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	<title>Obskuristan &#187; Verschwörungstheorien</title>
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		<title>Obskuristan &#187; Verschwörungstheorien</title>
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		<title>Notizen zum heiligen Narren</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 16:32:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nachtstrom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hintergrundmusik: Also diesmal hab ich &#8220;echte&#8221; Osho-Musik für euch, Deuter nämlich mit einem Ausschnitt aus der 1980 komponierten Suite für Osho&#8217;s &#8220;Kundalini-Meditation&#8221;. Für mich klingt das zwar eher wie thailändische Tempel-Gongs, aber als Untermalung zum Lesen passt es ganz gut. Normalerweise kann ich die mich beschäftigenden Themen hier auf Obskuristan mit den entsprechenden Artikeln aus [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2837&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hintergrundmusik: Also diesmal hab ich &#8220;echte&#8221; Osho-Musik für euch, <span style="text-decoration:underline;">Deuter</span> nämlich mit einem Ausschnitt aus der 1980 komponierten Suite für Osho&#8217;s &#8220;Kundalini-Meditation&#8221;. Für mich klingt das zwar eher wie thailändische Tempel-Gongs, aber als Untermalung zum Lesen passt es ganz gut.</em></p>
<span style='text-align:left;display:block;'><p><object type='application/x-shockwave-flash' data='http://s0.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' width='290' height='24' id='audioplayer1'><param name='movie' value='http://s0.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' /><param name='FlashVars' value='&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fnachtstrom.fetznetz.it%2Fdeut.mp3' /><param name='quality' value='high' /><param name='menu' value='false' /><param name='bgcolor' value='#FFFFFF' /><param name='wmode' value='opaque' /></object></p></span>
<p>Normalerweise kann ich die mich beschäftigenden Themen hier auf <em>Obskuristan</em> mit den entsprechenden Artikeln aus meinem Kopf herausexorzieren, ablegen für eine spätere Wiederaufnahme, mich damit also freimachen für das nächste Abenteuer; im Falle <em>Osho</em> ist mir das nicht gelungen, zu sehr faszinieren mich die weit auseinanderklaffenden Widersprüche um den wohl am wenigsten fassbaren Guru aller Zeiten. Dieser widerspenstige Inder scheint sich wie bei einer Art<em> Schattenbox-Duell</em> jedem Versuch, ihn als “Heiligen” oder “Scharlatan” festnageln zu wollen, mit Leichtigkeit zu entziehen. Deswegen hier sozusagen als Nachschlag zum vorigen Obskuristan-Artikel noch ein paar Randbemerkungen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2842" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/aan1.jpg?w=500&h=448" alt="" width="500" height="448" /></p>
<p>Objektiv über Osho zu urteilen, scheint mir eine fast unlösbare Aufgabe zu sein, wenn man sowohl den Menschen selbst, als auch sein Umfeld oder die politischen Dimensionen jener Zeiten nicht persönlich miterlebt hat. Das historische Bild des Gurus zersplittert in den zahllosen Büchern und Internetartikeln von ehemaligen Bewunderern oder Feinden und der heutigen glattgebügelten Präsenz jener gesichtslosen, konzernartigen “<em>Osho  Foundation</em>” in unzählige Splittter, die sich nicht zu einem einheitlichen Gesamtbild zusammenfügen lassen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2843" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/aan2.jpg?w=500&h=363" alt="" width="500" height="363" /></p>
<p>Glaubt man den Augenzeugenberichten der “Sannyasins” vor Ort in Osho’s grosser Zeit in <em>Poona</em> in den frühen 1970er-Jahren, kann man von einem hellwachen, intellektuell scharfen und originellen Lehrer ausgehen, der damals immens inspirierend gewirkt haben muss.  Betrachtet man die Dokumentation “<em>Bhagwan &#8211; The Movie</em>” von Filmemacher Rober Hillman (Link am Ende des Artikels) aus dem Jahr 1975, welche &#8211; ungeschnitten &#8211; die legendären <em>Chaosmeditationen</em> zeigt und die auch fähig ist, etwas von dem Gefühl, von dieser <em>Intensität</em> zu vermitteln, welche damals in diesem Ashram in der Nähe des Meisters geherrscht hat, ergibt das ein Bild von einem, wenn schon nicht “heiligen”, so dennoch sehr weisen Mann, der mit seiner brillianten Message, einer Synthese aus östlichen Lehren und westlicher Geistesgeschichte gerade heute vielleicht wieder aktueller zu sein vermag als in den Jahrzehnten zuvor.</p>
<p>Dieses stützt auch das in Vielzahl vorhandene Werk; in den meisten Büchern, die ja Transkriptionen seiner damals täglichen Vorträge sind, finden sich immer wieder Sätze, die genug Sprengstoff besitzen, um die festgefahrenen Ansichten und damit das Leben des jeweiligen Lesers, so er sich öffnen mag, vollkommen auf den Kopf zu stellen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2844" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/aan3.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Dem gegenüber stehen allerdings ernsthafte Anzeichen dafür, dass Osho seine frühe Brillianz bereits zu Beginn der 1980er-Jahre in<em> alarmierender Schnelligkeit</em> verloren hat, sich als weltfremder, wunderlich agierender und zunehmend zur lallenden Witzfigur verkommener Clown entpuppte, ein schwerkranker Geist, der sich abschottete und in rasanter Geschwindigkeit körperlich verfiel. Obwohl von seinen Anhängern natürlich bis heute heftigst bestritten, gibt es doch genügend Aussagen von ehemaligen Gefährten, die den Missbrauch von schweren Beruhigungsmitteln wie Valium und die täglichen Dosen Lachgas (eine seltene, absurd erscheinende Form der Drogensucht) belegen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2845" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/aan4.jpg?w=500&h=336" alt="" width="500" height="336" /></p>
<p>Abgesehen von den unzähligen Krankheiten, die Osho heimgesucht haben sollen (von Asthma, Rückenschmerzen über zahllose Allergien bis zur Hypochondrie wird spekuliert) ist es eine hochinteressante Frage, wieso sich ein dermassen erfolgreicher Guru mit Abertausenden von Anhängern, die mit Wonne ihr Leben für ihn hingegeben hätten, mit einer solchen Rasanz aus freier Entscheidung zu einem süchtigen Wrack degradierte. Waren es vielleicht die Anfechtungen des täglichen Lebens, die ihn genauso wie jeden anderen Menschen auf diesem Planeten überkamen, und die er nicht zulassen konnte, wollte oder durfte? Als “Erleuchteter” zu gelten, an dessen Wort oder Geste zu jeder Zeit unzählige Jünger hängen, muss ein unglaublicher Druck sein, vielleicht zu viel Druck für einen, dessen Konstitution darunter zusammengebrochen sein mag; mit keiner Möglichkeit, sich auch mal schwach zeigen zu dürfen.</p>
<div id="attachment_2846" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-2846  " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/aan5.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Und als Geschenk für den Guru gibts wieder mal einen... Rolls Royce! Sheela darf ihn überbringen. </p></div>
<p>Während der Zeit auf der “Big Muddy Ranch” in Oregon 1981 &#8211; 1985 scheint Osho seine “Erleuchtung” jedenfalls vollkommen abhanden gekommen zu sein. Auch hier kann man bis in alle Ewigkeit spekulieren, ob seine “Schweigephase” und Zurückgezogenheit der Hilflosigkeit entsprang, mitansehen zu müssen, wie seine Sekretärin <em>Sheela Silverman</em> die Initiative an sich riss und mit Spionagemethoden, der Militarisierung der Sannyasins und dem unseligen Salmonellen-Anschlag auf die Bevölkerung des Ortes <em>The Dalles</em> versuchte, aus der einstmals friedlichen Poona-Gemeinschaft eine sektenartige Diktatur zu formen. Oder agierte sie vielleicht als <em>willenlose Sklavin</em>, abhängig von den bösen Einflüsterungen eines verrückt gewordenen Gurus? Sie unterstützte diese Theorie natürlich mit den entsprechenden Aussagen in ihrem Gerichtsverfahren, bei dem sie zu einer mehrjährigen Haftstrafe verdonnert wurde. Osho selbst wurde zwar ebenfalls wegen “Einwanderungsdelikten” verurteilt, man schenkte seinen blauäugigen Aussagen, von den kriminellen Aktivitäten seiner Anhänger “nichts gewusst zu haben” aber überraschenderweise Glauben und schob ihn einfach ab.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2847" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/aan6.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Der wieder aus dem “Schweigen” aufgetauchte Osho, der sich mit seinen Pressekonferenzen und Lectures am Schluss des Oregon-Experiments mehr oder weniger elegant in Schadensbegrenzung versuchte, meinte damals “<em>I gave you a taste of fascism!</em>”. Das wäre natürlich die irrste und unglaublichste aller Theorien, dass der Guru die Ansiedelung auf dem Gelände der Big Muddy Ranch von vorneherein als “faschistisches Experiment” geplant hätte &#8211; zwar nicht mit so tödlichen Folgen wie ein ähnliches Kultexperiment eines gewissen Jim Jones in Französisch-Guyana, aber doch mit enormen seelischen Schäden für seine Anhänger, die zuvor noch im mühseligen Schichtbetrieb versucht hatten, die Fantasiestadt “Rajneeshpuram” aus dem dortigen Wüstenboden zu stampfen, dafür einmal am Tag mit einem debil winkenden Führer auf der Rundfahrt in einem seiner Rolls Royce belohnt, und im Endeffekt dann sich selbst überlassen wurden, da Silverman ja im Gefängnis saß und ihr Meister sich mit den verbliebenen Habseligkeiten schleunigst auf die Suche nach einem Land gemacht hatte, welches ihm Aufnahme gewähren würde.</p>
<div id="attachment_2848" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2848" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/aan7.jpg?w=500&h=356" alt="" width="500" height="356" /><p class="wp-caption-text">Seltenes Foto: Osho während seiner &quot;Weltreise&quot; in Urugay</p></div>
<p>Dies gelang ihm nicht, wie wir wissen, und zwar auf Betreiben der US-Diplomatie hin; nach langer Irrfahrt landete Osho als tattriger Schatten seiner selbst wieder in seinem alten Ashram Poona. Seine danach wieder aufgenommenen, seltenen <em>Lectures</em> waren nur mehr ein mühseliger Abklatsch der früheren Brillanz. Legendär sind übrigens auch jene drei Bücher, die der Guru unter dem Einfluss des <em>Lachgas-Rausches</em> diktierte, und die er in wirrer Selbstüberschätzung trotz Abratens seiner Führungsriege zur Veröffentlichung freigab: “<em>Glimpses of a Golden Childhood</em>”, &#8220;<em>Notes of a Madman</em>” and “<em>Books I have Loved</em>”. Die Datierung dieser Werke ist ungewiss, zumindest aber die letzteren zwei dürften auf der Ranch in Oregon entstanden sein. “<em>Books I have Loved</em>” hat mich sehr fasziniert; in dem recht unzusammenhängenden Text fantasiert Osho anlässlich seines Lieblingsbuches “<em>Also sprach Zarathustra</em>” von Friedrich Nietzsche über eine Figur, die ihn zeitlebens immer sehr fasziniert haben soll &#8211; über Adolf Hitler: “<em>Hitler could not love, although he tried in his dictatorial way. He tried, as many husbands do unfortunately, to dictate, to order, to maneuver and manipulate women – but he was unable to love. Love needs intelligence. He would not even allow his own girlfriend to be alone with him in his room at night. Such fear! He was afraid that while he was asleep…one never knows, the girlfriend may be a girl-foe; she may be an agent working for the enemy. He slept alone all his life.&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;How could a man like Adolf Hitler love? He had no sympathy, no feeling, he had no heart, no feminine side to him. He had killed the woman within himself so how could he love the woman outside? To love the outer woman you have to nourish the woman within, because only that which is within is expressed in your actions.&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;I have heard that Hitler shot one of his girlfriends for just a small reason: he killed her because he had said she should not go to visit her mother, but when he was out she went, although she was back before Hitler returned. He came to know through the guards that she had gone out. That was enough to finish the love – not only the love, but the woman too! He shot her saying, “If you disobey me, then you are my enemy.</em>”</p>
<div id="attachment_2849" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2849" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/aan8.jpg?w=500&h=329" alt="" width="500" height="329" /><p class="wp-caption-text">Hitler und seine Nichte Geli Raubal</p></div>
<p>Soweit ein Auszug aus dem ersten Kapitel. Abgesehen von dem historischen Unsinn (Hitler teilte sein Bett sehr wohl mit Eva Braun, und über den Führer als persönlichen Mörder einer seiner Freundinnen ist mir nichts bekannt &#8211; Osho meinte vielleicht Hitler’s Nichte <em>Geli Raubal</em>, zu der er eine amouröse Beziehung gehabt haben soll, und die sich 1931 in seiner Dienstwohnung in München mit einer seiner Pistolen erschoss) wäre diese lebenslange Faszination von Adolf Hitler natürlich wieder ein Argument für die Theorie des angesprochenen “faschistischen Experiments”.</p>
<p style="text-align:center;">&nbsp;</p>
<div id="attachment_2850" class="wp-caption aligncenter" style="width: 396px"><img class="size-full wp-image-2850 " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/aan9.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Erschöpft in seinen späten Lebensjahren: Osho</p></div>
<p>Die letzten Lebensjahre Oshos in Poona dürften nicht glücklich verlaufen sein; es scheint, als hätte er die Entscheidungsgewalt über die Geschicke seiner Sannyasins verloren gehabt. Laut Aussagen einiger damaliger Gefährten drohte er des öfteren hilflos mit seinem “Selbstmord”, wenn von ihm angeordnete Befehle nicht umgesetzt wurden. Apropos Selbstmord: ein interessantes Rätsel bleibt auch der Freitod seiner Gefährtin <em>Vivek</em>, eine Engländerin, die seit den Anfangstagen in seinem engsten Umfeld zu finden war, und die entweder seine Geliebte, seine Krankenschwester, eines seiner “Energiemedien” oder alles zusammen war &#8211; sie beging einen Monat vor dem Tod Oshos Suizid mittels einer Überdosis Schlaftabletten. Obwohl Vivek auf vielen Fotos zusammen mit dem Guru zu sehen ist, gibt es doch kaum brauchbare Aussagen über das Leben dieser mysteriösen Gefährtin.</p>
<div id="attachment_2851" class="wp-caption aligncenter" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-2851" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/aanx.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Osho und Vivek am Ende ihres Lebens</p></div>
<p>Wie bereits eingangs erwähnt, bleibt die Person “Osho” im Endeffekt auch viele Jahre nach seinem Tod unfassbar; während er von diversen Sektenstellen und ehemaligen Anhängern als <a href="http://www.agpf.de/Osho-Bhagwan.htm" target="_blank">das Böse in Menschengestalt</a> verdammt wird, besitzt er natürlich auch heute noch eine ebenso grosse, glühende Anhängerschaft. Abgesehen von diesen zwei Extremen gibt es noch eine dritte Position, die auch ich einnehme &#8211; die des interessierten Lesers seiner zahlreichen, wirklich wertvollen Bücher. Jedesmal, wenn ich eines seiner Werke aufschlage und darin lese, kommen mir einfach extrem gute Gedanken; da fällt Licht auf persönliche Lebensabläufe, die für mich bis jetzt als selbstverständlich galten und die beim Lesen quasi wie von selbst zu einem <em>neuen Abenteuer</em> mutieren.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2852" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/aanxx.jpg?w=500&h=370" alt="" width="500" height="370" /></p>
<p>In der erwähnten Dokumentation “<em>Bhagwan &#8211; The Movie</em>” erklärt Osho, dass es auf die Frage “Wer bin ich” für niemanden eine Antwort geben könne, dass man in der Meditation einfach bei dieser Frage bleiben solle. Dass gilt wohl auch für Osho selbst: Wer oder was er war, ein <em>erleuchteter Meister</em>, ein <em>gemeiner Schwindler</em>, ein “<em>heiliger Narr</em>”, oder nichts davon &#8211; man wird es niemals mit <em>Sicherheit</em> wissen.</p>
<p style="text-align:center;">***</p>
<p>&#8220;Bhagwan &#8211; The Movie&#8221; kann man sich <a href="http://video.google.de/videoplay?docid=1916549395176220097#" target="_blank">hier</a> umsonst ansehen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/obskuristan.wordpress.com/2837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/obskuristan.wordpress.com/2837/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/obskuristan.wordpress.com/2837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/obskuristan.wordpress.com/2837/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/obskuristan.wordpress.com/2837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/obskuristan.wordpress.com/2837/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/obskuristan.wordpress.com/2837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/obskuristan.wordpress.com/2837/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/obskuristan.wordpress.com/2837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/obskuristan.wordpress.com/2837/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/obskuristan.wordpress.com/2837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/obskuristan.wordpress.com/2837/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/obskuristan.wordpress.com/2837/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/obskuristan.wordpress.com/2837/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2837&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Von Esoterikpäpsten und heiligen Narren</title>
		<link>http://obskuristan.com/2011/03/04/von-esoterikpapsten-und-heiligen-narren/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 21:19:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Hintergrundmusik kommt heute von Talvin Singh und heisst &#8220;Mustard Fields&#8221;. &#160; 1. Krankheit als Weg. In den späten 1970er- und 1980er-Jahren waren sie die unbestrittenen Esoterikpäpste im deutschen Sprachraum: Thorwald Dethlefsen und Rüdiger Dahlke sorgten mit ihrem Buch &#8220;Krankheit als Weg. Deutung und Bedeutung der Krankheitsbilder&#8221; für Begeisterung und riesige Absatzzahlen. Damals wurde es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2802&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> Die Hintergrundmusik kommt heute von Talvin Singh und heisst &#8220;Mustard Fields&#8221;. </em></p>
<span style='text-align:left;display:block;'><p><object type='application/x-shockwave-flash' data='http://s0.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' width='290' height='24' id='audioplayer1'><param name='movie' value='http://s0.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' /><param name='FlashVars' value='&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fnachtstrom.fetznetz.it%2Fobs-ts.mp3' /><param name='quality' value='high' /><param name='menu' value='false' /><param name='bgcolor' value='#FFFFFF' /><param name='wmode' value='opaque' /></object></p></span>
<p style="text-align:center;">&nbsp;</p>
<p style="text-align:center;"><span style="text-decoration:underline;">1. Krankheit als Weg.</span></p>
<p>In den späten 1970er- und 1980er-Jahren waren sie die unbestrittenen Esoterikpäpste im deutschen Sprachraum: <strong>Thorwald Dethlefsen</strong> und <strong>Rüdiger Dahlke</strong> sorgten mit ihrem Buch &#8220;<em>Krankheit als Weg. Deutung und Bedeutung der Krankheitsbilder</em>&#8221; für Begeisterung und riesige Absatzzahlen. Damals wurde es auch en vogue, dass man verkühlten Leuten so Fragen stellte wie: &#8220;<em>Wen oder was kannst du nicht riechen</em>?&#8221;, worauf derjenige dann stundenlang darüber nachdenken musste; manchmal kam man drauf, manchmal aber auch nicht, und schob es dann einfach auf den Grippevirus &#8211; laut Dethlefsen übrigens ein fataler Fehler: &#8220;<em>Dass bei einer bestimmten Krankheit bestimmte Viren anwesend sind, sei unbestritten, aber über den daraus abgeleiteten Glauben, diese Viren seien die Ursachen der Krankheit, werden spätere Generationen genauso herzhaft lachen wie wir über die Scheibentheorie der Erde.</em>&#8221; (Zitiert aus Dethlefsen, &#8220;Schicksal als Chance&#8221;, Bertelsmann Verlag, 1979)</p>
<div id="attachment_2805" class="wp-caption aligncenter" style="width: 353px"><img class="size-full wp-image-2805" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/ag1.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Thorwald Dethlefsen (1946 - 2010)</p></div>
<p>Dass der Psychologe Dethlefsen und der Mediziner Dahlke (der Gerüchten zufolge für &#8220;<em>Krankheit als Weg</em>&#8221; seinen Namen bloß hergeliehen hatte) damals Krankheitsbilder so radikal umdeuteten, wird der Schulmedizin vermutlich weniger gefallen haben. Der Ansatz &#8220;Krankheit als Botschaft der Seele&#8221; war damals jedenfalls erfrischend neu und schon recht genial. Leider aber gelangte Dethlefsen damit meiner Meinung nach zu keiner &#8220;ganzheitlichen &#8221; Sicht und weiters zu überhaupt keinem brauchbaren Heilungsansatz von Krankheiten, weil er vor lauter Radikalität das Kind mit dem Bade ausschüttete. Führen wir uns ein paar Sätze aus &#8220;Krankheit als Weg&#8221; zu Gemüte, z.b. diesen hier: &#8220;<em>Wir sollten uns von der Illusion lösen, man könne Krankheit vermeiden oder aus der Welt schaffen. Der Mensch ist ein konflikthaftes Wesen und somit auch krank. Die Natur wacht darüber, dass der Mensch im Laufe seines Lebens sich immer tiefer ins Kranksein hineinentwickelt, das durch den Tod seinen krönenden Abschluss findet</em>.&#8221;</p>
<p style="text-align:center;"><span style="text-decoration:underline;">2. Der Mensch als &#8220;Seelenwesen&#8221;</span></p>
<p>Der Mensch, der, sobald er sich reinkarniert, krank ist: erinnert das nicht ein ganz kleines bisschen an die &#8220;Erbsünde&#8221;, unter deren Bürde man ächzt, sobald man vom &#8220;Baum der Erkenntnis&#8221; genascht hat, also den Garten Eden verlässt? Auffällig bei &#8220;<em>Krankheit als Weg</em>&#8221; ist weiters die Körperfeindlichkeit seiner Autoren: &#8220;<em>Der Körper ist niemals krank oder gesund, da in ihm lediglich die Informationen des Bewusstseins zum Ausdruck kommen. Der Körper tut nichts aus sich selbst heraus, wovon sich jeder durch die Betrachtung einer Leiche selbst überzeugen kann.</em>&#8221; Der Schweizer Soziologe Phillip Flammer bemerkte dazu in einem Vortrag während einer Tagung an der Paulus-Akademie Zürich: &#8220;<em>Für Dethlefsen und Dahlke ist der Mensch also ausschliesslich ein &#8216;Seelenwesen&#8217;, und was in unserer Gesellschaft als Krankheiten diskutiert wird, sind bei ihnen lediglich Symptome für das grundsätzliche Kranksein der menschlichen Seele. Die Autoren zerlegen dabei die physisch-vitale Manifestation eines Menschen analytisch in eine Bewusstseins- und eine Körperebene und erstellen eine Hierarchie zwischen den beiden Ebenen, indem sie den Körper zu lebloser Materie degradieren und das Bewusstsein, die seelisch -geistige Ebene, zur entscheidenden und ausschliesslichen Essenz des Menschseins erklären. In ihrem Verständnis vom Menschen werden die physischen Aspekte abgespaltet und deren Bedeutung für das Kranksein bestritten bis hin zur Behauptung:&#8217;Weder Bakterien noch Erdstrahlen verursachen Krankheit, aber der Mensch benutzt sie als Hilfsmittel, sein Kranksein zu verwirklichen</em>&#8220;. (<a href="http://www.infosekta.ch/infos-zu-gruppen-und-themen/esoterik/die-uberwindung-aller-widerspruche-das-krankheits-und-heilungsverstandnis-in-der-esoterik-am-beispiel-von-thorwald-dethlefsen-und-rudiger-dahlke-flammer-2001/#das-verstandnis-von-krankheit-bei-dethlefsen-und-dahlke" target="_blank">Quelle</a>)</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2806" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/ag2.jpeg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Nun: Aussagen von Dethlefsen/Dahlke wie &#8220;<em>Die Menschen haben Krebs, weil sie Krebs sind</em>&#8221; in Verbindung mit einer (falsch verstandenen) Reinkarnationslehre, die, indem sie Versatzstücke aus östlichen Weisheitslehren interpretiert, zu der heute noch unter Hardcore-Esoterikern populären Ansicht kommt, der Mensch würde freiwillig für &#8220;Fehler&#8221; in vergangenen Leben &#8220;büssen&#8221;, haben in ihrer grenzenlosen Naivität zu solch schwerwiegenden und unentschuldbaren Verfehlungen geführt wie z.b. der Ansicht, jedes verhungernde Kind in Afrika sei selbst schuld an seinem Schicksal, da es sich dieses Leben ja selbst ausgesucht habe. Ich will Dethlefsen nicht die Schuld an solchen Aberrationen in die Schuhe schieben, den Grundstein für solche Ansichten kann man aber sehr wohl aus seinen Büchern herauslesen.</p>
<p style="text-align:center;"><span style="text-decoration:underline;">3. Die Kirche des neuen Aeon.</span></p>
<p>Dahlke bedauerte im Vorwort zu Dethlefsen&#8217;s Buch &#8220;<em>Krankheit als Sprache der Seele. Be-Deutung und Chance der Krankheitsbilder</em>&#8221; bereits im Jahr 1992, dass dieser nicht zur &#8220;<em>Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit zu bewegen gewesen sei</em>&#8220;; wo Dethlefsen hinwollte, da konnte er seinen Zauberlehrling eben nicht mehr mitnehmen. Er beschäftigte sich mit der Kabbala, mit alten Mysterienkulten und gründete 1999 mit viel medialem Getöse <em>Kawwana –  die Kirche des neuen Aeon</em>, als deren einzigen Hohepriester er sich sah. In einem Münchner Hinterhof wollte er dafür eine riesige Versammlungshalle bauen lassen, wegen sehr weltlicher Probleme mit der Baubehörde wurde allerdings nur ein kleiner Tempel daraus. Dort firmierte Dethlefsen dann als Gesandter des einen, des &#8220;höchsten Gottes&#8221; und verdächtigte alle, die ihm nicht folgen wollten, Teil von &#8220;Finstermächten&#8221; zu sein. (<a href="http://www.spuren.ch/news_comments/1023_0_3_0_C/" target="_blank">Zitat</a>).</p>
<div id="attachment_2807" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2807" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/ag3.jpg?w=500&h=333" alt="" width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Abriss des Kawwana-Tempels 2003 (quelle: www.abendzeitung.de)</p></div>
<p>Allerdings scheint der nun selbsternannte Oberguru schnell die Lust am Sektenspiel verloren zu haben, denn im Jahr 2003 verkündete er, &#8220;<em>die Welt sei mit Hilfe der Kawwana gerettet worden</em>&#8221; und liess den Tempel wieder einreissen, auch die zugehörige Homepage der &#8220;Kirche&#8221; ging offline. Dethlefsen zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und hielt nur noch Vorträge in kleinen, exklusiven Zirkeln. Nach Gerüchten um seinen Tod im Dezember 2010 ergab eine Anfrage beim Wiener Standesamt, dass der inzwischen 63-jährige dort am 1. des Monats unbemerkt von der Öffentlichkeit verstorben war. Das Schweigen der letzten Jahre um den einstigen Eso-Superstar wurde ebenfalls aufgeklärt: Dethlefsen hatte nach mehreren Schlaganfällen die Fähigkeit verloren, mit seiner Umgebung mündlich zu kommunizieren.</p>
<p>Was ich Dethlefsen vor allem gewünscht hätte, wäre ein bisschen mehr <em>Spass</em> am Leben gewesen, denn ich bin der festen Überzeugung, dass wir auf dieser Welt sind, um uns zu freuen, und unser Körper mit seinen Bedürfnissen ist ebenfalls dazu da, um uns Freude zu bereiten; keinefalls sind wir mit dieser &#8220;Leiche&#8221; ausgestattet worden, um uns mühselig (oder laut Dethlefsen sowieso nicht) von zahllosen, schrecklichen Krankheiten befreien zu können. Wenn der bierernste Esoteriker vielleicht mal nach <em>Poona</em> gefahren wäre in den 1970er-Jahren, möglicherweise hätte ihm das sehr gut getan.</p>
<p style="text-align:center;"><span style="text-decoration:underline;">4. Bhagwan alias Osho.</span></p>
<p>Damit sind wir beim zweiten Guru des heutigen Artikels angelangt, nämlich bei <strong>„Rajneesh“ Chandra Mohan Jain</strong> alias <strong>Acharya Rajneesh</strong> alias <strong>Bhagwan Shree Rajneesh</strong> alias <strong>Osho</strong>; so nannte er sich im letzten Jahr vor seinem Tod und der Einfachheit halber wollen wir diesen Namen im restlichen Artikel beibehalten. Steht Dethlefsen hier für todernste, esoterische Erbsenzählerei, so ist Osho im krassen Gegensatz dazu ein Sinnbild für überbordende Sinnesfreude bis zum Anschlag; für comic-haft übersteigerten Wahnsinn, so dass man geneigt sein mag, den Gründer der Neo-Sannyas-Bewegung für die leibhaftige Inkarnation des <em>heiligen Narren</em> zu halten &#8211; ich denke mir, dass er selbst ganz sicher nichts gegen diese Bezeichnung gehabt hätte.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2808" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/ag4.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Osho ist aufgrund der kürzlich erschienenen, vorzüglichen Dokumentation &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B004F54PZC?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B004F54PZC" target="_blank">Guru &#8211; Bhagwan, his Secretary and his Bodyguard</a>&#8221; der Schweizer Filmemacher Sabine Gisiger und Beat Häner wieder in das Bewußtsein Vieler geraten; der Film erzählt die ganze Geschichte der Bewegung in Form zweier getrennter Interviews, nämlich mit der ehemaligen, fanatischen Sekretärin des Gurus, Sheela Silverman (heute <em>Birnstiel</em>) und dem ehemaligen Bodyguard Oshos, dem abgeklärt wirkenden Hugh Milne; dazu gibt es jede Menge Archivmaterial zu sehen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2820" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/agxx.jpg?w=500&h=281" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Osho, der indische Philosophieprofessor, der vor kleinem Publikum Vorträge über alternative Meditationstechniken hielt, hatte in den 1970er-Jahren das Glück, dass eine Menge frustrierter Aussteiger und enttäuschter Hippies, die ihr Heil und Paradies in Indien suchten, dort auf ihn aufmerksam wurden. In Poona wurde ein Ashram gegründet, der bald aus allen Nähten quoll; Osho lehrte dort neue Formen des Bewusstseins und vor allem des Zusammenlebens. Für ein paar Jahre war Poona wirklich eine auf wunderbare Art und Weise funktionierende Kommune; ein grosser Anziehungspunkt war auch der freie Umgang mit Sexualität (obwohl Osho vielen jungen Leuten, nachdem sie sich ausgetobt hatten, zur Besonnenheit riet). Das Geniale und Neue an Oshos Lehre war die bis dato unbekannte Synthese aus östlicher und westlicher Weisheit; so war es nicht ungewöhnlich, wenn er in ein und demselben Vortrag tantrische Lehren, Sufismus, <em>Sartre</em> oder gar <em>Nietzsche</em> zitierte; diese Vorträge waren auch immer gespickt mit viel Humor und oftmals schockierenden Aussagen, um seine Zuhörer so richtig &#8220;aufzuwecken&#8221;. Oftmals widersprach er sich auch bewusst, um klarzumachen, dass man die Bindung an Worte, deren Bedeutung und Inhalt fallen lassen und den Sprung ins &#8220;Unbekannte&#8221; wagen sollte.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2809" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/ag5.jpg?w=500&h=338" alt="" width="500" height="338" /></p>
<p style="text-align:center;"><span style="text-decoration:underline;">5. Sannyasins.</span></p>
<p>Osho bestimmte seine Anhänger zu &#8220;Sannyasins&#8221;; dass er seine lebenslustigen Schüler mit der traditionellen indischen Bezeichnung für die heiligen Asketen des Landes ausstattete und die Jünger noch dazu Roben mit deren heiligen Farben Orange oder Rot trugen, war natürlich pure Provokation; für Osho sollte sein Sannyas jedoch ein &#8220;<em>lebensbejahender, feiernder Sannyas sein, in dessen Mittelpunkt der Tod von all dem, was du gestern warst&#8217; stehen würde. Aufgegeben sollte dabei nur das werden, was den Menschen daran hinderte, ganz im jetzigen Moment zu leben.</em>&#8221; (zitiert aus Judith M. Fox, &#8220;Osho Rajneesh, Studies in Contemporary Religions&#8221;)</p>
<p>Ende der 1970er-Jahre, als der Ashram bereits über eine eigene Bäckerei, Käserei, Töpferei und eigene Betriebe zur Herstellung von Kleidern und Kosmetika verfügte, wurde der Platz so eng, dass man sich nach einem anderen Ort umzusehen begann. Zuerst zog man ins 30 Kilometer entfernte Saswad um, da die Bevölkerung und Stadtverwaltung dort aber sehr feindselig reagierten, entschloss man sich, nach Amerika umzusiedeln. Soweit zumindest die offizielle Darstellung; erst später wurde offenbar, worum es bei dem Umzug in die Staaten ebenso ging: Osho war nämlich ein sehr kranker Mann (Asthma, Diabetes, diverse Allergien und chronische Rückenprobleme) und da er einen Bandscheibenvorfall erlitten hatte, der bei seinen Vorträgen für unerträgliche Schmerzen gesorgt haben muss, erwog man, ihm in den USA bessere medizinische Betreung zukommen zu lassen.</p>
<p style="text-align:center;"><span style="text-decoration:underline;">6. Sheela Silverman.</span></p>
<p>Eine fanatische Anhängerin Oshos, <em>Ma Anand Sheela</em> alias <em>Sheela Silverman</em>, schaffte es mit Hartnäckigkeit und Intrigen, die bisherige Mitarbeiterin <em>Laxmi</em> als persönliche Sekretärin Oshos abzulösen; eine äusserst unglückliche Fügung, die zum Untergang der damaligen Kommune führte, wie sich später zeigen sollte. Silverman wurde beauftragt, in Amerika Land zu erwerben und sie traf bereits ihre erste fatale Entscheidung, als sie mit der &#8220;Big Muddy Ranch&#8221; in Oregon 25.000 Hektar Land kaufte, welches für landwirtschaftliche Nutzung gewidmet war und auf dem nur eine geringe Anzahl an Häusern gebaut werden durfte. Nach dem Umzug der Kommune dorthin änderte sich der bisherige fröhliche Lebensstil der Sannyasins in mühselige Plackerei, um die nötige Infrastruktur auf diesem kargen Land aufzubauen. Die machthungrige Silverman gründete bald darauf die Religion des &#8220;Rajneeshismus&#8221;, betrachtete sich als Hohepriesterin und installierte nach und nach ein Bespitzelungssystem, welches einem osteuropäischen Land in früheren Zeiten alle Ehre gemacht hätte. Osho zog sich zurück, hatte eine mehrere Jahre andauernde Schweigephase und interessierte sich hauptsächlich für seine Armada an Rolls Royce&#8217;, mit denen er in täglichen &#8220;Drive-bys&#8221; winkend an seinen Jüngern vorbeifuhr; wie man heute vermutet, liess er sich damals von seinem persönlichen Zahnärzteteam auch täglich mehrere Dosen Lachgas geben, angeblich, um seiner ständigen Schmerzen Herr zu werden.</p>
<div id="attachment_2810" class="wp-caption aligncenter" style="width: 409px"><img class="size-full wp-image-2810" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/ag6.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Osho und Sheela Silverman</p></div>
<p>Osho&#8217;s Zurückhaltung war eine wirklich schlechte Entscheidung; Silverman, die freie Hand hatte, nutzte ihre Macht und radikalisierte und militarisierte die Sannyasins, liess bioterroristische Anschläge auf die Bevölkerung der Umgebung verüben und versuchte, die lokalen Wahlen zu manipulieren. Endlich raffte sich Osho auf und verurteilte ihr Betragen öffentlich vor versammelter Jüngerschaft; zutiefst verletzt floh die ehemalige Führungskraft, wurde auf die Bitte Oshos hin von den amerikanischen Behörden verhaftet und wegen zahlreicher Verbrechen schliesslich zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Auch von Osho hatte man allerdings genug, er wurde wegen diverser Einwanderungsdelikte angeklagt, in Ketten durch mehrere Gefängnisse geschleust und schliesslich zu 10 Jahren Haft verurteilt; die Strafe wurde jedoch unter der Bedingung, dass er das Land verlassen würde, ausgesetzt. So begann eine unglückliche Reise rund um den Globus mit vielen Ländern, in die er aufgrund diplomatischen Drucks seitens der USA nicht einreisen durfte; im Jahr 1987 kehrte er schließlich als gebrochener Mann nach Indien zurück und liess sich wieder in Poona nieder.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2813" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/agx.gif?w=500" alt=""   /></p>
<p style="text-align:center;"><span style="text-decoration:underline;">7. The Joke Is Over!</span></p>
<p>Osho behauptete später, man habe ihn in den amerikanischen Gefängnissen mit Thallium vergiftet; eine Recherche meinerseits hat allerdings ergeben, dass das Hauptsymptom einer Thalliumvergiftung massiver Haarausfall ist, und davon war selbst auf seinem Totenbett nichts zu sehen. Sein schlechter Gesundheitszustand dürfte eher auf seine seine chronischen Krankheiten und die vielen Dosen von Lachgas zurückzuführen sein, die er sich verabreichen liess (das ist allerdings nur ein Gerücht und keine gesicherte Annahme). Osho fühlte sein Ende nahen, änderte seinen Namen (Zitat: &#8220;<em>I don’t want to be called Bhagwan again. Enough is enough! The joke is over!</em>“) und bestimmte einen sogenannten &#8220;Inner Circle&#8221;, eine Gruppe von 21 Sannyasins, die sich zukünftig um Poona kümmern sollte. Ungeklärt ist der Tod seiner Lebensgefährtin im Jahr 1989, einer Engländerin, der er den Namen &#8220;Vivek&#8221; gegeben hatte; Vivek war möglicherweise heroinsüchtig, depressiv und soll sich mittels Schlaftabletten das Leben genommen haben; aber auch hierfür fehlen endgültige Beweise. Osho selbst verstarb am 19. Jänner 1990, als offizielle Todesursache wurde &#8220;Herzversagen&#8221; angegeben. Sein Werk hat seine Zeit allerdings definitiv überdauert &#8211; jede Esoabteilung in jeder Buchhandlung ist heute voll mit unzähligen seiner Bücher.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2812" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/ag8.jpg?w=500&h=331" alt="" width="500" height="331" /></p>
<p>Auch ich habe in meiner Jugend sehr gerne seine Bücher gelesen; als mir mein Vater einmal das damals berühmte &#8220;Orangene Buch&#8221; und andere seiner Werke überreichte, machte mich das stolz, den ich empfand Oshos rebellische Schriften gewissermassen als &#8220;Initiation&#8221; in das Erwachsenwerden. Gerade heute wieder kann und will ich mich seinem Einfluss nicht entziehen, denn in all seiner Schalkhaftigkeit und oftmals (bewusst inszenierten) Lächerlichkeit erinnert er mich an einen kosmischen Clown oder an den legendären &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heyoka" target="_blank">Heyoka</a>&#8221; der Lakota-Indianer; ich habe das Gefühl, dass er mit Wonne seinen Anhängern den Guru gegeben hat, den sie sich immer gewünscht haben. Dazu noch eine kleine Anekdote: Seine insgesamt 93 Rolls-Royce, die bis heute so sehr zu seinem Image als &#8220;raffgieriger Guru&#8221; beitragen, gehörten in Wirklichkeit nicht ihm, sondern einer Holding, und wurden innerhalb kürzester Zeit wieder verkauft. (Quelle: Joachim Süss, &#8220;Zur Erleuchtung unterwegs&#8221;, Reimer, 1994)</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2814" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/03/ag9.jpg?w=500&h=331" alt="" width="500" height="331" /></p>
<p style="text-align:center;"><span style="text-decoration:underline;">8. Empfehlenswerte Werke.</span></p>
<p>Seine Werke kann ich nach wie vor guten Gewissens empfehlen: sei es das &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3936360707?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3936360707" target="_blank">Orangene Buch</a>&#8221; mit seinen originellen Kurzmediationstechniken für gestresste Westler, seine trostspendende Schrift zum Thema &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442218152?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3442218152" target="_blank">Angst</a>&#8221; oder sein Mega-Werk &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442338476?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3442338476" target="_blank">Das Buch der Geheimnisse &#8211; 112 Meditationstechniken zur Erlangung der inneren Wahrheit</a>&#8220;, welches basierend auf einer alten tantrischen Schrift äusserst wirksame Techniken beschreibt, um über das gewöhnliche Bewusstsein hinauszugelangen &#8211; in all diesen Büchern spürt man in jeder Silbe seinen überaus wachen und originellen Verstand; hier darf man das Werk ruhig von seiner manchmal vielleicht etwas unglücklichen oder tollpatschigen, auf jeden Fall aber aussergewöhnlichen Existenz als &#8220;Guru&#8221; trennen.</p>
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		<title>Der falsche Zauberer</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 21:19:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mein Artikel über David Icke scheint wohl einige seiner Jünger ordentlich geschmerzt zu haben, wie ich anhand einiger sehr negativer und auch persönlich verletzender Kommentare bemerken musste (ich habe diese natürlich nicht veröffentlicht, denn wer nicht fähig ist, seine Kritik ohne persönlichen Angriff zu formulieren, hat definitiv keine Chance, dass sein Kommentar hier erscheint). Nun, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2780&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Artikel über <a href="http://obskuristan.com/2011/01/26/welteis-reptos-hohle-erde/" target="_blank">David Icke</a> scheint wohl einige seiner Jünger ordentlich <em>geschmerzt</em> zu haben, wie ich anhand einiger sehr negativer und auch persönlich verletzender Kommentare bemerken musste (<em>ich habe diese natürlich nicht veröffentlicht, denn wer nicht fähig ist, seine Kritik ohne persönlichen Angriff zu formulieren, hat definitiv keine Chance, dass sein Kommentar hier erscheint</em>).</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2782" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/02/guru1.jpg?w=500" alt=""   />Nun, was soll ich sagen &#8211; der nächste Artikel wird gewissen Anhängern gleich noch mehr weh tun, sorry. Warum mache ich das? Weil ich finde, dass es an der Zeit ist, Idole zu stürzen; die Idole sind nämlich ausschließlich wir selbst. Da ist kein <em>Guru</em>, kein <em>Meister</em>, keiner, der angeblich so viel weiser ist als wir. Und dass sehr viele der sogenannten &#8220;Gurus&#8221; in Wirklichkeit ordentlich Dreck am Stecken haben, sollte inzwischen sogar dem verblendetsten Anhänger klar sein. Über einen besonders bösartigen Schwindler möchte ich diesmal berichten.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2783" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/02/guru2.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p style="text-align:left;">Ich stamme aus einer Generation, die massiv von den Büchern Carlos Castanedas geprägt wurde. Als ich die &#8220;<em>Lehren des Don Juan</em>&#8221; zum ersten Mal in die Finger bekam, war es um mich geschehen; die unwiderstehliche Kombination aus Abenteuergeschichte und schamanistischer Lernstunde entflammte meine Gedanken dermassen, dass ich das Buch um den &#8220;Zauberer&#8221; <em>Don Juan Matus</em> und seinen störrischen Lehrling Castaneda gleich mehrmals durchgelesen habe. In seinen weiteren Büchern erweiterte sich sowohl die Phantastik noch um ein Vielfaches, wie auch die Tiefe der Lehren, die ich oft unterstrich und Wort für Wort durchstudierte, um nur ja keine Weisheit zu verpassen.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2784" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/02/guru3.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Auch in späteren Jahren waren mir die Castaneda-Bücher treue Gefährten, hin und wieder mal las ich eines noch einmal, oft erfreute ich mich einfach am Anblick der über die Jahre gesammelten Reihe, da so viel meiner kindlichen Faszination dafür einfach noch spürbar war, sobald ich die zerlesenen Bücher ansah oder auch nur berührte. Der erste Paukenschlag, der meine Liebe zu Carlos Castaneda schwer erschütterte, war ein Buch von Richard de Mille, welches ich irgendwann mal in einem Antiquariat fand &#8211; in &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0017M3QCY?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B0017M3QCY" target="_blank">Die Reisen des Carlos Castaneda</a>&#8221; bewies dieser nämlich in einer äusserst gründlich und seriös geführten Recherche, dass Castaneda seinen Don Juan niemals getroffen haben konnte &#8211; weil er ihn schlicht und einfach <em>erfunden hatte</em>.</p>
<div id="attachment_2785" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><img class="size-full wp-image-2785 " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/02/guru4.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Castaneda, fotografiert in Mexico</p></div>
<p>Castaneda scheint zwar einmal in Mexiko gewesen zu sein, aber nicht zu den in seinen Büchern angegebenen Zeiten, in denen er stattdessen in der Bibliothek der <em>University of California</em> (UCLA) saß &#8211; das belegen aufgefundene Unterlagen über dort ausgeliehene Bücher; bizarrerweise waren dies meistens auch noch klassische Texte der Esoterik, welche danach auf wundersame Weise von Don Juan als dessen <em>eigene Lehre</em> wiedergegeben wurden. Ein Team von Journalisten recherchierte später für die Dokumentation &#8220;<a href="http://www.castanedamovie.com/enigma/enigmald.html" target="_blank">Enigma of a Sorcerer</a>&#8221; vor Ort in Mexiko und entdeckte erhebliche Diskrepanzen sowohl in Castanedas Beschreibungen der Gegend, in der Don Juan Matus gelebt haben soll, als auch in seiner Beschreibung von Don Juan als Schamanen selbst (in Interviews erklärten die damals dort lebenden <em>Yaqui</em>-Indianer, ihre Tradition kenne keinen Schamanen, der einzelne Schüler ausbilden würde).</p>
<div id="attachment_2786" class="wp-caption aligncenter" style="width: 287px"><img class="size-full wp-image-2786   " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/02/guru5.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Colin Wilson, Okkultismus- und Kult-Experte</p></div>
<p>Weitere Recherchen in den Jahren nach dem Tod von Castaneda 1998, der (aus gutem Grund) immer ein grosses Mysterium um seine Person gemacht hatte, deckten aber noch weit Schlimmeres auf, als nur erschwindelte (und damit sowohl in spirituellem als auch im anthropologischen Sinne wertlose) Bücher. Für die erwähnte Dokumentation waren zum ersten Mal ehemalige Mitglieder des inneren Kreises um den Hochstapler bereit, vor einer Kamera mit der Wahrheit herauszurücken. Castaneda war bereits im Jahr 1973 mehrfacher Millionär durch den Verkauf seiner Bücher geworden, die allesamt zu Bestsellern avancierten, er nutzte dieses Jahr auch, um aus der Öffentlichkeit zu verschwinden und in erschreckender Weise das zu verwirklichen, was Colin Wilson in seinem Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3720522601?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3720522601" target="_blank">Tanz der Teufel</a>&#8221; als Merkmale eines &#8220;Kults&#8221; beschreibt: Die Gründung eine sektenartigen Gemeinschaft, die zu nichts anderem diente, als die <em>Macht- und Sex-Gelüste</em> ihres &#8220;Führers&#8221; zu befriedigen.</p>
<div id="attachment_2787" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><img class="size-full wp-image-2787 " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/02/guru6.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Don Juan Matus in der Fantasie seiner Jünger</p></div>
<p>Wer Mitglied seines verschwiegenen Kreises werden wollte, musste alle Verbindungen zu seiner Familie aufgeben, er bekam einen neuen Namen verpasst, in einigen Fällen wurde auch das Vermögen auf Castaneda überschrieben. Nachdem Castaneda Don Juan damals auch perfiderweise in einem seiner Bücher hatte &#8220;sterben&#8221; lassen, war er nun der einzige, der zu dem Schamanen im Jenseits Verbindung hatte. Mehrere weibliche Mitglieder von Castanedas Kreis gaben später zu, von ihm zu sexuellen Handlungen genötigt worden zu sein, um die Kraft des &#8220;Nagual&#8221; in sie <em>hineinzuverpflanzen</em>. Castaneda arbeitete weiters mit einer bewährten Kulttechnik, indem er die Mitglieder immer im Zweifel liess, ob sie noch &#8220;dazugehörten&#8221; oder nicht; das war alleine von der Laune des Meisters abhängig. Sobald jemand z.b. erkrankte, bedeutete das automatisch den Ausschluss aus dem Kreis, da ein echter <em>Zauberer</em> natürlich niemals körperliche Gebrechen haben würde.</p>
<div id="attachment_2788" class="wp-caption aligncenter" style="width: 178px"><img class="size-full wp-image-2788   " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/02/guru7.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Florinda Donner-Grau, verschwunden seit 1998</p></div>
<p>Damit nicht genug: Castaneda inszenierte ein System gegenseitiger Bespitzelung, welches rigoros von einer Art <em>Gestapo</em> durchgesetzt wurde. Dabei handelte es sich um insgesamt vier Frauen, die er alle (illegal) heiratete und mit neuen Namen ausstattete: Regina Thal (später <em>Florinda Donner-Grau</em>), Maryann Simko (<em>Taisha Abelar</em>) Kathleen Pohlman (<em>Carol Tiggs</em>) und die von ihm adoptierte Patricia Partin (<em>Nury Alexander</em>), später auch bekannt unter dem Namen <em>Blue Scout</em>, nach einem Charakter in dem Castaneda-Buch &#8220;Die Kunst des Träumens&#8221;. Ohne die Gunst dieser (ausschliesslich blond gefärbter) Frauen ging nichts &#8211; war man diesem Regime nicht sympathisch, wurde man unter Druck gesetzt und bei fehlender Gefügigkeit aus dem Kreis ausgeschlossen.</p>
<div id="attachment_2790" class="wp-caption aligncenter" style="width: 348px"><img class="size-full wp-image-2790 " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/02/guru9.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">David Koresh</p></div>
<p>Castaneda operierte also mit den gleichen, verachtenswerten Druckmitteln wie andere Kultführer (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jim_jones" target="_blank">Jim Jones</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_Koresh" target="_blank">David Koresh</a> oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Shoko_Asahara" target="_blank">Shoko Asahara</a>), bloß war er geschickt genug, seinen Kult auf einem so kleinen Level zu halten, dass er in der Öffentlichkeit kein Misstrauen erregte. Mit der von ihm gegründeten Organisation <a href="http://www.castaneda.com/" target="_blank">Cleargreen</a> und deren Vermarktung von &#8220;Tensegrity&#8221; (einer zusammengeklauten Ansammlung von sogenannten <em>magischen Bewegungen</em>, die angeblich auf altes Toltekenwissen zurückgehen sollten) scheffelte er in den 1990er-Jahren weitere ansehnliche Millionen von US-Dollars auf sein Konto. Es gab bloß ein Problem: Castaneda war inzwischen an Leberkrebs erkrankt, eine Tatsache, die natürlich niemals über seinen innersten Kreis hinausdringen durfte. Ehemalige Mitglieder seiner Gemeinschaft, die Castaneda (erfolglos) in seinen letzten Lebensjahren unerlaubter Praktiken überführen wollten, durchwühlten seine Mülltonnen und fanden jede Menge medizinischen Abfall und diverse Dokumente mit den entsprechenden ärztlichen Diagnosen.</p>
<div id="attachment_2789" class="wp-caption aligncenter" style="width: 278px"><img class="size-full wp-image-2789" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/02/guru8.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Patricia Partin (1957 - 1998?)</p></div>
<p>Nach dem Tod Castanedas wurde sein Kult noch zum mysteriösen und bis heute ungelösten <em>Kriminalfall</em>. Kurz nach seinem Ableben im April 1998 verschwanden die seltsamen, blondierten Geheimpolizistinnen seines inneren Kreises spurlos und sind bis heute mit einer Ausnahme nicht mehr aufgetaucht. Diese Ausnahme ist Patricia Partin alias <em>Blue Scout</em>, deren menschliche Überreste 2003 in ihrem Auto im <em>Death Valley National Park</em> aufgefunden wurden und die aufgrund einer DNA-Analyse 2006 identifiziert werden konnte. Ob sie und die anderen gemeinsam Selbstmord begingen, oder ob die anderen Frauen untergetaucht sind, konnte bis heute nicht ermittelt werden.</p>
<div id="attachment_2791" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-2791 " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/02/guru10.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Amy Wallace in &quot;Enigma of a Sorcerer&quot;</p></div>
<p style="text-align:left;">Im Jahr 2003 erschien mit &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/1583942068?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=1583942068" target="_blank">The Sorcerer&#8217;s Apprentice: My Life with Carlos Castaneda</a>&#8221; von der ehemaligen Castaneda-Gefährtin Amy Wallace ein Buch, welches zum ersten Mal in allen grusligen Details über einen der grössten Eso-Schwindler des 20. Jahrhunderts erzählte. Damit waren alle Illusionen, die man sich bis dahin von &#8220;Don Juan&#8221; und seinem gelehrigen Zauberschüler gemacht haben mochte, endgültig zerstört.</p>
<p style="text-align:center;">***</p>
<p>Soviel zu der Wahrheit über den <em>allerliebsten spirituellen Führer</em> meiner Jugend; ich gebe zu, diese Enthüllungen haben mir persönlich wehgetan, und viele meiner schönen Erinnerungen zerstört. Castaneda war nicht nur ein armseliger kleiner Wicht, der sich mit seinen Machwerken letztendlich Geld und Sex erschlich und sich auf Kosten seiner Jünger ein bequemes, sorgenfreies Leben ermöglichte; in einem gewissen Sinn hat er eine ganze Generation betrogen, die seine aus niederen Motiven zusammengeschusterten esoterischen Lügengeschichten geglaubt hat.</p>
<p>Castaneda dient hier natürlich nur als perfektes Beispiel für <em>Guru-Schwindel</em>, und ist beileibe kein Einzelfall. Über andere Kandidaten wie Osho oder Thorwald Dethlefsen werde ich hier mal an anderer Stelle schreiben.</p>
<p>Die ganze Geschichte Castanedas und seines Kults gibt es hier in einem <a href="http://www.salon.com/books/feature/2007/04/12/castaneda/index.html" target="_blank">ausführlichen Artikel</a> (englisch) nachzulesen.</p>
<p>Wikipedia-Eintrag zu <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Patricia_Partin" target="_blank">Patricia Partin</a> aka Blue Scout.</p>
<div id="attachment_2792" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/02/guru11.jpg"><img class="size-full wp-image-2792" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/02/guru11.jpg?w=500&h=71" alt="" width="500" height="71" /></a><p class="wp-caption-text">So erklärt die noch immer existierende Cleargreen Corporation das Verschwinden der &quot;blonden Frauen&quot; um Castaneda. Wohin die Gelder der Organisation fliessen, ist ungeklärt. (Anklicken für grössere Ansicht)</p></div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/obskuristan.wordpress.com/2780/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/obskuristan.wordpress.com/2780/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/obskuristan.wordpress.com/2780/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/obskuristan.wordpress.com/2780/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/obskuristan.wordpress.com/2780/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/obskuristan.wordpress.com/2780/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/obskuristan.wordpress.com/2780/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/obskuristan.wordpress.com/2780/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/obskuristan.wordpress.com/2780/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/obskuristan.wordpress.com/2780/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/obskuristan.wordpress.com/2780/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/obskuristan.wordpress.com/2780/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/obskuristan.wordpress.com/2780/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/obskuristan.wordpress.com/2780/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2780&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Welteis, Reptos, Hohle Erde</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 08:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nachtstrom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hintergrundmusik: &#8220;Corona&#8221; aus dem Album &#8220;Polar Sequences&#8221; des nordischen Ambientmeisters Geir Jenssen aka <span style="text-decoration:underline;">Biosphere.</span><br />
</em></p>
<span style='text-align:left;display:block;'><p><object type='application/x-shockwave-flash' data='http://s0.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' width='290' height='24' id='audioplayer1'><param name='movie' value='http://s0.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' /><param name='FlashVars' value='&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fnachtstrom.fetznetz.it%2FBiosC.mp3' /><param name='quality' value='high' /><param name='menu' value='false' /><param name='bgcolor' value='#FFFFFF' /><param name='wmode' value='opaque' /></object></p></span>
<p>In all meinen geschätzten Grusel-, Horror- und Monsterfilmen aus lange vergangenen Zeiten ist das wichtigste Element immer der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mad_scientist" target="_blank"><em>mad scientist</em></a>, der verrückte Wissenschaftler, dessen wahnsinnige Pläne, mittels geheim betriebener Forschung die Welt zu zerstören, glücklicherweise im Endeffekt immer vereitelt werden. In der Zeit des Kalten Krieges wurde dieser Archetyp zur Realität &#8211; im Rahmen von MKULTRA und zahlreichen anderen <em>Top Secret</em>-Projekten machten sich hornbebrillte, glatzköpfige Männer in weissen Kitteln daran, mit der Hilfe exotischer Technik alles mögliche auszuhecken, von Todesstrahlen bis zur Erschaffung von Frankenstein&#8217;s Monstern.</p>
<p><img class="size-full wp-image-2744 aligncenter" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick1.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>In der US-Serie &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fringe_%28TV_series%29" target="_blank">Fringe</a>&#8221; wurde mit <em>Dr. Walter Bishop</em> eine Figur erschaffen, die ebenso an einen MKULTRA-Wissenschaftler wie an einen der kultigen <em>mad scientists</em> aus alten Hollywood-Streifen erinnert. Der Titel &#8220;Fringe&#8221; (Randzone) verweist in diesem Fall auch auf <em>Fringe Science</em>, einem amerikanischen Ausdruck für das, was bei uns &#8220;Pseudo-&#8221; oder &#8220;Grenzwissenschaften&#8221; genannt wird &#8211; Forschung abseits der anerkannten Lehrmeinungen (siehe <em>Parapsychologie</em>, Forschungen zu <em>freier Energie</em>, Wilhelm Reich&#8217;s <em>Orgon</em>-Forschung etc. etc.); offiziell verlacht, verspottet oder angegriffen, im Geheimen anerkannt, erforscht und meist zu negativen Zielen genutzt.</p>
<div id="attachment_2745" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-2745 " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick2.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Grossartig: John Noble als Dr. Walter Bishop in &quot;Fringe&quot;</p></div>
<p style="text-align:left;">Um <em>Fringe Science</em> geht es in Obskuristan eigentlich eh andauernd, deswegen interessieren wir uns diesmal für etwas noch viel abgefahreneres, nämlich<em> Kook Science</em>. Dieser Ausdruck wurde geprägt von der Journalistin <a href="http://web.archive.org/web/20080215015348/http://www.pacifier.com/~dkossy/kooksmus.html" target="_blank">Donna Kossy</a>, Liebhaberin und Sammlerin absurder Theorien und erfolgreiche Buchautorin (<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0922915679?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0922915679" target="_blank">Kooks &#8211; A Guide To The Outer Limits Of Human Belief, Feral House, 1994</a>). Der Begriff &#8220;Kook&#8221; wird bei uns schlicht mit <em>Spinner</em> übersetzt, wäre im Sinne von Donny Kossy&#8217;s Definition aber eher als <em>genialer Spinner</em> zu verwenden. Da geht es um selbsternannte Forscher, die ihr Leben vollkommen absurd scheinenden Theorien widmen, wie z.b. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cyrus_Teed" target="_blank">Dr. Cyrus Teed</a> (1839 &#8211; 1908). Dieser gute Mann beschäftigte sich in seiner Freizeit mit einer selbst entwickelten Form von Elektro-Alchemie, deren gefährliche Experimente immense Stromspannungen benötigten. Als Teed 1869 durch einen Stromschlag in Ohnmacht fiel, hatte er eine göttliche Eingebung. Nicht nur, dass er sich danach für den Messias hielt, entwickelte er in seinem Buch &#8220;The Cellular Cosmogony&#8221; auch die Theorie, dass die Menschheit in Wirklichkeit innerhalb der Erde lebt, festgehalten von einer zentrifugalen Kraft (Teed verneinte die Gravitation). Damit nicht genug, war die Erde laut Teed in Wirklichkeit eine riesige, stationäre Schale, auf deren Innenseite sich der gesamte Kosmos mit der Sonne als Mittelpunkt befindet.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2747" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ickx.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Ein weiteres, prägnantes Beispiel für <em>Kook Science</em> finden wir in der &#8220;Welteislehre&#8221; des Wiener Ingenieurs <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_H%C3%B6rbiger" target="_blank">Hanns Hörbiger</a> (1860 &#8211; 1931). Hörbiger, auf dessen Konto bahnbrechende Erfindungen und Patente auf dem Gebiet der Wärme- und Kältetechnik gehen, veröffentlichte 1912 eine über 800-seitige, unlesbare Schwarte unter dem Titel <em>Hörbigers Glacial-Kosmogonie</em>, in der er zusammen mit einem Amateurastronom äusserst absurde Theorien über das Universum postulierte: Die gesamte Milchstrasse bestehe aus gefrorenen Eisbrocken, die in die Sonne stürzen und Protuberanzen verursachen würden. Sternschnuppen bestünden aus Eis und würden bei ihrem Eintritt in die Erdatmosphäre für Regen und Hagel verantwortlich sein; die äußeren Planeten unseres Sonnensystems Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun (von Hörbiger <em>Neptodes</em> genannt) seien reine Wasserkugeln, von Eis umschlossen, die inneren Planeten Merkur und Venus (<em>Heliodes</em>) würden aus Metall bestehen und von einer feinen Eisschicht umgeben sein &#8211; und natürlich wäre auch der Mond aus reinem Eis.</p>
<div id="attachment_2746" class="wp-caption aligncenter" style="width: 482px"><img class="size-full wp-image-2746" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick3.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Hanns Hörbiger</p></div>
<p>Auch wenn die obskurantische, nicht beweisbare Welteislehre im Dritten Reich bei gefährlichen Spinnern wie Heinrich Himmler auf grosse Verehrung stiess, und selbst heute noch von diversen esoterischen Webseiten (hauptsächlich mit rechtem Einschlag) propagiert wird, wurden Hörbiger&#8217;s Theorien aus nachvollziehbaren Gründen von der etablierten Wissenschaft ignoriert. Er selbst behauptete, seine Erkenntnisse seien wie ein &#8220;Blitz&#8221; über ihn gekommen, als er einmal den Mond durch ein Teleskop betrachtete; bereits zu seinen Lebzeiten durchgeführte Messungen, die zeigten, dass die Oberflächentemperatur des Mondes tagsüber auf über 100 ° C anstieg, oder himmelsmechanische Berechnungen, die klar und deutlich zeigten, dass seine Theorien fern jeglicher Realität waren, waren Hörbiger vollkommen egal. Er selbst sah sich als das &#8220;einzige deutsche Genie unter Ignoranten&#8221;, meinte, dass &#8220;Berechnungen nur vom rechten Weg abführen&#8221; und entgegnete Kritikern: &#8220;<em>Entweder sie glauben mir und lernen, oder sie werden als der Feind behandelt!</em>“.</p>
<div id="attachment_2748" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><img class="size-full wp-image-2748" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick4.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Alfred Wegener</p></div>
<p>Es soll hier aber nun keineswegs der Eindruck entstehen, dass <em>Kook Science</em> per se etwas sei, dass man leichtfertig verlachen könne. Selbst die aberwitzigsten Theorien und Gedankengänge können oft Erkenntnisse beinhalten, deren Richtigkeit sich erst Jahre oder Jahrzehnte danach beweist. Als Beispiel sei hier nur kurz der deutsche Meteorologe und Polarforscher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Wegener" target="_blank">Alfred Wegener</a> (1880 &#8211; 1930) angeführt, dessen Theorie der Kontinentalverschiebung zu seinen Lebzeiten als die unwichtige Erkenntnis eines Dilletanten angesehen wurde, heute aber die wichtigste Grundlage der Plattentektonik (Theorie der Geowissenschaften über die tektonischen Vorgänge in der Erdkruste und dem obersten Erdmantel) bildet und viele geologische Phänomene erklären kann. Auch wenn man Wegener vermutlich nicht mit Cyrus Teed oder Hanns Hörbiger vergleichen sollte, hatten seine Theorien zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch nicht mehr Wert als die Erkenntnisse der soeben Genannten. Daraus könnte man ableiten, dass in weiteren <em>Kook Science</em>-Elaboraten möglicherweise ebenfalls die eine oder andere wichtige Erkenntnis schlummern könnte.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2749" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick5.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Beste Beispiele für <em>Kook Science</em> auf Obskuristan sind die &#8220;Quantum Future Physics&#8221; von <a href="http://obskuristan.com/2008/12/04/wir-sind-ihr-in-der-zukunft/" target="_blank">Laura Knight-Jadczyk</a> (die ihre Kosomogonie mittels Ouija-Brett von Zeitreisenden aus der Zukunft übermittelt bekommt und diese Erkenntnisse in bis jetzt elf superdicken Wälzern niedergeschrieben hat) oder unser &#8220;Hausmedium&#8221; Siegfried Grytzik aka <a href="http://obskuristan.com/2009/04/19/matrix-channeling-mind-control/" target="_blank">matrix2012</a>, dessen Werke in technopoetischer Sprache zu nichtlinearem Denken zwingen, und dessen Artikel hier auch schon mal für die eine oder andere <a href="http://obskuristan.com/2009/08/02/das-matrixcom/" target="_blank">Kontroverse</a> gesorgt haben.</p>
<div id="attachment_2750" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-2750" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick6.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">David Icke</p></div>
<p>Und so möchte ich nun auf den derzeit prominentesten Protagonisten der <em>Kook Science</em> zu sprechen kommen. Der Brite David Icke vereint alle bisher aufgezählten <em>Kook</em>-Merkmale in seiner Person und seinem Schrifttum: in den 1970er-Jahren Fussballspieler und prominenter Sportreporter, outete er sich 1991 in einer Fernsehshow als <em>Sohn Gottes</em> und folgte daraufhin nur mehr seinem ganz eigenen Pfad. In unzähligen Vorträgen, Filmen und voluminösen Büchern verbindet er so ziemlich jede einmal geäusserte Verschwörungstheorie mit eigenen &#8220;wissenschaftlichen Beweisen&#8221; zu einem barock-monumentalen Überbau über die alternative Frühgeschichte der Welt bis zu ihrer heutigen Misere. Kernpunkt von Ickes Theorien ist der Beweis einer <em>reptiloiden Rasse</em>, die unerkannterweise die gesamte Menschheit zu ihren übelmeinenden Zwecken manipuliert. Sämtliche wichtige Politiker und Königshäuser stammen von derselben reptiloiden Blutlinie ab und sorgen mittels satanischer Rituale für ihr &#8220;artenreines&#8221; Weiterbestehen (genaueres zu den &#8220;Reptiloiden&#8221; noch weiter unten).</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2751" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick8.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Das sind natürlich dicke Brocken. Icke ist bemerkenswerterweise seit vielen Jahrzehnten keinen Zentimenter von seinen Ansichten abgerückt, unbeeinflusst von Spott und Häme auf der einen Seite und dem Messianismus andererseits, den seine Anhänger betreiben. Ich beschäftige mich schon seit längerem mit seinem Schriftwerk und Vorträgen auf DVD, weil ich ihn in seinem Bemühen sympathisch finde und in seinen Aussagen doch auch immer wieder Gedankengänge entdecke, die hellsichtig und brilliant sind. Allerdings &#8211; seine Bücher sollte man eher wie einen Science Fiction-Roman oder die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499256541?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3499256541" target="_blank">Illuminatus-Trilogie</a> von Altmeister Robert Anton Wilson behandeln; es sind immergleiche Ansammlungen von irrwitzigen, obskuren Theorien, die Icke zusammenfasst, willkürlich verkürzt, aus einem grösseren Zusammenhang reißt und in seiner unvergleichlichen Weise interpretiert.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2752" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick9.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Zur tiefergehenden Analyse möchte ich hier sein Hauptwerk &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3928963171?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3928963171" target="_blank">Das grösste Geheimnis &#8211; Dieses Buch verändert die Welt</a>&#8221; (The Biggest Secret, 1999, bereits in vierter Auflage) heranziehen. Dieses Buch unterscheidet sich von seinen anderen Werken &#8220;<em>&#8230;Und die Wahrheit wird euch frei machen</em>&#8220;, &#8220;<em>Alice im Wunderland und das World Trade Center Desaster</em>&#8221; oder &#8220;<em>Unendliche Liebe ist die einzige Wahrheit &#8211; Alles andere ist Illusion</em>&#8221; hauptsächlich durch seinen noch grösseren Umfang und stellt für mich die bisher ausführlichste Darlegung des unglaublichen Icke-Gedankengebäudes dar.</p>
<p style="text-align:left;">&nbsp;</p>
<div id="attachment_2753" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick10.jpg"><img class="size-full wp-image-2753 " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick10.jpg?w=500" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Emanuel Velikovsky, selbsternannter &quot;Katastrophist&quot;</p></div>
<p style="text-align:left;">Die Geschichte unserer Erde beschreibt Icke (der vermutlich jedes Buch zum Thema gelesen hat, dass je erschienen ist) zum Beispiel so, in dem er Teile aus Zecharia Sitchin&#8217;s Forschungsergebnissen sowie die kruden Theorien des selbsternannten &#8220;Katastrophisten&#8221; <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Velikovsky" target="_blank">Emanuel Velikovsky</a> (auch ein Paradebeispiel für einen <em>Kook Scientist</em>) plus einige Erkenntnisse aus William Bramley&#8217;s legendärem Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3895390755?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389539075" target="_blank">Die Götter von Eden</a>&#8221; zusammenschustert, sich dabei aber immer ein Veto-Recht vorbehält (ein oft zu lesender Satz ist: &#8220;<em>&#8230;wenn ich auch im großen und ganzen mit den Erkenntnissen von xy übereinstimme, hat er sich doch in einigen wesentlichen Punkten geirrt</em>&#8221; &#8211; welche das sind, bleibt allerdings meistens der Fantasie des Lesers überlassen). Zusätzlich legt er seine eigenen Überzeugungen (so nehme ich jedenfalls an) oftmals noch irgendwelchen unbekannten &#8220;Experimentalphysikern&#8221; in den Mund, die Forschungen betreiben, deren Ergebnisse sie nicht öffentlich publizieren könnten, da dies ihre &#8220;Reputation zerstören würde&#8221;.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2754" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick11.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Beschäftigen wir uns genauer mit Icke&#8217;s Theorie über die <em>biblische Sintflut</em>: Die hat er von einem gewissen Brian Desborough, angeblich ein kalifornischer Raumfahrtsexperte, der für eine Reihe von hochrangigen Unternehmen gearbeitet haben soll (<em>lässt sich nicht verifizieren, alles was man herausfinden kann, ist, dass Desborough ähnliche Verschwörungsbücher schreibt wie Icke, demzufolge also ein Autorenkollege sein dürfte</em>). Desborough wiederum ist an hochbrisante Untersuchungsergebnisse einer Studie gekommen, die Physiker für einen mächtigen, ungenannten US-Konzern durchgeführt haben sollen. Dieser Studie zufolge ist 4800 v. Chr. ein riesiger Planet (den man heute Jupiter nennt) in unser Sonnensystem eingetreten, hat alle äusseren Planeten aus der Bahn geworfen, ist mit einem Planeten zusammengestossen, dessen Umlaufbahn sich zwischen dem heutigen Jupiter und dem Mars befand (Anm. Nibiru???). Die Überreste dieses Planeten wurden zum Asteroidengürtel, ein Teil von Jupiter brach ab und wurde zur Venus, die bei ihrer wilden Fahrt die gesamte Atmosphäre des Mars zerstörte, dann vom Gravitationsfeld der Erde angezogen wurde, worauf sie diese dann mehrmals umrundetete. Die Venus war damals ein von Eis bedeckter Planet, welches sich ablöste, Richtung Erde geschleudert wurde und auf seinem Weg durch den Van Allen-Gürtel ionisiert wurde, worauf die bis dahin eisfreien Magnetpole der Erde schockgefroren sind. Das und die Nähe der Venus zur Erde erklärt die riesigen Flutwellen sowie das plötzliche Sterben der Tiere (Mammuts) in den Polarregionen; die wurden nach bester <em>Iglu</em>-Art nämlich einfach schockgefroren.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2755" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick12.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Wie man hier sehen kann, hat Icke einfach Velikovsky&#8217;s 1950 erschienenes Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3934402917?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3934402917" target="_blank">Welten im Zusammenstoss</a>&#8221; abgeschrieben &#8211; irgendwelche geheimen Forschungsergebnisse von Physikern, die diese im Auftrag eines Konzerns herausgefunden haben sollen (wozu auch??) sind also vermutlich frei erfunden. Und wem nun bereits der Kopf schwirrt, jetzt wird es erst richtig seltsam. Wir haben ja bereits gehört, dass der Mars früher die Position der heutigen Erde innehatte, d.h. dass sich die Erde näher an der Sonne befunden haben muss. Deswegen gab es auf der Erde auch eine <em>schwarze Rasse</em>, während es am Mars eine <em>weisse Rasse</em> gab, die dann allerdings (mit Raumschiffen, vermute ich) auf der Erde landete, bevor die Venus mit dem Mars zusammenstiess und alles Leben darauf vernichtete. Nun, da die <em>weisse Rasse</em> auf der Erde festsaß, kam es natürlich zum Krieg mit der <em>schwarzen Rasse</em>, den selbstverständlich(!) die <em>weisse Rasse</em> gewann, worauf diese dann die erste Hochkultur der Antike begründete. Das sollen dann laut Icke die <em>Phönizier</em> gewesen sein, die wiederum Abkömmlinge der <em>arischen Rasse</em> gewesen sein sollen. Hier wird es richtig problematisch, denn die wacklige Erkenntnis, dass die Phönizier in Wirklichkeit <em>Arier</em> waren, stammt höchstwahrscheinlich aus dem Schrifttum eines gewissen <a href="http://www.trojaburg-ev.de/index.php?id=99" target="_blank">Rudolf von Sebottendorf</a>, der, wie allgemein bekannt, die <em>Thule-Gesellschaft</em> gründete und damit zu einem der Wegbereiter des Nationalsozialismus zählte. Ob aber die Nazis die Theorie sehr super gefunden hätten, dass ihre vergötterten Vorfahren in Wirklichkeit <em>vom Mars</em> stammten, wage ich zu bezweifeln.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2756" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick13.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Zuletzt habe ich in &#8220;Das grösste Geheimnis&#8221; noch verzweifelt nach überzeugenden Beweisen gesucht, dass es die <em>Reptiloiden</em>, die uns ja seit Anbeginn der Geschichte der Menschheit versklaven sollen, wirklich gibt. Icke&#8217;s Erklärungen dazu sind ziemlich <em>far out</em> &#8211; die Reptiloiden sollen nämlich in Wirklichkeit die <em>Annunaki</em> sein (falls sich jemand für deren Geschichte interessiert, <a href="http://obskuristan.com/2009/08/26/die-eigentumer-der-erde/" target="_blank">hier</a> habe ich schon mal sehr ausführlich darüber berichtet), also Ausserirdische, die vor Urzeiten auf die Erde kamen, um Bodenschätze abzubauen und welche die Menschen als Sklavenrasse erschufen, um die Drecksarbeit zu verrichten. Inzwischen leben die <em>Annunaki-Reptos</em> jedenfalls in ausgedehnten Katakomben und Labyrinthen unter der Erde, entführen von dort aus Menschen, um ihnen <em>Implantate</em> oder sonstwas einzubauen, und um <em>Gen-Material</em> zu bekommen, da sie angeblich an einer Kreuzung zwischen <em>Repiloiden</em> und der <em>menschlichen Rasse</em> arbeiten (damit erklärt sich Icke wohl auch sogenannte <em>UFO-Entführungen)</em>. Und da die meisten Reptos <em>Shapeshifter</em> sind, ihr Aussehen also dem eines Menschen anpassen können, haben sie schon vor langer Zeit sämtliche <em>militärisch-industriellen Komplexe</em>, die <em>Politik</em>, die <em>Hochfinanz</em> und alles andere infiltriert und bestimmen als heimliche Herrscher unser Schicksal.</p>
<p style="text-align:left;">&nbsp;</p>
<div id="attachment_2757" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2757 " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick15.jpg?w=500&h=357" alt="" width="500" height="357" /><p class="wp-caption-text">Zündung einer Atombombe in New Mexico</p></div>
<p style="text-align:left;">Hier aber noch das <em>Sahnehäubchen</em>: Die Reptos unter der Erde werden kontrolliert, und zwar von Geistwesen aus der viert-untersten Ebene der <em>astralen Dimension</em>, aus der auch sämtliche Geister und Dämonen kommen. &#8220;Einige Forscher&#8221; (welche, wissen wir wie immer bei Icke nicht) sollen herausgefunden haben, dass die <em>astralen Reptos</em> durch Portale in der Raumzeit, welche durch Atomtests der Amerikaner in der Wüste von New Mexico geschaffen wurden, in unsere Dimension eindringen können. Nun denn: Was soll man da noch sagen? Wie zu solchen Theorien einen Gegenbeweis antreten? Es ist schlicht und einfach unmöglich. Woher Icke all diese Kenntnisse hat, die er in jedem weiteren Werk mit leichten Variationen wieder von vorne herunterbetet, bleibt also tatsächlich sein <span style="text-decoration:underline;">grösstes Geheimnis</span>. Die oftmals gestellte Frage, ob die Reptos denn vielleicht<em> doch</em> nur eine Allegorie wären, beantwortet Icke übrigens in dem Buch &#8220;Children Of The Matrix&#8221; auf seine unnachahmliche Art und Weise: &#8220;<em>If the reptilians did not exist, we would have to invent them. In fact, we probably have. They are other levels of ourselves putting ourselves in our face. We are the reptilians and the &#8216;demons&#8217; and, at the same time, we are those they manipulate because we are all the same &#8216;I&#8217;.</em>&#8220;</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2758" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2011/01/ick16.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Wie bereits erwähnt, lese ich Icke&#8217;s Bücher gerne, ein solches Konglomerat der allerwüstesten Verschwörungstheorien findet man in der einschlägigen Literatur nämlich tatsächlich sehr selten. Im März erscheint sein neues Werk auf deutsch im Mosquito Verlag: &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3928963457?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3928963457" target="_blank">Der Löwe erwacht &#8211; Jetzt wird die Menschheit endlich frei</a>&#8220;. Auf über 800(!) Seiten lässt uns der ungekrönte König der <em>Kook Science</em> da an seiner allerneuesten Erkenntnis teilhaben: dass nämlich der Mond in Wirklichkeit ein <em>künstliches Raumschiff</em> ist, aus dem heraus das Bewusstsein der gesamten Menschheit manipuliert wird. Und dreimal dürft ihr raten, <em>von wem</em>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/obskuristan.wordpress.com/2737/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/obskuristan.wordpress.com/2737/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/obskuristan.wordpress.com/2737/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/obskuristan.wordpress.com/2737/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/obskuristan.wordpress.com/2737/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/obskuristan.wordpress.com/2737/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/obskuristan.wordpress.com/2737/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/obskuristan.wordpress.com/2737/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/obskuristan.wordpress.com/2737/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/obskuristan.wordpress.com/2737/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/obskuristan.wordpress.com/2737/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/obskuristan.wordpress.com/2737/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/obskuristan.wordpress.com/2737/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/obskuristan.wordpress.com/2737/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2737&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>PSI-Superhelden und Paraspione Teil 2</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 19:14:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im zweiten Teil unseres Features über &#8220;PSI-Superhelden und Paraspione&#8221; (Teil 1 gibts hier zum Nachlesen) beschäftigen wir uns zu Beginn mit der russischen Seite der PSI-Spionage und gehen der Frage nach, ob auch hier, wie in den USA, die Visionen von Science Fiction-Autoren den militärischen Apparat oder den Geheimdienst dazu gebracht haben könnten, über &#8220;esoterische&#8221; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2319&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <strong>zweiten Teil</strong> unseres Features über &#8220;<em>PSI-Superhelden und Paraspione</em>&#8221; (Teil 1 gibts <a href="http://obskuristan.com/2010/01/03/psi-superhelden-und-paraspione-teil-1/" target="_blank">hier</a> zum Nachlesen) beschäftigen wir uns zu Beginn mit der <strong>russischen Seite</strong> der <strong>PSI-Spionage</strong> und gehen der <strong>Frage</strong> nach, ob auch hier, wie in den <strong>USA</strong>, die <strong>Visionen</strong> von <strong>Science Fiction-Autoren</strong> den <strong>militärischen Apparat</strong> oder den <strong>Geheimdienst </strong>dazu gebracht haben könnten, über &#8220;<em>esoterische</em>&#8221; Formen der <strong>Kriegsführung</strong> nachzudenken.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2325" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para1.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Das legendäre Brüderpaar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Strugatzki" target="_blank">Arkadi und Boris Strukatzki</a> thematisierte z.b. ebenso wie ihre westlichen <strong>SF-Schriftstellerkollegen</strong> in ihrer <strong>Maxim Kammerer-Trilogie</strong> den Aufstieg des <strong>Homo sapiens</strong> zu einem <strong>Hypermenschen</strong>; im Gegensatz zu den hermetischen <strong>Allmachtsphantasien</strong> von <strong>L. Ron Hubbard</strong> blickten die überaus intelligenten Strugatzkis allerdings weit über ihre <strong>eigene Vision hinaus</strong> und sahen als unausweichliche <strong>Konsequenz</strong> die <strong>Unterdrückung</strong> des &#8220;<em>normalen</em>&#8221; Menschen durch die von ihm geschaffene <strong>Superrasse</strong> voraus.</p>
<p><strong>Karsten Kruschel</strong> schrieb in der Anthologie &#8220;<strong>Das Science Fiction Jahr 1994</strong>&#8221; über das &#8220;<strong>misanthropische</strong>&#8221; Konzept der Strugatzkis, &#8220;<em>Die Vertreter des homo sapiens, die diesen Planeten und sich selbst so gründlich zuschanden gemacht haben, kommen nicht einmal mehr als Zöglinge oder Gegner des &#8216;homo superior&#8217; in Betracht; sie werden von den höheren Wesen wie unschädliche und unwichtige Insekten ihrem unwichtigen und hoffnungslosen Schicksal überlassen. Der Mensch kann diesen Geschöpfen nicht einmal mehr lästig fallen</em>&#8220;.</p>
<div id="attachment_2326" class="wp-caption aligncenter" style="width: 377px"><img class="size-full wp-image-2326" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para2.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Arkadi und Boris Strugatzki</p></div>
<p>Einige Werke der <strong>Strugatzkis</strong> konnten aufgrund ihrer <strong>Kritik</strong> am <strong>kommunistischen System</strong> erst nach dem <strong>Zerfall</strong> der <strong>Sowjetunion</strong> erscheinen oder wurden heimlich <strong>ausser Landes</strong> geschmuggelt, um im <strong>Westen</strong> veröffentlicht zu werden. Es wäre natürlich auch in der damaligen <strong>UdSSR</strong> gut möglich gewesen, dass sich ein <strong>Parteifunktionär</strong> oder ein hochrangiger <strong>Angehöriger</strong> des <strong>Militärs</strong> heimlich mit<strong> Science Fiction</strong> befasste &#8211; denn auch die <strong>Sowjetunion</strong> hat im Zeitalter des <strong>Kalten Krieges</strong> sowie die <strong>USA</strong> streng geheim mit &#8220;<strong>übersinnlichen</strong>&#8221; <strong>Technologien</strong> experimentiert und diese Versuche vermutlich viel <strong>konsequenter</strong> betrieben als ihr <strong>westlicher Todfeind</strong>.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2327" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para3.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Zur <strong>russischen Militärforschung</strong> im Bereich <strong>PSI</strong> ist im <strong>Internet</strong> im Gegensatz zu den <strong>amerikanischen Experimenten</strong> so gut wie nichts<strong> </strong>zu finden. Für <strong>Informationen</strong> darüber muss man auf <strong>Bücher</strong> von <strong>Autoren</strong> zurückgreifen, die sich in den <strong>1970er</strong>- und <strong>80er-Jahren</strong> ausführlich mit dem <strong>Thema</strong> beschäftigt haben. Zum einen ist dies der <strong>2008</strong> verstorbene grenzwissenschaftliche Autor <strong>Ernst Meckelburg</strong>, mit dem wir uns am <strong>Schluss</strong> des <strong>Artikels</strong> noch ausführlicher auseinandersetzen wollen und zum anderen der Wiener Parapsychologe <strong>Elmar R. Gruber</strong>, älteren Herrschaften vielleicht noch als <strong>Co-Moderator</strong> von <strong>Rainer Holbes</strong> &#8220;<em>Unglaublichen Geschichten</em>&#8221; in den <strong>1980er-Jahren</strong> auf dem damals noch jungen <strong>Privatsender RTL</strong> (und deren Nachfolgesendung &#8220;<em>Phantastische Phänomene</em>&#8221; auf <strong>SAT1</strong>) bekannt. <strong>Gruber</strong> hat viele <strong>grenzwissenschaftliche Bücher</strong> geschrieben, unter anderem auch den Bestseller &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Die-PSI-Protokolle-Elmar-R-Gruber/dp/3426774380/ref=sr_1_12?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1263968774&amp;sr=8-12" target="_blank">Die PSI-Protokolle</a>&#8220;, in dem er sich neben der <strong>Beschreibung</strong> der einschlägigen <strong>US-Experimente</strong> auch der <strong>militärisch-parapsychologischen Forschung</strong> in <strong>Russland</strong> widmet.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2329" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para4.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Grubers <strong>Einblicke</strong> in die <strong>russische Para-Wissenschaft</strong> sind abenteuerlich: In <strong>Nowosibirsk</strong> gründete man in den frühen <strong>1960er-Jahren</strong> ein <strong>Labor</strong>, dass sich der <strong>Erforschung</strong> der &#8220;<em>Biokommunikation</em>&#8221; widmen sollte (der <strong>Begriff</strong> erklärt sich aus der <strong>Überzeugung</strong> russischer Forscher, dass <strong>Partikel</strong> aus <strong>lebenden Zellen</strong> als <strong>Informationsträger</strong> fungieren würden und so &#8220;<strong>übersinnliche</strong>&#8221; <strong>Phänomene</strong> ermöglichen könnten). Unter dem <strong>Deckmantel</strong> von &#8220;<strong>Untersuchungen</strong>&#8221; sollen in diesem Labor ziemlich <strong>wilde Dinge</strong> geschehen sein &#8211; <strong>Tiere</strong> wurden mittels <strong>Elektroschocks</strong> gequält, <strong>Versuchspersonen</strong> wurden via <strong>Übermittlung</strong> von &#8220;<em>negativen Emotionen</em>&#8221; durch <strong>erfahrene Medien</strong> an den Rand des <strong>Zusammenbruchs</strong> gebracht.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2330" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para5.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>So wie die <strong>USA</strong> hatte natürlich auch die <strong>UdSSR</strong> grosses Interesse an der <strong>Erschaffung</strong> eines <span style="text-decoration:underline;"><em>Super-Soldaten</em></span>, der seine <strong>Feinde</strong> mittels <strong>übersinnlicher Fähigkeiten</strong> bezwingen konnte. Die <strong>russischen Experimente</strong> dazu vermitteln einem den <strong>Eindruck</strong> eines trashigen <strong>Science Fiction-Films</strong>: Aus den unzugänglichsten Gebieten <strong>Zentralasiens</strong> flog man <strong>Schmananen</strong>, <strong>Meister </strong>obskurer <strong>Kampftechniken</strong>, <strong>Mönche</strong>, <strong>Magier</strong> und alle weiteren Arten von <strong>übersinnlich begabten Personen</strong> ein, um ihre <strong>Fähigkeiten</strong> in den <strong>Forschungseinrichtungen</strong> von <strong>Nowosibirsk</strong> zur &#8220;<strong>Fernbeeinflussung</strong>&#8221; zu testen.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2331" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para6.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Die <strong>russischen Wissenschaftler </strong>gingen bei ihren <strong>Versuchen</strong> (ebenso wie bei ihren frühen <strong>Raumfahrt-Experimenten</strong>) mit <strong>Menschenleben</strong> nicht gerade <strong>zimperlich</strong> um. Um <strong>Korrelationen</strong> in den <strong>EEG-Mustern</strong> ihrer <strong>Testpersonen</strong> festzustellen, wurden diese mit schmerzhaften <strong>Stromstössen </strong>gereizt und in einigen Fällen auch <strong>verletzt</strong> und/oder <strong>getötet</strong>. Als diese <strong>Experimente</strong> durch entsprechende <strong>Spionagetätigkeit</strong> zumindest teilweise an die <strong>USA</strong> verraten wurden, führte das zu grosser <strong>Paranoia</strong> unter den <strong>amerikanischen Militärs</strong>; man befürchtete zum Beispiel, dass <strong>US-Diplomaten</strong> mit &#8220;<em>negativer PSI-Energie</em>&#8221; bestrahlt werden könnten (und hatte dabei gar nicht so <strong>unrecht</strong>, wie der heute schon legendäre <strong>Strahlenangriff</strong> auf die <strong>amerikanische Botschaft</strong> in <strong>Moskau</strong> zu Beginn der <strong>1970er-Jahre</strong> beweisen sollte &#8211; dieser geschah allerdings mittels <strong>Mikrowellen</strong> und nicht mit <strong>PSI-Energie</strong>).</p>
<div id="attachment_2333" class="wp-caption aligncenter" style="width: 332px"><img class="size-full wp-image-2333" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para71.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Russisches Supermedium: Nina Kulagina (1926 – 1990) </p></div>
<p>Unglaubliche <strong>Gerüchte</strong> machten die<strong> Runde</strong>: Angeblich soll es dem russischen Psychokinese-Medium <strong>Nina Kulagina</strong> damals gelungen sein, aus der Entfernung von <strong>einem Meter</strong> ein isoliertes <strong>Froschherz</strong> zu stoppen; ausserdem soll sie die <strong>Vitalfunktionen</strong> von <strong>Mäusen</strong> so <strong>verlangsamt</strong> haben, dass diese &#8220;<strong>wie tot</strong>&#8221; gewesen seien. Das konnte das <strong>amerikanische Militär </strong>natürlich <strong>nicht</strong> auf sich <strong>sitzen lassen</strong>: künftig versuchte eine <strong>super-geheime Spezialeinheit</strong> in <strong>Fort Bragg</strong> im US-Bundesstaat <strong>North Carolina, </strong>Ziegen durch <strong>Anstarren</strong> dazu zu bringen, <strong>tot umzufallen</strong>.</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_2334" class="wp-caption aligncenter" style="width: 281px"><img class="size-full wp-image-2334 " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para8.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Lieutenant Colonel Jim Channon</p></div>
<p>Wie kam es dazu? Nach dem endgültigen<strong> Scheitern</strong> des <strong>Vietnamkrieges</strong>, all dem sinnlosen <strong>Blutvergiessen</strong> und dem darauffolgenden <strong>Hass</strong> der <strong>friedenshungrigen US-Bevölkerung</strong> auf alles <strong>Militärische</strong> hatte die <strong>US-Army</strong> die grösste <strong>kollektive Depression</strong> in ihrer bisherigen <strong>Geschichte</strong> durchzustehen. Nur so ist es zu verstehen, dass ein <strong>Vietnamveteran</strong> namens <strong>Jim Channon</strong> vom <strong>Pentagon</strong> erhebliche <strong>finanzielle Mittel </strong>zur Verfügung gestellt bekam, um auf einer <strong>zweijährigen Reise</strong> sämtliche damals in den <strong>USA</strong> existierenden <strong>esoterischen Strömungen</strong> zu <strong>erforschen</strong>, die er später als <strong>Grundlage</strong> seines &#8220;<em>First Earth Battalions</em>&#8221; verwenden wollte.</p>
<p>Dieses &#8220;<em>First Earth Battalion</em>&#8221; war eine unglaublich <strong>versponnene Idee</strong>, um eine Art <strong>New Age-Soldaten</strong> zu schaffen; als <strong>Channon</strong> seinen <strong>Kommandeuren</strong> das entsprechende <strong>Operations Manual</strong> vorlegte, sollen die <strong>hartgesottenen Generäle</strong> angeblich zu <strong>Tränen</strong> gerührt gewesen sein &#8211; absolut <strong>erstaunlich</strong>, wenn man sich dieses <strong>Schriftstück</strong> zu Gemüte führt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2335" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para9.jpg?w=500&h=371" alt="" width="500" height="371" /></p>
<p>Ein Satz des &#8220;<strong>First Earth Battallion Operation Manuals</strong>&#8221; lautet: &#8220;<em>The US Army doesn&#8217;t really have any serious alternative than to be wonderful</em>.&#8221; Und weiters: &#8220;<em>It is America&#8217;s role to lead the world to paradise.</em>&#8221; <strong>Channon</strong> stellte sich den <strong>kommenden US-Krieger</strong> so vor: ausgerüstet mit <strong>Kräuterbeuteln</strong>, <strong>Wünschelrute</strong>, <strong>Akupunktur-Werkzeug</strong> und an der <strong>Uniform</strong> angebrachten<strong> Lautsprechern</strong>, welche länderspezifische &#8220;<strong>Eingeborenenmusik</strong>&#8221; und &#8220;<strong>Worte des Friedens</strong>&#8221; ausstrahlten, sollte es die <strong>Hauptaufgabe</strong> des <strong>Soldaten</strong> sein, das feindliche <strong>Territorium</strong> voller &#8220;<strong>positiver Schwingungen</strong>&#8221; zu betreten, dort als &#8220;<strong>Friedenssymbol</strong>&#8221; ein <strong>kleines Lamm</strong> abzuladen, und den ersten gesichteten Feind <strong>innig zu umarmen</strong>. Warum <strong>Channon</strong> statt dieser unfassbar <strong>obskurantischen Ideen</strong> nicht gleich für den &#8220;<strong>Weltfrieden</strong>&#8221; eintrat, bleibt ein <strong>Geheimnis</strong>; in der bereits angesprochenen <strong>speziellen Situation</strong> der <strong>Kriegsmüdigkeit</strong> fielen seine <strong>Spinnereien</strong> in der <strong>US-Army</strong> allerdings tatsächlich auf <strong>fruchtbaren Boden</strong>.</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_2336" class="wp-caption aligncenter" style="width: 290px"><img class="size-full wp-image-2336  " src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para10.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Links im Bild Michael Echanis (1950 - 1978)</p></div>
<p>Kurze Zeit später wurde nämlich vom &#8220;<strong>Army&#8217;s Intelligence and Security Command</strong>&#8221; (<strong>INSCOM</strong>) in <strong>Fort Bragg</strong> eine <strong>Spezialeinheit</strong> gegründet, die einige der <strong>Ideen Channons</strong> in <strong>abgewandelter Form</strong> übernahm, allerdings auch ein eigenes <strong>Remote Viewing &#8211; Programm</strong> startete und von <strong>Spezialisten</strong> wie dem mysteriösen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Echanis" target="_blank">Michael Echanis</a> in <strong>asiatischen Kampftechniken</strong> trainiert wurde. Weiters übte man sich eher <strong>erfolglos</strong> in <strong>Disziplinen</strong> wie &#8220;<strong>Unsichtbarkeit</strong>&#8220;, &#8220;<strong>Durch Wände gehen</strong>&#8221; und im bereits erwähnten &#8220;<strong>Anstarren</strong>&#8221; von <strong>Ziegen</strong>, um diese mittels &#8220;<em>geistiger Beeinflussung</em>&#8221; zu töten. Die Geschichte der dort ausgebildeten &#8220;<strong>Jedi Warriors</strong>&#8221; erzählt <strong>Journalist</strong> und &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0330375466?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0330375466" target="_blank">Them &#8211; Adventures with Extremists</a>&#8220;-Erfolgsautor <strong>Jon Ronson</strong> ausführlich in seinem grossartigen Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0330375482?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0330375482" target="_blank">The Men Who Stare At Goats</a>&#8220;; welches übrigens auch als <strong>Inspiration</strong> für den <strong>gleichnamigen Hollywoodfilm</strong> fungierte, der allerdings leider nur <strong>sehr wenig</strong> mit <strong>Ronson&#8217;s Untersuchungen</strong> zu tun hat.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2337" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para11.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p><strong>Zum Schluss</strong> möchte ich unbedingt noch <strong>zwei Autoren</strong> erwähnen, die man, falls man sich für die bis dato wenig bekannte <strong>okkulte Geschichte</strong> des <strong>Militärs</strong> interessiert, unbedingt lesen sollte. Zum einen ist das <strong>Ernst Meckelburg</strong>, dessen inzwischen leider nur noch <strong>antiquarisch</strong> erhältliche Werke &#8220;<em>Geheimwaffe PSI</em>&#8221; und &#8220;<em>PSI-Agenten &#8211; Die Manipulation unseres Bewusstseins</em>&#8221; trotz ihres Alters bis heute beide als <strong>Standardwerke</strong> zu der <strong>übersinnlich-militärischen Forschung</strong> in den <strong>USA</strong>, vor allem aber in der ehemaligen <strong>UdSSR</strong> gelten. <strong>Meckelburg</strong> berichtet ausführlich über <strong>Themengebiete</strong>, deren <strong>Umfang</strong> und <strong>Komplexität</strong> den Rahmen meiner <strong>Blogartikel </strong>eindeutig <strong>sprengen</strong> würden; so erfahren wir in seinen <strong>Büchern</strong> alles über <strong>Hypno-Waffen</strong>, <strong>Astralprojektionen</strong> im <strong>Feindeinsatz</strong>, <strong>Prägognitive Spionage</strong> und noch exotischere <strong>Angriffstechniken</strong> wie &#8220;<strong>Pyrokinese</strong>&#8221; (Das menschliche<strong> Bewusstsein</strong> als <strong>Brandstifter</strong>).</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2338" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para12.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Und wem diese <strong>kleine Themenauswahl </strong>noch immer zu wenig <strong>phantasievoll</strong> erscheint, dem empfehle ich wärmstens das im Jahr <strong>2000</strong> erschienene Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/1901250466?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=1901250466" target="_blank">The Psychic Battlefield</a>&#8221; von <strong>W. Adam Mandelbaum</strong>. Aus diesem <strong>grossartigen Werk</strong> möchte ich abschliessend eine kleine <strong>Textstelle</strong> zitieren, die sich mit der <strong>Gefährlichkeit</strong> der <strong>russischen PSI-Experimente</strong> beschäftigt: &#8220;<em>A report on the &#8216;Military Development of Remote Mind Control Technology&#8217; by scientist Turan Rifat, claims, &#8216;There is reason to believe that their (Russian) research in the biophysical domain became so advanced that they opened doorways to other continuums and themselves fell prey to malevolent forces.&#8217; This idea is possibly borrowed from the reported claims of a retired former Pentagon analyst, Lieutenant Colonel Thomas E. Bearden. Internet sources report that Bearden claims that Soviet psychic experiments aroused the collective unconsciousness of man, an entity he calls &#8216;Zarg&#8217;. Zarg is an extradimensional entity and to date has not yet posed for any publicity pictures&#8221;.</em></p>
<div id="attachment_2339" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-2339" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/para13.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Zarg?</p></div>
<p style="text-align:center;">***</p>
<p style="text-align:left;">PS:  Mir ist gerade aufgefallen, dass ich vor lauter <strong>Para-Schmara</strong> auf den <span style="text-decoration:underline;"><strong>Uri Geller</strong></span> vergessen hab <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Ich werde mich zu <strong>gegebener Zeit</strong> mal in einem <strong>eigenen Artikel</strong> mit unserem <strong>Lieblings-Löffelbieger</strong> beschäftigen.</p>
<p style="text-align:left;">Hier noch ein paar <strong>weiterführende Links</strong>:</p>
<p style="text-align:left;">Das <a href="http://ejmas.com/jnc/jncart_channon_0200.htm" target="_blank">Manual</a> des <strong>First Earth Battalion</strong>.</p>
<p style="text-align:left;">Das hat sogar eine eigene <a href="http://firstearthbattalion.org/" target="_blank">Homepage</a>!</p>
<p style="text-align:left;">Auch <a href="http://jimchannon.com/indexFlash.html" target="_blank">Jim Channon</a> hat natürlich eine.</p>
<p style="text-align:left;">Und hier die <a href="http://www.e-r-g.de/" target="_blank">Webpräsenz</a> von <strong>Elmar R. Gruber</strong>.</p>
<p style="text-align:left;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/obskuristan.wordpress.com/2319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/obskuristan.wordpress.com/2319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/obskuristan.wordpress.com/2319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/obskuristan.wordpress.com/2319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/obskuristan.wordpress.com/2319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/obskuristan.wordpress.com/2319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/obskuristan.wordpress.com/2319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/obskuristan.wordpress.com/2319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/obskuristan.wordpress.com/2319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/obskuristan.wordpress.com/2319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/obskuristan.wordpress.com/2319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/obskuristan.wordpress.com/2319/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/obskuristan.wordpress.com/2319/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/obskuristan.wordpress.com/2319/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2319&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>PSI-Superhelden und Paraspione Teil 1</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 19:33:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nachtstrom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mind Control]]></category>
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		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
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		<description><![CDATA[In den 1970er-Jahren machte meine Familie im Sommer regelmässig Urlaub in einem der Ferienhäuser, die der Arbeitgeber meines Vaters seinen Angestellten zu billigen Preisen zur Verfügung stellte. So ein Ferienhaus hatte einen grossen Fernseher, auf dem ich zum ersten Mal voller Begeisterung Jerry Lewis- und Spencer/Hill-Filme sehen konnte; ausserdem gab es auch eine Bibliothek, welche [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2281&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den <strong>1970er-Jahren</strong> machte meine Familie im<strong> Sommer</strong> regelmässig <strong>Urlaub</strong> in einem der <strong>Ferienhäuser</strong>, die der <strong>Arbeitgeber</strong> meines <strong>Vaters</strong> seinen <strong>Angestellten</strong> zu <strong>billigen Preisen</strong> zur Verfügung stellte. So ein Ferienhaus hatte einen<strong> grossen Fernseher</strong>, auf dem ich  zum ersten Mal voller Begeisterung <strong>Jerry Lewis</strong>- und <strong>Spencer/Hill-Filme</strong> sehen konnte; ausserdem gab es auch eine <strong>Bibliothek</strong>, welche ich als begeisterte<strong> Leseratte</strong> natürlich ausführlich<strong> plünderte</strong>.</p>
<div id="attachment_2285" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><img class="size-full wp-image-2285" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/rat.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Kleine Leseratte: Der Docteur in den 1970ern</p></div>
<p>Zum <strong>ersten Mal</strong> las ich da <strong>Science Fiction &#8211; Kurzgeschichten</strong>, die sich mir unauslöschlich <strong>eingeprägt haben</strong>. In einer der Geschichten ging es z.b. um eine <strong>überbevölkerte Erde</strong>, in der die <strong>Menschheit</strong> nach dem <strong>Zufallsprinzip</strong> äusserst kaltblütig <strong>dezimiert wurde</strong>: wenn man im <strong>Auto</strong> durch einen <strong>Tunnel</strong> fuhr, senkten sich plötzlich <strong>gewaltige Tore</strong> herunter und die so gefangenen<strong> Insassen</strong> wurden <strong>vergast</strong>. Eine <strong>andere Story</strong> handelte von einer <strong>Zukunft</strong>, in der <strong>Menschen</strong> fähig waren, die <strong>Gedanken</strong> anderer <strong>zu lesen</strong> und mittels ihrer enormen <strong>geistigen Kräfte</strong> ihren <strong>Mitmenschen</strong> auch <strong>Schmerzen</strong> zufügen oder sie gar <strong>töten</strong> konnten.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2286" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/ps1.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Den oder die <strong>Autoren</strong> dieser <strong>Kurzgeschichten</strong> habe ich leider trotz meiner späteren <strong>Science Fiction &#8211; Sammelleidenschaft</strong> nicht mehr <strong>ausfindig</strong> machen können. Das Konzept des <span style="text-decoration:underline;"><strong>PSI-Supermenschen</strong></span>, der zu <strong>Telepathie </strong>und <strong>Telekinese</strong> fähig ist, <strong>beschäftigte</strong> mich noch lange sehr <strong>intensiv</strong> &#8211; natürlich waren das auch <strong>Machtphantasien</strong> eines <strong>Aussenseiters</strong>, als den ich mich oft in der<strong> Schule</strong> oder im <strong>Sport</strong> erfahren habe. Viele Jahre später stiess ich auf <strong>SF-Autoren</strong>, die genau diese mit <strong>gedanklichen Superkräften</strong> ausgestatteten Menschen zum <strong>Mittelpunkt</strong> ihres <strong>Schaffens</strong> gemacht hatten. Da gab es zum Beispiel einen gewissen <strong>Pulp-Schreiber</strong> namens <strong>L. Ron Hubbard</strong> (1911 &#8211; 1986), von dem <strong>böse Zungen</strong> behaupten, sein einziger <strong>genialer</strong> (wie folgenschwerer) <strong>Gedanke</strong> sei es gewesen, mit seinen mitunter recht sadistischen <strong>SF-Allmachts-Phantasien</strong> nach und nach eine selbsterfundene <strong>Heilslehre</strong> namens &#8220;<strong>Dianetik</strong>&#8221; auszuschmücken, die dann später zu dem für Aussenseiter <strong>schwer begreifbaren Dogma</strong> der <strong>Scientology-Sekte</strong> mit &#8220;<strong>Thetanen</strong>&#8220;, &#8220;<strong>Xenu</strong>&#8221; und ähnlichen <strong>Fantasy-Mythen</strong> mutierte.</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_2287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 346px"><img class="size-full wp-image-2287" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/ps2.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Ein genialer Einfall? L. Ron Hubbard hat Visionen...</p></div>
<p>Die <strong>Dianetik</strong> beeinflusste in den <strong>1950er-Jahren</strong> einen <strong>Schriftstellerkollegen </strong>Hubbards, den weitaus begabteren <strong>Alfred Elton Van Vogt</strong> &#8211; oder besser gesagt: da <strong>befruchteten</strong> sich <strong>zwei Geister</strong> mit ähnlichen <strong>Intentionen</strong>. Der <strong>1912</strong> in <strong>Kanada</strong> geborene und <strong>1944</strong> in <strong>Kalifornien</strong> eingewanderte <strong>Van Vogt</strong> war ein typischer <strong>Protagonist</strong> jener überaus <strong>obskuren Welt</strong> des <strong>Kalten Krieges</strong>, deren <strong>tiefgründiger Schrecken</strong> sich in seinen <strong>Kurzgeschichten</strong> und <strong>Romanen</strong> widerspiegelte; abgesehen von der naiven <strong>Verherrlichung</strong> der <strong>Atomkraft</strong>, die wir in <strong>Grundzügen</strong> auch im <strong>Frühwerk</strong> des <em>Foundation</em>-Verfassers <strong>Isaac Asimov</strong> finden, wurden <strong>Van Vogts</strong> Werke <strong>bevölkert</strong> von <strong>nietzscheanischen</strong> <strong>Übermenschen</strong>; biologisch <strong>höherwertige Wesen</strong>, die mit unglaublich mächtigen <strong>parapsychischen Fähigkeiten</strong> ausgestattet waren und aufgrund ihrer <strong>Andersartigkeit</strong> von einer <strong>feindlich agierenden Umwelt</strong> gejagt wurden.</p>
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<div id="attachment_2288" class="wp-caption aligncenter" style="width: 269px"><img class="size-full wp-image-2288" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/ps3.gif?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Vergessenes Genie: A. E. Van Vogt (1912 - 2000)</p></div>
<p>Das mag heute <strong>obskurantisch</strong> klingen, man sollte allerdings <strong>anmerken</strong>, das Van Vogt <strong>hochtalentiert</strong>, <strong>aussergewöhnlich</strong> und zur damaligen Zeit höchst<strong> erfolgreich</strong> war. Seine <strong>Ideen</strong> entwickelte er mit einer <strong>speziellen Technik</strong>: er erfuhr sie in seinen <strong>Träumen</strong>. In der <strong>kreativsten Phase</strong> seines <strong>Lebens</strong> zu Beginn der <strong>1940er-Jahre </strong>unterbrach er seinen <strong>Schlaf</strong> exakt alle <strong>90 Minuten</strong> und notierte seine <strong>Traumideen</strong>, die er dann zu <strong>Geschichten</strong> ausarbeitete. Für seine formal meisterhaften <strong>Short Stories</strong> entwickelte er eigene <strong>Grundkonzepte</strong> wie den &#8220;<em>Nexialismus</em>&#8221; (eine <strong>Methode</strong>, um das <strong>Verhalten Ausserirdischer</strong> zu studieren); weiters setzte er sich <strong>intensiv</strong> mit der &#8220;<em>Allgemeinen Semantik</em>&#8221; des polnischen Linguistikers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Korzybski" target="_blank">Alfred Korzybski</a> auseinander und <strong>verarbeitete</strong> diese in seiner legendären <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Welt_der_Null-A" target="_blank">Null-A</a>-Trilogie; der Begriff &#8220;<strong>Null-A</strong>&#8221; wurde von ihm im Sinne einner <strong>non-aristetotelischen Logik</strong> verwendet, dem <strong>intuitiven Verstehen</strong> im Gegensatz zu <strong>logischer Deduktion</strong>. <strong>Korzybski</strong> entwickelte übrigens einen sogenannten <strong>Anthropometer</strong>, der für den berüchtigten &#8220;<strong>Scientology-E-Meter</strong>&#8220;<strong> </strong>bei der Technik des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scientology#Auditing" target="_blank">Auditing</a> Pate gestanden haben dürfte.</p>
<div id="attachment_2289" class="wp-caption aligncenter" style="width: 296px"><img class="size-full wp-image-2289" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/ps4.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Auch Tomaten brauchen Auditing: Hubbard am E-Meter</p></div>
<p>Auf dem <strong>Höhepunkt</strong> seiner <strong>Karriere</strong> brach <strong>Van Vogt</strong> seine <strong>schriftstellerische Tätigkeit</strong> im <strong>Science Fiction &#8211; Genre</strong> ab. <strong>Hubbard</strong> hatte ihn dazu gebracht, sich stattdessen mit <strong>neuartigen Hypnosetechniken</strong> zu beschäftigen (vermutlich gab es <strong>Pläne</strong>, diverse <strong>Gehirnwäsche-Techniken</strong> zu entwickeln, oder diese als <strong>Abwehr</strong> zu damals bei der <strong>CIA</strong> üblichen <strong>Mind-Control-Experimenten</strong> zu planen, dazu ein <strong>anderes Mal mehr</strong>); ausserdem gründete er eine kurzlebige <strong>Dianetik-Agentur</strong> in <strong>Los Angeles</strong>, um die <strong>neue Lehre</strong> zu <strong>verbreiten</strong> und vor allem <strong>Geld</strong> für den <strong>Guru</strong> und seine <strong>schnell wachsende Gemeinde</strong> heranzuschaffen. Es war dies ein <strong>Schritt</strong>, den <strong>Van Vogt</strong> in <strong>späteren Lebensjahren</strong> bereute: da beklagte er sich bitterlich darüber, dass er dermassen <strong>unter Druck</strong> gesetzt wurde, sodass ihm nichts anderes <strong>übriggeblieben</strong> sei, als sich von <strong>Hubbard</strong> zu <strong>distanzieren</strong> &#8211; auch, weil die <strong>Dianetik</strong> in die &#8220;<strong>Scientology-Kirche</strong>&#8221; umgewandelt wurde und immer deutlicher <strong>sektiererische Züge</strong> annahm, was <strong>Van Vogt</strong> missfiel.</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_2290" class="wp-caption aligncenter" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-2290" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/ps5.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Berühmter Van Vogt-Schüler: Phillip K. Dick</p></div>
<p>In seiner<strong> zweiten Lebenshälfte</strong> versuchte er verzweifelt, an seine <strong>früheren Erfolge</strong> anzuknüpfen. Seine <strong>Kurzgeschichten</strong> und <strong>Romane</strong> wurden qualitativ <strong>schlechter</strong> und auch <strong>seltsamer</strong>, vermutlich eine <strong>Vorahnung</strong> der <strong>Alzheimer-Krankheit</strong>, die ihn von den <strong>1990er-Jahren</strong> an bis zu seinem <strong>Tod</strong> im Jahr <strong>2000</strong> gnadenlos nach und nach seiner <strong>geistigen Kräfte beraubte</strong>. Heute ist <strong>Van Vogt </strong>vollkommen <strong>vergessen</strong>, seine <strong>Werke</strong> nur noch über <strong>Antiquariate</strong> zugänglich. Ich bin den früheren <strong>deutschen Ausgaben</strong> seiner <strong>Bücher</strong> im über Jahre hinweg<strong> nachgejagt </strong>und zähle die <strong>teuer </strong>erstandenen, <strong>abgegriffenen</strong> und <strong>vergilbten Taschenbücher</strong> zu den <strong>Schätzen</strong> meiner <strong>Bibliothek</strong>. Aufmerksam auf diesen <strong>Autor </strong>wurde ich übrigens durch seine <strong>Erwähnung</strong> in der <strong>Sutin-Biographie</strong> über <a href="http://obskuristan.com/2008/12/16/science-fiction-und-erleuchtung-zum-80-geburtstag-von-philip-k-dick/" target="_blank">Phillip K. Dick</a>: der <strong>Meister</strong> zählte ihn zu seinen <strong>wichtigsten Einflüssen</strong> und wenn man das Dick&#8217;sche <strong>Frühwerk</strong> liest, kann man den <strong>Einfluss Van Vogts</strong> auch recht gut darin <strong>erkennen</strong>.</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_2305" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><img class="size-full wp-image-2305" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/vogt.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Heissgeliebt: meine Van Vogt-Sammlung</p></div>
<p><strong>David Cronenberg </strong>setzte sich mit <strong>1981</strong> mit dem <strong>Konzept</strong> des <strong>PSI-Supermenschen</strong> auseinander. In seinem Film &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000OOOJO0?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000OOOJO0" target="_blank">Scanners</a>&#8221; lässt er zwei durch <strong>sinistre Experimente </strong>veränderte <strong>Supermenschen</strong> zum ultimativen Kampf <em>good vs. evil</em> antreten; seine <strong>Protagonisten</strong> besitzen die <strong>Fähigkeit</strong>, ihre <strong>Umgebung</strong> in <strong>Brand</strong> zu setzen sowie die <strong>Köpfe</strong> ihrer <strong>Feinde</strong> platzen zu lassen, was dem <strong>Regisseur </strong>natürlich jede Menge <strong>Gelegenheiten </strong>verschaffte, für (damals als <strong>furchterregend</strong> angesehene) <strong>Splatter-Effekte</strong> zu sorgen. Aber, man sollte &#8220;<strong>Scanners</strong>&#8221; nicht als blosses <strong>Horror-B-Movie </strong>abtun, denn irgendwie schwebt über dem ganzen Film ein <strong>bösartiger</strong>, für das <strong>Frühwerk</strong> des Regisseurs typischer <strong>Subtext</strong>, der für spürbares <strong>Unwohlsein</strong> des <strong>Zusehers</strong> über die ganze <strong>Filmlänge</strong> sorgt.</p>
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<div id="attachment_2291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 359px"><img class="size-full wp-image-2291" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/ps6.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Bösartige PSI-Kräfte: Szene aus David Cronenberg&#39;s &quot;Scanners&quot;</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p>Der US-Geheimdienst<strong> CIA</strong> scheint sich in den <strong>1950er-Jahren</strong> bei den oben erwähnten <strong>Science Fiction &#8211; Autoren</strong> auf jeden Fall <strong>Inspirationen</strong> geholt zu haben, um gegen den ehemaligen <strong>Alliierten</strong> und neuen Todfeind <strong>UdSSR</strong> zumindest <strong>strategische Vorteile</strong> zu sammeln; denn da der <strong>Krieg</strong> gegen <strong>Russland</strong> ein <em>Kalter Krieg</em> war, hatten <strong>diverse Herren</strong> in hohen <strong>Machtpositionen</strong> Zeit und Musse, um über <strong>neue Wege</strong> nachzudenken, wie man der <strong>neuen Bedrohung</strong> <em>aus dem Osten</em> <strong>Schaden</strong> zufügen könnte.</p>
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<div id="attachment_2294" class="wp-caption aligncenter" style="width: 290px"><img class="size-full wp-image-2294" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/ps8.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Der &quot;kälteste aller kalten Krieger&quot; : Allen Dulles</p></div>
<p>Einer derjenigen, der seine <strong>Gedanken</strong> um zukünftige <strong>Spionage-Strategien</strong> gegen <strong>Russland</strong> schliesslich in <strong>streng geheime Vorhaben</strong> umsetzte, war der oberste <strong>CIA</strong>-Chef <a href="http://obskuristan.com/2008/10/03/marchenstunde-mit-allen-w-dulles/" target="_blank">Allen Dulles</a>, der später mit dem zweifelhaften <strong>Ehrentitel </strong>&#8220;<em>finsterster aller Kalten Krieger</em>&#8221; versehen wurde. <strong>1953</strong> initiierte er <strong>MKULTRA</strong>, ein erst in den <strong>1970er-Jahren</strong> durch den <strong>Freedom of Information Act</strong> und eine entsprechende <strong>Untersuchungskommission</strong> aufgedecktes <strong>Projekt</strong> zur Erforschung von &#8220;<strong>Bewusstseinskontrolle</strong>&#8220;, welches nach dem <strong>Vorbild</strong> skrupelloser <strong>Naziärzte</strong> in den <strong>Konzentrationslagern</strong> des <strong>Zweiten Weltkriegs</strong> furchtbare <strong>Experimente</strong> an meistens ahnungslosen <strong>Opfern</strong> durchführte, um mittels <strong>Gehirnwäsche</strong> und <strong>Drogenbeeinflussung</strong> &#8220;<em>perfekte Attentäter</em>&#8221; zu erschaffen. Wie heute bekannt ist, brachten von der<strong> CIA </strong>angeheuerte <strong>Dealer</strong> in den frühen <strong>1960er-Jahren</strong> Psychodrogen wie <strong>LSD</strong> unter der <strong>amerkanischen Jugend</strong> in <strong>Umlauf</strong>; die damals aufkommende <strong>Bewegung</strong> der &#8220;<strong>Blumenkinder</strong>&#8221; eignete sich perfekt als <strong>unfreiwilliges Testlabor</strong>.</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_2296" class="wp-caption aligncenter" style="width: 290px"><img class="size-full wp-image-2296" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/ps91.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Zauberkünstler und CIA-Mitarbeiter: John Mulholland</p></div>
<p>Über das <strong>Zeitalter</strong> des <strong>Hippie-Movements</strong> als gigantisches <strong>Feldexperiment</strong> der <strong>CIA</strong> wurde in diesem <strong>Blog</strong> schon an <a href="http://obskuristan.com/2009/01/22/hippies-mind-control-und-der-tod-von-jimi-hendrix/" target="_blank">anderer Stelle</a> ausführlich berichtet. Ein weiteres <strong>wichtiges Anliegen</strong> von <strong>Allen Dulles</strong> war es, seine <strong>Feldagenten</strong> mittels &#8220;<strong>Tricks</strong>&#8221; zu <strong>effektiven Killern</strong> zu machen. Dafür brauchte er eine Art <em>Daniel Düsentrieb</em> und engagierte einen damals berühmten <strong>Zauberkünstler</strong> namens <strong>John Mulholland</strong>, der die Zeitschrift &#8220;<strong>The Sphinx</strong>&#8221; herausgab und ausserdem ein renommierter <strong>Sammler</strong> von <strong>Zauberbüchern</strong> und entsprechenden <strong>Requisiten</strong> war; seine <strong>Hinterlassenschaft</strong> befindet sich heute Besitz von <strong>David Copperfield</strong>. In den Jahren nach <strong>1953</strong> entwickelte <strong>Mulholland</strong> in Zusammenarbeit mit der berüchtigten <em>Special Operations Division </em>in<strong> Fort Detrick</strong> tödliche<strong> Gimmicks</strong> wie <strong>vergiftete Zahnpasta</strong>, mit <strong>Sprengladungen</strong> präparierte <strong>Zigarren</strong> oder mit <strong>giftigen Sporen</strong> versetzte <strong>Taschentücher</strong> &#8211; wie man aus den heute bekannten zahllosen <strong>fehlgeschlagenen Attentaten</strong> auf <strong>Fidel Castro</strong> zu Beginn der <strong>1960er-Jahre</strong> weiß, waren die entsprechenden <strong>CIA-Agenten</strong> jedoch <strong>nicht fähig</strong>, diese <strong>speziellen Trickwaffen</strong> effektiv einzusetzen.</p>
<div id="attachment_2297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-2297" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/ps10.jpg?w=500" alt=""   /><p class="wp-caption-text">Märtyrer? Frank Olson (1910 - 1953)</p></div>
<p><strong>John Mulholland</strong> scheint auch <strong>Kontakt</strong> zu dem <strong>1953</strong> (was für ein <strong>finsteres Jahr!</strong>) durch einen mysteriösen <strong>Fenstersturz </strong>in <strong>New York</strong> zu Tode gekommenen Biophysiker <strong>Frank Olson</strong> gehabt zu haben, da man bei <strong>Olsons Leiche</strong> ein <strong>Taschentuch</strong> mit seinen <strong>Initialen</strong> fand (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Mulholland" target="_blank">Quelle</a>) &#8211; mehr zu der <strong>Geschichte</strong> des bemitleidenswerten <strong>Frank Olson</strong> kann man bei Interesse <a href="http://obskuristan.com/2008/11/14/sundenbocke/" target="_blank">hier</a> nachlesen. <strong>Mulholland</strong> spielte zumindest zu <strong>Beginn</strong> eines weiteren <strong>wichtigen Unterfangens</strong> von <strong>Allan Dulles</strong> eine <strong>wichtige Rolle</strong>: er wurde von diesem beauftragt, <strong>ausgewählte Kanditaten</strong> auf ihre <strong>PSI-Fähigkeiten</strong> zu untersuchen. Obwohl der ehemalige <strong>Zauberkünstler</strong> bei diesem Vorhaben später nicht mehr <strong>aktiv mitgewirkt</strong> zu haben scheint, <strong>markieren</strong> seine <strong>Untersuchungen</strong> doch einen wichtigen <strong>Wendepunkt</strong> in der <strong>Geschichte</strong> der <strong>CIA</strong>: die Schaffung einer <strong>eigenen Einrichtung</strong> für <strong>Spione</strong> mit &#8220;<strong>übersinnlichen</strong>&#8221; <strong>Fähigkeiten</strong>, die schliesslich jene <strong>Technik</strong> hervorbrachte, die man heute gemeinhin als <em>&#8220;</em><strong>Remote Viewing</strong><em>&#8220;</em> bezeichnet &#8211; das gezielte <strong>Fernwahrnehmen feindlicher Ziele</strong>.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2298" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/ps11.gif?w=500" alt=""   /></p>
<p>Geeignete Probanden wurden in unter höchster Geheimhaltungsstufe am <strong>Stanford Research Institute</strong> in <strong>Kalifornien</strong> getestet; finanziert wurden die <strong>Experimente</strong> aus <strong>geheimen Fonds</strong> der <strong>CIA</strong> und der <strong>US-Army</strong>, die sich ebenfalls für derart &#8220;<strong>esoterische</strong>&#8221; <strong>Konzepte</strong> zu interessieren begann. Die <strong>besten Ergebnisse</strong> in den <strong>Auswahlverfahren</strong> erzielte ein <strong>Hellseher</strong> namens <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ingo_Swann" target="_blank">Ingo Swann</a>, dem es möglich gewesen sein soll, &#8220;<strong>versteckte Gegenstände in Kisten</strong>&#8221; und sogar damals noch nicht entdeckte<strong> Jupitermonde</strong> im Rahmen einer &#8220;<strong>Out of Body</strong>&#8220;<strong> &#8211; Reise</strong> wahrzunehmen.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-2299 aligncenter" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/ps12.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p><strong>Swanns Erfolge</strong> sowie die seiner <strong>Kollegen</strong> bzw. Nachfolger <strong>Paul H. Smith</strong>, <strong>Lyn Buchanan</strong>, <strong>Joe McMoneagle</strong> und <strong>Ed Dames</strong> sind bis heute <strong>umstritten</strong>, da ausser ihren eigenen <strong>Prahlereien</strong> in zahlreichen <strong>Autobiographien</strong> keine <strong>objektiven Belege</strong> für ihre &#8220;<strong>Trefferquote</strong>&#8221; existieren. Besonders <strong>Ed Dames</strong> beschädigte durch <strong>falsche Hinweise</strong> auf die angeblichen <strong>Verstecke</strong> von US-feindlichen <strong>Terroristen</strong> sowie durch <strong>absurde</strong>, zum Glück nicht eingetroffene &#8220;<strong>Visionen</strong>&#8221; von <strong>Weltuntergangsszenarien</strong> wie &#8220;<em>verseuchter Milch</em>&#8220;, im &#8220;<em>Wüstensand versteckten schwangeren Marsianern</em>&#8221; sowie einem ominösen <em>Pflanzenvirus</em>, das angeblich durch den Kometen <strong>Hale-Bopp</strong> eingeschleppt worden sei (<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24804/3.html" target="_blank">Quelle</a>) seine <strong>Reputation</strong> und die seiner Kollegen <strong>nachhaltig</strong>.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2300" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2010/01/ps13.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Nachdem <strong>interne Untersuchungen</strong> ergaben, dass die <strong>Trefferquote</strong> der &#8220;<strong>Para-Spione</strong>&#8221; alarmierend <strong>niedrig </strong>war, wurde zu Beginn der <strong>1990er-Jahre</strong> den letzten der zahlreichen <strong>PSI-Geheimprojekte</strong> wie z.b. &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Stargate_Project" target="_blank">Stargate</a>&#8221; der Geldhahn abgedreht; die arbeitslosen <strong>Remote Viewer</strong> engagierten sich daraufhin in der <strong>Remote Viewers Association</strong>, gründeten <strong>Privatfirmen</strong> wie <strong>Psi Tech,</strong> um ihre Dienste künftig<strong> privat</strong> anzubieten und schrieben, wie bereits erwähnt, ihre <strong>Autobiographien</strong>, in denen sie sich ihrer <strong>Erfolge rühmten</strong>. Trotz der vielen <strong>offensichtlichen Pleiten</strong> wurden übrigens alle diese vermeintlichen &#8220;<strong>Superspione</strong>&#8221; ab <strong>2001</strong> im Rahmen des &#8220;<em>War on Terror</em>&#8221; wieder in ihren <strong>alten Jobs </strong>eingesetzt.</p>
<p>Höchst <strong>interessant</strong> finde ich übrigens, dass <strong>Ingo Swann</strong> in den 1970er-Jahren <strong>Scientology</strong>-Mitglied war und dort auch das <strong>höchst erreichbare</strong> <strong>Level</strong> (<em>Operating Thetan</em>) innehatte &#8211; das muss für den damals noch lebenden <strong>L. Ron Hubbard</strong> wohl die <strong>Erfüllung</strong> all seiner <strong>Science Fiction &#8211; Wunschträume</strong> gewesen sein&#8230;</p>
<p style="text-align:center;">***</p>
<p>Soweit der <strong>erste Teil</strong> unseres <strong>Streifzugs</strong> durch die <strong>seltsame Welt</strong> der <strong>Visionen</strong> von <em>übersinnlichen Supermenschen</em> und den eher <strong>vergeblichen Versuchen</strong> der <strong>CIA</strong>, Spione zu ebensolchen zu machen. Im <strong>zweiten Teil </strong>dieses Specials beschäftigen wir uns mit der <strong>russischen Seite</strong> der <strong>PSI-Spionage,</strong> weiters mit den <strong>Psychic Warriors</strong> der <strong>US-Army,</strong> mit <strong>Michael Echanis</strong>, dem &#8220;<em>gefährlichsten Mann der Welt</em>&#8221; und last but not least mit Eso-Kasper <strong>Uri Geller</strong>, der in Wirklichkeit vielleicht ein <strong>höchst effektiver US-Superspion</strong> sein könnte.</p>
<p>Demnächst auf <strong>Obskuristan</strong>!</p>
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		<title>Die Paranoia-Chroniken: Dr. Nachtstrom und Tarek Al-Ubaidi im Interview.</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 16:43:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nachtstrom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Jungs und Mädels! Um euch die Wartezeit auf den nächsten Obskuristan-Artikel zu verkürzen (keine Sorge, er ist demnächst fertig), hier ein wenig hochkarätiger Lesestoff: es handelt sich um ein Interview, welches CROPfm-Macher Tarek Al-Ubaidi und meine Wenigkeit vor geraumer Zeit Daniel Krcal für seine Reihe &#8220;Die Paranoia-Chroniken&#8221; in der Wiener Zeitschrift Rokko&#8217;s Adventures gegeben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2217&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration:underline;"><strong><img class="alignleft size-full wp-image-2223" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/12/zippystilllife.jpg?w=500" alt=""   />Liebe Jungs und Mädels!</strong></span> Um euch die <strong>Wartezeit</strong> auf den nächsten <strong>Obskuristan-Artikel</strong> zu <strong>verkürzen</strong> (keine Sorge, er ist demnächst<strong> </strong>fertig), hier ein wenig <strong>hochkarätiger Lesestoff</strong>: es handelt sich um ein <strong>Interview</strong>, welches <a href="http://www.cropfm.at" target="_blank">CROPfm</a>-Macher <strong>Tarek Al-Ubaidi</strong> und meine Wenigkeit vor geraumer Zeit <strong>Daniel Krcal</strong> für seine Reihe &#8220;<em>Die Paranoia-Chroniken</em>&#8221; in der Wiener Zeitschrift <a href="http://www.rokkosadventures.at/" target="_blank">Rokko&#8217;s Adventures</a> gegeben haben.</p>
<p>Also: Wer wissen will, was wir zu den Themen <strong>Illuminaten</strong>, <strong>MKULTRA</strong>, <strong>HAARP</strong>, <strong>Bilderberger</strong>, <strong>FED</strong>, <strong>Jan Van Helsing</strong>, <strong>Chemtrails</strong> und ähnlichem zu sagen oder nicht zu sagen hatten, sollte sich das<strong> Interview</strong> zu Gemüte führen, welches mir von Herausgeber <strong>Herrn Rokko</strong> grosszügigerweise als <strong>PDF-Datei</strong> zur Verfügung gestellt wurde.</p>
<p>Hier zum <a href="http://nachtstrom.fetznetz.it/paranoia.pdf" target="_blank">Download</a> bereit.</p>
<p>Übrigens finde ich, man sollte sich <strong>Rokko&#8217;s Adventures</strong> sowieso unbedingt am <strong>Kiosk kaufen</strong> oder im <a href="http://www.rokkosadventures.at/bestellung.html" target="_blank">Internet</a> bestellen: Es ist nämlich eine sehr <strong>ästhetisch</strong> aufgemachte <strong>Zeitschrift</strong>, die sich mit <strong>grösster Sorgfalt</strong> und <strong>Liebenswürdigkeit</strong> den mitunter <strong>allerabseitigsten Themen</strong> widmet. Ein <strong>frech glitzerndes Juwel</strong> im <strong>Misthaufen</strong> des heutigen <strong>Mainstream</strong>, sozusagen.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2222" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/12/rokko1.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/obskuristan.wordpress.com/2217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/obskuristan.wordpress.com/2217/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/obskuristan.wordpress.com/2217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/obskuristan.wordpress.com/2217/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/obskuristan.wordpress.com/2217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/obskuristan.wordpress.com/2217/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/obskuristan.wordpress.com/2217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/obskuristan.wordpress.com/2217/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/obskuristan.wordpress.com/2217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/obskuristan.wordpress.com/2217/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/obskuristan.wordpress.com/2217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/obskuristan.wordpress.com/2217/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/obskuristan.wordpress.com/2217/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/obskuristan.wordpress.com/2217/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2217&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">nachtstrom</media:title>
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		<title>Atlantis, Templer, Verschwörung</title>
		<link>http://obskuristan.com/2009/09/09/atlantis-templer-verschworung/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 09:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nachtstrom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein paar Anmerkungen noch zum letzten Obskuristan-Artikel, in dem ich über die Annunaki als gentechnische Urväter der heutigen Menschenzivilisation spekuliert habe: Laut Informationen des etwas blümeranten Sheldan Nidle hat sich ein Teil der ehemaligen finsteren Sklavenherrscher um 1995 herum der &#8220;Galaktischen Föderation des Lichts&#8221; angeschlossen und hilft der Erde nun beim Aufstieg; weswegen der bekehrte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2057&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein paar <strong>Anmerkungen</strong> noch zum letzten <a href="http://obskuristan.com/2009/08/26/die-eigentumer-der-erde/" target="_blank">Obskuristan-Artikel</a>, in dem ich über die <strong>Annunaki</strong> als gentechnische <strong>Urväter</strong> der heutigen <strong>Menschenzivilisation</strong> spekuliert habe: Laut <strong>Informationen</strong> des etwas blümeranten <a href="http://www.paoweb.org/de/annunaki/page7.html" target="_blank">Sheldan Nidle</a> hat sich ein Teil der ehemaligen finsteren <strong>Sklavenherrscher</strong> um <strong>1995</strong> herum der &#8220;<em>Galaktischen Föderation des Lichts</em>&#8221; angeschlossen und hilft der <strong>Erde</strong> nun beim <strong>Aufstieg</strong>; weswegen der <strong>bekehrte Teil</strong> der <strong>Annunaki</strong> seit damals auch &#8220;<strong>Annanuki</strong>&#8221; genannt werden will; mich erinnert das eher an das <strong>Scheingefecht</strong> &#8220;<a href="http://www.freezone.de/german/german.htm" target="_blank">Scientology versus Freie Zone</a>&#8221; , aber bitte &#8211; wer das glauben will, <strong>soll es tun</strong>. Ein Freund hat mich ausserdem darauf hingewiesen, dass es seit den <strong>Manipulationen</strong> der <strong>Ur-Annunaki</strong> natürlich auch immer wieder den <strong>Menschenkindern</strong> im <strong>Guten</strong> helfende <strong>ausserirdische Rassen</strong> gegeben hat, wie z.b. die <strong>Venusier</strong>. Ausführliche <strong>Informationen </strong>dazu liefert bei <strong>Interesse</strong> die Channelingentität <a href="http://www.spiritlight.de/botschaften/Erde.htm" target="_blank">Ahastar</a>.</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_2060" class="wp-caption aligncenter" style="width: 208px"><img class="size-full wp-image-2060" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/09/nid1.jpg?w=500" alt="Alien-channel: Sheldan Nidle"   /><p class="wp-caption-text">Alien-Channel: Sheldan Nidle</p></div>
<p>Grundsätzlich kann man also <strong>festhalten</strong>, dass die <strong>Interventionen</strong> verschiedenster <strong>Alien-Rassen</strong> in der <strong>Geschichte</strong> unserer <strong>Erde</strong> zahlreich waren (oder noch immer <em>sind</em>). Vermutlich ist auch die einstige Superzivilisation <strong>Atlantis </strong>mit der Hilfe <strong>Ausserirdischer </strong>entstanden, in diesem Fall fungierten die <strong>Sirianer</strong> als <strong>Urväter</strong>. Woher man das weiss? Aus <strong>atlantischem Schriftgut</strong>, welches die <strong>Templer</strong> mal besessen haben; diese <strong>Schriften </strong>sollen übrigens auch das wirklich <strong>echte</strong> und <strong>ultimative</strong> &#8220;<em>wahre Geheimnis</em>&#8221; der rebellischen <strong>Tempelritter</strong> sein (und nicht irgendein <em>bloody Jesus-Pokal</em>, der diente bloß zur <strong>Ablenkung</strong>).</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2061" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/09/bb.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Im Jahr <strong>1094</strong> soll der später heiliggesprochene <strong>Bernhard von Clairvaux</strong> eine <strong>Vision</strong> gehabt haben, in der ein <strong>Engel</strong> ihm auftrug, ins <strong>Heilige Land</strong> zu fahren, in einer <strong>Gruft</strong> die dort verborgene <strong>Bundeslade</strong> auszugraben und nach <strong>Frankreich </strong>zu transportieren; dies sollte dem Zweck dienen, die <strong>Bundeslade</strong> als &#8220;<strong>biblisches Gleichnis</strong>&#8221; wieder neu im <strong>Bewußtsein</strong> der Menschen zu <strong>verankern</strong>, ausserdem sollte in ihr der <strong>Beweis </strong>zu finden sein, dass <strong>Gott</strong> wirklich existiert. <strong>Bernhard von Clairvaux </strong>begab sich zu <strong>Papst Urban II.</strong> und scheint ihn von seiner <strong>Vision</strong> dermassen überzeugt zu haben, dass dieser mittels kirchlich geübter <strong>Volksverhetzung </strong>die Massen zum &#8220;<strong>Heiligen Krieg</strong>&#8221; mobilisierte; der wahre Grund für die <strong>Kreuzzüge</strong> scheint also nichts anderes als die <strong>geheimzuhaltende Bergung</strong> jener ominösen &#8220;<strong>Bundeslade</strong>&#8221; gewesen zu sein, die letztendlich &#8211; nach langen, zermürbenden <strong>Kämpfen</strong> &#8211; im Jahr <strong>1119</strong> in der Nähe des <strong>Felsendoms</strong> in <strong>Jerusalem</strong> ausgegraben wurde.</p>
<div id="attachment_2062" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-2062" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/09/hels.jpg?w=500" alt="Populär: Jan van Helsing"   /><p class="wp-caption-text">Populär: Jan van Helsing</p></div>
<p>So zumindest steht es in dem <strong>2004</strong> erschienen Werk &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3980710688?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3980710688" target="_blank">Hände weg von diesem Buch</a>&#8221; des heißumstrittenen <strong>Jan van Helsing </strong>(Pseudonym für <strong>Jan Udo Holey</strong>). Eine kleine <strong>Recherche</strong> zu dieser <strong>fantasievollen Story</strong> zeigt, dass sich der <strong>Bestsellerautor </strong>ordentlich mit den <strong>Jahreszahlen</strong> vertan hat: Laut seinen Angaben hatte wie gesagt der <strong>Heilige Bernhard</strong> seine Vision <strong>1094</strong>, im darauffolgenden Jahr soll er bereits die ersten <strong>Ritter </strong>um sich <strong>geschart</strong> haben, während <strong>Urban II.</strong> zu den <strong>Kreuzzügen</strong> aufrief. <strong>Das Problem</strong>: laut allen <strong>glaubhaften historischen Quellen</strong> wurde <strong>Bernhard von Clairvaux </strong>erst<strong> </strong>im Jahr <strong>1090</strong> in <strong>Dijon</strong> geboren, er muss also im Alter von <strong>5 Jahren</strong> schon ziemlich <strong>überzeugend</strong> gewesen sein, wenn er einen <strong>Papst</strong> dazu überreden konnte, zu einem <strong>folgenschweren</strong> und <strong>blutigen Krieg</strong> aufzurufen; und das auch nur, um in <strong>Ruhe</strong> ein paar <strong>Steinkisten</strong> ausbuddeln zu können, was <strong>Bernhard</strong> übrigens auch <strong>vor Ort </strong>mit seinen <strong>Rittern</strong> bewerkstelligt haben soll. Auch das ist leider vollkommen <strong>unmöglich</strong>, denn just <strong>zu dieser Zeit</strong> gründete er bekanntermassen in der französischen <strong>Champagne</strong> das <strong>Kloster Clairvaux</strong>; falls der <strong>heilige Bernhard</strong> also nicht seinen <strong>Astralkörper </strong>ausgesandt hat, kann er kaum gleichzeitig in <strong>Jerusalem</strong> Archäologe gespielt haben.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2064" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/09/kreuz.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>So <strong>schnell</strong> kann eine wunderbare <strong>Verschwörungstheorie</strong> in den <strong>Lokus</strong> gehen: Hatte ich mir während der <strong>Lektüre</strong> von <strong>Helsing&#8217;s Buch</strong> schon in <strong>leuchtenden Farben</strong> ausgemalt, wie das <strong>geheime Wissen</strong> der <strong>Atlantier </strong>die heutige <strong>Welt</strong> im <strong>Guten</strong> und im <strong>Bösen</strong> beeinflusst hat, verspürte ich dann logischerweise keine <strong>Lust </strong>mehr, darüber auch nur irgendetwas <strong>zu schreiben</strong>. Etwas interessierte mich dann aber doch: Wo hatte <strong>Helsing/Holey</strong> diese <strong>Theorie</strong> eigentlich her? Weitere <strong>Recherchen</strong> enthüllten den wahren <strong>Urheber</strong>, einen mehr als obskuren und kaum bekannten &#8220;<strong>Privatforscher</strong>&#8221; namens <strong>L. W. Göring</strong>. Zu diesem Mann gibt es genau eine einzige Quelle, nämlich die Homepage <a href="http://www.tachyonen-energie.de/" target="_blank">www.tachyonen-energie.de</a>, welche &#8220;<strong>tachyonisierte Mineralsteine</strong>&#8221; verkauft, durch die man die <strong>Körperheilung</strong> bei <strong>Verletzungen</strong> etc. <strong>beschleunigen</strong> kann.</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_2066" class="wp-caption aligncenter" style="width: 153px"><img class="size-full wp-image-2066" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/09/lwg1.jpg?w=500" alt="Privatforscher L. W. Göring (? - 1998)"   /><p class="wp-caption-text">&quot;Privatforscher&quot; L. W. Göring (? - 1998)</p></div>
<p>Eine <strong>Technologie</strong>, die, so erfahren wir, auf den <strong>Erkenntissen </strong>eben jenes (<strong>1998</strong> verstorbenen) <strong>L. W. Göring</strong> basiert, die dieser wiederum aus dem <strong>Studium atlantischer Schriften</strong> gewann. Wie kam er zu diesen Schriften? Angeblich in den <strong>1960er-Jahren</strong>, <strong>Göring </strong>war damals, so  scheint es ein  erfolgreicher <strong>Unternehmer</strong>, während eines <strong>Urlaubs</strong> in <strong>Nizza</strong>. Originalzitat: &#8220;<em>Alleine zog es ihn zu einem Cafe am Strand, wo ihm ein  weißhaariger, älterer Mann im langen Mantel auffiel. Er konnte nicht nach Hause fahren ohne diesen Mann einmal aus der Nähe zu sehen. Dabei erstaunte es ihn sehr, dass der Mann ihn mit Namen ansprach und erklärte, dass er schon auf ihn gewartet hätte. L.W. Göring erhielt von diesem Mann eine Adresse und ein Datum, an dem er in Frankreich eine Anzahl von Unterlagen und Modellen empfangen sollte, die er überprüfen und mit Anderen zu gegebener Zeit veröffentlichen sollte.Er erfuhr weiterhin, dass es sich um Niederschriften handelte, die die Templer aus der Bundeslade übersetzten, die sie  im Jahre 1119 n.Chr. aus Jerusalem herausbrachten. [...] Bei Ausgrabungen des Wissenschaftlers Roger Lhamoy 1946 wurde die Grotte entdeckt. Doch die französische Geheimpolizei beschlagnahmte sämtliche Funde, noch bevor Lhamoy eine Truhe öffnen konnte. Heute, so erfuhr L.W.Göring, befindet sich auch ein Teil dieser Schätze im Besitz des Vatikans. In den 60er Jahren wäre es nicht einfach, mit einem LKW voll er Kisten die französische Grenze zu überqueren, bedachte L.W. Göring. Doch der Mann beruhigte ihn, und meinte es würde alles geregelt werden. Damit ließ er ihn allein.Zuerst belustigt, doch dann interessiert, verliefen die nächsten Wochen bis der Termin anstand.</em>&#8220;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2067" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/09/apo.jpeg?w=500" alt=""   /></p>
<p>&#8220;<em>Alleine begab er sich mit dem LKW nach Frankreich, erhielt die versprochenen Kisten, und kam ohne kontrolliert zu werden nach Deutschland.Es dauerte Monate, bis er sich einen kleinen Überblich über die Unterlagen verschaffen konnte. Und er mußte feststellen:Wenn dies alles wahr sein sollte, dann müßte er sein gesamtes Weltbild umstellen!Außerdem war es unumgänglich die Bereiche Physik, Quantenphysik, Kosmologie, Theologie, Biologie und Medizin zu studieren, oder sich auf den neuesten Stand der Wissenschaft zu bringen.Dies verschlang weitere Jahre in denen auf wundersame Weise die finanziellen Mittel und die jeweils wichtigen Menschen auf ihn zukamen. In der Zeit baute er auf der ganzen Welt einen Kreis auf, der mit ihm an der wissenschaftlichen und experimentellen Überprüfung der Unterlagen arbeitete. Vor allem Wissenschaftler aus der UdSSR waren mit ihm in ständigem Kontakt. Alle, die an der Überprüfung beteiligt waren, sind davon überzeugt, daß die Aussagen in den Unterlagen absolut realistisch sind.Hierbei sei bemerkt, dass es sich bei den Unterlagen um das Wissen handelt, das aus einer 12600 Jahre alten Zivilisationsgesellschaft stammt. Bezeichnet sind die Unterlagen als  &#8220;Das A-OMEGA-PROJEKT</em>&#8221; .</p>
<p style="text-align:left;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2071" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/09/aomegalg.png?w=500" alt=""   />Soweit die <strong>wundersame Geschichte</strong> auf der Homepage <strong>www.tachyonen-energie.de</strong>. Was mich dabei extrem <strong>wundert</strong>: Wenn <strong>L. W. Göring</strong> mit &#8220;<strong>Wissenschaftlern</strong> aus der <strong>ganzen Welt</strong>&#8221; zusammengearbeitet haben soll, wieso wurde darüber nie etwas <strong>publiziert</strong>? Es scheint das <strong>geheimste Geheimprojekt </strong>aller Zeiten gewesen zu sein, denn ausser auf jener vorhin erwähnten Seite ist trotz intensivster Recherchen <strong>kein</strong> <strong>Wort</strong> über diesen <strong>L. W. Göring</strong> (ein Nachfahre vom <strong>dicken Herrmann</strong>?) oder jenes ominöse &#8220;<strong>A-OMEGA-PROJEKT</strong>&#8221; zu finden. Und die paar aufgefundenen <strong>Webseiten</strong> und <strong>Blogs</strong> zum Thema<strong> &#8220;Atlantisches Geheimwissen der Templer&#8221;</strong> entpuppen sich als absolut <strong>originalgetreue Abschriften</strong> der <strong>Passagen</strong> aus Helsing&#8217;s &#8220;<em>Hände weg von diesem Buch</em>&#8221; .</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2069" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/09/geheim.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen</span>. Ich gebe es ja zu, auch ich falle oftmals hier der einen oder anderen unbewiesenen <strong>Verschwörungstheorie</strong> anheim. Der <strong>Unterschied</strong> zu manch anderem <strong>Autor</strong> liegt vielleicht darin, dass ich in einem <strong>Artikel</strong> über solche Theorien von &#8220;<strong>Möglichkeiten</strong>&#8221; spreche und auf das &#8220;<em>So ist es und nicht anders!</em>&#8221; , an welchem die <strong>meisten Werke</strong> der <strong>Verschwörungsliteratur</strong> kranken, so weit wie möglich <strong>verzichte</strong>. Am Beispiel dieses ominösen &#8220;<strong>Atlantischen Geheimwissens</strong>&#8221; (welches im übrigen hauptsächlich aus dem inzwischen schon sattsam publiziertem &#8220;<strong>Gesetz der Resonanz</strong>&#8221; , also dem <strong>LOA-Prinzip</strong>, bestanden haben soll) kann man wirklich sehr schön betrachten, wie eine <strong>Verschwörungstheorie entsteht</strong>, die irgendwann für <strong>wahr</strong> gehalten wird; deswegen, weil eine <strong>unbewiesene Primärquelle</strong> unkritisch <strong>übernommen</strong> wird, wobei dann in weiterer Folge ein <strong>Autor</strong> beim anderen einfach <strong>abschreibt</strong>.</p>
<div id="attachment_2070" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2070" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/09/haend.jpg?w=500&h=137" alt="Extreme Form der Copyright-Verletzung: &quot;Hände weg von diesem Blog&quot;" width="500" height="137" /><p class="wp-caption-text">Extreme Form der Copyright-Verletzung: &quot;Hände weg von diesem Blog&quot;</p></div>
<p>Im Fall von <strong>Helsing&#8217;s Buch</strong> ist das besonders <strong>krass</strong>. Man betrachte sich nur die Homepage &#8220;<a href="http://www.spritz-pups.de/haendewegvondiesemblog/haendewegvondiesemblog/haendewegvondiesemblog.blog.de/2006/07/index.html" target="_blank">Hände weg von diesem Blog</a> &#8221; , erstellt von einer gewissen &#8220;<em>Annunnakai</em>&#8221; (sic!), die, abgesehen von ein paar grammatikschwachen <strong>Einleitungsssätzen</strong> Helsing&#8217;s &#8220;<em>Hände weg von diesem Buch</em>&#8221; <strong>buchstabengetreu kopiert hat</strong>. Also wenn ich der <strong>Holey</strong> wäre, die würde ich wirklich <strong>verklagen</strong>. Nur ein Fall unter vielen: es ist unglaublich, wie viele Leute dessen <strong>Aussagen</strong> ohne <strong>Quellenangabe</strong> auf ihre <strong>Webseiten </strong>stellen; da kann man nur noch sagen: <em>es lebe das geistige Eigentum</em>!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/obskuristan.wordpress.com/2057/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/obskuristan.wordpress.com/2057/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/obskuristan.wordpress.com/2057/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/obskuristan.wordpress.com/2057/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/obskuristan.wordpress.com/2057/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/obskuristan.wordpress.com/2057/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/obskuristan.wordpress.com/2057/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/obskuristan.wordpress.com/2057/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/obskuristan.wordpress.com/2057/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/obskuristan.wordpress.com/2057/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/obskuristan.wordpress.com/2057/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/obskuristan.wordpress.com/2057/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/obskuristan.wordpress.com/2057/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/obskuristan.wordpress.com/2057/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=2057&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Populär: Jan van Helsing</media:title>
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			<media:title type="html">Privatforscher L. W. Göring (? - 1998)</media:title>
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		<title>Die Eigentümer der Erde</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 13:57:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nachtstrom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hintergrundmusik: Lustmord mit einem Auschnitt aus &#8220;Aldebaran of the Hyades&#8221; &#8211; stammt von &#8220;The Place Where The Black Stars Hang&#8221; , einem der besten Dark Ambient &#8211; Alben aller Zeiten. Zum Thema Präastronautik gibt es zwei verschiedene Grundthesen: Entweder wurde die Evolution des urzeitlichen Menschen durch Ausserirdische, die der Erde einen Besuch abstatteten, aus altruistischen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=1971&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><span style="text-decoration:underline;">Hintergrundmusik</span>: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lustmord" target="_blank">Lustmord</a> mit einem Auschnitt aus &#8220;<strong>Aldebaran of the Hyades</strong>&#8221; &#8211; stammt von &#8220;<strong>The Place Where The Black Stars Hang</strong>&#8221; </em><em>, einem der besten <strong>Dark Ambient</strong> &#8211; Alben aller Zeiten.</em></p>
<span style='text-align:left;display:block;'><p><object type='application/x-shockwave-flash' data='http://s0.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' width='290' height='24' id='audioplayer1'><param name='movie' value='http://s0.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' /><param name='FlashVars' value='&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fnachtstrom.fetznetz.it%2Faldi.mp3' /><param name='quality' value='high' /><param name='menu' value='false' /><param name='bgcolor' value='#FFFFFF' /><param name='wmode' value='opaque' /></object></p></span>
<p>Zum Thema <span style="text-decoration:underline;"><strong>Präastronautik </strong></span>gibt es zwei verschiedene <strong>Grundthesen</strong>: Entweder wurde die <strong>Evolution</strong> des <strong>urzeitlichen Menschen</strong> durch <strong>Ausserirdische</strong>, die der Erde einen <strong>Besuch</strong> abstatteten, aus <strong>altruistischen Motiven</strong> mittels <strong>genetischer Manipulation</strong> vorangetrieben (<a href="http://www.daniken.com/" target="_blank">EvD</a> beschreibt sie in seinen Büchern oft als <strong>freundliche</strong>, <strong>hilfreiche Wesen</strong>), oder aber die <strong>Aliens</strong> züchteten sich den <strong>Menschen</strong> als &#8220;<strong>Arbeitstier</strong>&#8221; heran, das diverse <strong>niedere Tätigkeiten</strong> für sie ausführen musste.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1978" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/annu2.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Das würde bedeuten, das wir bis heute auf einem <strong>Sklavenplanet</strong> leben. Diese harte These vertritt <strong>William Bramley</strong>, dessen Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3895390755?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3895390755" target="_blank">Die Götter von Eden</a>&#8221; zumindest in der ersten Hälfte eine recht überzeugende <strong>Metatheorie </strong>zum Thema <strong>Paläo-SETI</strong> darstellt. Vorausgesetzt, man glaubt an die von <strong>Bramley</strong> zusammengetragenen <strong>Indizien</strong>, ist der persönliche <strong>Frustfaktor</strong> während und vor allem nach der Lektüre <strong>hoch</strong>; der unter <strong>Pseudonym</strong> schreibende <strong>Autor</strong> gewinnt seine <strong>Überzeugung </strong>der von <strong>Ausserirdischen</strong> geknechteten <strong>Menschheit</strong> allerdings nicht aus dem <strong>Studium </strong>von <strong>Ruinen</strong> oder anderen archäologischen <strong>Fundstücken</strong>,  sondern aus einer <strong>alternativen Deutung</strong> bekannter<strong> Schriften</strong> aus der <strong>Frühzeit</strong> der <strong>Menschheit</strong>.</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_1981" class="wp-caption aligncenter" style="width: 262px"><img class="size-full wp-image-1981" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/zecharia_sitchin.gif?w=500" alt="Zecharia Sitchin"   /><p class="wp-caption-text">Zecharia Sitchin</p></div>
<p>Dabei stützt er seine <strong>Überlegungen</strong> auf <strong>Theorien</strong> des umstrittenen Sachbuchautors <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Zecharia_Sitchin" target="_blank">Zecharia Sitchin</a>, aus dessen <strong>1976 </strong>erschienem Erstlingswerk &#8220;<em>Der zwölfte Planet</em>&#8221; Bramley nicht nur die meisten <strong>Thesen</strong>, sondern auch die <strong>Illustrationen</strong> übernommen hat. Die <strong>Versklavung</strong> der Menschheit erkennt er bereits in den <strong>Schöpfungsmythen</strong> alter <strong>sumerischer Texte</strong>, eingraviert auf <strong>mesopotamischen Tontafeln</strong>; diese berichten ausführlich die <strong>Geschichte</strong> von der <strong>Ankunft</strong> der &#8220;<strong>Götter</strong>&#8221; und der &#8220;<strong>Erzeugung</strong>&#8221; des <strong>Homo Sapiens</strong> mittels <strong>gentechnischer Verfahren</strong>. Nicht mehr gebrauchte <strong>Züchtungen </strong>wie der <strong>Neanderthaler</strong> wurden wieder <strong>ausgerottet</strong>, während der <strong>Homo Sapiens-Sapiens</strong> schliesslich als perfektes &#8220;<strong>Endergebnis</strong>&#8221; die wenig ehrenvolle <strong>Aufgabe</strong> übernahm, als <strong>Arbeitssklave </strong>die <strong>Erde </strong>nach der <strong>Vorstellung</strong> der ausserirdischen Götter <strong>umzuformen</strong>.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1980" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/annu11.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Als wichtigste <strong>Persönlichkeiten</strong> der &#8220;<strong>Götter</strong>&#8221; sind uns heute<strong> Anu</strong> und seine Söhne <strong>Enlil</strong> und <strong>Enki</strong> (<strong>Ea</strong>) bekannt. <strong>Enki</strong>, der als <strong>Wissenschaftler</strong> bei den <strong>gentechnischen Verfahren</strong> zur <strong>Züchtung</strong> geeigneten <strong>menschlichen Materials</strong> federführend war, hatte im Gegensatz zu seinem <strong>Bruder </strong>und anderen <strong>Götterwesen</strong> eine starke <strong>Verbindung </strong>zu seiner <strong>Schöpfung</strong>. Während die anderen mittels <strong>biotechnischer Waffen</strong> und künstlich hergeführter <strong>Naturkatastrophen</strong> peinlich genau darauf achteten, das <strong>Wachstum</strong> und die <strong>geistige Evolution</strong> der <strong>Menschensklaven </strong>zu kontrollieren, arbeitete <strong>Enki</strong> heimlich <strong>dagegen</strong>.</p>
<p>So war er es, der die uns von den <strong>Sumerern </strong>und später im <strong>Alten Testament </strong>als &#8220;<strong>Sintflut</strong>&#8221; überlieferte <strong>Strafmassnahme </strong>gegen <strong>aufmüpfige Menschen </strong>heimlich <strong>hintertrieb</strong>; er erwählte einen der begabteren Sklaven und brachte ihm bei, ein <strong>Schiff </strong>zu bauen, dass der willkürlich herbeiführten <strong>Feuersbrunst</strong> und der darauf folgenden <strong>Flutwelle</strong> widerstand und eine exklusive <strong>Gemeinschaft </strong>aus <strong>Menschen</strong> und <strong>Tieren</strong> zu sicheren, nicht gefluteten Gestaden führte. Die anderen <strong>Alien-Götter</strong> bemerkten Enki&#8217;s<strong> Geheimoperation</strong> und beschlossen, vorerst <strong>Milde</strong> gegenüber ihm (und den <strong>überlebenden Sklaven</strong>) walten zu lassen &#8211; zum <strong>Glück</strong>, sonst würde ich diese Zeilen hier nicht schreiben <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1985" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/annu4.jpg?w=500&h=249" alt="" width="500" height="249" /></p>
<p>Aber <strong>Enki</strong> tat noch mehr: Um den Menschen ihre <strong>geistigen Kapazitäten </strong>vor Augen zu führen, gründete er die &#8220;<strong>Bruderschaft der Schlange</strong>&#8220;, deren Rolle als &#8220;<em>verführerische Schlange&#8221;</em> im <strong>biblischen Gleichnis</strong> von <strong>Adam</strong> und <strong>Eva&#8217;s Sündenfall</strong> stark <strong>verfälscht </strong>wurde; dass die <strong>Schlange</strong> in einer <strong>bewußt </strong>lancierten <strong>Interpretation</strong> danach zu &#8220;<strong>Satan</strong>&#8221; wurde, hatte seinen Grund in den <strong>Maßnahmen</strong>, welche die <strong>Götter </strong>nach der <strong>Entdeckung</strong> der <strong>Bruderschaft</strong> setzten: sie <strong>übernahmen</strong> bzw. <strong>korrumpierten</strong> sie und sandten <strong>Missionare </strong>aus, welche die <strong>Kunde </strong>verbreiteten, der verstossene <strong>Enki </strong>sei der &#8220;<em>Fürst der Finsternis&#8221;</em>, der &#8220;<em>Herr der Hölle&#8221;</em>, also der <strong>Teufel </strong>höchstpersönlich.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1986" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/annu5.gif?w=500" alt=""   /></p>
<p>Der von der <strong>katholischen Kirche </strong>von Beginn an beschworene &#8220;<strong>Satan</strong>&#8221; ist also laut <strong>Bramley</strong> in Wirklichkeit ein höchst kreativer, ausserirdischer <strong>Menschenfreund</strong>, der nichts anderes versucht hatte, als seinen <strong>Geschöpfen</strong> die Freiheit <strong>geistiger Entwicklung</strong> und <strong>Individualität</strong> zu verschaffen. Obwohl ich nicht über <strong>Satanismus </strong>an sich urteilen kann, weiss ich doch augrund meiner Vergangenheit als <strong>Heavy Metal &#8211; Fan</strong> aus zahlreichen <strong>Interviews </strong>mit norwegischen <strong>Anhängern </strong>des <strong>Satanismus</strong>, dass es genau diese <strong>Werte</strong> sind, die für einen <strong>Jünger</strong> des &#8220;<em>linkshändigen Pfads&#8221;</em> erstrebenswert sind; ob die meisten <strong>Satanisten</strong> allerdings wissen, <strong>wessen Ideale</strong> sie da unbewusst <strong>verehren</strong>, wage ich zu bezweifeln (<strong>Klischee-Satanisten</strong> sowieso ausgenommen).</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1987" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/annu6.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Aber zurück zu <strong>William Bramley</strong>&#8216;s &#8220;<em>Götter von Eden&#8221; </em>: Mit der &#8220;<strong>Bruderschaft der Schlange</strong>&#8221; , die nach <strong>Enki&#8217;s Verbannung</strong> zu einem <strong>Manipulationsinstrument</strong> ohnegleichen wurde, hat der Autor sozusagen seine persönliche &#8220;<em>Weltverschwörungsformel</em>&#8221; gefunden. Die <strong>Bruderschaft</strong> habe <strong>bewusst</strong> die <strong>Idee</strong> der <strong>monotheistischen Religion</strong> in die Welt gebracht (um den Menschen von seinem <strong>geistigen Potential</strong> abzulenken), war an der<strong> Gründung</strong> sämtlicher <strong>Strömungen</strong> dieser beteiligt und hat mit der geschickt betriebenen <strong>Verfälschung</strong> der Lehren von <strong>Jesus</strong> und <strong>Mohammed</strong> für religiös motivierte <strong>Kriege</strong> bis ans <strong>Ende</strong> aller <strong>Zeiten</strong> gesorgt. Das klingt <strong>einleuchtend</strong>, allerdings weicht <strong>Bramley</strong> im Verlauf des Buches dann auch nicht mehr davon ab, jedes <strong>negative historische Ereignis</strong> bis in die <strong>1980er-Jahre</strong> (das Buch ist <strong>1986</strong> erschienen) der von ihm entdeckten <strong>Geheimgesellschaft</strong> und letztendlich den noch immer irgendwie aktiven <strong>Göttern</strong>, die sich hinter den <strong>Manipulationen</strong> dieser verstecken, <strong>zuzuschreiben</strong>.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1988" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/annu7.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Wir sind also gar nicht<strong> schuld </strong>am <strong>Bösen dieser Welt</strong>? Dahinter steckt eine <strong>Macht</strong>, die <strong>jenseits</strong> unseres <strong>Verständnisses</strong> liegt? Solche <strong>Erklärungsmodelle</strong> kennt man aus zahllosen <strong>Verschwörungstheorien</strong> zur <strong>Genüge</strong>, und auch wenn ich vom <strong>Besuch Ausserirdischer</strong> in der <strong>Frühzeit </strong>der <strong>Erde</strong> und von ihrer Rolle als &#8220;<em>Stammväter</em>&#8221; überzeugt bin, kann ich mir doch nicht vorstellen, dass die <strong>gesamte Geschichte </strong>der <strong>Erde</strong> ausschließlich auf <strong>Manipulationen</strong> mißgünstiger <strong>Aliens </strong>beruht. Ich gehe im <strong>Gegenteil</strong> (wie <strong>Obskuristan</strong>-Leser wissen) davon aus, dass wir <strong>geistige Wesen</strong> sind, die über <strong>unfassbares Potential</strong> in jeder <strong>Art </strong>und <strong>Weise</strong> verfügen; ich finde, es ist eher unser <strong>Ego,</strong> welches uns so gerne in die <strong>Rolle</strong> des <strong>Machtlosen</strong> zwängt, als irgendein sinistrer <strong>Einfluss</strong> from &#8220;<em>Outer Space&#8221;</em>.</p>
<div id="attachment_2007" class="wp-caption aligncenter" style="width: 321px"><img class="size-full wp-image-2007" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/zechis.jpg?w=500" alt="Guilty Pleasure: Meine heissgeliebten Sitchin-Bücher"   /><p class="wp-caption-text">Guilty Pleasure: Meine heissgeliebten Sitchin-Bücher</p></div>
<p>Allerdings bin ich übrigens trotz all dieser <strong>Überlegungen</strong> ein grosser<strong> Verehrer</strong> der vielen <strong>Bücher </strong>von <strong>Zecharia Sitchin</strong>, bei dessen <strong>doomigen Thesen</strong> über die <strong>Apokalypse 2012 </strong>ich einfach so tue, als hätte er sie <strong>nicht so ernst</strong> gemeint. <strong>Sitchin</strong> zu lesen ist nämlich für mich wie <strong>Fantasy</strong>, <strong>Science Fiction</strong>, <strong>Archäologieabenteuer</strong> und <strong>wissenschaftlicher Anspruch</strong> in einem, also ein unglaublicher <strong>Glücksfall</strong>. Das der mittlerweile <strong>87-jährige</strong> von &#8220;etablierten&#8221; <strong>Wissenschaftlern</strong> wie auch <strong>Autorenkollegen</strong> so heftig <strong>angefeindet </strong>wird, stört mich nicht im geringsten, nein, <strong>bestärkt</strong> mich eigentlich nur noch mehr in meinem <strong>Fantum</strong>. Also falls euch das diesmalige <strong>Thema</strong> oder das <strong>Buch </strong>von <strong>William Bramley</strong> auf <em>Präastronautik</em> angefixt hat, kann ich euch nur empfehlen, <strong>Sitchin</strong> zu lesen, der Mann geht wirklich in die <strong>Tiefe</strong>. Mehr zu diesem <strong>Paläö-SETI-Giganten</strong> das nächstemal.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1989" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/annu8.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>PS</strong></span>: Meine derzeit sehr intensive <strong>Beschäftigung</strong> mit <strong>Präastronautik</strong> hat mir gestern Nacht übrigens einen der <strong>genialsten Träume ever </strong>beschert &#8211; ich träumte, dass mir die <strong>Annunaki </strong>eine Menge ihrer <strong>Technik</strong> zeigten, z.b. erinnere ich mich an ein <strong>silbernes</strong>, halbdurchsichtiges <strong>Netz</strong>, dass man sich bloß auf den <strong>Kopf</strong> legen musste, um sofort seine <strong>Persönlichkeit</strong> austauschen zu können. Was damit zu tun haben könnte, dass die <strong>Ausserirdischen</strong> zwar die <strong>Körper </strong>designt haben, die von unserer <strong>Seelen </strong>bewohnt werden; wir als &#8220;Lichte Wesen&#8221; davon allerdings <strong>unabhängig</strong> sind.</p>
<p>Und, übrigens: in meinem Traum waren die <strong>Annunaki</strong> (an deren <strong>Aussehen</strong> ich mich nur ganz dunkel als &#8220;<em>riesig&#8221;</em> erinnern kann) zwar <strong>ehrfurchtgebietend</strong>, aber keineswegs <strong>böse</strong>&#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1991" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/annu10.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p style="text-align:center;">***</p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<p>Eine fundierte <strong>Kritik</strong> an &#8220;<em>Die Götter von Eden&#8221;</em> gibt es <a href="http://www.philipcoppens.com/godsofeden.html" target="_blank">hier</a>. Besser könnte ich es auch nicht formulieren.</p>
<p>Die <a href="http://www.sitchin.com/" target="_blank">Webseite</a> von <strong>Zecharia Sitchin</strong>.</p>
<p>&#8220;<em>Der zwölfte Planet&#8221;</em> &#8211; Sitchin&#8217;s bestes Buch auf <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3930219581?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3930219581" target="_blank">Amazon</a>.</p>
<p>&#8220;<em>Die Götter von Eden</em>&#8221; auf <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3895390755?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3895390755" target="_blank">Amazon</a>.</p>
<p>Der legendäre <a href="http://peterkrassa.alien.de/start.html" target="_blank">Peter Krassa</a> als <strong>CROPfm</strong>-Gast zum Thema: &#8220;<a href="http://cropfm.at/past_shows.htm?showid=krassa2" target="_blank">Gott kam von den Sternen</a>&#8221; .</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/obskuristan.wordpress.com/1971/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/obskuristan.wordpress.com/1971/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/obskuristan.wordpress.com/1971/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/obskuristan.wordpress.com/1971/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/obskuristan.wordpress.com/1971/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/obskuristan.wordpress.com/1971/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/obskuristan.wordpress.com/1971/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/obskuristan.wordpress.com/1971/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/obskuristan.wordpress.com/1971/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/obskuristan.wordpress.com/1971/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/obskuristan.wordpress.com/1971/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/obskuristan.wordpress.com/1971/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/obskuristan.wordpress.com/1971/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/obskuristan.wordpress.com/1971/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=1971&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Neun</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 13:54:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hintergrundmusik: Aufgrund des epischen Themas heute Musik aus einem richtig alten Schinken! &#8211; Ein Auschnitt aus &#8220;The Golden Voyage Of Sinbad&#8220;, komponiert von Meister Miklos Rosza. Gerade lese ich wieder mal äusserst begeistert in einem Buch, das ich schon seit Jugendzeiten besitze, und das, wenn man so will, die eherne Foundation für das Obskuristan-Blog bildet. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=1908&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><span style="text-decoration:underline;">Hintergrundmusik</span>: Aufgrund des <strong>epischen Themas</strong> heute Musik aus einem <strong>richtig alten Schinken!</strong> &#8211; Ein Auschnitt aus &#8220;<strong>The Golden Voyage Of Sinbad</strong>&#8220;, komponiert von Meister</em><em><strong> Miklos Rosza</strong>.</em></p>
<span style='text-align:left;display:block;'><p><object type='application/x-shockwave-flash' data='http://s0.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' width='290' height='24' id='audioplayer1'><param name='movie' value='http://s0.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' /><param name='FlashVars' value='&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fnachtstrom.fetznetz.it%2Fsin.mp3' /><param name='quality' value='high' /><param name='menu' value='false' /><param name='bgcolor' value='#FFFFFF' /><param name='wmode' value='opaque' /></object></p></span>
<p>Gerade lese ich wieder mal äusserst <strong>begeistert</strong> in einem <strong>Buch</strong>, das ich schon seit <strong>Jugendzeiten</strong> besitze, und das, wenn man so will, die <strong>eherne Foundation</strong> für das <strong>Obskuristan</strong>-Blog bildet. Es handelt sich um den <strong>1962</strong> erstmals auf <strong>Deutsch</strong> erschienenen <strong>Schmöker</strong> &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442140153?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3442140153" target="_blank"><em>Aufbruch ins dritte Jahrtausend &#8211; Von der Zukunft der phantastischen Vernunft</em></a>&#8221; (Originaltitel: &#8220;<em>Le Matin des Magiciens</em>&#8220;) der beiden für die <strong>damalige Zeit</strong> unglaublich <strong>durchgeknallten</strong> Franzosen <strong>Louis Pauwels</strong> und <strong>Jaques Bergier</strong>. Worum es in dem <strong>eng bedruckten</strong> und fast <strong>600 Seiten</strong> dicken <strong>Wälzer</strong> geht, ist nicht ganz einfach zu erzählen &#8211; die <strong>Autoren</strong> verknüpfen abendländisch-esoterische <strong>Geheimlehren</strong> aus <strong>vergangenen Jahrhunderten</strong> mit (damals) neuesten <strong>wissenschaftlichen Erkenntnissen</strong>, vereinen sozusagen <strong>Magie </strong>mit <strong>Technik</strong>. Sie <strong>beschwören</strong> ausserdem mit <strong>grossem Pathos</strong> die <strong>Transformation </strong>der <strong>Erde </strong>in ein längst überfälliges, <strong>erleuchtetes Zeitalter </strong>und <strong>verklären </strong>dabei die <strong>Möglichkeiten</strong> der damals ungemein populären, ja als <strong>Heilsbringer </strong>angesehenen <strong>Atomenergie</strong>.</p>
<div id="attachment_1912" class="wp-caption aligncenter" style="width: 458px"><img class="size-full wp-image-1912" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/pauw2.jpg?w=500" alt="Meine beiden Lieblingswahnsinnigen: Louis Pauwels (1920 - 1997) und Jaques Bergier (1912 - 1978)"   /><p class="wp-caption-text">Meine beiden Lieblingswahnsinnigen: Louis Pauwels (1920 - 1997) und Jaques Bergier (1912 - 1978)</p></div>
<p>&#8220;<em>Aufbruch ins dritte Jahrtausend</em>&#8221; war lange Zeit ein <strong>Bestseller</strong>, der aber vermutlich eher im <strong>Bücherschrank </strong>verschwand, als er wirklich <strong>gelesen </strong>wurde (was zugegebenermassen auch <strong>keine leichte Aufgabe</strong> ist). Später mal kam das Buch auch mal ordentlich in <strong>Verruf</strong> &#8211; <strong>Pauwels</strong> und <strong>Bergier</strong> beschäftigen sich darin nämlich unter anderem <strong>unvoreingenommen</strong> mit damals <strong>kaum erforschten Themen</strong> aus dem <strong>nationalsozialistischen Dunstkreis </strong>wie der &#8220;<strong>Macht des Vril</strong>&#8220;, der &#8220;<strong>Thule-Gesellschaft</strong>&#8221; oder <strong>Hörbigers</strong> absurder &#8220;<strong>Welteislehre</strong>&#8221; &#8211; und bekamen dafür von irgendeinem Naseweis das <strong>Prädikat</strong> der &#8220;<strong>Verklärung</strong>&#8221; von &#8220;<strong>Nazi-Ideologien</strong>&#8221; aufgedrückt. Dieser Stempel war allerdings mehr als <strong>deplatziert</strong>: der in <strong>Odessa </strong>geborene <strong>Jude Bergier</strong> war während des <strong>Zweiten Weltkrieges</strong> Häftling im <strong>KZ Mauthausen</strong>, während <strong>Pauwels</strong>, Mitglied des <strong>Résistance</strong>, in einem <strong>Gefängnis </strong>der <strong>Besatzer</strong> saß.</p>
<div id="attachment_1913" class="wp-caption aligncenter" style="width: 272px"><img class="size-full wp-image-1913" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/pau1.jpg?w=500" alt="Pauwels und Bergier hecken eine neue Theorie aus..."   /><p class="wp-caption-text">Pauwels und Bergier hecken eine neue Theorie aus...</p></div>
<p>Vermutlich aufgrund <strong>dieser Erfahrungen</strong> wollten <strong>Pauwels </strong>und <strong>Bergier</strong> in ihren späteren <strong>Büchern </strong>nichts weniger als eine Art &#8220;<strong>erleuchteten Übermenschen</strong>&#8221; beschwören, der <strong>Not</strong>, <strong>Elend </strong>und <strong>Kriege</strong> unnötig machen würde. Dieser <strong>Übermensch</strong> würde durch <strong>radioaktive Transformation</strong> einen <strong>Geisteszustand</strong> entwickeln, der ihn zu den ungewöhnlichsten <strong>Gedächtnisleistungen</strong> befähigen würde; man kann beim Lesen dieser Sätze oft nicht anders als an die in <strong>alten Superheldencomics </strong>sehr beliebten, zu <strong>Monstern</strong> mutierten <strong>Wissenschaftler</strong> denken, mit <strong>schwächlichem Körper</strong> und <strong>überdimensioniertem Wasserkopf</strong>, darin ein <strong>gigantisches Gehirn</strong>, schneller und analytischer als der <strong>beste Supercomputer</strong> der Welt.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1914" title="pauw3" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/pauw31.jpg?w=300&h=225" alt="pauw3" width="300" height="225" /></p>
<p>Solch <strong>abgedrehte Theorien</strong> prasseln in &#8220;<em>Aufbruch ins dritte Jahrtausend</em>&#8221; gleich <strong>seitenweise</strong> auf den <strong>Leser </strong>herab; <strong>Pauwels </strong>und <strong>Bergier</strong> fordern weiters eine Art <strong>erlauchter Geheimgesellschaft</strong>, gebildet aus den beschriebenen <strong>Wissenschaftler-Mutanten</strong>, die sich in einer für <strong>normale Sterbliche</strong> unverständlichen <strong>Kunstprache</strong> verständigen und die <strong>Ergebnisse </strong>ihrer <strong>Forschungen </strong>künftig vor dem <strong>Rest</strong> der <strong>Menschheit </strong>geheimhalten, um etwaigem <strong>Mißbrauch </strong>durch machthungrige <strong>Politiker </strong>vorzubeugen. Als <strong>Vorbild</strong> hierfür galt den <strong>Autoren</strong> die <strong>Bruderschaft der Rosenkreuzer</strong>, welche der <strong>Legende </strong>nach <strong>1622 </strong>in <strong>Paris </strong>folgenden <strong>Anschlag</strong> an die <strong>Stadtmauer </strong>heftete: „<em>Wir, Abgeordnete des Hauptkollegiums der Brüder vom Rosenkreuz, halten uns sichtbar und unsichtbar in dieser Stadt auf, durch die Gnade des Allerhöchsten, dem das Herz der Gerechten sich zuwendet, um die Menschen, die ihresgleichen sind, aus tödlichem Irrtum zu erlösen.</em>“</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1916" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/rosi1.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Ähnliche <strong>Nachrichten</strong> gingen an <strong>Fürstenhäuser </strong>und wichtige <strong>Bürger</strong> der <strong>Stadt</strong>, in die auch <strong>Fratres</strong> und <strong>Sonores </strong>der <strong>Rosenkreuzer </strong>entsandt wurden. Diese Gemeinschaft  scheint damals ein <strong>Zusammenschluß </strong>besonders <strong>erleuchteter Menschen </strong>gewesen zu sein, die fähig waren, sich aufgrund &#8220;<strong>innerer Merkmale</strong>&#8221; gegenseitig zu <strong>erkennen</strong> und sich mittels eingeübter <strong>Pupillenreaktionen</strong> und <strong>Handzeichen</strong> miteinander zu <strong>verständigen</strong> (<a href="http://www.thalus-portal.de/html/ordensgeschichte.htm" target="_blank">Quelle</a>). Ihr besonderes <strong>Potential</strong> äusserte sich in einer <strong>unsichtbaren Macht</strong>, die sie auch vor den <strong>Anfeindungen </strong>der <strong>Inquisition</strong> bewahrten, die natürlich <strong>begierig </strong>darauf war, die <strong>Ketzer </strong>in ihre <strong>Folterkeller</strong> zu bekommen.</p>
<p>Aber selbst die geistig ihrer Zeit weit vorausgeeilten <strong>Rosenkreuzer </strong>waren vermutlich nur <strong>Amateure </strong>gegen eine <strong>Geheimgesellschaft</strong>, die man wohl als die <strong>mächtigste</strong> der gesamten <strong>Menschheitsgeschichte </strong>bezeichnen kann; <strong>Pauwels </strong>und <strong>Bergier </strong>behaupten sogar, es sei die <strong>einzige Geheimgesellschaft</strong>, die jemals WIRKLICHEN <strong>Einfluss</strong> auf den Lauf der <strong>Weltgeschichte </strong>hatte (also, <strong>Illuminaten</strong>, <strong>Freimaurer</strong>, <strong>Skull &amp; Bones</strong> und ähnliche <strong>Ameisen, </strong>go home!): es handelt sich um die</p>
<p style="text-align:center;">&#8220;<span style="text-decoration:underline;"><strong>Neun Unbekannten</strong></span>&#8220;.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1917" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/moses.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p><strong>Der </strong><strong>Pathos </strong>der Geschichte der &#8220;<strong>Neun Unbekannten</strong>&#8221; (engl. &#8220;<strong>Nine unknown Men</strong>&#8220;) erinnert mich an das <strong>erhebende Gefühl</strong>, wenn man sich einen klasse alten<strong> Historienschinken</strong> á la &#8220;<em>Ben Hur</em>&#8221; oder &#8220;<em>Die 10 Gebote</em>&#8221; mit <strong>Charlton Heston</strong> als <strong>Moses</strong> anguckt; leider ist dieser <strong>Mythos </strong>relativ<strong> unbekannt </strong>geblieben, ausser bei <strong>Pauwels</strong> <strong>/Bergier</strong> findet man ihn nur in dem Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3938516232?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3938516232" target="_blank">Jenseits des Vorstellbaren</a>&#8221; des genialen <strong>Viktor Farkas </strong>und als längst vergriffenen <strong>Roman</strong> gleichen Namens von &#8220;<em>Perry Rhodan</em>&#8221; &#8211; Gründervater <strong>Walter Ernsting</strong>.</p>
<p>Um die <strong>historische Siginifikanz</strong> dieser Geschichte richtig zu verstehen, muß man sich geistig in das <strong>Indien </strong>ca. <strong>300 Jahre vor Christus</strong> begeben; dort herrschte der berühmte <strong>Kaiser Ashoka</strong>, einstmals ein <strong>blutrünstiges Monster</strong>, der nach der <strong>Unterwerfung</strong> der Provinz <strong>Kalinga</strong> im <strong>Osten Indiens </strong>vom<strong> </strong>Abschlachten anscheinend genug hatte und zum <strong>Buddhismus </strong>konvertierte; fortan lebte er als <strong>strenger</strong>, aber <strong>gerechter Herrscher</strong>, der die <strong>Verteilung </strong>von <strong>Landbesitz</strong> förderte, den Bau von<strong> Schulen</strong> und <strong>Spitälern </strong>in Auftrag gab und seine <strong>geläuterten Ansichten</strong> im ganzen Land <strong>verbreiten </strong>liess (durch sog.<strong> </strong>&#8220;<strong>Säulen-Edikte</strong>&#8220;).</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_1918" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-1918" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/ashoka.jpg?w=500" alt="Kaiser Ashoka (304 - 232 v. Chr.)"   /><p class="wp-caption-text">Kaiser Ashoka (304 - 232 v. Chr.)</p></div>
<p>Er hatte noch eine andere, für die damalige Zeit revolutionäre <strong>Idee</strong>: Er gründete die <strong>geheime Gesellschaft</strong> der &#8220;<strong>Neun Unbekannten</strong>&#8220;, neun nahezu <strong>übermenschlich intelligente Wesen</strong>, die fortan <strong>Wissen</strong> hüten sollten, welches als  zu <strong>gefährlich</strong> für die <strong>Allgemeinheit </strong>angesehen wurde. Die <strong>neun Unbekannten</strong> hatten die Aufgabe, <strong>neun ewig</strong> fortdauernde <strong>Bücher</strong> zu schreiben, in denen dieses Wissen <strong>bewahrt </strong>wurde. So gab es je ein <strong>Buch</strong> über <em>psychologische Kriegsführung</em>, <em>Physiologie</em>, <em>Mikrobiologie</em>, <em>Transmutation</em>, <em>irdische</em> und <em>nichtirdische</em>(!) <em>Kommunikation</em>, <em>Gravitation</em>, <em>Kosmogonie</em>, <em>Licht </em>und <em>Evolution</em> (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nine_Unknown_Men" target="_blank">Quelle</a>).</p>
<div id="attachment_1919" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-1919" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/nine-unknown-men.jpg?w=500" alt="George Underwood, &quot;The Nine Unknown Men&quot;, Ölgemälde, 2007"   /><p class="wp-caption-text">George Underwood, &quot;The Nine Unknown Men&quot;, Ölgemälde, 2007</p></div>
<p>Soweit der <strong>Mythos</strong> der <strong>neun geheimnisumwitterten Wesen</strong>. Nun kann man natürlich seine <strong>Fantasie</strong> herrlich <strong>schweifen lassen;</strong> nicht <strong>auszudenken</strong>, welche <strong>unglaublichen Erfindungen</strong> damals in der <strong>Hand</strong> der <strong>Neun </strong>gewesen sein könnten. Einen kleinen <strong>Einblick </strong>in den geistigen <strong>Reichtum</strong> der &#8220;<strong>Neun Unbekannten</strong>&#8221; erlaubt die <strong>Geschichte</strong> des etwas mysteriösen Papstes <strong>Silvester II</strong>., mysteriös hauptsächlich deshalb, weil dieser ein für das <strong>1. Jahrhundert n. Chr.</strong> unglaublich<strong> aufgeschlossener</strong> <strong>Benediktinermönch</strong> war, der unter anderem nach <strong>Indien </strong>reiste; dort wird ihm ein <strong>Treffen</strong> mit den &#8220;<strong>Neun Unbekannten</strong>&#8221; nachgesagt. Nach seiner <strong>Rückkehr</strong> hatte er einen <strong>bronzenen Kopf </strong>in seinem Besitz, der auf <strong>weltliche</strong> und <strong>geistige Fragen</strong> mit &#8220;<strong>Ja</strong>&#8221; oder &#8220;<strong>Nein</strong>&#8221; antworten konnte; es war eine <strong>binäre Maschine</strong>, ein <strong>Computer</strong>, der nach dem <strong>Tod</strong> des <strong>aussergewöhnlichen Mannes</strong> eiligst <strong>zerstört </strong>wurde (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pope_Sylvester_II" target="_blank">Quelle</a>).</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_1921" class="wp-caption aligncenter" style="width: 354px"><img class="size-full wp-image-1921" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/syl1.jpg?w=500" alt="Pabst silvester II. (950-1003)"   /><p class="wp-caption-text">Papst Silvester II. (950-1003)</p></div>
<p><strong>Spekulieren</strong> könnte man natürlich, wer die <strong>Mitglieder </strong>der &#8220;<strong>Neun Unbekannten</strong>&#8221; waren, die möglicherweise immer wieder <strong>ausgetauscht </strong>wurden und ihr unglaubliches <strong>Wissen</strong> in die Hände eines weiteren, für würdig erachteten <strong>Geheimnisträgers </strong>legten. Aus <strong>Gründen</strong>, die gleich <strong>offenbar </strong>werden, möchte ich nun kurz einen <strong>Haken</strong> schlagen und auf den Psychiater <strong>Dr. Andrija Puharich</strong> eingehen, eine <strong>mysteriöse </strong>und <strong>sinistre </strong>Figur aus dem <strong>Amerika </strong>der <strong>1950er</strong>- und <strong>60er-</strong>Jahre. <strong>Puharich</strong> hatte <strong>1948</strong> im US-Bundesstaat <strong>Maine </strong>ein <strong>privates Zentrum </strong>zur Erforschung <strong>paranormaler Phänomene</strong> gegründet, nannte es die &#8220;<em>Round Table Foundation</em>&#8221; und untersuchte im angeschlossenen <strong>Labor</strong> in den darauffolgenden Jahren sämtliche berühmte &#8220;<strong>Medien</strong>&#8221; der damaligen Zeit (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Hurkos" target="_blank">Peter Hurkos</a> z.b., der an der <strong>Jagd</strong> auf den gefürchteten Serienkiller &#8220;<strong>Boston Strangler</strong>&#8221; beteiligt war und später auch einen heute nicht ganz unbekannten <strong>Israeli</strong> namens <strong>Uri Geller</strong>). <strong>1952 </strong>hatte er einen indischen <strong>Hindu-Mystiker</strong> namens <strong>Dr. D. G. Vinod</strong> zu Gast, der als <strong>Channel</strong> eines <strong>Zusammenschlusses</strong> von <strong>Wesen </strong>fungierte, die sich &#8220;<span style="text-decoration:underline;"><strong>Council of Nine</strong></span>&#8221; (später auch nur &#8220;<strong>The Nine</strong>&#8221; oder &#8220;<strong>Nine Principles</strong>&#8220;) nannten. Die Durchgaben <strong>Vinods </strong>waren anscheinend so <strong>interessant</strong>, dass sich auf Betreiben von <strong>Puharich</strong> ein Kreis von <strong>neun medial begabten Personen </strong>bildete, von denen ein jeder das <strong>Sprachrohr </strong>eines der <strong>Mitglieder </strong>des &#8220;<strong>Council of Nine</strong>&#8221; war (die Wesenheiten schienen <strong>keine eigenen Namen</strong> zu haben, sie hatten bloß <strong>Bezeichnungen </strong>wie &#8220;<strong>M</strong>&#8221; oder &#8220;<strong>R</strong>&#8220;).</p>
<div id="attachment_1922" class="wp-caption aligncenter" style="width: 346px"><img class="size-full wp-image-1922" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/puha.jpg?w=500" alt="Dr. Andrija Puharich (1918 - 1995)"   /><p class="wp-caption-text">Dr. Andrija Puharich (1918 - 1995)</p></div>
<p>Was genau in den <strong>Durchgaben</strong>, im privaten <strong>Labor Puharichs </strong>abgehalten, für <strong>Botschaften</strong> weitergegeben wurden, ist <strong>nicht bekannt</strong> &#8211; wenn man allerdings weiß, das jener <strong>Dr. Puharich</strong>, nebenbei auch <strong>CIA-Mitarbeiter</strong>, ab <strong>1950 </strong>federführend bei der <strong>Entwicklung </strong>der schrecklichen <strong>Mind Control</strong>- Projekte <strong>BLUEBIRD/ARTICHOCKE </strong>und drei Jahre später einer der <strong>Ideengeber</strong> von <strong>MK-ULTRA</strong> war, wird einem so einiges <strong>klar</strong>, oder? Mir zumindest fiel es wie Schuppen von den rotgeränderten <strong>Verschwöreräuglein</strong>: Das &#8220;<strong>Council of Nine</strong>&#8221; <span style="text-decoration:underline;"><strong>waren</strong></span> die &#8220;<strong>Neun Unbekannten</strong>&#8220;! Wir erinnern uns: das <strong>erste Buch</strong>, welches von<strong> einem</strong> der <strong>neun unbekannten Männer</strong> geschrieben wurde, hatte &#8220;<em>psychologische Kriegsführung</em>&#8221; (und übrigens auch &#8220;<em>Beeinflussung der Massen durch Gedankenkontrolle</em>&#8220;) zum Thema, es wurde innerhalb der <strong>neun Bücher</strong> als das <strong>gefährlichste</strong> eingestuft. Immer wieder hatten <strong>vereinzelte Glückliche</strong> im Lauf der <strong>Jahrhunderte </strong>ja ein paar <strong>kleine Geheimnisse</strong> von den &#8220;<strong>Neun Unbekannten</strong>&#8221; erfahren; Geheimnisse, die <strong>mächtig genug </strong>waren, den <strong>Lauf der Welt</strong> zu beeinflussen. Es wäre doch <strong>möglich</strong>, das auch <strong>Dr. Puharich </strong>hier etwas <strong>offenbart </strong>wurde, welches er dann für die Zwecke der <strong>finsteren CIA-Projekte</strong> jener Jahre in der Zeit des <strong>Kalten Krieges </strong>verwendete.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1923" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/mku.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<p>Der mediale Kreis um <strong>Dr. Puharich </strong>löste sich auf, als <strong>Dr. Vinod </strong>zurück nach <strong>Indien </strong>ging, das &#8220;<strong>Council of Nine</strong>&#8221; allerdings spricht seitdem immer wieder durch <strong>verschiedene Medien</strong> (z.b. durch <strong>Phyllis Virtue-Carmel</strong>, Veröffentlichung &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/392378192X?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=392378192X" target="_blank">Planet der Wandlung</a>&#8220;). Diese <strong>neun Wesenheiten</strong> haben übrigens schon des öfteren auf ihre <strong>ausserirdische Herkunft</strong> hingewiesen, was auch wieder ganz <strong>ausgezeichnet</strong> zu unseren &#8220;<strong>Neun Unbekannten</strong>&#8221; passt: <span style="text-decoration:underline;"><strong>Überirdische Wesen = Ausserirdische Wesen</strong></span>! Und ein weiteres der <strong>geheimen Bücher</strong> beschäftigte sich, wie wir ja wissen, sowohl mit <strong>irdischer</strong> als auch mit <strong>&#8220;nicht-irdischer&#8221; Kommunikation</strong>. <strong> </strong></p>
<p><strong>Andreas von Rétyi </strong>spekuliert in seinem Sachbuch-Bestseller &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3930219336?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3930219336" target="_blank">Die Stargate &#8211; Verschwörung</a>&#8220;, dass hinter dem &#8220;<strong>Council of Nine</strong>&#8221; möglicherweise <strong>Wesen </strong>von einem <strong>Planeten </strong>namens &#8220;<em>Altea</em>&#8221; stecken könnten, die vor <strong>1,6 Millionen Jahren </strong>unser <strong>Sonnensystem </strong>erreicht und zuerst einmal den <strong>Mars </strong>besiedelt haben. Von dort aus <strong>landeten</strong> sie dann irgendwann auf der<strong> Erde</strong>, um mittels <strong>genetischer Manipulationen</strong> die <strong>menschliche Rasse</strong> zu &#8220;<strong>erschaffen</strong>&#8220;. Und so ein <strong>Konsortium </strong>aus <strong>neun Alteanern</strong>, die sich im <strong>Hintergrund </strong>um die Geschicke ihrer &#8220;<strong>Kinder</strong>&#8221; kümmern, ja sie aus dem <strong>Verborgenen</strong> heraus <strong>steuern</strong>, ist auf jeden Fall <strong>vorstellbar</strong>.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1924" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/mface.gif?w=500" alt=""   /></p>
<p><strong>Spuren</strong> der <strong>Alteaner</strong> auf dem <strong>Mars </strong>gibt es auf <strong>jeden Fall</strong>: Denken wir nur an das &#8220;<strong>Mars-Gesicht</strong>&#8221; bzw. die <strong>Mars-Monumente</strong>, deren <strong>Spiegelbild </strong>die <strong>Pyramiden</strong> von <strong>Gizeh</strong> sein könnten &#8211; Zeichen dafür, dass die <strong>Alteaner </strong>eines gar nicht so fernen Tages, <em>2012 </em>zum Beispiel, <strong>wiederkehren</strong>? Wir nähern uns hier dem fazinierenden Gebiet der <strong>Prä-Astronautik</strong>, welches übrigens, und damit sind wir wieder am <strong>Anfang</strong> unseres <strong>Ausflugs</strong>, <strong>Pauwels</strong> und <strong>Bergier</strong> in &#8220;<em>Aufbruch ins dritte Jahrtausend</em>&#8221; zum ersten Mal populär gemacht haben &#8211; vermutlich eine grosse <strong>Inspiration</strong> für den jungen <strong>Erich von Däniken</strong>, der sechs Jahre nach diesem Buch seine berühmten &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442126886?ie=UTF8&amp;tag=obskuristan-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3442126886" target="_blank">Erinnerungen an die Zukunft</a>&#8221; veröffentlichte.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1925" src="http://obskuristan.files.wordpress.com/2009/08/eric.jpg?w=500" alt=""   /></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/obskuristan.wordpress.com/1908/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/obskuristan.wordpress.com/1908/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/obskuristan.wordpress.com/1908/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/obskuristan.wordpress.com/1908/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/obskuristan.wordpress.com/1908/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/obskuristan.wordpress.com/1908/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/obskuristan.wordpress.com/1908/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/obskuristan.wordpress.com/1908/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/obskuristan.wordpress.com/1908/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/obskuristan.wordpress.com/1908/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/obskuristan.wordpress.com/1908/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/obskuristan.wordpress.com/1908/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/obskuristan.wordpress.com/1908/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/obskuristan.wordpress.com/1908/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=obskuristan.com&#038;blog=4781857&#038;post=1908&#038;subd=obskuristan&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Kaiser Ashoka (304 - 232 v. Chr.)</media:title>
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			<media:title type="html">George Underwood, &#34;The Nine Unknown Men&#34;, Ölgemälde, 2007</media:title>
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			<media:title type="html">Pabst silvester II. (950-1003)</media:title>
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			<media:title type="html">Dr. Andrija Puharich (1918 - 1995)</media:title>
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