleme der medial-technischen Verwirklichung audio-visueller Kontakte mit autonom erscheinenden Strukturen unbekannter Bewußtseinsbereiche„, R. G. Fischer Verlag 2000
Anmerkungen: Das Buch kann auch online gelesen werden. Der Physiker und ITK-Forscher Dr. Ernst Senkowski ist übrigens einer der Interviewpartner in der Dokumentation „(R)Evolution 2012. Die Menschheit vor einem Evolutionssprung“ von Dieter Broers und ich kann nur sagen: Hut ab und ganz tiefe Verneigung vor diesem bald 90-jährigen Pionier, der bei den gezeigten Interviews durch Witz, fundiertes Wissen und einem tiefgehenden Verständnis vom Wesen der Realität (und den damit einhergehenden Illusionen) beeindruckt. Unbedingt anschauen!

Dr. Ernst Senkowski (Foto von www.rodiehr.de)






