Zum heutigen Artikel gibt es wieder einmal Hintergrundmusik. Veträumter Post-Krautrock, “Wermut” von Cluster & Brian Eno, aufgenommen 1977.
An dieser Stelle solltet ihr nun eigentlich den angekündigten Paläo-SETI-Artikel lesen, der sich übrigens im Kopf eures Docteurs schon wieder zu einer mehrteiligen Serie über die spannendsten Begegnungen von Ausserirdischen und Menschen von Anbeginn der Menschheit bis in die Gegenwart verwandelt hat.
Inzwischen hat sich aber eine andere Dimension, “Eine andere Welt” (so der Titel eines meiner vielen Lieblingsbücher von Philip K. Dick) in meine Realität gedrängt, hat auf sich aufmerksam gemacht; so bin ich in letzter Zeit mehrmals in Trance gefallen, habe intensive Träume, welche mir die Botschaft der von Jane Roberts gechannelten Entität Seth über die “objektive Realität der Traumwelt” wieder in mein Gedächtnis gerufen haben; ich wache ruckartig aus dem Schlaf auf und bekomme ganz deutlich Namen von in meiner Realität nicht existierenden Personen und Orten vorgesagt – und da ich ebenso intensiv das Gefühl hatte, darüber berichten zu wollen, nun, deswegen gibt es eben diesen Artikel statt der erwarteten UFO-Historie.

Jane Roberts, Channel für "Seth"
Vor längerer Zeit schon hatte mich mein Freund Bernhard, seines Zeichens Medium, Seminarleiter und Berater dieses Blogs hier zu einer Reise eingeladen, um meinen Geistführer kennenzulernen. Ich habe mich ein bisschen geziert, es auf die lange Bank geschoben; hatte vielleicht ein wenig Bammel, mich wiedermal direkt in spirituelles Geschehen zu begeben, statt von meinem sicheren Beobachtungsturm aus (was für eine Illusion!) intellektuell über irgendwelche Verschwörungstheorien nachzusinnen.
Ausserdem habe ich ja immer schon behauptet, ich könnte nicht hypnotisiert werden, und würde deshalb auch keinesfalls in Trance fallen können. Bin ja viel zu nervös und zappelig – wenn ich da nur an meine zahllosen, nach kurzer Zeit abgebrochenen Meditationsversuche denke! Wenn ich noch einmal in so einer unbequemen Position sitzen muss, tief in den Bauch atmen und meine Gedanken wie am Horizont vorüberziehen lassen soll, werde ich schreiend davonlaufen. Das einzige, was geht, ist so eine Art Entspannungs-CD, die ich schon lange benütze – sich 10 Minuten hinlegen, von esoterischen Synthesizerklängen bedüdeln lassen und von Louise L. Hay mitgeteilt bekommen, dass man voll O.K. ist, dass alles super ist und in bester Ordnung, das war bis jetzt die Höchstdosis an Entspannung für mich.

Geht gar nicht für mich: Meditation
Über meine Versuche mit Stille habe ich ja hier schon ausführlicher berichtet; wirklich gut konzentrieren (und zum Beispiel gerade diesen Artikel schreiben) kann ich mich an meinem Arbeitsplatz (Psst!), eingebettet in eine Lärmwolke aus verschiedenen Audioquellen, plärrenden Telefonen, voll aufgedrehten Radios, vor sich hinschnatternden Fernsehern und sich unterhaltenden Kollegen – auch das kann zu einer Art von Stille werden, wenn sich alle Lärmquellen nämlich in einer Art von weissem Rauschen vereinigen und ein grosses NICHTS ergeben.

Jedenfalls habe ich mir dann doch ein Herz gefasst und mich bei Bernhard auf die Couch gelegt. Für die Reise zum Geisthelfer hat er eine eigene Technik in der Art einer Fantasiereise entwickelt, dazu gab es im Hintergrund noch ganz dezente, beruhigende Musik. Und was soll ich sagen – binnen einer Minute war euer nervöser Blogschreiber in der tiefsten Trance, die möglich ist. Das war nun wirklich ungewohnt: Ich habe Bernhards Anweisungen genau gehört und auch umgesetzt, war aber gleichzeitig eine Million Lichtjahre weit weg, der Körper wie gelähmt (was aber nicht unangenehm war), der Atem ganz ruhig und unbewusst, meine reale Umwelt nicht spürbar.

So bin ich über die Erde geschwebt, zu den Sternen gereist, was mich übrigens seltsam unbeeindruckt liess – ich wollte einfach weiter. Und dann war ich plötzlich in einem Nirgendwo, wo mehrere Lichtgestalten auf mich warteten. Eine davon trat auf mich zu, verwandelte sich in den Fremden, der in dem Film “The Big Lebowski” die Rahmenhandlung erzählt; so eine Art alter Colonel, der im amerikanischen Bürgerkrieg gedient haben könnte, das Gesicht voller Narben, die Augen stechend und zugleich gütig, der Mund bedeckt von einem riesigen, gelblich-weissen Schnauzbart. Eine zutiefst ruhige und beeindruckende Erscheinung, jemand, den man ohne dazu aufgefordert zu werden, mit “Sir” anspricht – ein Veteran, der alle Schlachten geschlagen und so zu seinem ganz persönlichem Frieden gefunden hat.

Sam Elliott als Erzähler in "The Big Lebowski"
Diese Beschreibungen meines Geistführers sind natürlich nur äusserst unzulängliche Versuche; dies hier ist vermutlich nichts anderes als eine Art Übersetzung ins normale Tagesbewusstsein. Der “Colonel” legte mir also die Hand auf die Schulter, sah mich an und dann wusste ich nichts mehr von mir, Blackout – ich vermute mal, dass er durch mein aktives Zugehen auf ihn, also durch mein “Einverständnis” die Möglichkeit hatte, diverse “Updates” an mir vorzunehmen. Ich hatte übrigens zu keiner Zeit das Gefühl, das hier etwas gegen meinen Willen geschehen würde. Dann war die Sitzung vorüber, ich war schlagartig wieder “da”. Leider vergass ich in den folgenden Stunden und Tagen, mich zu erden und hatte daher längere Zeit ziemliche Schwindelgefühle. Auch bohrende Kopfschmerzen habe ich verspürt; ich stelle mir vor, dass dies an den “Updates” liegen könnte, die ich erhielt, aber das ist natürlich reine Spekulation.

Laut Anleitung hätte ich eigentlich den Namen meines Geistführers erfahren sollen, allerdings weiss ich den ein paar Wochen danach immer noch nicht. Der “Colonel” ist mir ein paar Tage später noch einmal erschienen, beim obligatorischen Anhören meiner Entspannungs-CD; plötzlich war ich wieder in Trance gefallen, er stand wieder vor mir und legte mir die Hand auf meine Schulter, wieder habe ich keine Ahnung, was danach passiert ist.
Ich habe noch nicht genug Erfahrung in solchen Dingen, um genau reflektieren zu können, ob und wie sich mein geistiges Leben seither verändert hat. Etwas allerdings ist mir aufgefallen: meine Träume sind anders. Sie sind intensiver geworden, erinnern mich an meine Trancen vor einiger Zeit. Das Traumerlebnis, das ich letzte Nacht hatte, war besonders beeindruckend – und zwar dermassen, dass ich noch immer, viele Stunden danach, einen letzten Rest jener “Gespinste” verspüre, welche mich da umfangen hatten.

Ich träumte davon, dass mich ein Mädchen abholte, welches sich später als meine “Seelenschwester” (?) herausstellte. Sie brachte mich in eine kleine Stadt, in der viele, freundliche Menschen, die ein bisschen wie Hippies wirkten, irgendwelche entspannenden Tätigkeiten ausführten. Ich wurde überall freundlich aufgenommen, fast so, als ob ich dort bekannt wäre und verbrachte eine ganze “Nacht” dort. Das wäre nun noch nicht so besonders aufregend; plötzlich erwachte ich jedoch ruckartig (02.30, wieder bohrende Kopfschmerzen) und “hörte” oder “wusste” nun mehrere Namen, die ich dann sofort notierte – zum Beispiel den meiner “Soul Sister“: Die heisst “Martina Beth” und hat noch eine Schwester namens “Valerie“. Den Namen der Stadt habe ich auch erfahren: “Sheann“. Auch wenn das übrigens irisch klingen mag – bei intensiven Recherchen im Internet hat sich dazu absolut nichts ergeben. Vielleicht eine alte, längst zu Staub zerfallene Stadt? Ich tendiere allerdings derzeit zu der Annahme, dass solche Menschen und Orte eigentlich nicht zwingend einen Konnex in die “reale Welt” haben müssen – wie hier in Obskuristan schon spekuliert, vermute ich die astralen Sphären ja voller Leben; es könnte aber auch überhaupt eine unbekannte Dimension sein, welche sich mir gerade durch meine Träume offenbart.

Einstweilen freue ich mich sehr, dass mir da auf einmal eine wunderbare “andere Welt” offensteht – eine, von deren Existenz ich bis jetzt nichts wusste, eine Welt, eine Sphäre oder ein neues Universum, welches ich demnächst einmal genauer erkunden werde können? Wie heisst es so schön: Es bleibt spannend.







komisch das hier keiner schreibt. und ich denke mal das ich mit dem gedanken nicht alleine bin.
erstmal danke das du uns an deim erlebnis teilen haben läst.
du solltest das ganze viel mehr angehen nachti, ich glaube da steckt einiges in dir drinne noch.
das letzte bild ist echt super! da kann man sich echt reinfühlen.
gruß ota
hi ota, is nicht so tragisch, passiert immer wieder mal zwischendurch
es war ja so, dass mir irgendwie “aufgetragen” wurde, diese erlebnisse und namen niederzuschreiben, und ich denke, na hoffe, da kommt noch mehr…
ganz liebe grüsse dir,
dein doc
hi le doc
sehr interessanter bericht über doch recht persönliche erlebnisse und erfahrungen.
dachte nun schon ein paar mal, dass du bezüglich deiner inneren welten recht mitteilsam bist, was sich hier eben auf ein weiteres intensiv darstellt.
finde es klasse, dass du so freimütig davon berichtest. und bin auch schon gespannt, wie es weiter geht.
keep on rockin ! and rollin ! move on, tune in and turn around…….
vlg
s
wirklich toller artikel. bitte weiterberichten!
irgendwie mußte ich die ganze zeit an das buch “Phylos der Tibeter” dabei denken. Da geht es neben der hauptgeschichte (Atlantis) ja auch viel um ‘höhere’ Astralwelten und das jede Seele eine Geschwisterseele/wesen hat, welche einem manchmal im physischen Leben, vor allem aber in den Welten dazwischen begegnen können und irgendwann (nach vielen inkarnationen) auch wieder mit zu einem individuum ‘verschmelzen’.
mit meditation hab ich übrigens die gleichen probleme wie du.
beruhigt mich, zu lesen, dass auch ‘unruhige’ gemüter die chance bekommen können, solche von dir berschriebenen erfahrungen zu machen. befürchte oft, das mir diese welten verschlossen bleiben, da ich einfach keine richtige ‘stille’ in mir finden kann.
hello friends,
@ sigi: you’ve got mail!
@ max: “phylos der tibeter” kannte ich bis jetzt noch nicht, danke für den tipp! ja, meditation & stille kann heutzutage nicht mehr der einzige pfad zur erleuchtung sein, es muss auch anders gehen
liebe grüsse,
euer doc